Anja Kohl: Schlaganfall - Ursachen, Risiken und neue Forschungsansätze

Ein Schlaganfall stellt eine gravierende gesundheitliche Herausforderung dar und ist eine der Hauptursachen für langfristige körperliche und kognitive Beeinträchtigungen. Er kann schwere Schäden im Gehirn und neurologische Ausfälle und Störungen verursachen und bedeutet immer eine massive Beeinträchtigung des menschlichen Körpers, je nachdem, auf welcher Gehirnseite er auftritt. Es ist wichtig, dass der Neurologe frühzeitig eine Schlaganfall Vorsorgeuntersuchung ansetzt.

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall, medizinisch als Apoplex bezeichnet, entsteht durch eine plötzliche Störung der Durchblutung im Gehirn, was zum Absterben von Nervenzellen im betroffenen Bereich führt. In den meisten Fällen handelt es sich um eine akut auftretende Minderdurchblutung des Gehirns, wobei der Spezialist von einem ischämischen Infarkt spricht, in weniger Fällen um eine Gehirnblutung, die hämorrhagischer Schlaganfall genannt wird. Medizinisch nennt sich der Schlaganfall „Apoplex“ und ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Typische Symptome

Typische Symptome während des Anfalls sind:

  • Erbrechen und Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Bewusstseinslosigkeit
  • Koma

Weitere Begleiterscheinungen sind Schluckstörungen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, verdrehte Augen mit Blicklähmung oder der Babinski-Reflex, wobei sich der große Zeh nach oben streckt. Die Ausfallerscheinungen treten immer auf der Körperseite auf, für die die betroffene Gehirnseite zuständig ist. Ausfälle der linken Körperseite betreffen entsprechend die rechte Hirnhälfte, Ausfälle der rechten Körperseite die linke. Das macht die Nachwirkung des Anfalls aus, ob beispielsweise das Sprachzentrum gestört ist oder eine Lähmung auf einer der beiden Körperseiten auftritt. Auch Sehstörungen sind klassische Symptome, wobei bei einem schweren Schlaganfall der Blick vollständig verändert wird und die Augen auch sichtbar verdreht bleiben.

Schlaganfall Ursachen und Risikofaktoren

Ein Gehirnschlag tritt plötzlich und schlagartig auf. Nur etwa ein Drittel der Menschen verspüren vorher typische Symptome, so Lähmungen, Seh-, Sprach- und Bewusstseinsstörungen etwa 24 Stunden zuvor. Ein schwerer Schlaganfall kündigt sich selten an und benötigt dann eine sofortige Behandlung. Je schneller der Betroffene in eine Klinik eingeliefert wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Auch bei Verdacht sollte sofort ein Notarzt gerufen werden.

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Die Schlaganfall Ursachen sind vielseitig, gehen jedoch immer mit Durchblutungsstörungen oder Hirnblutungen einher. In vielen Fällen zeigt sich eine Arterienverkalkung, die die Blutzirkulation unterbricht. Dabei können bestimmte Hirnarale nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, so dass die Hirnzellen absterben. Eine Hirnblutung wiederum kann durch einen Riss in der Arterie entstehen oder wenn bereits geschädigte Gefäße durch Bluthochdruck weiter belastet werden. Auch Kopfverletzungen sind Auslöser für Hirnblutungen.

Bestimmte Risikofaktoren begünstigen den Hirnschlag, wobei dieser jeder Zeit auftreten kann. Auch wenn durchschnittlich etwa Menschen um die 70 Jahre betroffen sind, kann ein Anfall auch wesentlich früher eintreten. Möglich bleibt jedoch das Ausgrenzen bestimmter Schlaganfallrisiken. Dazu gehören Nikotin, Alkohol, Stress, eine schlechte Ernährung und wenig Bewegung. Im Alter bilden Krankheiten immer ein Risiko für die Begünstigung des Anfalls. Die häufigsten Schlaganfall Ursachen sind:

  • Bluthochdruck
  • Cholesterin
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Rauchen

Die Risikofaktoren können minimiert werden, wenn frühzeitig gehandelt wird und die Lebensgewohnheit umgestellt und ein gesundes Verhältnis angestrebt wird. Dazu gehören dann der Verzicht auf Nikotin und eine fetthaltige Ernährung, genügend Sport und Bewegung, das Vermeiden von Stress und psychischer Belastung und der Verzicht eines übermäßigen Genusses von Alkohol und ähnlichen Suchtmitteln. Auch Süßigkeiten sollten ein Genussmittel bleiben und dann auch nur gelegentlich verzehrt werden, besonders im höheren Alter.

Seltene Ursachen: Schlaganfall nach chiropraktischer Behandlung

An der Halswirbelsäule legen Chiropraktiker besonders gern Hand an. Die Erfolgsgeschichte der Chiropraktik begann 1895 mit einer Ohrfeige. David Daniel Palmer, Kolonialwarenhändler und Heiler aus Iowa, so will es die Legende, befreite seinen Hauswirt mit einem Schlag ins Gesicht von dessen Taubheit - durch den Ruck sei ein blockierter, auf einen Nerv drückender Halswirbel gelockert worden. Es gibt jedoch auch Risiken.

Immer mehr Fachärzte teilen die Ansicht, dass das Risiko solcher Eingriffe in einem eklatanten Missverhältnis zum möglichen Nutzen steht. »Es gibt keine einzige kontrollierte Studie, die irgendeine Wirksamkeit belegt«, sagt Hufnagel. Die Berufsverbände sind bemüht, die gefährlichen Nebenwirkungen der HWS-Behandlungen herunterzuspielen. »Äußerst selten« seien Zwischenfälle, betont etwa Karin Engel-Hüppe, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie. Schlechte Technik und extreme Rotation sind hierzulande jedoch offenbar keine Seltenheit. Sogar Branchenmitglieder klagen offen über den Pfusch so mancher Kollegen.

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Was geschieht nach einem Schlaganfall?

Eine Früherkennung Schlaganfall stellt natürlich sicher, dass die geeigneten Maßnahmen ergriffen werden können und so viele Schäden wie möglich verhindert werden. Bei akuten und schweren Schlaganfällen versucht der Spezialist zunächst, so viele Nervenzellen wie möglich zu retten. Ischämische Infarkte werden mit der Lyse-Therapie behandelt, um mittels gerinnselauflösenden Medikamenten den Gefäßverschluss aufzuheben. Möglich sind auch mechanische Anwendungen durch einen dünnen Katheter.

Bei einer Hirnblutung gilt es, den ansteigenden Druck im Kopf zu verhindern oder wieder zu reduzieren. Oftmals ist hier das Öffnen des Schädels notwendig oder das Versetzen des Patienten in ein künstliches Koma, um weitere Aktivitäten im Gehirn zu vermeiden. Bei einem Hirnschlag bleiben jedoch meistens nachwirkende Schädigungen zurück, die dann durch eine langfristige Therapie in der Neurologie und Psychiatrie in Berlin beseitigt werden oder dem Patienten eine Rückkehr in den Alltag ermöglichen sollen.

Leider ist das nicht bei allen Schlaganfallpatienten möglich. Sehr schwere Infarkte benötigen oft die Einweisung in ein Pflegeheim, wenn die Folgen des Anfalls zu gravierend waren. Angesetzt werden dann Physio- und Ergotherapien, um die motorischen Störungen zu behandeln und auch den Umgang mit der Lähmung zu lernen. Störungen des Sprachzentrums werden mittels der Logopädie therapiert. Auch eine psychotherapeutische Hilfe macht häufig Sinn, da ein Hirnschlag fast immer einen massiven Einschnitt in den Lebensalltag des Betroffenen bedeutet.

Schlaganfallvorsorge beim Facharzt

Neben den genannten Risikofaktoren und Schlaganfall Ursachen sind auch Herzerkrankungen oder ein Vorhofflimmern Auslöser für den Hirnschlag. Daher ist es wichtig, eine frühzeitige Schlaganfall Vorsorgeuntersuchung beim Facharzt in der Neurologie und Psychiatrie anzugehen und so die Schlaganfallrisiken zu senken. Das betrifft bereits Vorbehandlungen von Diabetes oder einem hohen Blutdruck.

Sinnvoll sind Schlaganfall Vorsorgeuntersuchungen bereits ab einem Alter von 40 Jahren. Sie ermöglichen einen guten Überblick über die gesundheitliche Situation, während der Facharzt auch medizinisch über Schlaganfälle aufklärt und mit dem Patienten eine Reduktion der Risikofaktoren angeht. Die Schlaganfallvorsorge benötigt oftmals Maßnahmen, gesundheitliche Störungen auszugrenzen oder chronische Erkrankungen sinnvoll zu behandeln.

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Untersucht werden das Herz-Kreislauf-System, die Nieren und der Stoffwechsel, die Lunge, die Funktion der Sinnesorgane und der Bewegungsapparat. Puls und Blutdruck werden gemessen und der Bauchraum abgetastet. Der Gesundheitscheck geht gleichzeitig mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch einher, um akute Beschwerden festzustellen und die medizinische Vorgeschichte zu klären. Auch die Verhaltensweisen und Gewohnheiten gehören dazu. Mit einer körperlichen Untersuchung wird dann der Ganzkörperstatus bestimmt. Die Schlaganfallvorsorge gestattet, schneller auf eventuelle Risiken einzugehen.

Früherkennung Schlaganfall

Ein Schlaganfall Check Up in der MEOCLINIC hilft, in möglichst kurzer Zeit den Verdacht auf einen Hirnschlag zu erhärten oder diesen auszuschließen. Je früher die medizinische Versorgung stattfinden, desto besser sind die Heilungschancen und desto geringer die Schäden. Geprüft werden durch den Schlaganfall Check Up zunächst die Koordinationsfähigkeit, das Seh-, Berührungs- und Sprachvermögen. Dazu dienen bildgebende Verfahren, so eine Computertomographie, die Aufschluss darüber gibt, ob Hirnblutungen oder Gefäßverschlüsse vorliegen. Hinzu kommen Messungen der Durchblutung, eine CT-Angiografie oder eine Magnetresonanztomografie.

Notwendig sind auch Herzfrequenzmessungen und Blutuntersuchungen. Um die Früherkennung des Schlaganfalls zu gewährleisten, werden Blutbild, Blutzuckerwerte, Elektrolythaushalt, Nierenwerte und Blutgerinnung untersucht.

Neue Forschungsansätze an der Universität Augsburg

Ein DFG-Projekt an der Universität Augsburg unter dem Titel „Ischämie-bedingte Beeinträchtigungen der neurovaskulären Einheit“ unter der Leitung von Prof. Dr. Anja Meissner, Professorin für Physiologie & Vaskulärer Biologie am Institut für Theoretische Medizin, untersucht die Abläufe auf Zellebene im Gehirn nach einem ischämischen Schlaganfall, bei dem die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird. Die Forschung des Teams um Prof. Dr. Anja Meissner könnte helfen, neue Therapieansätze zu entwickeln. Denn bisher beschränkt sich die Behandlung eines ischämischen Schlaganfalls aufgrund vieler unbekannter Faktoren vor allem darauf, die Durchblutung der geschädigten Hirnregion wiederherzustellen. Das Anwendungsgebiet der Forschung von Meissners Team umfasst neben möglichen Therapien auch die präzisere Vorhersage von Heilungsaussichten nach einem ischämischen Schlaganfall. „Die Aktivierung des Rezeptors S1PR3 könnte eventuell auch als diagnostischer Marker genutzt werden“, erklärt Meissner.

Fokus auf Sphingosin-1-phosphat (S1P) und S1PR3

Im Fokus des Projekts steht das Molekül Sphingosin-1-phosphat (S1P) und insbesondere dessen Rezeptor S1PR3. Das Molekül S1P ist wichtig für die Gesundheit der Blutgefäße und für die Immunantwort des Körpers. Es kann an bestimmte Strukturen auf Zellen, sogenannte S1P-Rezeptoren, binden. Diese können sich positiv auf die Blutzirkulation im Gehirn auswirken. Wie genau diese Aktivierung die Schädigung im Gehirn beeinflusst, ist bislang jedoch unklar. „Wirkt sie sich eher schützend oder schädlich aus? Kann dieser Signalweg therapeutisch beeinflusst werden? Das wollen wir herausfinden“, sagt Meissner.

Der Rezeptor S1PR3 befindet sich vor allem in Astrozyten - Zellen, die für die Funktionsfähigkeit der neurovaskulären Einheit entscheidend sind, da sie beispielsweise Blutgefäße und Nervenzellen funktionell miteinander verknüpfen. Denkbar ist, dass diese Aktivierung teils zum Krankheitsbild gehört, teils aber auch einen Schutzmechanismus darstellt. So hilft sie, eine Hülle um das abgestorbene Gewebe zu bilden. Das ist wichtig, da dieser nekrotische Kern giftig für das umgebende Gewebe ist. „Es könnte sinnvoll sein, das Hochfahren von S1PR3 zu steuern, also in bestimmten Zeitfenstern eher zu fördern, in anderen eher zu unterdrücken“, erklärt Meissner.

Innovative Forschungsmethoden

Um diese Mechanismen zu analysieren, setzt das Forschungsteam auf innovative Maus- und Zellkulturmodelle. Durch die Kombination beider Modelle können die komplexen Abläufe genau untersucht werden, zum einen im lebenden Organismus, zum anderen in komplexen Zellkulturmodellen, die das Verhalten verschiedener Zellen der neurovaskulären Einheit nach einem Schlaganfall nachbilden können.

Energiestoffwechsel bei akutem Schlaganfall: Studie in Leipzig

Eine Studie des Carl-Ludwig-Instituts für Physiologie in Leipzig liefert wichtige Grundlagen für das Verständnis des Energiestoffwechsels bei akuter Mangeldurchblutung, wie sie etwa beim Schlaganfall auftritt. Die Ergebnisse wurden aktuell im renommierten Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

Adenosintriphosphat, kurz ATP, ist der zentrale Energieträger in Nervenzellen. In der aktuellen Studie nutzten Wissenschaftler des Carl-Ludwig-Instituts für Physiologie eine eigens entwickelte Mauslinie, deren Nervenzellen im Gehirn ein fluoreszierendes Sensorprotein produzieren. Die Nervenzellen zeigten dadurch, wieviel Energie sie gerade zur Verfügung haben. Mithilfe hochauflösender Fluoreszenz-Mikroskopie konnten die Forschenden live beobachten, wie sich der ATP-Gehalt in einzelnen Nervenzellen während der Depolarisationswellen verändert.

Depolarisationswellen und Energieverlust

Die Depolarisationswellen im Gehirn, bei der sich die Nervenzellen ähnlich wie bei einem Kurzschluss nacheinander entladen, werden mit einem fortschreitenden Gewebeschaden beim Schlaganfall in Verbindung gebracht. Bisher gab es keine Studien dazu, wie sich der zentrale Energieträger ATP in individuellen Nervenzellen während dieser Depolarisationswellen verändert.

„Unsere Studie liefert erstmals hochauflösende Einblicke, wie und wann Nervenzellen im Gehirn bei akuter Mangelversorgung, wie bei einem Schlaganfall, ihre Energiereserven verlieren“, sagt Dr. Karl Schoknecht vom Carl-Ludwig-Institut für Physiologie, Erstautor der Studie. „Interessanterweise erschöpfen sich die Energiereserven nicht gleichmäßig, sondern im Zuge der Depolarisationswellen. Das Modell soll in weiteren Projekten genutzt werden, um therapeutische Ansätze bei Schlaganfällen zu testen, die den massiven Energieverlust bei Depolarisationswellen verhindern sollen“, so der Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät.

Die Untersuchungen in der aktuellen Studie zeigen: Schon im gesunden Gewebe führen diese Wellen zu einem kurzfristigen Abfall des ATP-Gehalts. Besonders deutlich wurde der Effekt der Depolarisationswellen unter Bedingungen von Energiemangel - wie sie beim Schlaganfall herrschen. Hier beschleunigten sie den ATP-Abfall massiv, so dass sich die Energiereserven der Nervenzellen erschöpften. Selbst nach dem Auftreten von Depolarisationswellen sind Nervenzellen grundsätzlich noch in der Lage, ihre ATP-Reserven wieder aufzufüllen, sofern ihnen erneut Glukose und Sauerstoff zugeführt werden. Der Zusammenbruch des Energiestoffwechsels ist also prinzipiell noch umkehrbar.

Für die Untersuchungen simulierte das Team Schlaganfall-ähnliche Bedingungen, indem sie Glukose und Sauerstoff in der Nährlösung entfernten. Parallel wurden die Depolarisationswellen mit elektrophysiologischen Methoden erfasst. Die Ergebnisse sind grundlagenwissenschaftlicher Natur.

Schlaganfall bei Kindern

Etwa 300 bis 500 Kinder in Deutschland erleiden pro Jahr einen Schlaganfall, fast ein Drittel davon sind Neugeborene. Genaue Zahlen werden bislang allerdings nicht erfasst. Zudem werden nicht alle Schlaganfälle bei Kindern als solche erkannt - oder die Diagnose wird erst in späteren Lebensjahren gestellt. Ein Schlaganfall um die Geburt herum oder sogar während der Schwangerschaft ist schwer zu diagnostizieren, da das Gehirn des Babys noch unreif ist und man auch neurologische Ausfälle in den ersten Monaten nicht unbedingt erkennen kann.

Anders als bei Erwachsenen ist ein kindliches Gehirn noch nicht voll ausgereift und kann die Folgen eines Schlaganfalls daher besser bewältigen. Nur etwa zehn Prozent der Kinder bleiben dauerhaft schwerstbehindert. Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie können die Lernbereitschaft des kindlichen Gehirns fördern.

Ursachen bei Neugeborenen

Häufig treten die Schlaganfälle bei Neugeborenen im Rahmen der Geburt auf. Jedes Kind, das geboren wird, kommt mit einem Loch im Herzen auf die Welt. Die Blutgerinnung wird während der Schwangerschaft bei Mutter und Kind hochgefahren, damit beide bei der Geburt nicht verbluten. Beim Foramen Ovale handelt es sich um ein Loch zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens, das jeder menschliche Embryo hat. Es sollte sich bei der Geburt schließen, doch das gelingt nicht immer, sodass eine wenige Millimeter große Öffnung vorhanden bleibt. Im Blutkreislauf kann es immer wieder zur Bildung von Gerinnseln kommen. Oft werden diese Gerinnsel in der Lunge aufgelöst. Bei einem offenen Foramen Ovale jedoch kann es dazu kommen, dass ein Gerinnsel in den anderen Vorhof gelangt, bevor es die Lunge durchläuft, und so ungefiltert in das Gehirn gepumpt wird.

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