Sulcus ulnaris Syndrom, Sehnenscheidenentzündung und ihre Unterschiede

Schmerzen im Handgelenk und Ellenbogen können vielfältige Ursachen haben, von denen Überlastung, Verletzungen und Entzündungen die häufigsten sind. Dieser Artikel beleuchtet zwei spezifische Beschwerdebilder: das Sulcus ulnaris Syndrom und die Sehnenscheidenentzündung. Ziel ist es, die Unterschiede zwischen diesen beiden Erkrankungen herauszuarbeiten, ihre jeweiligen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten zu erläutern.

Einführung

Handgelenksschmerzen und Ellenbogenschmerzen sind weit verbreitet und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Oftmals entstehen sie durch monotone Bewegungen, Fehlbelastungen oder Verletzungen. Es ist wichtig, die genaue Ursache der Schmerzen zu identifizieren, um eine gezielte und effektive Behandlung einzuleiten.

Schmerzen im Handgelenk: Ein Überblick

Schmerzen im Handgelenk können verschiedene Ursachen haben. Oft treten sie nach einem Unfall auf - etwa nach einem Sturz auf die Hand beim Sport. In anderen Fällen stecken oftmals Entzündungen oder Gelenkverschleiß dahinter. Verletzungen als Ursache für Schmerzen im HandgelenkVerletzungen (etwa beim Sport oder durch einen Sturz) führen oft zu Schmerzen im Handgelenk. Es gehören dazu beispielsweise Knochenbrüche im Bereich des Handgelenks sowie Band- und Diskusverletzungen.

Verletzungen als Ursache für Schmerzen im Handgelenk

Verletzungen (etwa beim Sport oder durch einen Sturz) führen oft zu Schmerzen im Handgelenk. Es gehören dazu beispielsweise Knochenbrüche im Bereich des Handgelenks sowie Band- und Diskusverletzungen.

Knochenbruch

Bei einem Sturz auf die Hand kann die Speiche nahe des Handgelenks brechen. Die Handgelenkschmerzen, die bei einem solchen "Handgelenkbruch" (distale Radiusfraktur) auftreten, machen sich besonders bemerkbar, wenn man die Hand auswärts oder den Unterarm dreht. Zusätzlich kann das Handgelenk anschwellen, unbeweglich werden und eine sichtbare Fehlstellung zeigen.

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Ein Sturz auf die Hand kann auch dazu führen, dass ein Handwurzelknochen - meist das Kahnbein - bricht. Typisch für einen Kahnbeinruch sind Schmerzen in der sogenannten Tabatiére - das ist die kleine, länglich-dreieckige Vertiefung am Handgelenkrücken zwischen Hand und Daumen.

Band- und Diskusverletzungen

Es muss nicht gleich ein Knochenbruch hinter den Schmerzen im Handgelenk stecken. Ein Sturz, bei dem man sich mit den Händen abstützt, kann auch die Bänder im Handgelenk verletzen: Sie können überdehnen oder sogar (ein-)reißen. Die Schmerzen im Handgelenk zeigen sich dann vor allem, wenn man sich mit der betroffenen Hand abstützt oder das Handgelenk bewegt bzw. dreht. Die Beweglichkeit des Handgelenks ist schmerzbedingt eingeschränkt. Zudem kann das betroffene Gelenk anschwellen.

Auch eine Verletzung des Discus ulnaris löst Schmerzen im Handgelenk aus. Dabei handelt es sich um eine Knorpelscheibe, die zwischen der Elle (Ulna) und den Handwurzelknochen liegt. Bei einem Unfall kann sie reißen. Ein typisches Anzeichen für einen Diskusriss sind Schmerzen auf der Ellenseite (Kleinfingerseite) des Handgelenks. Bei älteren Menschen fasert die Knorpelscheibe auf. Das kann ebenfalls zu den typischen Schmerzen an der Kleinfingerseite des Handgelenks führen.

Entzündungen als Ursache für Schmerzen im Handgelenk

Akute oder chronische Entzündungen der Sehnenscheiden im Handgelenk können ebenfalls Handgelenkschmerzen verursachen. Besonders bei älteren Menschen löst meist eine Rheumatoide Arthritis die Entzündung aus.

Sehnenscheidenentzündung

Eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk entsteht überwiegend durch chronische Überlastung. Die Betroffenen verspüren ein schmerzhaftes Ziehen im Handgelenk. Häufig schwillt das Gelenk auch an und wird heiß.

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Eine besondere Form der Sehnenscheidenentzündung ist die sogenannte Tendovaginitis stenosans de Quervain („Hausfrauendaumen“). Dabei ist das erste Strecksehnenfach am Handgelenk entzündet. Schmerzen haben die Betroffenen vor allem, wenn sie fest zugreifen oder etwas festhalten. Die Schmerzen können bis in den Daumen und den Unterarm ausstrahlen.

Rheumatoide Arthritis

Schmerzt das Handgelenk vor allem bei Druck oder beim Beugen, kann dies auf eine Rheumatoide Arthritis („Rheuma“) hinweisen. Das Gelenk ist dann meist nur eingeschränkt beweglich. Typisch für die Rheumatoide Arthritis sind außerdem geschwollene Fingergelenke.

Arthrose als Ursache für Schmerzen im Handgelenk

Charakteristisch für eine Arthose (Gelenkverschleiß) sind belastungsabhängige Schmerzen im Handgelenk. Meist ist das Radiokarpalgelenk von der Arthrose betroffen. Das ist die Verbindung zwischen dem Speichenknochen des Unterarms und den Handwurzelknochen. Eine Radiokarpalgelenksarthrose entsteht häufig, wenn ein Knochen in diesem Bereich nach einem Bruch nicht gerade zusammengewachsen ist.

Weitere Ursachen für Schmerzen im Handgelenk

Handgelenkschmerzen können noch andere Ursachen haben. Die Palette der Möglichkeiten reicht von einer Nervenkompression (Karpaltunnelsyndrom) bis hin zu absterbendem Knochengewebe (Lunatummalazie).

Karpaltunnelsyndrom

Der Karpaltunnel ist eine Engstelle zwischen den Handwurzelknochen und einem straffen Band (Retinaculum flexorum), das sich wie eine Brücke über die Knochen spannt. Beim Karpaltunnelsyndrom wird ein wichtiger Armnerv (Nervus medianus) im Karpaltunnel an der Beugeseite des Handgelenks eingeengt (komprimiert). Die Nervenkompression kann entstehen, wenn das Band oder Gewebe im Karpaltunnel anschwillt. Ausgelöst wird die Schwellung häufig von einer chronischen Entzündung bei rheumatoider Arthritis oder durch einen Knochenbruch. Aber auch in der Schwangerschaft, bei Diabetes mellitus, Gicht oder einer Unterfunktion der Schilddrüse sind Schmerzen im Handgelenk oft auf ein Karpaltunnelsyndrom zurückzuführen.

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Anzeichen für ein Karpaltunnelsyndrom sind Schmerzen und Missempfindungen sowie Taubheitsgefühle in der betroffenen Hand bis in den zugehörigen Arm. Die Beschwerden treten meist nachts auf.

Ganglion

Im Bereich des Handgelenks (vor allem am Handrücken) kann sich ein Ganglion entwickeln. Das ist ein gallertartiger, mit Flüssigkeit gefüllter, gutartiger Tumor, der mit dem Handgelenk oder mit einer Sehnenscheide verbunden ist. Ein Ganglion erkennt man an der typischen prall-elastischen, glatt begrenzten Schwellung. Die Schmerzen im Bereich des Ganglions können unterschiedlich stark sein.

Lunatummalazie

Bei der Lunatummalazie (Morbus Kienböck) stirbt Knochengewebe des Mondbeins (Os lunatum; einer der acht Handwurzelknochen) ab. Zu den Symptomen gehören mehr oder weniger starke Schmerzen im Handgelenk. Besonders das Gewebe über dem Mondbein reagiert schmerzhaft auf Druck. Mit fortschreitender Erkrankung kann das Handgelenk zudem weniger beweglich werden.

Verursacht wird die Lunatummalazie durch wiederkehrende, mechanische Belastungen des Handgelenks, zum Beispiel wenn man oft mit einem Presslufthammer arbeitet. Die Erkrankung kann außerdem entstehen, wenn die Elle (Ulna) kürzer ist als die Speiche (Radius). Man spricht dann von einer Ulna-Minus-Variante, denn normalerweise sind beide Armknochen gleich lang. Das Missverhältnise stört die Druckverteilung im Handgelenk. Langfristig kann sich als Folge eine Lunatummalazie mit Schmerzen im Handgelenk entwickeln. Die Ulna-Minus-Variante ist angeboren oder die Folge eines Unfalls (z.B. Sturz auf die Hand).

Das Sulcus Ulnaris Syndrom (Kubitaltunnelsyndrom)

Das Kubitaltunnelsyndrom, auch bekannt als Sulcus-ulnaris-Syndrom oder Ulnarisrinnensyndrom, ist ein Nervenengpasssyndrom, das den Nervus ulnaris betrifft. Durch Druck oder Reibung am Nerv im Bereich des Ellenbogens kann es zu einer Beeinträchtigung der Nervenleitung kommen. Dies führt zu typischen Symptomen wie Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen in den betroffenen Bereichen.

Ursachen des Sulcus Ulnaris Syndroms

Der Nervus ulnaris, auch Ellennerv genannt, verläuft an der Innenseite des Ellenbogens durch den sogenannten Kubitaltunnel. In diesem Bereich kann der Nerv verschiedenen Einengungen ausgesetzt sein:

  • Anatomische Engstellen: Der Nerv kann durch Bindegewebsstränge oder einen knöchernen Vorsprung des Oberarmknochens (Epicondylus medialis) eingeengt werden.
  • Wiederholte Bewegungen: Häufige Beugungen des Armes können dazu führen, dass der Nerv über den Knochenvorsprung springt und gereizt wird.
  • Druck von außen: Langes Aufstützen des Ellenbogens oder wiederholte Belastungen können den Nerv komprimieren.
  • Weitere Faktoren: In seltenen Fällen können auch ein Ganglion (Ausstülpung der Gelenkhaut) oder andere Raumforderungen im Bereich des Ellenbogens den Nerv einengen.

Symptome des Sulcus Ulnaris Syndroms

Die Symptome des Sulcus Ulnaris Syndroms entwickeln sich oft schleichend und können sich bei fehlender Behandlung verstärken. Typische Anzeichen sind:

  • Kribbeln und Taubheitsgefühle: Vor allem im kleinen Finger und Ringfinger.
  • Schmerzen: An der Innenseite des Ellenbogens, die bis in den Unterarm und die Hand ausstrahlen können.
  • Kraftverlust: In der Hand, insbesondere beim Greifen und Zupacken.
  • Muskelschwund: In den Handmuskeln bei länger bestehender Einengung des Nervs.

Diagnose des Sulcus Ulnaris Syndroms

Zur Diagnose des Sulcus Ulnaris Syndroms führt der Arzt zunächst eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung durch. Dabei werden folgende Tests durchgeführt:

  • Ellenbogen-Beugetest: Der Arm wird vollständig gebeugt und diese Position für 30-60 Sekunden gehalten.
  • Tinel-Test: Durch vorsichtiges Beklopfen der Innenseite des Ellenbogens (über den Kubitaltunnel) wird der Nerv gereizt.
  • Nervenleitgeschwindigkeit (NLG): Dieser Test misst die Geschwindigkeit, mit der elektrische Signale entlang des Nervus ulnaris geleitet werden.

Behandlung des Sulcus Ulnaris Syndroms

In den meisten Fällen wird das Sulcus Ulnaris Syndrom zunächst konservativ behandelt:

  • Nachtschienen: Halten den Ellenbogen in einer leicht gestreckten Position, um den Druck auf den Nerv zu verringern.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Mobilisierung des Nervs und zur Kräftigung der umliegenden Muskulatur.
  • Taping: Das Aufbringen von speziellen Tapes unterstützt die Entlastung des Nervus ulnaris und fördert die Durchblutung.
  • Verhaltensänderungen: Reduktion wiederholter Belastungen und direktem Druck auf den Ellenbogen im Alltag.

Wenn die konservativen Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder die Symptome bereits sehr stark sind, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Dabei wird der Kubitaltunnel erweitert, um den Nerv zu entlasten.

Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis)

Eine Sehnenscheidenentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenscheiden, die die Sehnen umgeben und schützen. Sie tritt häufig im Bereich des Handgelenks auf, kann aber auch andere Körperregionen betreffen.

Ursachen einer Sehnenscheidenentzündung

Die Hauptursache für eine Sehnenscheidenentzündung ist eine chronische Überlastung durch repetitive Bewegungen. Risikofaktoren sind:

  • Wiederholte Tätigkeiten: Tätigkeiten, die immer wieder die gleichen Bewegungen erfordern, wie z.B. Tippen am Computer, Fließbandarbeit oder bestimmte Sportarten.
  • Fehlhaltungen: Eine ungünstige Körperhaltung oder ergonomisch schlecht gestaltete Arbeitsplätze können die Entstehung einer Sehnenscheidenentzündung begünstigen.
  • Überanstrengung: Eine plötzliche Steigerung der Trainingsintensität oder ungewohnte Belastungen können zu einer Überlastung der Sehnen führen.
  • Weitere Faktoren: In seltenen Fällen können auch Infektionen oder rheumatische Erkrankungen eine Sehnenscheidenentzündung verursachen.

Symptome einer Sehnenscheidenentzündung

Typische Symptome einer Sehnenscheidenentzündung sind:

  • Schmerzen: Ein schmerzhaftes Ziehen im Handgelenk oder im betroffenen Bereich.
  • Schwellung: Das Gelenk kann anschwellen und heiß werden.
  • Bewegungseinschränkung: Die Beweglichkeit des Gelenks kann schmerzbedingt eingeschränkt sein.
  • Reibegeräusche: Bei Bewegung des Gelenks können Reibegeräusche auftreten.

Diagnose einer Sehnenscheidenentzündung

Die Diagnose einer Sehnenscheidenentzündung wird in der Regel anhand der typischen Symptome und einer körperlichen Untersuchung gestellt. Zusätzlich kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, um die Entzündung der Sehnenscheide zu bestätigen.

Behandlung einer Sehnenscheidenentzündung

Die Behandlung einer Sehnenscheidenentzündung zielt darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern. Folgende Maßnahmen kommen in Frage:

  • Ruhigstellung: Das betroffene Gelenk sollte ruhiggestellt werden, um weitere Reizungen zu vermeiden.
  • Kühlung: Lokale Kühlung kann helfen, die Entzündung zu reduzieren.
  • Entzündungshemmende Medikamente: Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können die Beschwerden lindern.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Mobilisierung des Gelenks und zur Kräftigung der umliegenden Muskulatur.
  • Ergonomische Anpassungen: Eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes kann helfen, Fehlbelastungen zu vermeiden.

Die Unterschiede zwischen Sulcus Ulnaris Syndrom und Sehnenscheidenentzündung

Obwohl sowohl das Sulcus Ulnaris Syndrom als auch die Sehnenscheidenentzündung Schmerzen im Bereich des Ellenbogens bzw. Handgelenks verursachen können, handelt es sich um unterschiedliche Erkrankungen mit verschiedenen Ursachen und Symptomen:

MerkmalSulcus Ulnaris SyndromSehnenscheidenentzündung
Betroffene StrukturNervus ulnaris (Ellennerv)Sehnenscheiden
UrsacheEinengung oder Reizung des NervsÜberlastung durch repetitive Bewegungen
Typische SymptomeKribbeln, Taubheitsgefühle in kleinem Finger und Ringfinger, Schmerzen am EllenbogenSchmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung im betroffenen Bereich
Lokalisation der SchmerzenInnenseite des Ellenbogens, Ausstrahlung in Unterarm und HandJe nach betroffener Sehnenscheide, häufig Handgelenk
DiagnoseAnamnese, körperliche Untersuchung, Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)Anamnese, körperliche Untersuchung, Ultraschall
BehandlungKonservativ (Schiene, Physiotherapie), operativ (Erweiterung des Kubitaltunnels)Konservativ (Ruhigstellung, Kühlung, Entzündungshemmer), Physiotherapie, Ergonomie

Ellenbogenschmerzen: Was tun?

Bei Ellenbogenschmerzen hängt die Behandlung von der zugrundeliegenden Ursache der Beschwerden ab. Leichte Symptome können bereits nach einigen Tagen Schonung oder durch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten verschwinden, etwa einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz oder mehr Bewegung. In anderen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung oder eine Operation notwendig sein.

Verletzungen am Ellenbogen: Erste Hilfe nach dem PECH-Schema

Werden akute Verletzungen fachgerecht versorgt, kann dies Folgeschäden und Komplikationen vorbeugen. Bei schweren Verletzungen, etwa einem Bruch oder einer sichtbaren Fehlstellung, ist der Rettungsdienst zu informieren. Leichtere Verletzungen wie eine Verstauchung oder Prellung können zunächst selbst versorgt werden. Dabei ist nach dem PECH-Schema vorzugehen:

  • Pause: sofortiges Unterbrechen der Tätigkeit, die zur Verletzung geführt hat
  • Eis: Kühlen der betroffenen Stelle, beispielsweise mit einem Kühlpack
  • Compression: Anlegen eines Druckverbands
  • Hochlagerung: Der betroffene Arm sollte erhöht, etwa auf einem Kissen, abgelegt werden

In den ersten Tagen nach der Verletzung ist Schonung angezeigt. Die Wirkstoffe Ibuprofen und Diclofenac helfen gegen die Schmerzen. Länger als ein paar Tage sollten sie jedoch nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Auch bei Vorerkrankungen oder der gleichzeitigen Einnahme von anderen Medikamenten ist vorab ärztlicher Rat gefragt. Klingen die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage ab, ist ebenfalls eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Behandlung von Ellenbogenschmerzen nach Verletzungen und bei Überlastung

Bei schweren Verletzungen oder anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Behandlung angezeigt. Dieder ÄrztinArzt kann den Ellenbogen, falls nötig, ruhigstellen, etwa durch eine Bandage oder in schweren Fällen durch einen Gips. Manche Verletzungen müssen operiert werden, etwa wenn sich bei einem Bruch die Knochenfragmente verschoben haben und/oder umliegendes Gewebe stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Eine Luxation muss eingerenkt werden.

Was tun bei Ellenbogenschmerzen durch Entzündungen?

Entzündliche Vorgänge, etwa eine Schleimbeutelentzündung oder eine Arthritis werden oft medikamentös behandelt. Die Therapie hängt dabei von der Ursache der Entzündung ab. So kommen bei einer bakteriellen Infektion oft eine Operation und Antibiotika zum Einsatz, bei einer Autoimmunerkrankung hingegen Kortison oder andere Immunsuppressiva. Auch bei Gicht kann eine medikamentöse Behandlung nötig sein. Hartnäckige Entzündungen müssen gegebenenfalls operiert werden.

Wie werden Ellenbogenschmerzen sonst noch behandelt?

Bei Engpasssyndromen kann ebenfalls eine Operation notwendig sein, gleiches gilt beispielsweise für Gelenkmäuse. Bei Arthrose ist moderate Bewegung wichtig, Überlastung führt jedoch oft zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Bei bestimmten Schmerzen am Ellenbogen können Physiotherapie sowie physikalische Maßnahmen wie Wärme, Kälte oder eine Stoßwellentherapie hilfreich sein. Neben Übungen zur Kräftigung und Dehnung lernen Betroffene hier auch, wie sie im Alltag Überlastung vermeiden, etwa durch Fehlhaltungen bei der Arbeit. Injektionen mit lokal wirksamen Schmerzmitteln und/oder Kortison können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Schmerzen im Ellenbogen: Sind Hausmittel hilfreich?

Eine Selbstbehandlung mit Hausmitteln sollte nur bei kurzfristig auftretenden leichten Beschwerden erfolgen. Andernfalls sind eine ärztliche Abklärung und gegebenenfalls auch Behandlung notwendig. Die Wirkung von Hausmitteln ist oft nicht wissenschaftlich bewiesen. Die schmerzstillende Wirkung von Arnika ist jedoch gut erforscht und gilt als vergleichbar mit der von Schmerzmitteln wie Ibuprofen und Diclofenac. Bei Gelenkbeschwerden wie Ellenbogenschmerzen werden zudem häufig kühlende Wickel empfohlen, etwa mit Quark, Kohl oder Heilerde.

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