Arnold Schwarzenegger ist nicht nur eine Ikone Hollywoods und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, sondern auch eine Schlüsselfigur im Kampf gegen Krankheiten wie Parkinson. Obwohl er selbst nicht an Parkinson erkrankt ist, hat er sich gemeinsam mit anderen prominenten Persönlichkeiten wie Michael J. Fox und Bill Gates für die Förderung der Stammzellenforschung eingesetzt, die potenziell neue Therapieansätze für diese Krankheit bieten könnte.
Kalifornien als Vorreiter in der Stammzellenforschung
Im Jahr 2004 stimmten die Wähler Kaliforniens für die Bereitstellung von drei Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren für die Forschung an embryonalen Stammzellen. Diese Entscheidung machte Kalifornien zu einem Vorreiter in diesem Bereich, insbesondere angesichts der restriktiveren Haltung der Bush-Regierung gegenüber dieser Art von Forschung. Das "California Institute for Regenerative Medicine" (CIRM) spielt eine zentrale Rolle bei der Verteilung dieser Gelder an Universitäten und Forschungseinrichtungen im ganzen Bundesstaat.
Eine bedeutende Tranche von 271 Millionen Dollar (176 Millionen Euro) wurde an zwölf Universitäten und Forschungseinrichtungen vergeben, um neue Labore zu bauen, die ausschließlich der Stammzellenforschung gewidmet sind. Die Stanford Universität erhielt mit knapp 44 Millionen Dollar die größte Einzelsumme. Die Forschungsinstitute planten, weitere 560 Millionen Dollar aus eigenen Mitteln beizusteuern, was die Gesamtinvestition in den Bau und die Ausstattung neuer Labore auf über 830 Millionen Dollar erhöht.
Die Rolle von Arnold Schwarzenegger
Arnold Schwarzenegger unterstützte das Projekt zur Förderung der Stammzellenforschung nachdrücklich. Gemeinsam mit zahlreichen Nobelpreisträgern, Bill Gates und dem an Parkinson erkrankten Schauspieler Michael J. Fox setzte er sich bei der Volksabstimmung für die Initiative ein. Sein Engagement trug dazu bei, die notwendige Unterstützung zu mobilisieren und die Forschung in Kalifornien voranzutreiben.
Schwarzeneggers Einsatz für die Stammzellenforschung kann als Analogie zu seiner Rolle als Terminator gesehen werden, diesmal jedoch im Kampf gegen Parkinson. So wie der Terminator in seinen Filmen Hindernisse überwindet, zielt die Stammzellenforschung darauf ab, die Grenzen der aktuellen Therapieansätze zu überwinden und innovative, kausale Therapieoptionen zu entwickeln, die das Leben von Parkinson-Patienten grundlegend verändern könnten.
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Parkinson: Eine Herausforderung für Betroffene und Forschung
Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Zu den Hauptsymptomen gehören Zittern, Muskelsteifheit, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsprobleme. Die Krankheit wird durch den Verlust von Nervenzellen im Gehirn verursacht, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dopamin spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Bewegungen.
Obwohl es derzeit keine Heilung für Parkinson gibt, können Medikamente und Therapien helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die tiefe Hirnstimulation (THS) ist eine operative Behandlungsmethode, bei der Elektroden in bestimmte Bereiche des Gehirns implantiert werden, um die fehlerhafte Aktivität zu blockieren, die die unkontrollierten Bewegungen verursacht.
Tiefe Hirnstimulation: Chancen und Risiken
Die tiefe Hirnstimulation hat sich als wirksame Behandlung für viele Parkinson-Patienten erwiesen. Allerdings birgt das Verfahren auch Risiken und Nebenwirkungen. In einigen Fällen kann es zu Persönlichkeitsveränderungen kommen, die von Depressionen bis hin zu hypomanischen Phasen reichen.
Lars Timmermann, ein Neurologe an der Universitätsklinik Köln, hat untersucht, ob sich vorhersagen lässt, welche Patienten ein Risiko für solche persönlichkeitsverändernden Nebenwirkungen haben. Seine Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Patienten mit kognitiven Einschränkungen und einer bereits bestehenden Neigung zu Depressionen oder Hypomanie ein höheres Risiko haben.
Für diese Risikopatienten schlägt Timmermann eine alternative Zielregion für die Hirnstimulation vor: den Globus pallidus internus. Diese Region wurde bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren behandelt, und es wurden keine persönlichkeitsverändernden Nebenwirkungen berichtet.
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Prominente Betroffene und ihr Engagement
Neben Arnold Schwarzenegger haben sich auch andere prominente Persönlichkeiten für die Parkinson-Forschung eingesetzt oder ihre Erfahrungen mit der Krankheit öffentlich geteilt. Michael J. Fox, der selbst an Parkinson erkrankt ist, gründete die Michael J. Fox Foundation, die sich zu einem der größten privaten Förderer der Parkinson-Forschung weltweit entwickelt hat. Die Stiftung hat bereits über 1,75 Milliarden US-Dollar an Spendengeldern eingesammelt.
Auch der Schauspieler Ottfried Fischer machte seine Parkinson-Erkrankung öffentlich und sprach offen über die Herausforderungen, die mit der Krankheit verbunden sind. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme hat er seinen Humor nicht verloren und engagiert sich weiterhin in verschiedenen Projekten.
Legasthenie bei Arnold Schwarzenegger
Abseits seines Engagements für die Parkinson-Forschung ist es erwähnenswert, dass Arnold Schwarzenegger offen über seine Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben gesprochen hat. Er gab bekannt, dass er Legastheniker ist, was ihm in seiner Schulzeit und auch bei den Vorbereitungen auf Filme Schwierigkeiten bereitete. Trotz dieser Herausforderung hat er eine bemerkenswerte Karriere hingelegt und sich in verschiedenen Bereichen erfolgreich etabliert.
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