Schlaf und Nerven Tee mit Lavendel: Wirkung, Anwendung und Wissenswertes

Tees haben sich seit langer Zeit bewährt als Hausmittel zur unterstützenden Behandlung von verschiedenen Erkrankungen. Insbesondere Schlaf- und Nerventees, die Lavendel enthalten, erfreuen sich großer Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung, Anwendung und weitere wichtige Aspekte dieser Tees.

Was ist Schlaf- und Nerven Tee mit Lavendel?

Schlaf- und Nerventees mit Lavendel sind Kräuterteemischungen, die traditionell zur Beruhigung und Förderung des Schlafs eingesetzt werden. Sie enthalten eine Kombination verschiedener Heilpflanzen, wobei Lavendel oft eine zentrale Rolle spielt.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Die Zusammensetzung von Schlaf- und Nerventees kann variieren, aber typische Inhaltsstoffe sind:

  • Lavendelblüten: Lavendel (Lavandula angustifolia P. Miller) ist bekannt für seine beruhigenden und angstlösenden Eigenschaften. Studien deuten darauf hin, dass Lavendel einen antidepressiven Effekt haben kann. Die ätherischen Öle des Lavendels wirken dämpfend auf das zentrale Nervensystem.
  • Baldrianwurzel: Wirkt beruhigend und schlaffördernd.
  • Melissenblätter: Haben eine beruhigende und ausgleichende Wirkung, besonders bei nervösen Beschwerden.
  • Pfefferminzblätter: Tragen zum aromatischen Geschmack bei und können zusätzlich entspannend wirken.
  • Weitere Bestandteile: Je nach Teemischung können weitere Kräuter wie Hagebuttenschalen, Kamillenblüten und Süßholzwurzel enthalten sein, die den Geschmack abrunden und zusätzliche positive Effekte haben können.

Anwendungsgebiete

Schlaf- und Nerventees mit Lavendel werden traditionell bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Nervöse Erregungszustände
  • Einschlafstörungen
  • Nervosität
  • Psychische Spannungen
  • Leichte depressive Verstimmungen (in Kombination mit anderen Heilpflanzen wie Johanniskraut)

Anwendung und Dosierung

Die Zubereitung und Dosierung von Schlaf- und Nerventees mit Lavendel sind in der Regel einfach:

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  • Zubereitung: Ein Esslöffel der Teemischung (oder ein Teebeutel) wird mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen.
  • Ziehzeit: Der Tee sollte etwa 10-15 Minuten ziehen, bevor er durch ein Teesieb gegeben wird.
  • Dosierung: Soweit nicht anders verordnet, wird 2- bis 3-mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse getrunken.
  • Hinweis: Es ist ratsam, den Tee frisch zuzubereiten.

Worauf ist bei der Anwendung zu achten?

  • Allergien: Vorsicht ist geboten bei Allergien gegen Korbblütler (z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille) oder andere Inhaltsstoffe des Tees.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Schwangere und stillende Frauen sollten vor der Anwendung ihren Arzt oder Apotheker konsultieren.
  • Kinder: Bei Kindern sollte die Dosierung besonders gewissenhaft erfolgen. Im Zweifelsfall ist ärztlicher Rat einzuholen.
  • Wechselwirkungen: Bei gleichzeitiger Anwendung mehrerer Arzneimittel können Wechselwirkungen auftreten. Es ist ratsam, den Arzt oder Apotheker zu informieren.
  • Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Lavendel als Heilpflanze: Mehr als nur ein Duft

Lavendel ist nicht nur für seinen angenehmen Duft bekannt, sondern auch für seine vielfältigen heilenden Eigenschaften. Die Blüten des Echten Lavendels enthalten ätherisches Öl, das sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammensetzt und eine beruhigende Wirkung auf Körper und Psyche haben kann.

Die Wirkung von Lavendel auf die Psyche

Studien deuten darauf hin, dass Lavendel angstlösend und antidepressiv wirken kann. Die ätherischen Öle können das zentrale Nervensystem dämpfen und so zur Entspannung beitragen.

Weitere Anwendungsformen von Lavendel

Lavendel kann in verschiedenen Formen angewendet werden:

  • Als Badezusatz: 20 bis 100 Gramm getrocknete Lavendelblüten oder ein bis drei Gramm Lavendelöl in ein Vollbad geben.
  • Als Tee: 1,5 Gramm Lavendelblüten pro Tasse mit abgekochtem, leicht abgekühltem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen.
  • Zur Beruhigung: Ein bis vier Tropfen Lavendelöl in Wasser einnehmen.
  • Gegen Mücken: Lavendelöl unverdünnt oder mit Alkohol (Mischverhältnis 1:1) auf die Haut auftragen.
  • Zur Schmerzlinderung: Lavendelöl entweder pur oder als fünfprozentige Mischung mit einem Basisöl wie Mandelöl auf der Haut verteilen.

Mögliche Nebenwirkungen von Lavendel

Obwohl Lavendel im Allgemeinen als sicher gilt, können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten:

  • Hautreizungen und allergische Reaktionen: Bei empfindlichen Personen können Hautreizungen oder allergische Reaktionen durch Lavendelöl auftreten.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Bei innerlicher Anwendung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
  • Lavendelöl bei Säuglingen und Kleinkindern: Lavendelöl ist für Säuglinge und Kleinkinder unter vier Jahren nicht empfohlen, da es einen Stimmritzenkrampf auslösen kann.

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