Demenz und Alzheimer: Eine Differenzierung

Die Begriffe Demenz und Alzheimer werden oft synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Bedeutungen haben. Demenz ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Symptomen, die das Gedächtnis, das Denken und andere geistige Fähigkeiten beeinträchtigen. Alzheimer hingegen ist eine spezifische Erkrankung und die häufigste Ursache für Demenz. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer zu verstehen, um eine genaue Diagnose und eine angemessene Behandlung zu gewährleisten.

Was ist Demenz?

Demenz (von lat. „Dementia“ - zu Deutsch: Torheit, Wahnsinn) ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet „ohne Geist“. Demenz ist ein Sammelbegriff für jene neurologischen und neurophysiologischen Erkrankungen, die mit einer Minderung der geistigen Fähigkeiten des Menschen einhergehen. Kennzeichnend für die Erkrankung ist der fortschreitende Verlust geistiger Fähigkeiten. Bereits kurz nach dem Ausbruch treten erste Schwierigkeiten mit dem Kurzzeitgedächtnis und der Merkfähigkeit auf. Im weiteren Verlauf wird auch das Langzeitgedächtnis zunehmend beeinträchtigt, bis selbst die letzten Erinnerungen verblassen.

Es handelt sich um ein Muster von Symptomen, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Eine Demenz führt dazu, dass sich verschiedene geistige Fähigkeiten im Vergleich zum früheren Zustand verschlechtern.

Formen der Demenz

Es gibt verschiedene Formen von Demenz, darunter:

  • Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer): Die Alzheimer-Krankheit, Fachbegriff Morbus Alzheimer, wurde nach ihrem Entdecker Alois Alzheimer benannt und macht etwa zwei Drittel aller Demenzfälle aus, was sie zur häufigsten Demenzform macht. Es handelt sich um eine bislang unheilbare Erkrankung des Gehirns, die zu einer allmählichen Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit führt. Wissenschaftler:innen verstehen Morbus Alzheimer heute etwas besser als noch vor einigen Jahrzehnten und wissen, dass schädliche Proteinablagerungen im Gehirn (Beta-Amyloid-Ablagerungen und Fibrillen aus Tau) für die Krankheit typisch sind.
  • Vaskuläre Demenz (VaD): Die vaskuläre Demenz (VaD) ist eine Form der Demenz, die durch Schädigung der Blutgefäße im Gehirn verursacht wird. Diese Schädigung kann durch einen Schlaganfall, eine Verengung der Blutgefäße oder eine Verstopfung der Blutgefäße entstehen.
  • Frontotemporale Demenz (FTD): Die frontotemporale Demenz (FTD) ist eine neurodegenerative Erkrankung, die durch den Abbau von Nervenzellen in den Frontal- und Temporallappen des Gehirns gekennzeichnet ist. Diese Regionen sind für die Kontrolle von Verhalten, Sprache und Emotionen sowie für die Verarbeitung von Sprache und sozialen Informationen wichtig.
  • Demenz mit Lewy-Körperchen (DLB): Die Demenz mit Lewy-Körperchen (DLB) ist eine Form der Demenz, die durch das Vorhandensein von sogenannten Lewy-Körperchen im Gehirn verursacht wird. Lewy-Körperchen sind abnormale Ablagerungen von Proteinen in den Nervenzellen, die die normale Funktion des Gehirns beeinträchtigen können.
  • Weitere Demenzformen: Zu den Demenz-Krankheiten zählen u. a. die Demenz bei Morbus Parkinson, die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, das Korsakow-Syndrom oder die Chronische Traumatische Enzephalopathie (CTE).

Nicht immer lässt sich genau abgrenzen, welche Demenzform konkret vorliegt. Dazu kommt, dass auch Mischformen unterschiedlicher Demenzen möglich sind - insbesondere die Alzheimer-Demenz und die vaskuläre Demenz treten häufig gemeinsam auf.

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Symptome der Demenz

Gedächtnisstörungen, Orientierungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten: Demenzerkrankungen gehen mit einer Reihe von Symptomen einher, die je nachdem, wo das Gehirn geschädigt ist und in welchem Stadium sich die Demenzerkrankung befindet, stark variieren können. Die anfänglichen Symptome der unterschiedlichen Demenzformen sind sehr ähnlich, ihr Krankheitsverlauf jedoch nicht.

Die Symptome einer Demenz können je nach Form variieren, aber einige häufige Symptome sind:

  • Gedächtnisverlust: Störungen des Kurzzeitgedächtnisses (z. B. Demenz ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet „ohne Geist“). Eines der Hauptsymptome einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung ist eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, die sich auf das tägliche Leben auswirkt. Diese Vergesslichkeit äußert sich beispielsweise darin, dass wichtige Termine vergessen, der Herd nicht ausgeschaltet oder der Alltag nur mit Hilfe von Merkzetteln bewältigt werden kann.
  • Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen: Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen. Den Betroffenen fällt es schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren oder etwas vorausschauend zu planen und umzusetzen. Sie brauchen für vieles mehr Zeit als zuvor. Probleme tauchen beispielsweise beim Kochen oder Backen nach bekannten Rezepten, beim Umgang mit Zahlen oder beim Bezahlen von Rechnungen auf.
  • Sprachprobleme: Vielen Menschen mit Demenzerkrankungen fällt es schwer, einem Gespräch zu folgen und sich aktiv daran zu beteiligen. Sie verlieren den Faden, verwenden unpassende Füllwörter oder haben Wortfindungsprobleme.
  • Verwirrung: „In meiner täglichen Arbeit sehe ich den Unterschied zwischen Alzheimer und anderen Formen von Demenz deutlich. Bei Alzheimer-Patienten bemerke ich oft eine stärkere Desorientierung und Verwirrung. Es ist eine Herausforderung, aber es ist auch sehr erfüllend, diesen Menschen zu helfen und ihren Alltag zu erleichtern.“
  • Verhaltensänderungen: Starke Stimmungsschwankungen ohne erkennbaren Grund können eine Folge einer Alzheimer-Erkrankung sein. Bei vaskulärer Demenz stehen allgemeine Denkschwierigkeiten im Vordergrund, während für die frontotemporale Demenz Veränderungen der Persönlichkeit und Auffälligkeiten im zwischenmenschlichen Verhalten typisch sind.

Ursachen der Demenz

Die Ursachen für Demenz sind vielfältig und hängen von der jeweiligen Form ab. Einige häufige Ursachen sind:

  • Neurodegenerative Erkrankungen: Alzheimer ist eine hirnorganische Krankheit, bei der in einem schleichenden Prozess die Nervenzellen im Gehirn absterben. Studien haben ergeben, dass dafür kleine Ablagerungen von Eiweiß im Gehirn größtenteils verantwortlich gemacht werden können. Eine weitere Ursache liegt im Ungleichgewicht von Glutamat im Gehirn sowie eine Zerstörung der Übertragungsstellen.
  • Vaskuläre Schäden: Die vaskuläre Demenz folgt mit ca. 15%. Der Unterschied besteht in ihren Ursachen: Während Morbus Alzheimer durch den Verlust von Nervenzellen und Gehirngewebe aufgrund von Tau-Fibrillen und Beta-Amyloid-Plaques entsteht, wird bei der Demenz-Krankheit das Gehirn durch Durchblutungsstörungen geschädigt.
  • Lewy-Körperchen: Die Demenz mit Lewy-Körperchen wurde erst spät als eigenständige Form der Demenz deklariert, da sie Alzheimer in einigen Punkten gleicht.
  • Genetische Faktoren: Es gibt einige Formen von Demenz, bei denen eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Zum Beispiel kann die Alzheimer-Krankheit aufgrund von Veränderungen in bestimmten Genen in einigen Familien vererbt werden. Diese Fälle sind jedoch selten und machen nur einen kleinen Prozentsatz aller Alzheimer-Fälle aus.

Diagnose der Demenz

Die Diagnose von Demenzerkrankungen lässt sich bei den meisten Betroffenen mit einfachen Mitteln stellen. Auch die Alzheimer-Krankheit kann mit geringem diagnostischen Aufwand gut erkannt werden. Die Ärztin oder der Arzt muss bei Patientinnen und Patienten mit Störungen des Gedächtnisses, der Orientierung, der Sprache oder des Denk- und Urteilsvermögens eine sorgfältige Untersuchung durchführen, um behebbare Ursachen dieser Leistungsstörungen auszuschließen, einen individuell abgestimmten Behandlungsplan zu entwerfen und die Betroffenen und ihre Familien aufzuklären und zu beraten. Sofern Warnsignale vorliegen, zum Beispiel Vergesslichkeit für wiederkehrende Ereignisse und alltägliche Begebenheiten, Wortfindungsstörungen oder Orientierungseinbußen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gerade bei leichten, beginnenden Einbußen ist es empfehlenswert, - nach Absprache mit dem Hausarzt - einen Facharzt (Neurologe bzw. Psychiater) oder eine Gedächtnissprechstunde aufzusuchen.

Behandlung der Demenz

Es gibt derzeit keine Therapie, mit der eine Demenz gestoppt werden kann. In der Behandlung von Menschen mit einer Demenzerkrankung spielen auch Medikamente eine wichtige Rolle. Sie werden in erster Linie zur Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit und der Alltagsbewältigung sowie zur Milderung von psychischen und verhaltensbezogenen Symptomen eingesetzt. Neben der medikamentösen ist die nicht-medikamentöse Behandlung von Menschen mit Demenz von großer Bedeutung. Sie kann die geistige Leistungsfähigkeit und Alltagsfähigkeiten fördern, Verhaltensstörungen abschwächen und das Wohlbefinden verbessern.

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Was ist Alzheimer?

Alzheimer ist eine spezifische Form der Demenz, die durch den Abbau von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Bei Alzheimer sterben Nervenzellen im Gehirn ab, wodurch das Gehirn um bis zu 20% schrumpfen kann. Das Absterben der Nervenzellen führt zudem zur Bildung von Eiweißablagerungen im Gehirn.

Alzheimer gilt als die extremste Form der Demenz. Das Krankheitsbild verschlimmert sich mit Voranschreiten der Krankheit zunehmend.

Ursachen von Alzheimer

Die genauen Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind noch nicht vollständig erforscht. Im Gehirn von Menschen mit Alzheimer lagern sich schädliche Proteine wie Amyloid-beta ab. Eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung scheinen aber bestimmte Proteinablagerungen im Gehirn zu spielen, die sich im Anfangsstadium vorrangig im Hippocampus bilden - jenem Hirnbereich, der für das Gedächtnis zuständig ist. Nach und nach sterben Nervenzellen ab.

Symptome von Alzheimer

Hauptmerkmale der Alzheimer-Krankheit sind Gedächtnisstörungen und eine Veränderung der Wahrnehmung.

Erkrankte haben anfänglich mit Vergesslichkeit zu kämpfen. Das Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr richtig. Später wird auch das Langzeitgedächtnis immer weiter beeinträchtigt. Es kann auch zu Veränderungen der Persönlichkeit kommen. Viele Alzheimer-Patienten haben zudem Probleme beim Sprechen und Schlucken. Sie können sich nicht mehr richtig ausdrücken, wodurch die Kommunikation erschwert wird. Ihre Wahrnehmung und Orientierung leiden ebenfalls unter dem Verlust des Gedächtnisses. Planerisches Denken und Handeln fällt Erkrankten ebenfalls schwer.

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Stadien von Alzheimer

Eine Erkrankung an Alzheimer verschlimmert sich mit der Zeit und schreitet im Verlauf immer schneller voran.

  • Stufe 1: Es liegt keine Beeinträchtigung vor. Es sind noch keine Anzeichen von Alzheimer zu erkennen.
  • Stufe 2: Das Wahrnehmungsvermögen ist sehr leicht gemindert. Dies kann möglicherweise altersbedingt sein. Es sind keine Anzeichen von Alzheimer zu erkennen.
  • Stufe 3: Das Wahrnehmungsvermögen ist leicht gemindert. Es treten erste Schwierigkeiten auf, wie zum Beispiel das Vergessen von Namen, gerade Gelesenem oder kürzlich Erlebtem. Es zeigen sich erste Symptome von Alzheimer.
  • Stufe 4: Das Wahrnehmungsvermögen ist mäßig gemindert. Symptome von Alzheimer werden erkennbar. Für diese Stufe typisch sind Erinnerungslücken an die eigene Vergangenheit, schlechte Stimmung und Schwierigkeiten bei Rechen- oder anderen komplexen Aufgaben wie dem Planen einer Feier.
  • Stufe 5: Das Wahrnehmungsvermögen ist mittelschwer gemindert. Es treten auffällig viele Gedächtnis- und Denklücken auf. Erkrankte brauchen erste Hilfestellungen im Alltag. Sie können Probleme haben, sich an ihre Telefonnummer zu erinnern, vergessen welcher Tag ist oder wo sie gerade sind.
  • Stufe 6: Das Wahrnehmungsvermögen ist schwerwiegend gemindert. Das Gedächtnis wird zunehmend schlechter. Es können erste Persönlichkeitsveränderungen auftreten. Symptome sind beispielsweise das Vergessen des eigenen Namens oder das Nichterkennen von bekannten Personen.
  • Stufe 7: Das Wahrnehmungsvermögen ist sehr schwer gemindert. Betroffene können sich nicht mehr mitteilen und ihre Bewegungen kontrollieren.

Diagnose von Alzheimer

Die Diagnose von Alzheimer erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus:

  • Körperliche Untersuchung: Die Ärztin oder der Arzt muss bei Patientinnen und Patienten mit Störungen des Gedächtnisses, der Orientierung, der Sprache oder des Denk- und Urteilsvermögens eine sorgfältige Untersuchung durchführen, um behebbare Ursachen dieser Leistungsstörungen auszuschließen, einen individuell abgestimmten Behandlungsplan zu entwerfen und die Betroffenen und ihre Familien aufzuklären und zu beraten.
  • Neurologische Untersuchung: Sofern Warnsignale vorliegen, zum Beispiel Vergesslichkeit für wiederkehrende Ereignisse und alltägliche Begebenheiten, Wortfindungsstörungen oder Orientierungseinbußen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Kognitive Tests: Gerade bei leichten, beginnenden Einbußen ist es empfehlenswert, - nach Absprache mit dem Hausarzt - einen Facharzt (Neurologe bzw. Psychiater) oder eine Gedächtnissprechstunde aufzusuchen.
  • Bildgebende Verfahren: Im Gehirn von Menschen mit Alzheimer lagern sich schädliche Proteine wie Amyloid-beta ab.

Behandlung von Alzheimer

Es gibt derzeit keine Heilung für Alzheimer. Es gibt jedoch Behandlungen, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Für die Alzheimer-Behandlung sind verschiedene Wirkstoffe zugelassen, darunter sogenannte Cholinesterase-Hemmer. Sie beeinflussen genau die Botenstoffe im Gehirn, die für die Gedächtnisfunktion eine zentrale Rolle spielen, und können den Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit leicht verzögern. Bei anderen Demenzformen wirken diese Medikamente in der Regel nicht.

Neu sind monoklonale Antikörper. Ein Wirkstoff wurde in diesem Jahr in der EU zugelassen. Er richtet sich gezielt gegen Amyloid-beta-Ablagerungen im Gehirn - eine der vermuteten Ursachen der Alzheimer-Krankheit. Damit steht nun eine Alzheimer-Therapie zur Verfügung, die nicht nur symptomatisch wirkt, sondern ursächlich in den Krankheitsprozess eingreift.

Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz mit Lewy-Körperchen

Die Alzheimer-Demenz und die Lewy-Körperchen-Demenz sind sich ebenfalls in vielen Merkmalen ähnlich, weshalb letztere lange Zeit gar nicht als eigenständige Erkrankung galt. Inzwischen ist sie als solche anerkannt, denn es gibt auch Unterschiede zwischen Alzheimer & Demenz mit Lewy-Körperchen. Die wichtigsten sind:

  • Der Zustand von Alzheimer-Patienten verschlechtert sich langsam und mehr oder weniger stetig. Der Verlauf der Lewy-Körperchen-Demenz ist dagegen oft schwankend, vor allem, was die Aufmerksamkeit betrifft.
  • Gedächtnisstörungen zeigen sich bei Alzheimer schon früh, bei Lewy-Body-Demenz oft erst spät.
  • Visuelle Halluzinationen, wie sie bei der Lewy-Körperchen-Demenz sehr häufig und früh auftreten, sind bei Alzheimer selten frühe Symptome.
  • Die Lewy-Body-Demenz geht oft und früh mit Parkinson-ähnlichen Symptomen (extrapyramidale Bewegungsstörungen) einher, besonders mit Muskelsteifheit (Rigor). Bei Alzheimer treten eher erst später auf. Menschen mit Lewy-Körperchen-Demenz leiden dagegen unter wiederholtem Bewusstseinsverlust und Schlafstörungen (unter anderem mit tatsächlicher Handlung der Trauminhalte).
  • Die Überempfindlichkeit gegen Neuroleptika (Mittel gegen Halluzinationen, Wahn, Verwirrung etc.) ist ein weiterer deutlicher Unterschied zwischen Alzheimer und der Demenz mit Lewy-Körperchen: Menschen mit Lewy-Body-Demenz vertragen diese Medikamente schlecht oder gar nicht, da sie schwere motorische Nebenwirkungen wie Rigor, Tremor oder sogar akinetische Krisen auslösen können. Daher sind typische und die meisten atypischen Antipsychotika bei ihnen kontraindiziert.

Allerdings sind Antipsychotika bei älteren Menschen mit Demenz generell mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen wie Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Lungenentzündungen verbunden.

In der Praxis ist der Unterschied Alzheimer - Demenz vom Lewy-Body-Typ aber nicht immer so klar. Man hat nämlich inzwischen eine Alzheimer-Variante entdeckt, bei der sich im Gehirn nicht nur Alzheimer-Plaques, sondern auch Lewy-Körperchen bilden. Die Symptomatik kann sich dann überlappen.

Leben mit Demenz und Alzheimer

Demenz, also der allmähliche Verlust der kognitiven Fähigkeiten, betrifft Millionen Menschen weltweit und stellt eine große Herausforderung dar - für die Betroffenen und ihre Angehörigen ebenso wie für Medizin und Gesellschaft. Der Verlauf einer Demenz erfolgt meist in mehreren Stadien, die die zunehmende Verschlechterung der kognitiven und körperlichen Fähigkeiten beschreiben.

Die Pflege von Menschen mit Demenz kann eine herausfordernde Aufgabe sein, die sowohl physische als auch emotionale Belastungen mit sich bringt. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie nicht allein sind und es viele Ressourcen gibt, die Unterstützung und Entlastung bieten können.

Tipps für den Umgang mit Demenzkranken

  • Schaffen Sie eine sichere und komfortable Umgebung: Wie kann der Alltag mit Menschen mit Demenz gestaltet werden? Welche Beschäftigungen machen Spaß und Freude? Wie können Fähigkeiten gefördert, aber Stress und Leistungsdruck vermieden werden?
  • Kommunizieren Sie klar und einfach: Vielen Menschen mit Demenzerkrankungen fällt es schwer, einem Gespräch zu folgen und sich aktiv daran zu beteiligen. Sie verlieren den Faden, verwenden unpassende Füllwörter oder haben Wortfindungsprobleme.
  • Seien Sie geduldig und verständnisvoll: Demenzsymptome immer abklären lassen. Wichtig: Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen bei Ihnen oder einem Familienmitglied wiederholt auftreten, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. So können Sie frühzeitig Hilfe bekommen, wenn es sich um eine beginnende Alzheimer-Krankheit oder eine andere Form der Demenz handelt.
  • Fördern Sie die Selbstständigkeit: Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, verlieren oft Dinge oder legen sie an ungewöhnliche Orte. Sie können gedanklich nicht mehr zurückverfolgen, wo sie etwas hingelegt haben.
  • Suchen Sie Unterstützung: Projekte. Jeder kann Demenz Partner werden - egal ob jung oder alt, berufstätig oder im Ruhestand, egal ob man einen Menschen mit Demenz persönlich kennt oder nicht. Nehmen Sie an einem der 90-minütigen kostenlosen Kompaktkurse bei Ihnen in der Nähe teil, besuchen Sie ein Online-Seminar oder nutzen Sie unsere E-Learning-Angebote.

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