PowerPoint für Senioren: Schlaganfall – Ursachen, Risikofaktoren und Prävention

Ein Schlaganfall kann jeden treffen, und im Alter steigt das Risiko. Dieser Artikel soll Senioren und ihren Angehörigen helfen, die Ursachen und Risikofaktoren zu verstehen und Maßnahmen zur Prävention und Ersten Hilfe kennenzulernen.

Was ist ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer Unterbrechung der Blutzirkulation im Gehirn. Dies kann durch die Verstopfung einer Arterie (ischämischer Schlaganfall) oder durch eine Blutung in das Gehirn (hämorrhagischer Schlaganfall) verursacht werden. In beiden Fällen werden Hirnareale nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was zu Schäden führen kann. Je länger dieser Zustand anhält, desto schwerwiegender können die Folgen sein. Daher gilt der Leitsatz: "Time is brain" - Zeit ist Gehirn. Eine rasche Diagnostik und Versorgung im Krankenhaus sind entscheidend.

Ursachen und Risikofaktoren

Grundsätzlich kann ein Schlaganfall jeden zu jeder Zeit treffen. Es gibt jedoch eine Reihe von Risikofaktoren, die das Risiko erhöhen.

Lebensstilbedingte Risikofaktoren

  • Rauchen: Rauchen schädigt die Gefäße und erhöht das Risiko für Arteriosklerose.
  • Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen und das Schlaganfallrisiko steigern.
  • Stress: Dauerhafter Stress kann zu Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterinspiegel und Schlafstörungen führen.
  • Ungesunde Ernährung: Eine Ernährung mit viel Fett, Salz und Zucker kann zu Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten führen.
  • Bewegungsmangel: Mangelnde Bewegung fördert Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes.

Medizinische Risikofaktoren

  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie): Dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte schädigen die Gefäßwände und begünstigen Arteriosklerose.
  • Erhöhte Cholesterinwerte: Hohe Cholesterinwerte tragen zur Entstehung von Arteriosklerose bei. Mediziner gehen davon aus, dass das Schlaganfallrisiko bei Cholesterinwerten von mehr als 200 mg/dl (5,2 mmol/l) leicht ansteigt.
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Diabetes greift die Gefäßwände an und kann Durchblutungsstörungen begünstigen.
  • Vorhofflimmern: Diese Herzrhythmusstörung erhöht das Risiko für Blutgerinnsel, die einen Schlaganfall verursachen können.
  • Verengte Halsschlagader (Carotissklerose): Ablagerungen an den Gefäßwänden der Halsschlagader können diese verhärten und verdicken, was das Schlaganfallrisiko erhöht.
  • Herzerkrankungen: Herzoperationen können ebenfalls das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Laut einer Studie betrug die Schlaganfallrate nach Herzoperationen 1,8 Prozent. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die bereits vor der Operation einen Schlaganfall erlitten haben.

Weitere Risikofaktoren

  • Alter: Das Schlaganfallrisiko steigt mit zunehmendem Alter stark an. Mehr als 80 Prozent aller Schlaganfall-Patienten sind älter als 60 Jahre.
  • Geschlecht: Frauen sind häufiger von einem Schlaganfall betroffen als Männer. Dies kann mit hormonellen Faktoren wie Schwangerschaft oder der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel zusammenhängen.
  • Erbliche Faktoren: Vererbbare Blutgerinnungsstörungen oder Risse in den hirnversorgenden Gefäßen können das Schlaganfallrisiko erhöhen. Wenn in Ihrer Familie mehrere Verwandte bereits einen Schlaganfall erlitten haben, kann Ihr erbliches Risiko erhöht sein. Auf der Internetseite der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe können Sie mit einem kostenlosen Selbsttest Ihr persönliches Risikoprofil erstellen.

Ursachen bei jungen Menschen und Kindern

Bei sehr jungen Menschen bzw. Kindern sind Schlaganfälle häufig auf Fehlbildungen, Erkrankungen oder Verletzungen zurückzuführen.

Prävention: Was kann man tun?

Viele Schlaganfälle lassen sich durch eine gesunde Lebensweise und die Behandlung von Risikofaktoren vermeiden.

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  • Regelmäßige ärztliche Kontrollen: Lassen Sie sich regelmäßig vom Arzt durchchecken und nehmen Sie die Behandlungsvorschläge ernst.
  • Blutdruckkontrolle: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und lassen Sie ihn bei Bedarf behandeln. Ein hoher Blutdruck ist einer der häufigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall.
  • Cholesterinspiegel senken: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und lassen Sie Ihren Cholesterinspiegel bei Bedarf medikamentös senken.
  • Diabetes behandeln: Eine gute Diabetes-Behandlung ist eine gute Schlaganfall-Vorsorge.
  • Nicht rauchen: Versuchen Sie, mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Regelmäßige Bewegung: Treiben Sie regelmäßig Sport oder machen Sie Spaziergänge. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Spaß macht, und finden Sie eine Gruppe von Menschen in Ihrer Stadt beziehungsweise Umgebung, die Nordic Walking oder eine andere Sportart betreiben.
  • Stress reduzieren: Finden Sie Wege, um Stress abzubauen, z.B. durch Entspannungsübungen oder Hobbys.
  • Bei Vorhofflimmern: Gerinnungshemmende Medikamente: Wenn Sie an Vorhofflimmern leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über gerinnungshemmende Medikamente, um das Risiko von Blutgerinnseln zu reduzieren.
  • Verengte Halsschlagader behandeln: Lassen Sie Ihre Halsarterien regelmäßig untersuchen und bei Bedarf eine Operation durchführen.

Erste Hilfe bei Verdacht auf Schlaganfall

Sollten Sie Anzeichen eines Schlaganfalls bei sich oder einer anderen Person bemerken, zögern Sie nicht und rufen Sie sofort den Notruf 112. Je schneller die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Genesung.

Anzeichen eines Schlaganfalls (FAST-Test):

  • Face (Gesicht): Hängt ein Mundwinkel herab?
  • Arms (Arme): Kann die Person beide Arme gleichmäßig heben?
  • Speech (Sprache): Ist die Sprache verwaschen oder undeutlich?
  • Time (Zeit): Wählen Sie sofort den Notruf 112!

Erste-Hilfe-Maßnahmen, während Sie auf den Rettungsdienst warten:

  • Lagern Sie die Person bei vorhandenem Bewusstsein bequem und mit erhöhtem Oberkörper.
  • Lockern Sie beengende Kleidung.
  • Beruhigen Sie die betroffene Person.
  • Achten Sie auf die Atmung.
  • Bereiten Sie sich auf Wiederbelebungsmaßnahmen vor.

Es ist ratsam, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, um im Notfall richtig handeln zu können. Die Malteser bieten spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Senioren an, die auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen eingehen.

Notrufsysteme

Aufgrund des hohen Risikos eines erneuten Schlaganfalls können Notrufsysteme - sowohl ein Hausnotruf als auch ein mobiler Notruf - eine große Hilfe sein und wertvolle Zeit gewinnen. Betroffene sollten die Handsender des Notrufgeräts rund um die Uhr am Körper tragen, so dass sie im Notfall zu jeder Zeit Hilfe alarmieren können.

Erste Hilfe für Senioren: Besondere Aspekte

Ältere Menschen haben altersbedingt oft mit diversen körperlichen oder gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. In Notfallsituationen ist deshalb einiges zu beachten, wenn Sie Erste Hilfe bei Seniorinnen oder Senioren leisten. Grundsätzlich neigen Menschen im höheren Alter dazu, Schmerzen kleinzureden. Erklären Sie der in Not geratenen Person, dass eine medizinische Versorgung auch bei geringeren Verletzungen immer besser ist, als mit den Folgen einer Erkrankung oder Verletzung, die ohne ärztlichen Rat schlecht oder gar nicht verheilt ist, leben zu müssen.

Weitere wichtige Aspekte:

  • Diabetische Notfälle: Wenn Sie Symptome wie mürrisches Verhalten oder Orientierungslosigkeit bei einer an Diabetes erkrankten Person wahrnehmen, könnte eine Ohnmacht kurz bevorstehen. Geben Sie der Person Zuckerwasser oder Traubenzucker, wenn sie bei Bewusstsein ist. Rufen Sie den Rettungsdienst, wenn keine Diabeteserkrankung bekannt ist, bereits erste Bewusstseinseintrübungen auftreten oder die Person in Ohnmacht fällt.
  • Asthma und chronische Lungenerkrankungen: Achten Sie darauf, dass die Person ruhig atmet, sorgen Sie für eine entspannte, aufrechte Sitzposition und frische Luft. Rufen Sie den Rettungsdienst, wenn sich die betroffene Person und/oder die Atmung nicht beruhigen lässt.
  • Stürze: Kontrollieren Sie bei Bewusstlosigkeit die Atmung, legen Sie die Person in die stabile Seitenlage und rufen Sie dann die Rettung. Bedecken Sie offene Brüche mit einer keimfreien Wundauflage, ohne Druck auszuüben. Bei Bein- oder Hüft-Trauma darf die Person nicht mehr aufstehen. Bringen Sie die Verletzte oder den Verletzten vorsichtig in eine möglichst schmerzfreie Position und rufen Sie den Rettungsdienst. Stellen Sie bei Arm- oder Handverletzung den Arm oder die Hand mithilfe eines Dreiecktuches ruhig und rufen Sie die Rettung.

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