Einführung
Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Betroffene und ihre Angehörigen stehen vor zahlreichen Herausforderungen, sowohl im Alltag als auch emotional. Selbsthilfegruppen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, indem sie eine Plattform für Austausch, Unterstützung und Information bieten. Die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker, eingebettet in das Netzwerk von „PARKINSONLINE“ (PAoL), ist ein herausragendes Beispiel für eine solche Gemeinschaft. Dieser Artikel beleuchtet die Geschichte, Entwicklung und Aktivitäten dieser Selbsthilfegruppe, ihre Bedeutung für die Betroffenen und die breiteren gesellschaftlichen Auswirkungen.
Die Gründung und Entwicklung von PAoL
Die Anfänge im Online-Bereich
Die Geschichte von PAoL beginnt im Jahr 1999, als Alois B. (Alba) den Grundstein für das legte, was heute als PAoL bekannt ist. In dieser frühen Phase diente eine Online-Plattform dazu, Betroffene zusammenzubringen, um sich über ihre Erfahrungen mit der Parkinson-Krankheit und andere relevante Themen auszutauschen. Dieser virtuelle Raum ermöglichte es den Mitgliedern, sich gegenseitig zu unterstützen und Informationen zu teilen, unabhängig von ihrem geografischen Standort.
Der Parkinson-Kongress in Bozen und die Idee zur Selbsthilfegruppe
Ein entscheidender Moment in der Entwicklung von PAoL war der Parkinson-Kongress in Bozen im September 2001. Hier trafen sich einige der aktiven Nutzer der Online-Plattform persönlich. Diese Begegnung führte zu ersten Gesprächen über die Gründung einer formellen Selbsthilfegruppe. Mit großem Idealismus, Freude und Kampfgeist begannen die Anwesenden, die Idee einer solchen Gruppe zu planen und zu konkretisieren.
Die offizielle Gründung von PAoL
Am 1. Dezember 2001 war es schließlich soweit: Zwölf engagierte Personen trafen sich in Florstadt und gründeten den Verein „PAoL“. Dieses Datum markiert den offiziellen Beginn der Parkinson-Selbsthilfegruppe PAoL. Die Gründungsmitglieder, darunter Alba, Gisi, Trees, Joan, Rieke, Hothi, Fini, Daniela, Nena, Hubert, Kasina und Paul, legten den Grundstein für eine Organisation, die im Laufe der Jahre zu einer wichtigen Stütze für Parkinson-Patienten und ihre Angehörigen werden sollte.
Wachstum und Entwicklung im Laufe der Jahre
Seit ihrer Gründung hat sich PAoL kontinuierlich weiterentwickelt. Durch das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder wurde der Verein stetig ausgebaut. Heute ist PAoL ein stabiler Verein mit rund 310 Mitgliedern und etwa 650 Nutzern aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. PAoL hat sich zu einer Selbsthilfegruppe entwickelt, die nicht nur online aktiv ist, sondern auch zahlreiche persönliche Treffen und Veranstaltungen organisiert. Die Online-Aktivitäten umfassen Chat, Forum und eine informative Homepage, die es den Mitgliedern ermöglichen, sich gegenseitig zu helfen, die Krankheit Parkinson zu verstehen und besser damit zu leben.
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Freundschaften, Interessensgruppen und Treffen
Im Laufe der Jahre sind durch PAoL viele Freundschaften entstanden. Zudem wurden verschiedene Interessensgruppen gegründet, die sich spezifischen Themen und Bedürfnissen widmen. Unzählige große und kleine Treffen wurden organisiert, um den persönlichen Austausch und die Gemeinschaft zu fördern. Der Chat und das Forum sind nach wie vor täglich aktiv und bieten den Mitgliedern eine Plattform für Gespräche und Diskussionen.
Dank an die Gründungsmitglieder
PAoL blickt mit Stolz auf viele Jahre praktizierter Selbsthilfe zurück. An dieser Stelle sei ein großes Dankeschön an die Gründungsmitglieder gerichtet: ALBA, DANY, GISI, HUBERT, HOTHI, JOAN, KASINA, NENA, PAUL, RIEKE, FINI, TREES. Ihr Engagement und ihre Vision haben den Grundstein für den Erfolg von PAoL gelegt.
Gedenken an verstorbene Mitglieder
In der langen Vereinsgeschichte musste sich PAoL von einigen Mitgliedern für immer verabschieden. Ihr Andenken wird in Ehren gehalten.
Chronik der Aktivitäten und Ereignisse
Die frühen Jahre (2002-2005)
- 2002: Das erste Jahr nach der Gründung war geprägt vom Aufbau der Vereinsstrukturen und der Etablierung der Online-Plattform.
- 2003: Das zweite Chattertreffen fand in Melsungen statt, und das erste Sportwochenende wurde in Frankfurt organisiert. Ein Workshop zum Thema Autofahren sowie das Rhönpark-Treffen/Parkinson-Tagung von Patienten für Patienten fanden ebenfalls statt. Die Mitgliederzahl stieg auf 46.
- 2004: Das dritte Chattertreffen wurde in Kleve veranstaltet, und erneut gab es einen Workshop zum Thema Autofahren. Gisela Steinert erhielt den Ehrenpreis der Hilde-Ullrichs-Stiftung, und das Hannover-Frühstück wurde ins Leben gerufen. Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 69.
- 2005: Das vierte Chattertreffen fand in Warnstedt statt, und das zweite Sportwochenende wurde in Bergheim-Erft (in der Nähe von Köln) organisiert. Der erste Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" wurde in Oberdürenbach durchgeführt. Treffen in Nürnberg, eine Bilderausstellung in der Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel und in Zerbst in zwei Frisiersalons, die Gründung des PAoL Chors "PAoL-Vocal" sowie die Teilnahme an der Gesundheitsmesse in Essen und ein Treffen im "wilden Süden" gehörten zu den weiteren Aktivitäten. Die Mitgliederzahl erreichte 96.
Konsolidierung und Ausbau (2006-2010)
- 2006: Das fünfte Chattertreffen fand in Würzburg statt. Gisela Steinert erhielt das Bundesverdienstkreuz für besondere Verdienste in der Selbsthilfe. Ein bundesweites Treffen im Palmengarten in Frankfurt und ein Treffen in Wien wurden organisiert. Der zweite Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" wurde in Oberdürenbach durchgeführt. PAoL Vocal erhielt den Preis der Hertie-Stiftung, und Bilderausstellungen fanden in Gronau im Heimatmuseum und in Gardelegen bei der Stadtverwaltung statt. Das Hannover-Frühstück wurde fortgesetzt. Die Mitgliederzahl stieg auf 112.
- 2007: Das sechste Chattertreffen wurde in Leer veranstaltet. Der dritte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" fand in Oberdürenbach statt. Bilderausstellungen wurden in Weil am Rhein und in Goslar bei einer Sparkasse organisiert. Das Hannover-Frühstück wurde fortgesetzt. Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 125.
- 2008: Das siebte Chattertreffen fand in Bad Dürrheim statt. Der vierte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" wurde in Oberdürenbach durchgeführt. Ein Treffen in Wien, Bilderausstellungen in einer Reha-Klinik und in Dortmund im Seniorenheim Am Marksbach sowie eine 58er-Party in Warnstedt gehörten zu den Aktivitäten. Das Hannover-Frühstück wurde fortgesetzt. Die Mitgliederzahl stieg auf 143.
- 2009: Das achte Chattertreffen wurde in St. Andreasberg veranstaltet. Der fünfte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" fand in Oberdürenbach statt. Bilderausstellungen wurden in Norden in der Volkshochschule und in Hetzdorf in der Klinik am Tarandter Wald organisiert. Forum und Chat wurden durch eine neue Software ersetzt. Das Hannover-Frühstück wurde fortgesetzt. Die Mitgliederzahl erreichte 174.
- 2010: Das neunte Chattertreffen fand in Meinerzhagen statt.
Jubiläum und neue Initiativen (2011-2015)
- 2011: Das zehnte Chattertreffen wurde in Schmitten veranstaltet. Der siebte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" fand in Oberdürenbach statt. PAoL feierte sein 10-jähriges Bestehen und gab die erste PAoL-Chronik heraus. Eine Bilderausstellung wurde in Hannover organisiert. Die erste Teilnahme am Tischtennis-Turnier in Troisdorf, veranstaltet von der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. Regionalgruppe Siegburg, in Kooperation mit TTC Eschmar, fand statt. Das Hannover-Frühstück wurde fortgesetzt, und es gab Treffen in Oberursel und Köln-Weyertal. Das "Treffen am See" am Max-Eyth-See in Stuttgart wurde ins Leben gerufen. Ein Softwarewechsel mit externem Support wurde durchgeführt.
- 2012: Das elfte Chattertreffen wurde in Flehingen veranstaltet. Der achte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" fand in Oberdürenbach statt. Eine Benefiz-Radtour zugunsten Parkinson-Kranker von Sulzbach/Taunus nach Düsseldorf wurde organisiert. PAoL trat dem Paritätischen Wohlfahrtsverband bei und nahm am "Bewegten Tag" in Düsseldorf teil. Die zweite Teilnahme am Tischtennis-Turnier in Troisdorf, veranstaltet von der Regionalgruppe Siegburg, in Kooperation mit TTC Eschmar, fand statt. Ein Workshop "Eltern sein mit Parkinson" wurde durchgeführt. Eine Bilderausstellung wurde in Hannover organisiert. Es gab Treffen in Köln-Weyertal, Troisdorf, St. Ilgen, Kassel, Oberursel, Essen und Hannover. Das "Treffen am See" am Max-Eyth-See in Stuttgart wurde fortgesetzt. Die Radtour über die Alpen mit Click und Jürgen fand statt.
- 2013: Das zwölfte Chattertreffen wurde in Meinerzhagen veranstaltet. Der neunte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" fand statt. Der neunte Aktionstag in Sulzbach/Taunus wurde zusammen mit der JuPark-Südhessen Gruppe organisiert. Die dritte Teilnahme am Tischtennis-Turnier, veranstaltet von der dPV Regionalgruppe Siegburg, in Kooperation mit TTC Eschmar, fand statt. Eine Bilderausstellung wurde in Atteln bei Paderborn in einer Seniorenresidenz organisiert. Die Aktivitäten von PAoL konkret begannen. Es gab Treffen in Köln-Weyertal, Troisdorf, Hannover und St. Ilgen. Das "Treffen am See" am Max-Eyth-See in Stuttgart wurde fortgesetzt.
- 2014: Das dreizehnte Chattertreffen wurde in Oberhof veranstaltet. Der zehnte Workshop "Parkinson und Persönlichkeit" fand in Oberdürenbach statt. Workshops zu Feldenkrais und LSVT Loud (Logopädie) wurden angeboten. Der zehnte Aktionstag in Sulzbach/Taunus wurde zusammen mit der JuPark-Südhessen Gruppe organisiert. Ein Benefizkonzert in Sulzbach/Taunus zugunsten u.a. des Sozialausschusses von PAoL wurde veranstaltet. Eine Bilderausstellung wurde in Berlin-Dahlem in einer Seniorenresidenz organisiert. Die vierte Teilnahme am Tischtennis-Turnier, veranstaltet von der dPV Regionalgruppe Siegburg, in Kooperation mit TTC Eschmar, fand statt. Die Vorbereitungen zum Aufbau des Projekts "Neue Internetpräsenz" begannen. Es gab Treffen in Hannover, Münster, Hamburg, Essen, Köln-Weyertal, Troisdorf und Leimen-St. Ilgen. Das "Treffen am See" am Max-Eyth-See in Stuttgart wurde fortgesetzt.
- 2015: Das vierzehnte Chattertreffen wurde in Günne veranstaltet. Die fünfte Teilnahme am TT-Turnier, veranstaltet von der dPV-Regionalgruppe Siegburg, in Kooperation mit TTC Eschmar, fand statt. Es gab Treffen in Hannover, Idstein, Schärding, Köln-Weyertal, Troisdorf und St. Ilgen. Das "Treffen am See" am Max-Eyth-See in Stuttgart wurde fortgesetzt.
Vielfalt und Vernetzung (2016-2020)
- 2016: Das fünfzehnte Chattertreffen wurde in Löwenstein veranstaltet. Das 6. Tischtennis-Turnier für Parkinsonbetroffene in Troisdorf Sieglar, veranstaltet von der Regionalgruppe Siegburg der dPV, fand statt. Ein BOM-Turnier in Köln (Boule ohne und mit Parkinson), ein Schnupper-Workshop Feldenkrais im Bürgerzentrum Frankfurt, eine Veranstaltung der JuPark Südhessen offen für alle, ein Aktionstag anlässlich des 19. Welt Parkinson Tages am 11. April, Parkinson-Cafés in Haag, Ingelheim und Karlsruhe zu verschiedenen Parkinson-Themen, Workshops in Kassel ("Medikamente") und Oberdürenbach ("Wege aus der Krise") sowie in Heilbronn ("Training von Beweglichkeit und Balance"), Treffen und Selbsthilfegruppentage in Köln, Treffen der SHG Schneckenhaus und SHG Düsseldorf "Move on" mit Vorträgen, Hannover-Frühstück und Stammtische in Troisdorf und Frankfurt, ein Ruhrpott-Diner bei Nena in Duisburg im Frühjahr, das "Treffen am See" am Max-Eyth-See in Stuttgart, Treffen in St. Ilgen, Bonn und Augsburg, eine Sommerparty in der Lausitz mit Mitgliedern von PAoL, JUP und DPV, der "bewegte Tag" in Düsseldorf, ein Sommerfest der PaStaKa in Karlsruhe und ein Vorweihnachts-Frühstück in Berlin gehörten zu den Aktivitäten. Die Mitgliederzahl betrug 245.
- 2017: Die allgemeine Vereinsarbeit umfasste einen Pressetermin mit der Pforzheimer Zeitung und dem Mühlacker Tagblatt anlässlich einer Scheckübergabe von der DAK, die Erstellung der Newsletter Nr. 10 und 11 für alle Mitglieder, die Auflösung der Wanderausstellung, die teilweise Professionalisierung administrativer Aufgaben, die Integration einer neuen Forum-Software, die Erstellung eines Konzepts für Online-Wahlen und eines neuen Flyers sowie die Erstellung einer Leitlinie für den Vorstand. Regelmäßige Treffen und Angebote vom Vorstand, reale Vorstandssitzungen in Bretten und Mauel sowie die jährliche Mitgliederversammlung in Rehburg-Loccum mit Feier zum 15. Vereinsjubiläum gehörten zu den Aktivitäten. Workshops zu den Themen „Angst essen Seele auf“, „Angehörige und wir“, "PAoL singt - Ein Chor-Projekt für Parkinson-Betroffene" und "Heilsames Singen bei Morbus Parkinson" wurden organisiert. Das „Treffen der Wilden am See“ in Stuttgart-Hofen und regelmäßige Treffen und Aktionen verschiedener regionaler Selbsthilfegruppen ergänzten die Angebote.
- 2018: Das 17. Jahrestreffen mit Mitgliederversammlung fand in Königswinter statt. Erstmals wurde die Vorstandswahl über Onlinewahl durchgeführt. Gabi Faßhauer (Engel) wurde zur 1. Vorsitzenden, Ruth Eisinger (Ruth) zur 2. Vorsitzenden und Marita Siegel (Marita) zur Kassenwartin gewählt. Maria Bohnacker (Linde), Manuela Kania (manu) und Ute Reisinger (johanna) wurden zu Beisitzern gewählt. Arbeitstreffen des Vorstands fanden in Königswinter und Fulda statt. Die Vereinsaktivitäten umfassten die Erstellung eines neuen Flyers, die Übernahme einer Wegpatenschaft bei dem Projekt „Pilgern auf dem Jakobsweg“ und die Teilnahme an der Selbsthilfetagung der AOK “Digitalisierung in der Selbsthilfe”. Workshops zu den Themen „Ernährung und Patienten/Medikamentenwissen bei Morbus Parkinson“, „Heilsames Singen“ und „Parkinson und Stimme“ wurden organisiert. Die Mitgliederzahl betrug 244.
- 2019: Das Jahrestreffen mit Mitgliederversammlung fand im Tagungszentrum Schmerlenbach in Hösbach statt. Gabi Faßhauer (Engel), Ruth Eisinger (Ruth) und Marita Siegel (Marita) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Maria Bohnacker (Linde), Manuela Kania (manu) und Ute Reisinger (johanna) wurden erneut zu Beisitzern gewählt. Arbeitstreffen von Teams fanden in Speyer und Marburg statt. Zu den Vereinsaktivitäten gehörten der Patiententag „Panama“ in Marburg, das Symposium „Verwackelt“ in Berlin, Themenchats, die Teilnahme an den Tischtennis Weltmeisterschaften in New York und die Gründung des Netzwerks „Parkinson Bund“ mit der Kampagne „Letzte Ausfahrt Krankenhaus“. Workshops zu den Themen „Umgang mit Ängsten“, „Heilsames Singen“ und „Stimme, Körper und Parkinson im Dialog“ wurden organisiert. Helmut Marnet übernahm das Amt des Datenschutzbeauftragten. Die Mitgliederzahl betrug 273.
- 2020: Das 18. Jahrestreffen mit Mitgliederversammlung musste coronabedingt abgesagt werden. Gabi Faßhauer (Engel), Ruth Eisinger (Ruth) und Marita Siegel (Marita) blieben im Amt. Gabriele Burggraf (Dalarna), Peter Weißengruber (Weissenpeter) und Günter Holz (Yeti) wurden zu Beisitzern gewählt. Zwei reale Vorstandstreffen fanden in Hünfeld und Würzburg statt. Die digitale Zusammenarbeit wurde durch die Einführung von „Microsoft Teams“ verbessert. Die Satzung, Geschäftsordnung und Wahlordnung wurden überarbeitet. Regelmäßige Informationen im Forum aus der Vorstandsarbeit, die Einführung von Zoom-Video-Chats im Forum und die Vernetzung mit dem Parkinsonbund gehörten zu den Aktivitäten.
Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen für Parkinson-Patienten
Unterstützung und Austausch
Selbsthilfegruppen bieten Parkinson-Patienten und ihren Angehörigen eine wertvolle Plattform für Unterstützung und Austausch. Hier können sie sich mit anderen Betroffenen austauschen, ihre Erfahrungen teilen und von den Erfahrungen anderer lernen. Dies kann dazu beitragen, das Gefühl der Isolation zu verringern und das Selbstvertrauen zu stärken.
Information und Wissen
Selbsthilfegruppen sind auch eine wichtige Quelle für Informationen und Wissen über die Parkinson-Krankheit. Die Mitglieder können sich über neue Behandlungsmethoden, Therapiemöglichkeiten und Hilfsmittel informieren. Oftmals laden die Gruppen auch Experten ein, die Vorträge halten und Fragen beantworten.
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Interessenvertretung
Selbsthilfegruppen können auch eine wichtige Rolle bei der Interessenvertretung von Parkinson-Patienten spielen. Sie können sich für die Verbesserung der Versorgung und Unterstützung von Betroffenen einsetzen und auf die Bedürfnisse von Parkinson-Patienten aufmerksam machen.
Aktivitäten und Angebote der Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker
Regelmäßige Treffen
Die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker bietet regelmäßige Treffen an, bei denen sich die Mitglieder austauschen und gegenseitig unterstützen können. Diese Treffen finden in einer vertrauensvollen Atmosphäre statt und bieten Raum für Gespräche über die Herausforderungen des Alltags mit Parkinson.
Workshops und Seminare
Die Gruppe organisiert regelmäßig Workshops und Seminare zu verschiedenen Themen rund um die Parkinson-Krankheit. Diese Veranstaltungen bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern und neue Fähigkeiten zu erlernen. Zu den Themen gehören beispielsweise der Umgang mit Ängsten, Ernährung, Bewegung und Entspannung.
Sportliche Aktivitäten
Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie bei Parkinson. Die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker bietet daher verschiedene sportliche Aktivitäten an, wie beispielsweise Gymnastik, Tanzen und Wandern. Diese Aktivitäten helfen den Mitgliedern, ihre körperliche Fitness zu verbessern und ihre Lebensqualität zu steigern.
Gesellige Veranstaltungen
Neben den themenbezogenen Angeboten organisiert die Gruppe auch gesellige Veranstaltungen, wie beispielsweise Ausflüge, Grillfeste und Weihnachtsfeiern. Diese Veranstaltungen dienen dazu, die Gemeinschaft zu stärken und den Mitgliedern eine Freude zu bereiten.
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Online-Aktivitäten
Die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker ist auch online sehr aktiv. Über die Homepage, das Forum und den Chat können sich die Mitglieder austauschen, Informationen teilen und gegenseitig unterstützen. Die Online-Plattform bietet auch die Möglichkeit, an virtuellen Treffen und Veranstaltungen teilzunehmen.
Zusammenarbeit und Vernetzung
Kooperationen mit anderen Organisationen
Die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker arbeitet eng mit anderen Organisationen zusammen, die sich für Parkinson-Patienten einsetzen. Dazu gehören beispielsweise die Deutsche Parkinson Vereinigung (dPV), andere Selbsthilfegruppen und medizinische Einrichtungen. Durch diese Kooperationen kann die Gruppe ihren Mitgliedern ein breiteres Spektrum an Informationen und Unterstützung anbieten.
Vernetzung innerhalb der Gemeinde Mühlacker
Die Gruppe ist auch in der Gemeinde Mühlacker gut vernetzt. Sie arbeitet mit der Stadtverwaltung, lokalen Unternehmen und anderen Vereinen zusammen, um die Lebensbedingungen von Parkinson-Patienten in der Gemeinde zu verbessern.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Finanzierung
Wie viele Selbsthilfegruppen steht auch die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker vor der Herausforderung, ihre Aktivitäten zu finanzieren. Die Gruppe ist auf Spenden, Mitgliedsbeiträge und Fördermittel angewiesen.
Nachwuchsgewinnung
Eine weitere Herausforderung ist die Gewinnung neuer Mitglieder. Um die Kontinuität der Gruppe zu gewährleisten, ist es wichtig, dass sich auch jüngere Menschen engagieren.
Digitalisierung
Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für die Selbsthilfearbeit. Die Parkinson Selbsthilfegruppe Mühlacker möchte diese Möglichkeiten nutzen, um ihre Angebote zu erweitern und ihre Reichweite zu erhöhen.
Die Spendenaktion und die Warnung der Parkinsongruppe Enzkreis
Die Parkinsongruppe Enzkreis, die sich regelmäßig in Mühlacker trifft, warnte vor einer Spendenaktion, die den Eindruck erweckte, das Geld komme direkt der Selbsthilfegruppe vor Ort zugute. In der Spendenaktion wurde von der beauftragten Marketingfirma ein Eintrag auf der Homepage der dPV versprochen und gleichzeitig die Internetadresse www.parkinson-enzkreis.de angegeben, was eine Nähe der beiden Institutionen suggerierte. Tatsächlich sei die Parkinsongruppe Enzkreis eine eigenständige und unabhängige Selbsthilfegruppe und nicht der dPV angeschlossen. Die Parkinsongruppe Enzkreis sei auch nicht Auftraggeber der Spendenaktion. „Wir haben zu keiner Zeit die Einwilligung zur Verlinkung der Webseite gegeben und distanzieren uns von dem Spendenaufruf“, hieß es in einer Mitteilung.
DAK-Gesundheit unterstützt die Selbsthilfegruppe
Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat die Selbsthilfegruppe für Betroffene der Parkinson-Krankheit mit einer Spende von 3100 Euro unterstützt. Die Qualität der Selbsthilfegruppen, erklärte DAK-Regionalleiter Frank Geissler, der den symbolischen Scheck übergab, liege seiner Kasse besonders am Herzen. Im Oktober veranstaltete die Gruppe „PARKINSONLINE“, die bei der Spendenübergabe durch Kassiererin Marita Siegel aus Ötisheim und Vorstandsmitglied Ruth Eisinger aus Bretten vertreten war, einen dreitägigen Workshop, bei dem es um den Umgang mit Ängsten geht. „Der Erfahrungsaustausch ist sehr wichtig“, sagte Marita Siegel über die Arbeit der Gruppe.
KISS und weitere Unterstützungsangebote
Im Stichwortverzeichnis wurden bestehende Selbsthilfegruppen und Einzelkontakte in Pforzheim und dem Enzkreis sowohl für Betroffene als auch Angehörige zusammengetragen. Die NAKOS-Broschüre "Starthilfe" enthält Antworten auf viele Fragen rund um die Organisation von Selbsthilfegruppen. Hilfs- und Krisentelefone können in akuten Situationen Entlastung und Unterstützung bieten. Der Podcast "Stärkzeugkasten" möchte bei Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement in einer Selbsthilfegruppe weiterhelfen.
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