Neuralgien, also Nervenschmerzen, können eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellen. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, die von traditionellen Therapien bis hin zu innovativen Methoden reichen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Behandlungsoptionen, wobei besonderes Augenmerk auf komplementärmedizinische Verfahren gelegt wird.
Lichttherapie mit LEDs: Ein vielversprechender Ansatz
Die Phototherapie mit Licht emittierenden Dioden (LED) ist eine innovative Methode, bei der Lichtenergie zu therapeutischen Zwecken auf das Gewebe angewendet wird. Die Lichtenergie (Photonen) wird von den Photoakzeptoren in den Mitochondrien aufgenommen und zur Herstellung von Adenosintriphosphat (ATP) verwendet. Spezifische Wellenlängen der Lichtenergie wirken sich bei korrekter Absorption positiv auf die betroffenen Zellen aus. Die Energie wird zur Verbesserung der Zellleistung genutzt.
Wirkungsweise und Vorteile
Chukuka S. Enwemeka, PT, PhD, FACSM, schreibt in seinem Artikel "Therapeutic Light", dass zu den weiteren beobachteten Mechanismen lichtinduzierter positiver Effekte die Modulation des Prostaglandinspiegels, die Veränderung des somatosensorisch evozierten Potentials und der Nervenleitgeschwindigkeit sowie die Hyperämie behandelter Gewebe gehören. Daraus würden sich als klinische Vorteile unter anderem die Schmerzlinderung bei Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom, Schleimbeutelentzündung, Sehnenentzündung, Knöchelverstauchung und Kiefergelenksdysfunktion, Schulter- und Nackenschmerzen, Arthritis und postherpetischer Neuralgie sowie die Gewebereparatur bei diabetischen Geschwüren ergeben.
Celluma®: Eine besondere Form der Lichttherapie
Celluma® ist einzigartig und unterscheidet sich von allen anderen heutzutage erhältlichen Geräten zur niedrig energetischen Lichttherapie. Basierend auf NASA-Forschungen erzeugt Celluma® gleichzeitig blaue, rote und nah-infrarote Lichtenergie, um eine Vielzahl von Krankheitsbildern sicher zu behandeln. Zum Beispiel reduzieren einige Entzündungen und töten Bakterien ab, während andere lokal begrenzt die Durchblutung verbessern. Celluma® sollte sich in unmittelbarer Nähe der zu behandelnden Stelle befinden.
Neuraltherapie: Behandlung von Störfeldern
Die Neuraltherapie ist eine Therapieform, die erfolgreich eingesetzt wird, um orthopädische Beschwerden zu behandeln. Die Methode basiert auf dem Konzept, dass körperliche Beschwerden oft auf Störfelder im Körper zurückzuführen sind, die durch Blockaden oder Reizungen bestimmter Nerven verursacht werden. In manchen Fällen wird erst durch die Neuraltherapie der Selbstheilungs-Mechanismus des Körpers in Gang gesetzt.
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Anwendung und Wirkung
Die Therapie besteht aus Injektionen von örtlichen Betäubungsmitteln an bestimmten Stellen im Körper, um die Störfelder zu beseitigen und die Schmerzen zu lindern. Die Threapie kann bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden, darunter Schmerzen im Rücken, Knie- und Gelenkschmerzen, aber auch bei Migräne oder Tinnitus. In der Regel sind mehrere Termine der Neuraltherapie erforderlich, um anhaltende Erfolge zu erzielen. Doch es gibt auch einige Fälle, die schon nach der ersten Spritze beschwerdefrei wurden.
Individuelle Behandlungskonzepte
Die Neuraltherapie wird individuell an jeden Patienten angepasst, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Auch als ergänzende Behandlung bei akuten Erkrankungen ist die Neuraltherapie eine erprobte Behandlungsmethode. Operationen oder Medikamenten-Einnahme sind mit der Neuraltherapie vereinbar. Ein weiterer Vorteil der Neuraltherapie ist, dass sie in der Regel schmerzfrei durchgeführt wird und keine längerfristigen Nebenwirkungen hat. Die Behandlungen sind schnell und einfach durchzuführen und können auch in Kombination mit anderen Therapieformen wie beispielsweise der Physiotherapie durchgeführt werden.
Ganzheitliche Medizin: Ein umfassender Ansatz
Die ganzheitliche Medizin erfasst den Patienten umfassend auf der körperlich-seelisch-geistigen Ebene. Sie kombiniert die Schulmedizin bedarfsgerecht mit komplementär-medizinischen Anwendungen.
Osteopathie und Chirotherapie
Die schonenden Therapieverfahren der Osteopathie und Chirotherapie bilden seit mehr als 25 Jahren große Säulen in der Behandlung von Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat, insbesondere am Rücken, an schmerzenden Extremitäten oder verspannter Muskulatur. Die Osteopathie nutzt verschiedene Behandlungstechniken, die ausschließlich mit den kundigen und erfahrenen Händen des Osteopathen am Körper des Patienten angewendet werden. Vorrangig werden die osteopathischen Techniken der Parietalen Osteopathie, Viszeralen Osteopathie, Craniosacralen Therapie, Myofascialen Release-Technik (MFR) und Facilitated Positional Release-Technik (FPR) angeboten. Parallel dazu können Leistungen der Chirotherapie wahrgenommen werden. Dieses Verfahren konzentriert sich darauf, Funktionsstörungen am Bewegungsapparat zu beheben. Auch hier werden meist nur die geschulten Hände als Werkzeug eingesetzt, um vorrangig Blockaden oder Fehlstellungen an den Gelenken zu harmonisieren.
Schmerztherapie
Chronischer Schmerz am Rücken, am Knie, den Beinen, der Schulter, an anderen Gelenken oder im Kopf kann zu einem eigenständigen Krankheitsbild werden, das individuell erfasst und therapiert werden muss. Nicht selten wirken seelische Faktoren wie Trauer oder eine depressive Verstimmung mit, so dass sich durch psychosomatische Wechselwirkungen komplexe Krankheitszustände ergeben.
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Weitere Therapieansätze
Neben den bereits genannten Therapien gibt es eine Vielzahl weiterer Ansätze zur Behandlung von Neuralgien:
Matrix-Rhythmus-Therapie
Die Matrix-Rhythmus-Therapie wirkt sowohl mechanisch als auch magnetisch ganz tief bis in die zelluläre Ebene und sorgt für einen gesunden Schwingungstakt, auf den Regeneration und Heilung angewiesen sind. Sie kann eingesetzt werden bei Schwellungen und Wundheilungsstörungen, eingeschränkter Dehnbarkeit, Muskelverhärtungen, Verspannungen, muskulärem Ungleichgewicht, eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit und neurologischen Fällen. Zudem kann sie zur Linderung von Schmerzen beitragen.
Hildegard-Aderlass
Der Hildegard-Aderlass nach Dr. med. Ewald Töth ist eine spezielle Form des Aderlasses, bei dem kein gesundes, sondern nur unreines Blut entzogen wird. Die entnommene Menge bestimmt der Körper selbst. Man berücksichtigt die passende Mondphase, wählt die richtige Vene und Nadel, wendet eine spezielle Stichtechnik an und aktiviert unterstützend die Organe, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Eigenblut-Zelltherapie (PRP-Therapie)
Im Leistungssport setzt man schon lange auf die Eigenblut-Zelltherapie, um Spitzensportler nach Verletzungen oder Operationen schneller wieder fit zu machen. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass auch Menschen mit entzündlichen und degenerativen Erkrankungen enorm von diesem „Multitalent“ profitieren. Die Eigenblut-Zelltherapie arbeitet nicht mit Vollblut sondern mit dem Blutplasma, das man mit Hilfe von Spezialröhrchen und einer Zentrifuge gewinnt. Dieses enthält hochkonzentriert Blutplättchen (Thrombozyten), die Wachstumsfaktoren freisetzen und so maßgeblich an der Gewebeheilung beteiligt sind.
Sensomotorik
Sensomotorik beschäftigt sich mit dem dynamischen Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln. Sensomotorische Einlagen nach Frau Professor Fusco können bei allen Arten von Verspannungen und Schmerzen, allen Gelenkproblemen, Weichteilentzündungen, Verletzungen, Prellungen, Zerrungen, Neuralgien und Fibromyalgie eingesetzt werden.
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PowerTube QuickZap Technologie (PTQZ)
Die PowerTube QuickZap Technologie (PTQZ) stellt eine Kombination dar aus einem TENS-Gerät, das man aus der Schmerztherapie kennt und einem Zapper zur Ausleitung von Parasiten-Belastungen und Schadstoffen nach Dr. Hulda Clark. Die Zellen werden mit drei verschiedenen Hochfrequenzen durchflutet und so harmonisiert. Es gibt allgemeine Grundtherapien, spezielle Behandlungen für Durchblutung, Lymphe und Schmerzen sowie die Möglichkeit, Akupunktur-Punkte zu stimulieren.
Laser-Lichttherapie
Spezielles Laser-Licht geht tief unter die Haut und lässt die Zellen besser atmen. Die Photobiostimulation hat sich in einigen Jahrzehnten sehr weit entwickelt, so dass sie mittlerweile teilweise sogar der Nadel-Akupunktur überlegen und nicht nur eine Alternative für Kinder und empfindliche Personen ist. Speziell für alle orthopädischen Themen wie Arthrose und Rückenschmerzen, aber auch Verletzungen gibt es eine besonders intensive „Laserdusche“, die Reparatur- und Heilungsvorgänge auf der tiefsten Ebene der Zellen fördert. Natürlich kann damit wie mit einer TCM-Akupunktur jede Krankheit behandelt und alles, was sich geschwächt zeigt, unterstützt werden - auch das Immunsystem.
Akupunktur
Die Freisetzung von Neurotransmittern (Botenstoffen im Gehirn) und Endorphinen (körpereigenes Morphin) wirken schmerzlindernd und psychisch entspannend. Mit Hilfe von Akupunktur kann teilweise eine sofortige Schmerzlinderung erfolgen. Das gilt v. a. allem für Kopf- und Nervenschmerzen wie die Trigeminus-Neuralgie oder für die Migräne.
Manuelle Medizin
Die Manuelle Medizin beruht auf einer medizinischen Schule, die zur Heilbehandlung bei schmerzhaften Funktionsstörungen des Bewegungsapparates angewendet wird. Da Befundaufnahme und Behandlung ausschließlich mit der Hand durchgeführt werden, grenzt sich die manuelle von der apparativen Medizin ab und baut teilweise auf den Methoden der Osteopathie auf.
3 D pulsierende Niedrigfrequenz-Magnetfeldtherapie von Biomag (NFMT)
Durch die 3 D pulsierende Niedrigfrequenz-Magnetfeldtherapie von Biomag (NFMT) wird großflächig ein pulsierendes Niedrigfrequenz-Magnetfeld generiert, welches das Oberflächenpotential der Zellen verändert. Dadurch wird die Durchlässigkeit der Membranen jeder einzelnen Zelle erhöht. Das wiederum bewirkt eine Beschleunigung des Stoffwechsels und damit des Heilungsprozesses. Die NFMT wirkt entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, antirheumatisch, Muskel relaxatierend, abschwellend, Gefäß erweiternd und entgiftend.
Fußgesundheit und Neuralgien
Die Füße sind das Fundament des Körpers, und Fußveränderungen können sich auf den gesamten Körper auswirken und Schmerzen verursachen oder verstärken.
Häufige Fußerkrankungen
Einige der häufigsten Fußerkrankungen sind:
- Hühnerauge (Clavus): Durch Druck und Reibung entstehen über den Mittelgelenken der Zehen Hornhautschwielen, die mit der Zeit schmerzen.
- Hallux valgus: Hierbei weicht die Großzehe im Grundgelenk zur Kleinzehenseite hin ab.
- Hammer- und Krallenzehen: Bei der Hammerzehe zeigt sich das Zehenendglied maximal gebeugt. Bei der Krallenzehe sind das Mittel- und das Zehenendgelenk gebeugt und die Zehe im Grundgelenk überstreckt.
- Tarsaltunnel-Syndrom: Hierbei ist der hintere Schienbein-Nerv im sogenannten Tarsaltunnel eingeengt.
- Morton Neuralgie: Sie wird durch einen Nerventumor (Neurom) am Zeh-Nerv ausgelöst.
- Morbus Ledderhose (Plantarfibromatose): An der Plantaraponeurose entwickeln sich gutartige, kleine, derbe Knoten, die langsam wachsen und einige Zentimeter groß werden können.
Behandlung von Fußerkrankungen
Die Behandlung von Fußerkrankungen kann konservativ oder operativ erfolgen. Konservative Maßnahmen umfassen orthopädische Schuhe, spezielle Einlagen und Pelotten. Operative Maßnahmen können erforderlich sein, um Fehlstellungen zu korrigieren oder Nerventumore zu entfernen.
Kopfhautschmerzen und Trichodynie
Viele Menschen leiden unter einer gesteigerten Empfindlichkeit der Kopfhaut, Trichodynie genannt. Kopfhaut oder Haarwurzeln schmerzen, Berührungen werden als unangenehm oder schmerzhaft empfunden, auch schmerzhaftes Brennen der Kopfhaut wird häufig geschildert. Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig, aber noch immer nicht gut genug erforscht. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Oft kann man den Auslöser finden und dann ausschalten.
Gürtelrose und Post-Zoster-Neuralgie
Gürtelrose, medizinisch auch als Herpes Zoster bekannt, ist eine Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Nach einer überstandenen Windpockeninfektion bleibt das Virus lebenslang im Körper, genauer gesagt in den Nervenzellen des Rückenmarks. Wird das Immunsystem geschwächt, kann das Virus reaktiviert werden und sich in Form einer schmerzhaften Hauterkrankung zeigen. Besondere Aufmerksamkeit gilt möglichen Komplikationen wie der sogenannten Post-Zoster-Neuralgie. Dabei handelt es sich um chronische Nervenschmerzen, die nach dem Abklingen der Hautsymptome weiterbestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können.
Bedeutung des Darms für das Immunsystem
Rund 80% unserer Immunzellen befinden sich im Darm. Umso wichtiger, dass sich die Darmflora im Gleichgewicht befindet!
Mitochondrien und Immunsystem
In allen Körperzellen finden sich tausende von winzigen Energie-Kraftwerken, die Mitochondrien. Bei einer Infektion steigt der Energiebedarf der Immunzellen um ein Vielfaches an. Die oxidative Schädigung der Mitochondrien ist maßgeblich für die Entstehung der vielen Multisystemkrankheiten verantwortlich. Allen Organen gemeinsam ist die Abhängigkeit von der mitochondrialen Energieversorgung.
Ernährung und Vitalstoffe
Den Mitochondrien und allen anderen Organen mangelt es an Vitalstoffen, weil sie seit Einsatz von Kunstdüngern vor ca. 40 Jahren in den Ackerböden zur Gesunderhaltung in nicht mehr ausreichenden Konzentrationen vorkommen.
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