Hemiplegie: Definition, Ursachen, Behandlung und Alltag

Die Hemiplegie, oder Halbseitenlähmung, ist eine schwerwiegende neurologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen stark beeinträchtigen kann. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Definition, Ursachen, Diagnose, Behandlung und den Umgang mit Hemiplegie im Alltag. Ziel ist es, Betroffenen, Angehörigen und Pflegekräften fundierte Informationen und praktische Hilfestellungen zu geben, um die Lebensqualität der Patienten bestmöglich zu erhalten oder wiederherzustellen.

Einführung

Die Hemiplegie ist eine vollständige Lähmung einer Körperhälfte, im Gegensatz zur Hemiparese, bei der es sich um eine unvollständige Lähmung handelt. Die häufigste Ursache für eine Hemiplegie ist ein Schlaganfall, aber auch andere Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns können dazu führen. Die Symptome und Auswirkungen einer Hemiplegie sind vielfältig und individuell verschieden, je nachdem, welche Hirnregionen betroffen sind. Neben der motorischen Beeinträchtigung können auch sensorische Störungen, Sprachprobleme, kognitive Defizite und psychische Veränderungen auftreten.

Ursachen und Entstehung der Hemiplegie

Schlaganfall als Hauptursache

In bis zu 85 % der Fälle entsteht ein Schlaganfall durch eine verminderte Blutversorgung (Ischämie) eines begrenzten Gehirnbereichs, was zum Untergang von Hirngewebe (Hirninfarkt) führt. In den übrigen 15 % der Fälle wird der Schlaganfall durch das Platzen einer Hirnarterie mit nachfolgender Blutung in das Gehirn ausgelöst. Eine Hirnblutung kann häufig auf jahrelangen erhöhten Blutdruck zurückzuführen sein, aber auch Gefäßfehlbildungen (Aneurysmen) oder Kopfverletzungen können Ursachen sein.

Weitere Ursachen

Neben dem Schlaganfall können auch andere Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns eine Hemiplegie verursachen:

  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Hirntumore
  • Entzündliche Erkrankungen des Gehirns (z. B. Enzephalitis)
  • Multiple Sklerose
  • Zerebralparese (angeborene Hirnschädigung)

Welche Ausfallerscheinungen durch den Schlaganfall entstehen und wie schwerwiegend sie sind, hängt davon ab, welche Hirnarterien und -bereiche betroffen sind bzw. wie viel Hirngewebe untergegangen ist. Ist beispielsweise die mittlere Hirnarterie verschlossen (der Cerebri-media-Infarkt ist die häufigste Schlaganfall-Form), ist eine unvollständige Halbseitenlähmung (Hemiparese) oder auch eine vollständige Halbseitenlähmung (Hemiplegie) zu erwarten. Weitere Auswirkungen können Seh- und Sprachstörungen, Kau- und Schluckschwierigkeiten, Inkontinenz oder auch eine Reihe neuropsychologischer Störungen wie der Verlust der emotionalen Kontrolle sein.

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Symptome und Auswirkungen der Hemiplegie

Die Symptome einer Hemiplegie sind vielfältig und können je nach betroffenem Hirnbereich unterschiedlich ausgeprägt sein.

Motorische Beeinträchtigungen

  • Lähmung: Die Lähmung betrifft eine Körperhälfte, wobei Arm und Bein meist stärker betroffen sind als der Rumpf. Die gelähmten Gliedmaßen weisen oft eine typische Haltung auf: Der Arm ist mit angewinkeltem Ellbogen an den Körper gezogen und einwärts gedreht. Die Finger sind zur lockeren Faust geschlossen. Das Bein ist abgestreckt, und der Fuß zeigt eine Spitzfußstellung.
  • Spastik: Eine Spastik ist eine erhöhte Muskelspannung, die zu unwillkürlichen Muskelverkrampfungen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
  • Koordinationsstörungen (Ataxie): Betroffene haben Schwierigkeiten, Bewegungen flüssig und zielgerichtet auszuführen.

Sensorische Störungen

  • Sensibilitätsverlust: Die Wahrnehmung von Berührungen, Schmerzen, Temperatur und Vibrationen kann beeinträchtigt sein.
  • Halbseitenblindheit (Hemianopsie): Betroffene können eine Hälfte ihres Gesichtsfeldes nicht mehr wahrnehmen.

Sprach- und Kommunikationsstörungen

  • Aphasie: Sprachstörungen, bei denen sowohl die Fähigkeit, sich sprachlich auszudrücken, als auch das Sprachverständnis selbst in Mitleidenschaft gezogen sein kann, sind wohl die schwerste Belastung für den Kranken und seine Mitmenschen. Im Idealfall stehen Sprachpädagogen zur Verfügung, vielfach bleibt es jedoch Familienangehörigen überlassen, nach Anweisungen des Therapeuten mit dem Betroffenen zu üben. Ein paar wichtige Grundsätze sind dabei: in kurzen, einfachen Sätzen langsam mit dem Aphasiker zu sprechen und ihn zum Sprechen anzuregen. Vor allem hat man sich bewusst zu sein, dass der Betroffene durch seine Sprachstörung nicht automatisch geistig beeinträchtigt ist.
  • Dysarthrie: Sprechstörung aufgrund von Lähmungen oder Koordinationsstörungen der Sprechmuskulatur.

Kognitive und psychische Veränderungen

  • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen
  • Exekutive Dysfunktion: Beeinträchtigung derPlanungs- und Problemlösungsfähigkeit
  • Neglect: Vernachlässigung einer Körperhälfte oder des Raumes auf einer Seite
  • Anosognosie: Das mit einer Hirnschädigung einhergehende Nichterkennen von Krankheit. Patienten mit Anosognosie verhalten sich so, als ob sie von der eingetretenen Schädigung nichts wüssten.
  • Affektinkontinenz: Bei dem Begriff der Affektinkontinenz handelt es sich um eine Verminderung der Steuerfähigkeit von Gefühlsäußerungen. Diese springen stark an und sind in ihrem Ausmaß nicht oder nur teilweise von der Person kontrollierbar. Kleinere Auslöser (z. B. eine unangenehme Vorstellung) führen zu einer überschießenden bzw. unangemessenen Reaktion (z. B. heftiges Weinen oder Lachen). Die übermäßige Reaktion wird von der betreffenden Person als solche erkannt und vor allem zu Beginn der Erkrankung als peinlich empfunden.
  • Depressionen und Angstzustände

Weitere mögliche Symptome

  • Gesichtslähmung: Zusätzlich zur Körperlähmung besteht oft auch eine halbseitige Gesichtslähmung, wobei der betroffene Mundwinkel herabhängt und die Mundseite nicht geschlossen werden kann. Unter Umständen ist auch das Augenlid gelähmt und das Auge halb geschlossen.
  • Schluckstörungen (Dysphagie): Bestehen am Anfang durch die Lähmung Schluckbehinderungen, werden pürierte Speisen verabreicht.
  • Inkontinenz: Bei Halbseitenlähmung besteht anfangs häufig Inkontinenz, die jedoch durch ein gezieltes Toilettentraining im Laufe der Zeit meist beherrscht werden kann. Der Kranke wird dazu in regelmäßigen Zeitintervallen zur Blasen- und Darmentleerung angehalten.
  • Schmerzen: Insbesondere neuropathische Schmerzen können auftreten.

Diagnose der Hemiplegie

Die Diagnose einer Hemiplegie basiert auf der neurologischen Untersuchung, der Anamnese und bildgebenden Verfahren.

Neurologische Untersuchung

Der Arzt untersucht die मोटरische Funktion, Sensibilität, Reflexe, Koordination und высшие kognitive Funktionen des Patienten.

Anamnese

Der Arzt erfragt die Krankengeschichte des Patienten, um mögliche Ursachen der Hemiplegie zu identifizieren.

Bildgebende Verfahren

  • Computertomographie (CT): Ermöglicht die Darstellung von Hirnblutungen und Hirninfarkten.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Bietet eine detailliertere Darstellung des Gehirns und kann auch kleinere Schädigungen erkennen.
  • Dopplersonografie: Die Dopplersonografie ist eine spezielle Form des Ultraschalls. Mit der Dopplersonografie lassen sich besonders gut Blutgefäße untersuchen. Der Blutfluss in den Blutgefäßen kann dann zum Beispiel auf einem Bildschirm mit verschiedenen Farben dargestellt oder als Geräusch hörbar gemacht werden.
  • Angiographie: Darstellung der Blutgefäße im Gehirn, um Verengungen oder Verschlüsse zu erkennen.

Therapie und Rehabilitation der Hemiplegie

Je früher die Therapie bei einem Schlaganfall einsetzt, um so größer sind die Überlebenschancen des Patienten. Dies erfordert von Anfang an eine intensive „Rehabilitation". Sie beginnt bereits in der Akutphase im Krankenhaus, wenn der Allgemeinzustand des Betroffenen stabilisiert und die Behandlung des Schlaganfalls entsprechend der Ursachen eingeleitet worden ist. Die im Krankenhaus begonnene Rehabilitation wird idealerweise direkt an den Krankenhausaufenthalt im Sinne einer Anschlussheilbehandlung in stationären oder ambulanten Rehabilitationseinrichtungen fortgesetzt. Die Reha dauert etwa drei Wochen, dann muss das Leben zuhause wieder erlernt werden.

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Wie im Krankenhaus und in der Reha ist die Rehabilitation auch zu Hause eine Team-Aufgabe: Dr Hausarzt, professionelle Fachkräfte aus der ambulanten, Physio- und Sprachtherapeuten sowie die Familie bzw. der Ehe- oder Lebenspartner werden gut zusammenarbeiten müssen, um dem Patienten wieder zu Lebensqualität zu verhelfen.

Wenn Sie also in der Situation sind, Ihrem Angehörigen mit Halbseitenlähmung eine Fortsetzung seiner Reha zuhause zu ermöglichen, dann erstellen Sie zuallererst mit dem Hausarzt einen Plan, was an Rehamaßnahmen erforderlich ist, welche Berufsgruppe dies leisten kann und wer die Finanzierung übernimmt.

Akutbehandlung

  • Thrombolyse: Bei einem ischämischen Schlaganfall kann eine Thrombolyse durchgeführt werden, um das Blutgerinnsel aufzulösen und die Durchblutung des Gehirns wiederherzustellen. Bei einer Thrombolyse wird ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß verstopft, mit Medikamenten aufgelöst. Sie werden über eine Infusion gegeben.
  • Thrombektomie: Bei diesem Verfahren wird ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß verstopft, mit einem Katheter entfernt.

Rehabilitation

Die Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Hemiplegie. Ziel ist es, die motorischen Fähigkeiten, die Sensibilität, die Sprache und die kognitiven Funktionen des Patienten zu verbessern und ihm zu ermöglichen, ein möglichst selbstständiges Leben zu führen.

  • Physiotherapie: Die Physiotherapie zielt darauf ab, die Muskelkraft, die Koordination, das Gleichgewicht und die Beweglichkeit des Patienten zu verbessern.
  • Ergotherapie: Die Ergotherapie unterstützt den Patienten dabei, Alltagsaktivitäten wie Essen, Anziehen, Waschen und Kochen wieder selbstständig auszuführen. Geeignet für die Gestaltung des ADL-Trainings sind neben der Körperpflege, das An- und Ausziehen, die Nahrungsaufnahme, aber je nach Mobilität auch der eigenständige Toilettengang.
  • Logopädie: Die Logopädie behandelt Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen.
  • Neuropsychologie: Die Neuropsychologie behandelt kognitive Defizite wie Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Exekutivfunktionsstörungen.
  • Bobath-Konzept: Das Bobath-Konzept ist ein umfassendes Bewegungskonzept zur Rehabilitation von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Auf diese Weise übernehmen intakte Hirnareale die Funktionen der geschädigten Bereiche. Die betroffene Person gewinnt motorische Fähigkeiten zurück und wird wieder selbstständiger in ihrem Alltag. Das Gehirn des Menschen ist ein Leben lang lernfähig. Das geschieht beim Bobath-Konzept durch immer wiederkehrende Bewegungsmuster. Dabei berücksichtigt es stets die individuellen Möglichkeiten und Grenzen jedes einzelnen Patienten, fordert aber auch seine aktive Mitarbeit. Die Anwendungen sind nicht auf die Therapiestunden begrenzt. Diese stetigen Wiederholungen programmieren die Nervenbahnen um. Der Patient studiert Bewegungen neu ein und wird wieder mobiler. Es werden nur Symptome gelindert. Das Bobath-Konzept kann nicht die Ursachen der neurologischen Erkrankungen beheben. Es setzt ausschließlich darauf, neue Bewegungsmuster zu erlernen, damit der Patient seine Mobilität und damit Selbstständigkeit zurückgewinnt. Übergeordnetes Ziel des Bobath-Konzepts ist, dass die betroffenen Personen die Beweglichkeit der beeinträchtigten Körperregionen verbessern und damit ihre Unabhängigkeit wieder erlangen. Das Bobath-Konzept sieht keine strikten Therapievorgaben und starren Übungsabläufe vor. Alle Übungen werden in den Tagesablauf integriert. So lernen die Patienten, die versehrten Körperteile wieder in alltäglichen Situationen wie Körperpflege, Essen sowie das An- und Ausziehen mit einzubeziehen. Ist die pflegebedürftige Person halbseitig gelähmt, empfiehlt sich die sogenannte Lagerung nach Bobath. Das Bobath-Konzept sieht verschiedene Lagerungen vor. Bei der Lagerung auf der betroffenen Seite stimuliert der Auflagedruck die beeinträchtigten Körperpartien. Die nicht betroffene Seite kann aktiv benutzt werden. Bei der Lagerung auf der nicht betroffenen Seite kann sich der Muskeltonus entspannen. Die betroffenen Personen fühlen sich meist wohler, weil sie ihre Lage aktiv mitgestalten können. Das stabile Sitzen im Bett hilft Menschen mit geringer Rumpfstabilität, wieder ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen und den Kreislauf zu trainieren. Das Sitzen im Stuhl am Tisch stabilisiert Muskeltonus und Kreislauf. Außerdem ist es ein wichtiger Schritt zurück in ein soziales Leben. Bei jeder Lagerung sollte die Unterlage relativ hart sein, weil dann der Auflagedruck stärker stimuliert. Für Ihre Angehörigen ist es außerdem wichtig, dass sie möglichst stabil liegen oder sitzen. Mobilisation nach Bobath wird auch Transfer nach Bobath genannt. Danach sollen Sie Ihre Angehörigen aktiv in sämtliche Positionswechsel mit einbeziehen. Es beginnt mit einfachen unterstützenden Bewegungsabläufen, zum Beispiel dem Aufsetzen im Bett. Eine gute Möglichkeit, die Körperwahrnehmung von Patienten mit starken körperlichen Einschränkungen zu fördern, ist das Waschen nach Bobath. Beim Waschen nach Bobath arbeiten Sie stets von der gesunden zur kranken Seite hin. Beim Bobath-Konzept kommt es auf die richtigen Handgriffe an - egal ob Sie Ihren Angehörigen sicher aus dem Bett in den Rollstuhl bewegen oder seinen Körper waschen wollen. Ziel eines jeden Bobath-Trainings ist, dass die Patienten trotz ihrer Erkrankung so viel Selbstständigkeit wie möglich zurückerlangen.
  • Vojta-Therapie: In der Altenpflege kann die Krankengymnastik nach Vojta eine gute Ergänzung zum Bobath-Konzept sein. Hierbei aktivieren Physiotherapeuten die natürlichen menschlichen Bewegungsmuster über verschiedene Druckpunkte. Dadurch lassen sich Symptome wie beispielsweise Spastizität lindern und Bewegungsniveaus verbessern. Der Unterschied zu Bobath: Vojta soll angeborene Bewegungsmuster aktivieren, Bobath schafft neue Verknüpfungen im Gehirn. Damit das Bobath-Konzept funktioniert, müssen alle an der Pflege beteiligten Personen an einem Strang ziehen. Zusammen müssen Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen während des gesamten Tagesablaufs an die Übungen heranführen. Beraten Sie sich am besten mit einem Physiotherapeuten, der auf Bobath spezialisiert ist. Das Bobath-Konzept ist ein umfassendes Bewegungskonzept zur Therapie von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Durch immer wiederkehrende Übungen können betroffene Personen neue Verknüpfungen im Gehirn schaffen und damit ihre motorischen Fähigkeiten und Selbstständigkeit im Alltag zurückgewinnen. Wie funktioniert die Bobath-Therapie? Die Grundannahme des Bobath-Konzepts ist, dass das Gehirn des Menschen lebenslang lernfähig ist. Das A und O aller Bewegungen nach Bobath sind die vielen Wiederholungen, die im Tagesablauf eingebaut werden. Bobath sieht keine starren Übungsabläufe vor. Die Therapie wird immer individuell auf jeden Patienten zugeschnitten, je nach dem Ausmaß seiner Bewegungseinschränkung und der betroffenen Körperteile. Das Bobath-Konzept richtet sich an Menschen mit neurologischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, also mit Schädigungen am Gehirn und Rückenmark. Übergeordnetes Ziel des Bobath-Konzepts ist, dass die betroffenen Personen ihre Selbstständigkeit und damit Lebensqualität zurückgewinnen. Ja. Bobath-Therapie kann von Haus- oder Fachärzten verordnet werden. Die Kosten trägt in der Regel die Krankenkasse.
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  • Medikamentöse Therapie: Medikamente können eingesetzt werden, um Spastik, Schmerzen, Depressionen und andere Begleiterscheinungen der Hemiplegie zu behandeln.

Hilfsmittel

  • Rollstuhl: Für Patienten, die nicht oder nur eingeschränkt gehfähig sind.
  • Gehhilfen: Gehstock, Unterarmgehstützen, Gehwagen
  • Orthesen: Zur Stabilisierung und Unterstützung von Gelenken
  • Anpassung des Wohnraums: Um die Selbstständigkeit des Patienten zu fördern, kann es notwendig sein, den Wohnraum anzupassen (z. B. barrierefreies Bad, Treppenlift).

Lagerung bei Hemiplegie

Wichtig für die Erfolgsaussichten der Rehabilitation ist die richtige Lagerung des Kranken als passive Bewegungsübung von Anfang an. Praktiziert wird dazu im allgemeinen eine Lagerung nach der Bobath-Methode mit der Spasmen (Verkrampfungen der Muskulatur) gehemmt, normale Bewegungsmuster vorbereitet und die Wahrnehmung gefördert wird. Eine sachgerechte Lagerung dient aber auch der Bequemlichkeit und Schmerzvermeidung und hilft, Kontrakturen, Dekubiti und Lungenentzündungen vorzubeugen.

Bei älteren, multimorbiden Schlaganfall-Patienten ist allerdings eine korrekte Bobath-Lagerung vor allem in der 90°-Seitenlage nicht immer möglich. Keineswegs sollte aber dann nur eine Rückenlage durchgeführt, sondern auch eine modifizierte, z. B. 30°-Seitenlage vorgenommen werden. Sehr zu empfehlen ist, Sie erarbeiten sich mit einer dafür speziell ausgebildeten Fachkraft ein individuelles Lagerungskonzept, das den Bedürfnissen und therapeutischen Erfordernissen Ihres kranken Angehörigen am besten entspricht.

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Die Durchführung der Lagerung wird durch spezielle Lagerungskissen, die über bessere Stütz- und Polstereigenschaften verfügen als Federkissen, sehr erleichtert.

Bei den hier abgebildeten Lagerungen wird von einer Schädigung der rechten Körperseite ausgegangen. Liegen auf der geschädigten Seiteverbessert das Gefühl des Patienten für diese Seite und sollte möglichst oft durchgeführt werden: Bett flach stellen. Der Kopf liegt gerade auf einem Kissen. Geschädigte Schulter nach vorne ziehen, damit sie nicht schmerzt. Der Ellbogen ist gestreckt, die Handfläche schaut mit geöffneten Fingern nach oben. Rücken mit einem dicken Kissen abstützen. Geschädigte Bein im Hüftgelenk strecken, im Kniegelenk leicht beugen. Liegen auf der gesunden Seite erfolgt im Wechsel mit der Lagerung auf der geschädigten Seite und der Rückenlagerung, anfangs möglichst alle zwei Stunden, bis der Patient seine Stellung wieder selbstständig verändern kann: Der Kopf liegt gerade auf einem Kissen. Geschädigt Schulter nach vorne ziehen, Arm mit gestreckten Ellbogenauf einem Kissen lagern, Rücken abstützen. Gesundes Bein normal gestreckt lagern, geschädigtes Bein mit leicht gebeugtem Knie nach vorne auf ein weiches Kissen legen. Schulter und Arm der geschädigten Seite mit gestrecktem Ellbogen auf einem Kissen lagern, Hand und Finger sind geöffnet (eventuell durch eine Greifkugel offen halten). Zugleich mit diesem Kissen Gesäß und Oberschenkel der geschädigten Seite so unterstützen, dass eine Außenrotation des geschädigten Beines verhindert wird. Fersen frei lagern, um Druckstellen (Dekubitus) zu verhindern. Der Rücken wird mit so vielen Kissen abgestützt, dass der Ober­ körper des Kranken geradegehalten wird. Das Bett bleibt dazu flachgestellt, damit sich keine halb liegende Stellung ergibt.

Alltag mit Hemiplegie

Der Alltag mit Hemiplegie kann für Betroffene und ihre Angehörigen eine große Herausforderung darstellen. Es ist wichtig, sich реальным Erwartungen zu setzen und sich auf die Stärken des Patienten zu konzentrieren.

Tipps für den Alltag

  • Anpassung der Umgebung: Wichtig ist vor allem ein Tisch vor der Sitzgelegenheit, der groß genug ist, damit der Patient den von der Lähmung betroffenen Arm darauf lagern bzw. abstützen kann. Auch für die Anpassung des Bades und der Toilette steht eine Reihe praktischer Hilfsmittel bereit, die dem Kranken gegebenenfalls eine selbstständige sichere Körperhygiene ermöglicht bzw.
  • Unterstützung bei der Körperpflege: Es gelten die allgemeinen Leitlinien der Grundpflege - immer unter der Berücksichtigung, dass der Patient soviel wie möglich selbst ausführen soll, auch wenn alles länger dauert und einiges danebengeht. Bei Gesichtslähmung ist besonders auf die Mundhygiene zu achten, weil die geschädigte Seite oft vernachlässigt wird. Zudem kann durch die Bewegungseinschränkungen der Zunge diese Seite weniger gut von Speiseresten gesäubert werden. Deshalb sollte nach jeder Mahlzeit eine sorgfältige Reinigung der Mundhöhle erfolgen. Häufig sitzt durch die Lähmung auch die Zahnprothese nicht mehr gut genug und stört beim Essen und Sprechen.
  • Ernährung:
  • Kommunikation: Sprachstörungen, sog. Aphasien, bei denen sowohl die Fähigkeit, sich sprachlich auszudrücken, als auch das Sprachverständnis selbst in Mitleidenschaft gezogen sein kann, sind wohl die schwerste Belastung für den Kranken und seine Mitmenschen. Im Idealfall stehen Sprachpädagogen zur Verfügung, vielfach bleibt es jedoch Familienangehörigen überlassen, nach Anweisungen des Therapeuten mit dem Betroffenen zu üben. Ein paar wichtige Grundsätze sind dabei: in kurzen, einfachen Sätzen langsam mit dem Aphasiker zu sprechen und ihn zum Sprechen anzuregen. Vor allem hat man sich bewusst zu sein, dass der Betroffene durch seine Sprachstörung nicht automatisch geistig beeinträchtigt ist.
  • Beschäftigung: Auch ist anzustreben, den Kranken weitgehend am normalen Familienleben teilnehmen zu lassen und ihm wenn möglich, sogar kleinere Aufgaben im Haushalt zu übertragen.
  • Psychische Unterstützung:
  • Selbsthilfegruppen:
  • Wichtiger Hinweis: Ein Hauptproblem von Hemiplegie-Patienten besteht darin, dass ihr Körpergefühl für die geschädigte Seite mehr oder weniger stark beeinträchtigt ist. Dadurch besteht die Neigung, alle Gegenstände, Personen oder Ereignisse, die auf dieser Seite stattfinden, zu ignorieren. Dies ist bereits bei der Raumaufteilung und Anordnung der Einrichtungsgegenstände zu beachten. Das Bett ist so zu stellen, dass alle Aktivitäten bzw. die für den Kranken wichtigen Gegenstände (z.B. Nachttischkästchen, Fernseher usw.) auf der Seite der geschädigten Körperseite stehen und sich die Personen von dieser Seite nähern. Um mit den Dingen oder Personen in Blickkontakt treten zu können, muss der Kranke seinen Kopf zur geschädigten Seite drehen. Dadurch lernt er, seinen Kopf wieder frei zu bewegen und auszubalancieren, was eine wichtige Voraussetzung für die späteren Gehübungen ist. Ist der Patient sehr immobil und behindert und größtenteils bettlägerig, sollte ein höhenverstellbares Pflegebett ausgeliehen werden. Als Sitzgelegenheit sind Polstermöbel ungeeignet. Stabile Stühle mit Rückenlehne geben mehr Sicherheit.

Unterstützung für Angehörige

Die Pflege eines Menschen mit Hemiplegie kann sehr belastend sein. Es ist wichtig, dass Angehörige sich selbst nicht vergessen und sich Unterstützung suchen.

  • Gespräche mit anderen Angehörigen:
  • Professionelle Beratung:
  • Entlastungsangebote:

Komplikationen der Hemiplegie

  • Dekubitus: Druckgeschwüre aufgrund von длительном Liegen oder Sitzen
  • Kontrakturen: Verkürzungen von Muskeln und Sehnen
  • Schulter-Arm-Syndrom: Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Schulter
  • Thrombose und Lungenembolie: Aufgrund von Bewegungsmangel
  • Infektionen: Z. B. Lungenentzündung oder Harnwegsinfektion

Prävention der Hemiplegie

Da die Hemiplegie meist Folge eines Schlaganfalls ist, ist die beste Prävention die Vermeidung von Risikofaktoren für einen Schlaganfall.

  • Blutdruckkontrolle:
  • Cholesterinsenkung:
  • Diabeteskontrolle:
  • Rauchverzicht:
  • Gesunde Ernährung:
  • Regelmäßige Bewegung:
  • Vermeidung von Übergewicht:
  • Stressreduktion:
  • Behandlung von Vorhofflimmern:

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