Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Hunden und Katzen. Die Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben und sich durch Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen äußern. In Braunschweig und Umgebung gibt es spezialisierte Tierärzte, die eine umfassende Diagnostik und Therapie von Epilepsie bei Tieren anbieten. Dieser Artikel soll einen Überblick über die Epilepsiebehandlung beim Tierarzt in Braunschweig geben und Tierhaltern helfen, die bestmögliche Versorgung für ihre Vierbeiner zu finden.
Tierärztliche Kompetenz in Braunschweig und Umgebung
In der Region Hannover, Hildesheim, Braunschweig und Umgebung gibt es eine Fachtierärztliche Praxis für Kleintiere, die von der Tierärztekammer für das Fachgebiet „Zahnheilkunde bei Tieren“ offiziell anerkannt ist. Zusätzlich ist sie eine der wenigen durch die Tierärztekammer akkreditierten Spezialpraxen für Innere Medizin bei Kleintieren in Niedersachsen. Diese Praxis bietet neben ihren Spezialgebieten auch alle normalen Leistungen einer modernen Kleintierpraxis auf fachtierärztlichem Niveau an.
Diagnosestellung in der Tierneurologie
Die Tierneurologie befasst sich mit Erkrankungen des Nervensystems, wobei zwischen dem peripheren Nervensystem und dem Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) unterschieden wird. In einer Tierarztpraxis in Braunschweig wird zunächst eine klinisch-neurologische Untersuchung durchgeführt. Häufig sind jedoch weiterführende Untersuchungen zur Diagnosestellung erforderlich. Die genaueste Diagnose kann durch eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) gestellt werden.
Ursachen von Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen
Krampfanfälle oder kurzzeitige Bewusstseinsstörungen können verschiedene Ursachen haben. Im Gehirn können Epilepsie, Unfälle, Tumore, Entzündungen, Missbildungen oder Übererregbarkeit die Ursache sein. Außerhalb des Gehirns können Herz-Kreislauferkrankungen, Unterzuckerung, Diabetes, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder Vergiftungen Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen auslösen.
Handelt es sich nach erfolgter Diagnose um Epilepsie, ist eine erbliche Veranlagung anzunehmen. Betroffene Tiere sollten daher nicht zur Zucht eingesetzt werden. Je jünger das Tier beim Auftreten des ersten Krampfanfalls ist, desto wahrscheinlicher ist eine Verschlimmerung des Zustandes in der Zukunft. Zur Ursachenabklärung ist eine Allgemeinuntersuchung mit Röntgen, Kreislauf- (EKG) und Blutuntersuchung unerlässlich.
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Symptome von Epilepsie
Häufige Symptome von Epilepsie sind:
- Plötzliches Umfallen
- Krämpfe
- Laufbewegungen
- Kaubewegungen mit Speichelfluss
- Schaum vor dem Maul
- Eventuell Bewusstseinsverlust
Die Anfälle können Sekunden kurz oder auch Minuten lang sein. Nicht alle Symptome müssen auftreten, und zwischen den einzelnen Anfällen können Tage, Wochen oder Monate liegen. Je häufiger Anfälle auftreten, desto eher ist eine Behandlung erforderlich.
Behandlung von Epilepsie
Eine Heilung der Epilepsieerkrankung ist meist nicht möglich. Jedoch können die meisten Tiere unter einer medikamentösen Therapie ein relativ normales Leben führen. Die Medikamente müssen sehr regelmäßig eingegeben werden. Manchmal ist auch eine Kombination von mehreren Medikamenten nötig, um das Anfallsgeschehen zu unterdrücken. Die Anflutung der Medikamente bedarf lange, ein abrupter Wechsel der Dosis macht eine erfolgreiche Therapie unmöglich.
Behandelt wird eine Epilepsie erst dann, wenn die Anfälle entweder häufiger als alle 14 Tage auftreten oder in ihrem Schweregrad oder in der Zeitdauer sehr ausgeprägt sind. Die richtige Dosis der Medikamente wird in der Einstellungsphase festgelegt, und später sind dann regelmäßige Untersuchungen, z.B. Blutuntersuchungen zur Leberkontrolle und der konstanter Wirkstoffspiegel im Blut, des erkrankten Tieres erforderlich. Bei einem erfolgreichen Zusammenwirken zwischen Tierarzt und Tierhalter ist der Verlauf der Anfallserkrankung oftmals positiv zu beeinflussen.
Therapiebegleitende Maßnahmen
Im Anfangsstadium kann das beruhigende Einwirken auf das Tier den Anfall schwächen. Während eines Krampfanfalls sollten Sie jedoch nichts unternehmen, Verletzungsgefahren durch spitze Gegenstände und Beißen der Tiere muss vermieden werden. Nach einem Anfall kann Valium als Zäpfchen, als rektale Spritze oder auch durch die Nasenschleimhaut verabreicht werden, um eventuell einen zweiten Anfall zu vermeiden. Vom Besitzer angefertigte Video und ein Anfallskalender (Datum, Dauer Art und Schwere) erleichtern Diagnose, Therapie und Erfolg.
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Erste Hilfe bei Krampfanfällen
Mund-zu-Nase-Beatmung und Herzmassage können das Leben von Hunden und Katzen retten. Ob Autounfall, Verbrennungen oder Hitzschlag - wenn Ihr Tier in eine Notfallsituation gerät, ist schnelles Handeln gefragt.
Goldakupunktur als alternative Behandlungsmethode
Die Goldakupunktur ist eine alternative Behandlungsmethode, die bei verschiedenen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt wird. Sie kann auch bei Anfallsleiden wie Epilepsie angewendet werden, um die Anfallshäufigkeit, die Anfallsdauer und die Anfallsstärke zu reduzieren. Bei der Goldakupunktur werden kleine Goldimplantate an Akupunkturpunkte in die Muskulatur oder unter die Haut gesetzt. Diese Implantate sollen die Schmerzsituation der betroffenen Gelenke verbessern und die körpereigenen, Schmerz regulierenden Stoffe vermehrt ausschütten.
Weitere Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten
Neben Epilepsie gibt es viele weitere Erkrankungen, die bei Tieren auftreten können. Dazu gehören unter anderem:
- Allergien: Allergien können sich bei Hunden und Katzen durch juckende Hautausschläge, tränende Augen oder Magen-Darm-Erkrankungen äußern. Die Therapie besteht in den meisten Fällen in der Vermeidung der allergischen Stoffe.
- Bewegungsapparat: Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Patellaluxation, Kreuzbandriss oder Hüftgelenksdysplasie können die Lebensqualität von Tieren stark beeinträchtigen. Es gibt verschiedene Operationsmethoden zur Behandlung dieser Erkrankungen.
- Endokrinologie: Diabetes mellitus und Schilddrüsenerkrankungen sind häufige endokrinologische Erkrankungen bei Haustieren. Die Behandlung von Diabetes mellitus umfasst in der Regel die Injektion von Insulin und eine spezielle Diät. Schilddrüsenerkrankungen können durch die Gabe von synthetischen Schilddrüsenhormonen behandelt werden.
Spezialisierte Tierärzte in Braunschweig
In Braunschweig und Umgebung gibt es mehrere spezialisierte Tierärzte, die eine umfassende Diagnostik und Therapie von verschiedenen Erkrankungen bei Tieren anbieten. Zu diesen Tierärzten gehören unter anderem:
- Dr. Kai Bessmann (FTA für Innere Medizin der Klein- und Heimtiere)
- Dr. Stefan Rupp (FTA für Chirurgie, Zusatzbezeichnung Neurologie beim Kleintier)
- Dr. Gernot Delfs (FTA für Chirurgie der Klein- und Heimtiere)
- Dr. Michael Schmohl (FTA für Radiologie und andere bildgebende Verfahren, FTA für Chirurgie der Kleintiere)
- Dr. Miriam Scheich (FTÄ für Chirurgie der Klein- und Heimtiere, Diplomate ECVS (Chirurgie))
- Dr. Jan Wennemuth (FTA für Radiologie und andere bildgebende Verfahren, Diplomate ECVDI (bildgebende Diagnostik))
- Dr. Julia Gedon (Diplomate ECVIM-Ca (Onc.))
- Lena Fritz (Fachtierärztin für Chirurgie der Kleintiere)
Diese Tierärzte verfügen über eine langjährige Erfahrung und Expertise in verschiedenen Fachgebieten der Tiermedizin und können Tierhaltern eine optimale Versorgung für ihre Vierbeiner bieten.
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