ACTH-bedingte Ursachen für erhöhte Krampfanfälle

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, von der weltweit etwa 1 % der Bevölkerung betroffen ist. In Deutschland leiden schätzungsweise ebenso viele Menschen darunter. Epilepsie ist gekennzeichnet durch wiederholte, kurze, plötzliche Funktionsstörungen des Gehirns, die sich in Form von Krampfanfällen äußern.

Was ist bei einem Anfall zu tun?

Wenn Sie Zeuge eines epileptischen Anfalls werden, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können, um der betroffenen Person zu helfen:

  1. Ruhe bewahren, nicht davonrennen.
  2. Den Betroffenen gegebenenfalls aus einem Gefahrenbereich entfernen.
  3. Beengende Kleidungsstücke am Hals lösen.
  4. Kopf polstern.
  5. Krampferscheinungen nicht unterdrücken, den Betroffenen nicht aufrichten, verkrampfte Hände nicht öffnen oder festhalten, Kiefer nicht gewaltsam öffnen, keine Gegenstände zwischen die Zähne schieben.
  6. Keine Unterbrechungsversuche: Nicht schütteln, klopfen oder anschreien.
  7. Patient nach dem Anfall in stabile Seitenlage bringen, damit eventuell Speichel abfließen kann.
  8. Nach dem Anfall bzw. Wiedererlangen des normalen Bewusstseins Hilfe und Begleitung anbieten.
  9. Wichtig ist auch, die Dauer des Anfalls zu registrieren.

In den meisten Fällen dauern Anfälle ein bis zwei Minuten.

Auslöser für epileptische Anfälle

Verschiedene Faktoren können epileptische Anfälle auslösen. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

  • Schlafmangel
  • Alkoholgenuss
  • Flackerlicht in der Disco
  • Stress
  • Überanstrengung
  • Fieberhafte Infekte
  • Auslassen oder Vergessen von Antiepileptika

Epilepsie und geistige Behinderung

Es besteht eine Korrelation zwischen geistiger Behinderung und Epilepsie. Geistig behinderte Menschen sind häufiger von Epilepsie betroffen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Epilepsie nur selten Defizite in Intelligenz oder Gedächtnis verursacht. Nur bei wenigen Syndromen kommt es mit Einsetzen der Erkrankung zu einem Entwicklungsknick oder zu einem Entwicklungsrückgang.

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Berufswahl und Arbeitsleben mit Epilepsie

Junge Menschen mit Epilepsie sollten sich frühzeitig, idealerweise ein bis zwei Jahre vor dem Schulabschluss, mit der Berufswahl auseinandersetzen. Es ist ratsam, gemeinsam mit den Eltern und dem behandelnden Arzt folgende Fragen zu klären:

  • Sind die Vorstellungen über den späteren Beruf realistisch?
  • Werden besondere Stärken, Fähigkeiten und Eignungen beachtet?
  • Bestehen neben der Epilepsie weitere Beeinträchtigungen, die die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz erschweren?
  • Wie stark könnte ein Anfall im gewünschten Ausbildungsberuf mich und andere gefährden?

Schulabgänger, die nicht anfallsfrei sind, benötigen unbedingt eine spezielle Berufsberatung. Eine Beratung durch einen Sozialarbeiter in einer Epilepsieberatungsstelle oder in einem spezialisierten Epilepsiezentrum kann ebenfalls hilfreich sein. Auch wenn keine anerkannte Schwerbehinderung vorliegt, besteht die Möglichkeit der Erstausbildung unter beruflichen Rehabilitationsbedingungen mit besonderen Hilfen.

Im Berufsleben gelten für schwerbehinderte/gleichgestellte Arbeitnehmer besondere Schutzbestimmungen, wie z.B. ein besonderer Kündigungsschutz. Beim Integrationsamt können Leistungen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben nach SGB IX beantragt werden.

Im Bewerbungsschreiben sollte die Epilepsie generell nicht erwähnt werden. Es ist jedoch wichtig, sich vor dem Bewerbungsgespräch mit den Gefährdungskategorien auseinanderzusetzen und gegebenenfalls eine Empfehlung des behandelnden Arztes vorzulegen.

Bildschirmarbeit und Epilepsie

Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass flackerndes Licht von Bildschirm oder Computer bei epilepsiekranken Menschen Anfälle auslöst. Dieses Risiko betrifft jedoch nur die relativ seltenen photosensitiven Epilepsien. Selbst hier ist es zumeist nicht der Bildschirm, der den Anfall auslöst, sondern das, was darauf zu sehen ist: Flackernde, sich wiederholende Muster können Anfälle auslösen. Patienten mit einer photosensiblen Epilepsie sollten bei Verwendung von Röhrenbildschirmen auf eine Bildwiederholungsrate von mindestens 70 Hz achten.

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Führerschein und Epilepsie

Die Regelungen bezüglich Führerschein und Epilepsie sind komplex und können sich ändern. Es ist ratsam, sich bei der Epilepsieberatungsstelle oder dem Fachkrankenhaus nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Flugreisen und Epilepsie

Flugreisen an sich bergen kein erhöhtes Anfallsrisiko. Dennoch sollten vor Antritt einer Flugreise einige Punkte beachtet werden:

  • Mitnahme der Medikamente: Nehmen Sie ausreichend Antiepileptika sowie eventuell erforderliche Notfallmedikamente im Handgepäck mit. Aus einer ärztlichen Bescheinigung sollte hervorgehen, welche Medikamente Sie in welcher Dosis einnehmen. Sinnvoll ist es auch, einen internationalen Notfallausweis oder ein SOS-Amulett leicht auffindbar bei sich zu tragen.
  • Zusatzmedikation: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die einmalige Einnahme eines beruhigenden Medikamentes vor dem Flug sinnvoll ist. Auch können Sie einem Schlafmangel, der sich üblicherweise aus der Zeitverschiebung bei längeren Flügen ergibt, medikamentös vorbeugen.
  • Zeitverschiebung: Bei Flügen mit längeren Zeitverschiebungen kann entweder die Medikamenten-Einnahme im selben Rhythmus nach MEZ beibehalten werden. Wenn sich der Termin dadurch in die Nacht verschieben würde, sollten Sie ihn bei längeren Reisen nach Rücksprache mit dem Arzt an die neue Ortszeit anpassen.
  • Regeln der Fluggesellschaften: Informieren Sie sich rechtzeitig über die Anforderungen der jeweiligen Fluggesellschaft für den Transport von Passagieren mit Epilepsie.

Alkohol und Epilepsie

Gelegentlicher Konsum von Alkohol in niedrigeren Mengen erhöht nicht die Anfallsfrequenz und bewirkt auch keine signifikanten Veränderungen des Blutspiegels der Antiepileptika. In bestimmten Fällen ist jedoch Vorsicht angebracht:

  • Patienten, die nach moderatem Alkoholkonsum Anfälle erlitten haben, sowie Patienten mit einer Suchterkrankung sollten Alkohol meiden.
  • Dringend abzuraten ist auch von der gleichzeitigen Einnahme von Phenobarbital und Alkohol.
  • Nicht empfehlenswert (zumindest vorübergehend) ist Alkohol bei Schwierigkeiten mit der regelmäßigen Medikamenteneinnahme oder bei Schwierigkeiten, den Alkoholkonsum zu begrenzen.
  • Ein erhöhtes Anfallsrisiko besteht bei übermäßigem oder süchtigem Konsum sowie in Phasen des Alkoholentzugs nach höherem oder längerem Alkoholkonsum.
  • Besonders gefährlich Alkohol in Verbindung mit Schlafentzug und vergessener Medikamenten-Einnahme.

Sport und Epilepsie

Sport fördert die Gesundheit, auch bei Epilepsie. Eine ausführliche ärztliche Beratung ist unerlässlich, die die Besonderheit der Epilepsie (Anfallsart, Anfallshäufung) und die individuellen Wünsche des Betroffenen berücksichtigt.

Grundsätzlich gilt:

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  • Bei Anfallsfreiheit von mehr als 2 Jahren können Sie fast alle Sportarten ohne Risiko ausüben.
  • Bei nicht anfallsfreien Patienten ist bei bestimmten Sportarten eine Beaufsichtigung notwendig.
  • Treten die Anfälle zu bestimmten Tageszeiten auf, meiden Sie diese Zeiten für sportliche Aktivitäten.

Nur wenige Sportarten sind aufgrund ihres Gefährdungsrisikos für Menschen mit einer aktiven Epilepsie weitgehend ungeeignet. Dazu gehören Sportarten, die mit einem Risiko von Kopfverletzungen (z.B. Boxen) und Stürzen (z.B. Fallschirmspringen oder Klettern) sowie mit der Gefahr des Ertrinkens (z.B. Schwimmen ohne Aufsicht, Surfen, Tiefseetauchen) einhergehen.

Schwangerschaft und Epilepsie

Wenn Sie während der Schwangerschaft Antiepileptika einnehmen, kann dies für Ihr Kind ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko darstellen. Dennoch ist es in den meisten Fällen ratsam, die Medikamente nicht abzusetzen, da unkontrollierte Anfälle ein Risiko für das Ungeborene darstellen. Frauen mit Epilepsie und Kinderwunsch bzw. Schwangerschaft wird empfohlen, sich an einen Facharzt zu wenden.

Ist Epilepsie erblich?

Nur ein wenige Epilepsieformen sind erblich bedingt. Das Vorkommen von Epilepsien in der Bevölkerung liegt bei ca. 1 Prozent. Das Risiko eines Kindes, an Epilepsie zu erkranken, liegt bei ca. 6%, wenn ein Elternteil an einer Epilepsie leidet. Wenn beide Eltern an Epilepsie erkrankt sind, erhöht sich das Risiko auf ca. 10 bis 12% Prozent.

Schwangerschaft, Geburt und Elternzeit

Auch epilepsiekranke Frauen können Kinder bekommen. Folgendes sollten Sie wissen:

  • Schwangerschaftsverhütung: Da verschiedene Medikamente gegen Epilepsie die Wirksamkeit der Pille herabsetzen, sollten Sie die Auswahl einer geeigneten Verhütungsmethode mit dem Gynäkologen oder Neurologen besprechen.
  • Medikamente und Schwangerschaft: Die optimale Medikamenteneinstellung für die Schwangerschaft sollten Sie mit dem Arzt beraten, da bei manchen Antiepileptika ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko des Kindes besteht.
  • Folsäure: Durch die Schwangerschaft entsteht ein erhöhter Folsäurebedarf, den Sie über die Nahrung kaum abdecken können. Es wird daher eine Folsäure-Prophylaxe bereits vor der Schwangerschaft empfohlen.
  • Stillen: Muttermilch ist das Beste für einen Säugling. Deshalb ist Stillen trotz Einnahme von Antiepileptika zu empfehlen. Dabei sollten Sie das Neugeborene jedoch sorgsam beobachten.

Kind mit Epilepsie im Kindergartenalter

Sie sollten einen Kindergarten auswählen, der Ihr Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend fördert. Wichtig ist, dass die Erzieher über die Erkrankung, die Art der Anfälle und notwendige bzw. unnötige Hilfsmaßnahmen gut informiert sind.

Cushing-Syndrom und ACTH

Das Cushing-Syndrom (auch Hypercortisolismus genannt) ist ein Symptomkomplex, der durch zu hohe Mengen des Hormons Cortisol im menschlichen Körper zustande kommt. Meist entsteht ein Cushing-Syndrom nach Einnahme von Medikamenten, welche Cortisol beinhalten. Seltener produziert der Körper aufgrund eines Tumors zu viel Cortisol.

Ein Cushing-Syndrom (gesprochen: Kusching) beim Menschen entsteht durch zu viel Cortisol im Körper. Cortisol ist ein körpereigenes Hormon und wird in der Nebenniere gebildet. Es ist der wichtigste Vertreter der Hormon-Gruppe der Glucocorticoide, die auch als "Stresshormone" des Körpers bezeichnet werden.

In der Medizin werden synthetisch hergestellte Glucocorticoide, beispielsweise Cortison (die inaktive Form des Hormons Cortisol), häufig verwendet. Sie haben eine immunsuppressive Wirkung, das heißt, sie reduzieren die Immunantwort des Körpers.

Die Cushing-Krankheit kann vereinfacht gesehen durch zwei Ursachen ausgelöst werden.

  1. Exogenes Cushing-Syndrom: In den häufigsten Fällen entsteht ein Cushing-Syndrom durch eine übermäßige Zufuhr an Cortison als Medikament. Über längere Zeit wird hierbei die empfohlene Dosis-Schwelle überschritten.
  2. Endogenes Cushing-Syndrom (Morbus Cushing): Seltener kann auch ein Tumor zu einem Cushing-Syndrom führen. Bei Tumoren in der Hypophyse (der Hirnanhangsdrüse) kann es zu einer vermehrten Produktion des Hormons ACTH (adrenocorticotropes Hormon) kommen. Dieses Hormon regt wiederum die Bildung von Cortisol in der Nebenniere an. Durch den Tumor kommt es also zu einem starken Anstieg von Cortisol im Körper.

Da das Hormon Cortisol an vielen Stellen des Körpers wirkt, kommt es im Rahmen des Cushing-Syndroms auch zu einem vielseitigen Symptomkomplex.

Als sehr typische Anzeichen gelten:

  • das sogenannte "Vollmondgesicht" (ein rundlich geschwollenes Gesicht)
  • der "Büffelnacken" oder "Stiernacken" (eine Ansammlung von Fettgewebe im Nacken)
  • die Stammfettsucht: Dies bedeutet, dass sich vermehrt Fett am Oberkörper anlagert, während die Arme und Beine schlank bleiben.

In 90 Prozent der Fälle kommt es zusätzlich zu einem Bluthochdruck. Auch die Glukosetoleranz des Körpers wird herabgesetzt. Des Weiteren kommt es sowohl zu einem Muskel- als auch Knochenschwund. Oftmals wird außerdem die Haut der Betroffenen dünner (sogenannte Pergamenthaut). Auch rote Dehnungsstreifen (Striae rubrae) auf der Haut, vor allem am Bauch, sind häufig zu beobachten.

Durch die bereits beschriebene Reduktion der körpereigenen Immunantwort kommt es im Rahmen des Cushing-Syndroms zu einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Diagnose und Therapie des Cushing-Syndroms

Die Diagnostik des Cushing-Syndroms setzt sich aus mehreren Stufen zusammen. Beobachten Sie bei sich die beschriebenen Symptome, sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen.

Zusätzlich wird bei einem Verdacht auf Cushing-Syndrom eine Blutentnahme durchgeführt. Eine einmalige Messung des nächtlichen Cortisolspiegels im Blut kann ein Hinweis auf dauerhaft erhöhte Konzentrationen sein. Da der Cortisolspiegel im Laufe des Tages jedoch Schwankungen unterliegt, wird zusätzlich die Cortisol-Konzentration im 24-Stunden-Sammelurin bestimmt. Als weiterer Test wird oft noch der Dexamethason-Hemmtest durchgeführt.

Wenn nach diesen diagnostischen Verfahren die Diagnose Cushing-Syndrom gestellt wird, ist es noch wichtig, herauszufinden, ob es sich um ein exogenes oder endogenes Cushing-Syndrom handelt.

Die Therapie des Cushing-Syndroms richtet sich ebenfalls nach der Ursache. Handelt es sich um ein exogenes Cushing-Syndrom, werden langsam und unter ärztlicher Aufsicht alle Cortisol-haltigen Medikamente abgesetzt oder unter eine bestimmte Schwelle reduziert. Im Falle eines endogenen Cushing-Syndroms wird der Tumor meist operativ entfernt.

ACTH und seine Rolle bei Krampfanfällen

ACTH (adrenocorticotropes Hormon, Kortikotropin) ist ein Hormon, das in der Hirnanhangsdrüse gebildet wird. Es reguliert die Ausschüttung von Kortison aus der Nebennierenrinde. Die Konzentration von ACTH schwankt mit der Tageszeit. Erhöhte Werte können durch Tumoren entstehen, die ACTH produzieren.

ACTH wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet und in das Blut abgegeben. Das Hormon regt die Zellen in der Nebenniere an, Glukokortikosteroide (Kortison) zu produzieren.

Hormone aus dem Hypothalamus und aus der Nebenniere regulieren die Höhe der ACTH-Konzentration. Sie schwankt darüber hinaus während des Tages: Am Morgen ist viel ACTH im Blut vorhanden, abends weniger.

Bei Stress wie psychischen oder körperlichen Belastungen, Kälte, Krankheit oder Verletzungen wird ACTH vermehrt ausgeschüttet. Ist genug Kortison vorhanden, wird die Bildung von ACTH gedrosselt. Ein ACTH-Mangel führt wiederum zu einem Mangel an Kortison.

Der Arzt bestimmt die ACTH-Konzentration, wenn er den Verdacht hat, dass die Nebennierenrinden des Patienten nicht mehr genügend Kortison produzieren. Er will damit prüfen, ob der Mangel durch eine fehlende Stimulation durch die Hirnanhangdrüse bedingt ist. Auch wenn der Patient zu viel Kortison im Blut hat (Morbus Cushing) und die Ursache noch unklar ist, muss die ACTH-Konzentration bestimmt werden.

Zu geringe ACTH-Werte können auftreten, wenn entweder zu wenig ACTH gebildet wird oder die Nebennierenrinde zu viel Kortison produziert. Als Reaktion auf eine hohe Kortisonkonzentration schüttet die Hirnanhangsdrüse nämlich weniger ACTH aus.

Zusammengefasst kann es bei folgenden Erkrankungen zu einem ACTH-Mangel kommen:

  • Funktionsstörungen der Hirnanhangsdrüse
  • Kortison-produzierender Tumor der Nebennierenrinde
  • Vergrößerung der Nebennierenrinde mit vermehrter Kortisonproduktion

Erhöhte ACTH-Werte finden sich:

  • bei einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison)
  • gelegentlich bei Lungenkrebs
  • gelegentlich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • bei einem Tumor der Hirnanhangsdrüse (zentrales Cushing-Syndrom)

Ist der ACTH-Wert erhöht oder erniedrigt, muss zusätzlich auch die Konzentration von Kortison im Blut bestimmt werden. Des Weiteren folgen ein sogenannter Dexamethason-Test und ein CRH-Stimulationstest. Bei diesen Tests werden Hormone zugeführt und die Reaktion der ACTH-Produktion gemessen. Auf diese Weise kann die Ursache für die veränderte Konzentration von ACTH im Blut gefunden werden. Gegebenenfalls folgen weitere Untersuchungen wie Röntgen- und CT-Aufnahmen des Kopfes.

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