Dieser Artikel beleuchtet das Feld der Neurologie und Psychiatrie, wobei der Fokus auf den verschiedenen Fachkräften und ihren Spezialisierungen liegt, die in diesem Bereich tätig sind. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aspekte der neurologischen und psychiatrischen Versorgung zu geben.
Spezialisierungen und Fachgebiete
Die Neurologie und Psychiatrie umfassen ein breites Spektrum an Spezialisierungen. Zu den Fachärzten gehören Experten für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Geriatrie, Suchtmedizin und Psychosomatische Medizin. Diese Ärzte arbeiten oft in interdisziplinären Teams zusammen, um Patienten ganzheitlich zu betreuen.
- Neurologie: Konzentriert sich auf Erkrankungen des Nervensystems, einschließlich Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven.
- Psychiatrie: Behandelt psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie und Angststörungen.
- Psychotherapie: Bietet therapeutische Interventionen zur Behandlung psychischer Probleme und zur Förderung des Wohlbefindens.
- Geriatrie: Spezialisiert sich auf die medizinische Versorgung älterer Menschen und die Behandlung altersbedingter Erkrankungen.
- Suchtmedizin: Konzentriert sich auf die Prävention, Behandlung und Rehabilitation von Suchterkrankungen.
- Psychosomatische Medizin: Untersucht die Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche und behandelt Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen.
Wichtige Rollen und Funktionen
Neben den Fachärzten gibt es eine Vielzahl weiterer Fachkräfte, die im Bereich der Neurologie und Psychiatrie tätig sind. Dazu gehören:
- Oberärzte: Erfahrene Ärzte, die eine wichtige Rolle bei der Patientenversorgung, Ausbildung und Forschung spielen. Beispiele sind Doctor-medic Ovidiu-Decebal Petria (Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Chirotherapie), Dr. Friedrich Frieß (Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Geriatrie, Suchtmedizin), Daniel Geng (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) und Dr. Eva Haas (Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie).
- Assistenzärzte: Ärzte in der Weiterbildung, die unter Anleitung erfahrener Ärzte arbeiten. Beispiele sind Sara Dokhantchi, Abdelrahman Eleraky und Fatma Iraqi-Darawsha.
- Psychologen: Bieten psychologische Beratung, Diagnostik und Therapie an. Dr. Marie Pröscholdt ist beispielsweise eine leitende Psychologin und Ansprechpartnerin für Psychologische Psychotherapeuten in Ausbildung. Elisabeth Ehrenberger ist ebenfalls als Psychologin tätig.
- Sozialpädagogen/Sozialarbeiter: Unterstützen Patienten und ihre Familien bei sozialen und administrativen Fragen. Anke Haberkorn und Jessica Heffner sind als Sozialpädagoginnen tätig, während Jeanette Koalick als Sozialarbeiterin arbeitet.
- Pflegekräfte: Spielen eine entscheidende Rolle bei der Patientenversorgung und -betreuung. Sieglinde Hegmann ist im Bereich Pflege tätig, und Heike Häfner leitet eine Station. Cilli Döhling ist stellvertretende Stationsleitung.
- Weitere Fachkräfte: Dazu gehören Diätassistenten (Jeanette Gückel), Musiktherapeuten (Harald Neudert) und Seelsorger (Pfarrer Oliver Habiger, Dipl.-Psychologe Martin Schirmer).
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die neurologische und psychiatrische Versorgung erfordert oft eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachkräften. Dies ermöglicht eine umfassende und individuelle Betreuung der Patienten. Beispielsweise arbeiten Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen und Pflegekräfte gemeinsam an der Entwicklung von Behandlungsplänen und der Umsetzung von therapeutischen Maßnahmen.
Versorgungseinrichtungen
Die neurologische und psychiatrische Versorgung wird in verschiedenen Einrichtungen angeboten, darunter:
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- Krankenhäuser: Bieten stationäre und ambulante Versorgung für Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Das Krankenhaus Tauberbischofsheim ist ein Beispiel für eine solche Einrichtung.
- Tageskliniken: Bieten teilstationäre Behandlung für Patienten, die nicht rund um die Uhr betreut werden müssen. Die Psychiatrische Tagesklinik am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim ist eine solche Einrichtung.
- Institutsambulanzen (PIA): Bieten ambulante Behandlung für Patienten mit komplexen psychischen Erkrankungen. Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim ist eine solche Einrichtung.
- Praxen niedergelassener Ärzte: Bieten ambulante Versorgung für Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen.
Schwerpunkte und Spezialgebiete
Innerhalb der Neurologie und Psychiatrie gibt es verschiedene Schwerpunkte und Spezialgebiete. Dazu gehören:
- Epilepsie: Eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Anfälle gekennzeichnet ist.
- Psychosomatik: Die Behandlung von Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen.
- Psychoonkologie: Die psychologische Betreuung von Krebspatienten und ihren Familien. Ursula Ecker-Kaiser ist beispielsweise Ärztliche Koordinatorin für den psychoonkologischen Konsiliardienst.
- Suchtmedizin: Die Behandlung von Suchterkrankungen.
- Geriatrie: Die medizinische Versorgung älterer Menschen.
Forschung und Entwicklung
Die Neurologie und Psychiatrie sind Bereiche, die sich ständig weiterentwickeln. Forschung spielt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Diagnostik, Behandlung und Prävention von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Ein Beispiel hierfür ist die Forschung zur Biofeedback-Therapie bei Epilepsie, die in einer Diplomarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin untersucht wurde.
Bedeutung von Selbsthilfe und Unterstützung
Neben der professionellen medizinischen Versorgung spielen Selbsthilfe und Unterstützung eine wichtige Rolle bei der Bewältigung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. Fördervereine wie der "Krankenhaus Tauberbischofsheim und Seniorenzentrum Haus Heimberg" e.V. unterstützen die Arbeit von Krankenhäusern und Seniorenzentren. Cilli Döhling ist die 1. Vorsitzende dieses Fördervereins, während Dr. Rainer Grabs der erste stellvertretende Vorsitzende ist. Marcel Hofmann ist der 2. stellvertretende Vorsitzende.
Langsame kortikale Potentiale (LP) und Biofeedback
In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung gezeigt, dass die neurophysiologische Aktivität des menschlichen Gehirns durch Biofeedback willentlich beeinflusst werden kann. Dies ist besonders bemerkenswert, da diese Aktivität normalerweise nicht bewusst wahrgenommen wird. Durch Biofeedback-Training können Personen lernen, ihre langsamen kortikalen Potentiale (LP) zu beeinflussen. Laut Elbert und Rockstroh (1987) sind LP ein neurophysiologisches Korrelat der Aufmerksamkeitsregulation. LP-Biofeedback wurde bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, beispielsweise bei Aufmerksamkeitsstörungen, Schizophrenie und Depression. Epilepsiepatienten können durch dieses Training ihre gestörte LP-Selbstregulation verbessern, was zu einer Senkung der Anfallsfrequenz führen kann.
Fallbeispiel: Epilepsie und Aufmerksamkeit
Eine Diplomarbeit untersuchte die Auswirkungen eines Biofeedbacktrainings auf die Aufmerksamkeit und das Anfallsgeschehen einer Epilepsiepatientin. Ziel war es, die Lernleistung im Biofeedbacktraining durch die Prüfung der Abweichung von Positivierung und Negativierung der LP zu überprüfen. Die verbesserte Regulation der LP sollte auch die Aufmerksamkeitsleistung der Patientin steigern.
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Herausforderungen und Perspektiven
Die neurologische und psychiatrische Versorgung steht vor verschiedenen Herausforderungen, darunter der demografische Wandel, der zu einer Zunahme altersbedingter Erkrankungen führt, und die steigende Zahl von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind innovative Versorgungsmodelle, eine bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine verstärkte Forschung erforderlich.
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