0800 Nerv Mich Net: Was steckt dahinter?

Die Frage "0800 nerv mich net was ist das" führt in ein weites Feld von Themen, die von unerwünschten Werbeanrufen bis hin zu den Belastungen durch Krankheiten und alltäglichen Ärgernissen reichen. Es geht um die Suche nach Ruhe, Entspannung und Lösungen für störende Einflüsse im Leben.

Polyneuropathie: Wenn Nerven verrückt spielen

Ein konkretes Beispiel für etwas, das "nervt", ist die Polyneuropathie. Es handelt sich um eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, also der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Diese Nerven sind für die Wahrnehmung von Berührungen, Temperatur oder Schmerzempfindungen sowie für die Steuerung der Muskelbewegungen zuständig.

Ursachen und Symptome

Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven geschädigt, was die Signalübertragung zwischen Gehirn, Rückenmark und den übrigen Körperregionen beeinträchtigt. Dies kann sich in vielfältigen Symptomen äußern:

  • Missempfindungen: Kribbeln, Stechen, Taubheitsgefühle in Füßen, Zehen, Armen und Händen.
  • Eingeschränkte Wahrnehmung: Hitze, Kälte und Schmerzen werden nur noch abgeschwächt oder gar nicht mehr wahrgenommen.
  • Motorische Störungen: Muskelschwäche oder Lähmungen, besonders in den Beinen und Füßen, manchmal auch in Armen und Händen; schmerzhafte Muskelkrämpfe.
  • Vegetative Störungen: Kreislaufprobleme wie Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen; Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall oder Inkontinenz.
  • Sexuelle Funktionsstörungen: Bei Männern Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten; bei Frauen geringere Empfindlichkeit im Intimbereich.

Häufig beginnt die Polyneuropathie in den Füßen und breitet sich allmählich aus. Diabetes ist eine häufige Ursache, da ein hoher Blutzuckerspiegel die Nerven schädigen kann. Weitere Auslöser sind Infektionen (z.B. Borrelien oder Herpes zoster Viren), Autoimmunreaktionen (z.B. Guillain-Barré-Syndrom oder CIDP), Stoffwechselkrankheiten, Vitaminmangel, erbliche Faktoren oder Medikamente (insbesondere Chemotherapie bei Krebserkrankungen). Auch Alterungsprozesse können eine Rolle spielen.

Der Fall Christian: Polyneuropathie als Folge der Chemotherapie

Christian, ein Darmkrebspatient, erfuhr am eigenen Leib, wie belastend eine Polyneuropathie sein kann. Als Nebenwirkung seiner Chemotherapie entwickelte er Taubheitsgefühle in Händen und Füßen. Dies beeinträchtigte seinen Alltag erheblich: Gegenstände in der Tasche suchen wurde zur Herausforderung, und auch sein Hobby, das Fotografieren, litt darunter.

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Was können Betroffene tun?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Polyneuropathie umzugehen und die Beschwerden zu lindern:

  • Gründliche Körperkontrolle: Füße und Hände auf Rötungen, kleine Schnitte oder Druckstellen untersuchen.
  • Passendes Schuhwerk: Weiche Schuhe ohne harte Nähte tragen und vor dem Anziehen auf Fremdkörper kontrollieren.
  • Vorsicht mit Hitze und Kälte: Wassertemperaturen mit einem Thermometer prüfen und auf Wärmflaschen oder Heizdecken verzichten.
  • Richtige Hautpflege: Regelmäßiges Eincremen hält die Haut geschmeidig und schützt vor Rissen.
  • Ärztliche Beratung: Bei Auffälligkeiten wie Wunden oder Entzündungen frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

Diagnostik und Therapie

Die Diagnose von Polyneuropathie umfasst eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung (Reizempfinden, Geh- und Stehvermögen, Muskelstärke, Reflexe) sowie elektrophysiologische Untersuchungen (Elektroneurographie, Elektromyographie). In einigen Fällen ist auch eine Lumbalpunktion erforderlich.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Polyneuropathie. Bei Diabetes ist eine gute Blutzuckereinstellung wichtig. Entzündungen werden mit Antibiotika oder antiviralen Medikamenten behandelt, Autoimmunreaktionen mit Cortison oder Immunglobulinen. Bei Alkohol als Auslöser ist ein konsequenter Verzicht erforderlich. Vitaminmangel kann durch Ernährungsumstellung oder Nahrungsergänzungsmittel behoben werden.

Zusätzlich zur Ursachenbehandlung ist die Linderung der Beschwerden wichtig. Gegen Schmerzen helfen spezielle Medikamente, die ursprünglich gegen Epilepsie oder Depressionen entwickelt wurden. Physikalische Therapie (Physiotherapie, Gleichgewichts- und Gehtraining, gelenkschonende Sportarten) kann Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht verbessern. Bei starkem Kraftverlust oder unsicherem Gang können Schienen oder orthopädische Einlagen Stabilität bieten. Ein sicheres Wohnumfeld mit rutschfesten Böden und guter Beleuchtung trägt zur Sturzprävention bei.

Selbsthilfe und Unterstützung

Polyneuropathie ist nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Herausforderung. Achtsame Selbstfürsorge, therapeutische Begleitung und der Austausch mit anderen Betroffenen (z.B. über Selbsthilfegruppen) können helfen, die Lebensqualität zu bewahren.

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Lungenkrebs: Behandlungsmöglichkeiten und Nebenwirkungen

Ein weiteres Thema, das Betroffene und Angehörige stark belasten kann, ist Lungenkrebs. Für Patientinnen oder Patienten mit Lungenkrebs kommen folgende Behandlungen infrage: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, zielgerichtete Therapie und Immuntherapie.

Therapieansätze im Überblick

Die Wahl der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Tumor-Typ, Stadium und die Eigenschaften des Tumors. Ärztinnen und Ärzte entscheiden zusammen mit den Betroffenen über die bestmögliche Therapie für die individuelle Erkrankungssituation. Auch belastende Symptome sind behandelbar, und ihre Linderung kann die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten verbessern.

Operation

In frühen Erkrankungsstadien entfernen Ärzte in der Regel den befallenen Lungenlappen und die damit verbundenen Lymphknoten (Lobektomie). Manchmal ist dies jedoch nicht möglich, beispielsweise aufgrund von Begleiterkrankungen oder eingeschränkter Lungenfunktion. In solchen Fällen können Ärzte eine Untereinheit des Lungenlappens entfernen (Segmentresektion) oder bei sehr kleinen Tumoren im Randbereich der Lunge nur den betroffenen Abschnitt entfernen (Keilresektion).

Chemotherapie

Die meisten Betroffenen erhalten die Medikamente über eine Infusion in eine Vene. Dadurch verteilen sich die Wirkstoffe über den Blutkreislauf im ganzen Körper und können auch auf Krebszellen wirken, die weit entfernt vom ursprünglichen Tumor sind. Ist absehbar, dass man mehrere Zyklen einer Chemotherapie bekommen wird, kann man sich einen Port unter die Haut einsetzen lassen, um die Gefahr einer Reizung der Blutgefäße zu verringern.

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird energiereiche Strahlung zielgenau auf den Tumor gerichtet, um die Krebszellen zu schädigen. Es gibt verschiedene Bestrahlungstechniken, die an die Situation der oder des Betroffenen angepasst werden. Dazu gehören die konventionelle Fraktionierung, die hyperfraktionierte, akzelerierte Strahlentherapie und die stereotaktische Bestrahlung.

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Zielgerichtete Therapie und Immuntherapie

Beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs setzen Ärztinnen und Ärzte die zielgerichtete Therapie und Immuntherapie bislang vor allem in fortgeschrittenen Stadien ein, entweder allein oder in Kombination mit einer Chemotherapie oder einem weiteren zielgerichteten Medikament. Manche Betroffene erhalten eine Immuntherapie oder zielgerichtete Therapie nach der Operation und anschließender Chemo oder nach einer Radiochemotherapie über einen längeren Zeitraum (Konsolidierungstherapie), um das Rückfallrisiko zu senken.

Mögliche Nebenwirkungen

Alle diese Behandlungen können Nebenwirkungen haben. Bei der Operation kann es zu Luft- oder Wundsekretansammlungen im Brustraum kommen, und manche Betroffene brauchen in der ersten Zeit nach der Operation Hilfe beim Atmen durch ein Beatmungsgerät. Die Chemotherapie kann gesunde Zellen angreifen, was sich besonders dort bemerkbar macht, wo sich gesunde Zellen schnell teilen: im Mund, im Verdauungstrakt, im Intimbereich, bei der Blutbildung oder an Haaren und Nägeln. Die Strahlentherapie kann zu einer Reizung der Speiseröhre führen, und auch die Haut im Strahlungsfeld kann Reaktionen zeigen. Zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien können Nebenwirkungen an Haut, Schilddrüse oder Darm sowie schwere, therapiebedingte Müdigkeit (Fatigue) verursachen.

Fragen an die Ärzte

Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten ihre Fragen und Sorgen mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprechen. Mögliche Fragen sind:

  • Wie groß ist die Chance, dass die Behandlung bei mir wirkt?
  • Brauche ich neben der vorgeschlagenen Behandlung noch zusätzliche Therapien?
  • Mit welchen Nebenwirkungen und Einschränkungen muss ich bei der vorgeschlagenen Behandlung rechnen?
  • Gibt es eine andere Behandlungsmöglichkeit, die weniger belastend und ähnlich wirksam ist?
  • Was ist, wenn ich mich nicht behandeln lasse?
  • Was für Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn ich Symptome wie Schmerzen oder Atemnot bekomme?
  • Was kann ich selbst tun, um den Behandlungserfolg zu unterstützen?
  • Gibt es weitere Unterstützungsmöglichkeiten, die ich in Anspruch nehmen kann?

Belastende Symptome lindern

Auch belastende Symptome wie Husten, Bluthusten und Atemnot können behandelt werden, um die Lebensqualität von Lungenkrebspatienten zu verbessern. Es gibt verschiedene Medikamente gegen Husten, und bei Atemnot kann Atemtraining helfen.

Alltägliche Ärgernisse und Ablenkungen

Neben schweren Erkrankungen gibt es auch alltägliche Ärgernisse, die "nerven" können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Unerwünschte Werbeanrufe: Viele Menschen fühlen sich durch aufdringliche Werbeanrufe belästigt.
  • Überfüllte Bahnen: Gerade am Wochenende kann es in öffentlichen Verkehrsmitteln sehr eng und unangenehm werden.
  • Unangenehme Gerüche: In Zügen oder anderen öffentlichen Räumen können störende Gerüche die Reise verderben.
  • Technische Probleme: Verbindungsprobleme mit dem Internet oder Fernseher können im Alltag sehr frustrierend sein.
  • Falsche Versprechungen: Beim Verkauf von Gegenständen über Online-Plattformen kann es zu unseriösen Angeboten oder Betrugsversuchen kommen.

Alzheimer-Krankheit: Wenn das Gedächtnis schwindet

Ein weiteres Thema, das viele Menschen beschäftigt, ist die Alzheimer-Krankheit. Bei dieser Erkrankung sterben nach und nach Nervenzellen im Gehirn ab, was zu einem fortschreitenden Verlust der geistigen (kognitiven) Fähigkeiten führt.

Ursachen und Symptome

Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind noch nicht vollständig geklärt, aber es gibt Hinweise auf verschiedene Faktoren, die eine Rolle spielen:

  • Amyloid-Plaques: Im Gehirn von Menschen mit Alzheimer sammeln sich übermäßig viel Amyloid-beta zwischen den Gehirnzellen an und bilden kleinere, giftige Klumpen (Oligomere) und riesige Zusammenlagerungen (Plaques).
  • Tau-Fibrillen: Im Inneren der Gehirnzellen sorgt das Tau-Protein für die Stabilität und Nährstoffversorgung. Bei der Alzheimer-Krankheit ist das Tau-Protein chemisch so verändert, dass es seiner Funktion nicht mehr nachkommen kann und eine fadenförmige Struktur bildet.
  • Fehlfunktionen von Gliazellen: Gliazellen schützen und unterstützen die Nervenzellen im Gehirn. Fehlfunktionen von Mikrogliazellen und Astrozyten könnten an der Entstehung und Verbreitung der Alzheimer-Krankheit beteiligt sein.

Ein typisches Frühsymptom der Alzheimer-Krankheit sind Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis. Weitere Symptome sind Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, Dinge zu planen und zu organisieren.

Forschung und Therapie

Überall auf der Welt arbeiten Forscherinnen und Forscher daran, Antworten darauf zu finden, wie Alzheimer entsteht, wie es verhindert oder geheilt werden kann. Bisher gibt es jedoch noch keine Heilung für die Alzheimer-Krankheit. Moderne Antikörper-Medikamente können zwar die Amyloid-Plaques entfernen und damit den Krankheitsverlauf etwas verzögern, aber den kognitiven Abbau dauerhaft aufhalten lässt sich damit nicht.

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