Das St. Vincenz Krankenhaus in Limburg hat sich als wichtiger Anlaufpunkt für die Behandlung neurologischer Erkrankungen etabliert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der umfassenden Versorgung von Parkinson-Patienten liegt. Durch die enge Kooperation verschiedener Fachbereiche und den Einsatz modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren wird eine optimale Betreuung der Patienten gewährleistet.
Neurologische Kompetenz am St. Vincenz Krankenhaus
Die Neurologie des St. Vincenz-Krankenhauses in Limburg steht seit Anfang des Jahres unter neuer Leitung, mit Sven Göbel als Chefarzt der Abteilung und Christoph Kosok, die eine duale Führungsspitze bilden. Beide Ärzte verfügen über umfassende Expertise und Visionen zur Weiterentwicklung der Abteilung.
Schwerpunkte der Neurologie
- Schlaganfallbehandlung: Sven Göbel konzentriert sich insbesondere auf die Schlaganfallbehandlung, wobei im vergangenen Jahr über 1.000 Fälle behandelt wurden.
- Neurokognitive Erkrankungen: Christoph Kosok widmet sich vor allem den neurokognitiven Erkrankungen wie Demenzen, Bewegungsstörungen, Parkinson, Multipler Sklerose und Schwindel.
Parkinson-Behandlung im Detail
Morbus Parkinson ist eine chronisch fortschreitende, neurodegenerative Erkrankung, die sich durch Symptome wie Muskelsteifheit, verlangsamte Bewegungen und unkontrollierbares Zittern äußert.
Symptome und Diagnose
Frühzeichen einer Parkinson-Erkrankung können Geruchsstörungen, Depressionen und schmerzhafte Muskelverspannungen sein. Typische Symptome sind ein Zittern (Tremor) der Hände in Ruheposition, eine Bewegungsarmut der Gesichtsmuskulatur und Schwierigkeiten mit der Feinmotorik. Das Gangbild ist oft kleinschrittig, die Haltung etwas nach vorne gebeugt, und es bestehen Schwierigkeiten mit dem Beginn der Bewegung. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können Denkstörungen und Orientierungsstörungen hinzukommen.
Behandlungsschwerpunkte
Neben der Diagnosestellung im Frühstadium werden in der Abteilung häufig Patienten mit fortgeschrittenen Parkinsonstadien mit Komplikationen behandelt.
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Diagnostische Verfahren
Die neurologische Praxis des MVZ St. Anna, die zur Krankenhausgesellschaft St. Vincenz gehört, bietet ein breites Spektrum an Diagnostik und Therapie für Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Dazu gehören:
- Elektroenzephalographie (EEG): Messung der Hirnströme zur Erkennung und Behandlung der Epilepsie, bei unklarem Bewusstseinsverlust, Entzündungen des Gehirns und in der Hirntoddiagnostik.
- Doppler- und Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße zur Abschätzung des Schlaganfallrisikos.
- Evozierte Potentiale (AEP, VEP, SEP, MEP): Messung der Leitgeschwindigkeit von Hörnerv, Sehbahn, sensiblen und motorischen Bahnen zur Diagnostik der Multiplen Sklerose, Rückenmarkserkrankungen und Polyneuropathie.
- Elektroneurographie (NLG) und Elektromyographie (EMG): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und Muskelelektrik zur Diagnostik von Polyneuropathien und Nervenfaserschäden.
- Gleichgewichtsprüfung: Untersuchung des Gleichgewichtsorganes zur Erkennung von Augenbewegungsstörungen und Gleichgewichtserkrankungen.
- Liquordiagnostik: Gewinnung und Untersuchung des Gehirnwassers zur Diagnostik von Infektionskrankheiten, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und Demenzerkrankungen.
- Schlafapnoe-Diagnostik: Nächtliche Aufzeichnung von Atmung, Schnarchen, Sauerstoffgehalt und Herzfrequenz zur Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms.
- Testverfahren zur Demenzdiagnostik: Standardisierte Aufgaben zur Erkennung von Demenz oder anderen Hirnleistungsstörungen.
- Untersuchung des vegetativen Nervensystems: Messung der Blutdruckregulation und Herzfrequenz zur Diagnostik von Bewusstlosigkeiten.
Therapieansätze
- Medikamentöse Therapie: Für viele neurologische Erkrankungen stehen moderne Therapien zur Verfügung.
- Botulinumtoxin-Injektionen: Behandlung von Muskelverkrampfungen wie Schiefhals, Augenmuskelkrampf und Spastik.
Kooperationen und Vernetzung
Die enge Kooperation mit Ärzt:innen des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg gewährleistet eine schnelle, sektorenübergreifende Betreuung. Durch die Mitgliedschaft in der Deutschen Hirnstiftung profitiert die Neurologie des St. Vincenz-Krankenhauses von einem bundesweiten Netzwerk und der Integration innovativer Behandlungsansätze.
MVZ St. Anna
Die neurologische Praxis des MVZ St. Anna bietet eine umfassende ambulante neurologische Versorgung in der Limburger Innenstadt. Zum Behandlungsspektrum zählen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Demenz, Epilepsie, Migräne, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Neuropathien und Nervenwurzelerkrankungen.
Ausstattung und Services
Das St. Vincenz-Krankenhaus Limburg bietet eine Vielzahl von Ausstattungen und Services, darunter:
- Einzelzimmer mit eigenem Bad
- WL-Zimmer
- Mutter-Kind-Zimmer
- Familienzimmer
- Unterbringung von Begleitpersonen
- Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen
- Bauliche Maßnahmen für Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung
- Service für Patienten aus dem Ausland
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