AspUraclip: Erfahrungen mit dem Mini-Inhalator gegen Migräne und mehr

Der AspUraclip, ehemals bekannt als Aspira Clip, hat in der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ für Aufsehen gesorgt. Die Gründer Wolfgang Kleiner und Vinh-Nghi Tiet präsentierten ihren Mini-Inhalator, der eine einfache Lösung für eine verstopfte Nase und mehr verspricht. Investoren Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer erkannten das Potenzial und investierten 600.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Der AspUraclip ist jedoch nicht nur für Erkältungsbeschwerden gedacht, sondern soll auch bei Migräne, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden Linderung verschaffen. Doch was steckt wirklich hinter dem kleinen Clip, und welche Erfahrungen haben Anwender gemacht?

Was ist der AspUraclip?

Der AspUraclip ist ein kleiner, offener Ring aus Silikon, der in die Nase eingeführt wird. Er ist mit ätherischen Ölen getränkt, die je nach Mischung unterschiedliche Wirkungen haben sollen. Aktuell gibt es drei Duftmischungen:

  • aspiraclip fresh: Soll bei Kopfschmerzen, Migräne und Müdigkeit helfen. Die Inhaltsstoffe sind Pfefferminze, Zitrone und Limette.
  • aspiraclip relax: Soll entspannend wirken und beim Einschlafen helfen. Die Inhaltsstoffe sind Lavendel, Mandarine und Melisse.
  • aspiraclip med: Soll Erkältungssymptome lindern. Die Inhaltsstoffe sind Eukalyptus, Thymian und Ravensara.

Der Clip ist unauffällig und kann daher überall verwendet werden, sei es auf der Arbeit, beim Stadtbummel oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Entwicklung und der Deal in "Die Höhle der Löwen"

Wolfgang Kleiner und Vinh-Nghi Tiet entwickelten den Aspira Clip bereits vor einigen Jahren. Nach dem Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ wurde das Unternehmen in „aspUraclip“ umbenannt, da der Name Aspira bereits anderweitig verwendet wurde. Unmittelbar nach der Sendung wurden die AspUraClips beim Verkaufssender QVC vorgestellt und verkauft. Innerhalb von eineinhalb Stunden waren die Clips komplett ausverkauft, wobei 100.000 Stück verkauft und 35.000 weitere Kunden mit Vorbestellungen vertröstet werden mussten.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Die ätherischen Öle im AspUraclip sind sorgfältig ausgewählt und sollen gezielt wirken:

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  • Eukalyptus: Wird traditionell bei Atembeschwerden eingesetzt, bekämpft Viren und Bakterien und hilft bei Husten.
  • Thymian: Wirkt ebenfalls gegen Bakterien und Viren und unterstützt das Immunsystem. Er hilft bei Bronchitis und festsitzendem Schleim.
  • Ravensara: Wirkt antiviral, ist gut hautverträglich und hat einen leicht süßlichen Duft.
  • Limette: Kann bei leichter Übelkeit helfen.
  • Lavendel: Beruhigt und hilft bei nervlicher Belastung und körperlichen Beschwerden.

Aufbau und Anwendung

Der AspUraclip besteht aus hautfreundlichem medizinischem Silikon und ist ergonomisch geformt. Nach dem Einsetzen in die Nase soll bereits nach wenigen Minuten ein erfrischender Effekt eintreten. Es wird empfohlen, die Verpackung aufzubewahren, um den Clip nach der Benutzung darin zu verstauen und so ein Verdunsten der ätherischen Öle zu verhindern. Dadurch soll der Clip bis zu drei Wochen benutzbar bleiben.

Erfahrungen mit dem AspUraclip

Die Erfahrungen mit dem AspUraclip sind gemischt. Einige Anwender berichten von einem schnellen und spürbaren Effekt, insbesondere bei Erkältungsbeschwerden. Sie schätzen die einfache Anwendung und die Möglichkeit, den Clip überallhin mitzunehmen. Andere empfinden das Gefühl in der Nase als gewöhnungsbedürftig und den Duft als nicht ausreichend intensiv.

Einige Tester bemängelten, dass die Verpackung schwer zu öffnen ist und dass sich der Clip auch nach längerer Tragezeit unangenehm anfühlt. Zudem wurde angemerkt, dass das "U" des Clips im Gesicht sichtbar ist und an ein Piercing erinnern könnte.

Trotzdem überwiegen die positiven Stimmen, insbesondere von Anwendern, die eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Medikamenten suchen. Viele schätzen es, eine Erkältung mit pflanzlichen Mitteln behandeln zu können.

AspUraclip gegen Migräne: Was ist dran?

Obwohl der AspUraclip primär für Erkältungsbeschwerden beworben wird, soll die "Fresh"-Variante auch bei Kopfschmerzen und Migräne helfen. Die Kombination aus Pfefferminze, Zitrone und Limette soll eine wohltuende Wirkung haben und die Symptome lindern.

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Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit des AspUraclips bei Migräne belegen, jedoch sind die Inhaltsstoffe für ihre potenziellen Vorteile bekannt:

  • Pfefferminze: Kann Kopfschmerzen lindern und die Muskeln entspannen.
  • Zitrone und Limette: Können Übelkeit reduzieren, die oft mit Migräne einhergeht.

Einige Anwender berichten von positiven Erfahrungen mit dem AspUraclip bei Migräne. Sie empfinden den Duft als erfrischend und beruhigend und berichten von einer Linderung der Kopfschmerzen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Wirkung individuell unterschiedlich sein kann.

Alternativen und Ergänzungen

Wer unter Migräne leidet, sollte den AspUraclip nicht als alleinige Behandlungsmethode betrachten. Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, Migräne zu behandeln und vorzubeugen:

  • Medikamente: Es gibt verschiedene Medikamente, die speziell zur Behandlung von Migräne entwickelt wurden, wie Triptane und Schmerzmittel.
  • Entspannungstechniken: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräne. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation und autogenes Training können helfen, Stress abzubauen und Migräne vorzubeugen.
  • Ernährung: Bestimmte Lebensmittel können Migräne auslösen. Es kann hilfreich sein, ein Ernährungstagebuch zu führen, um mögliche Auslöser zu identifizieren und zu vermeiden.
  • Regelmäßiger Schlaf: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist wichtig, um Migräne vorzubeugen.

Der AspUraclip kann eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Behandlungsmethoden sein, sollte aber nicht als Ersatz für eine ärztliche Beratung oder Behandlung betrachtet werden.

Spravato: Eine Alternative bei Depressionen

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auch andere nasale Anwendungen zu erwähnen, die in der Medizin eingesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist Spravato, ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Esketamin, das in Kombination mit einem Antidepressivum bei therapieresistenter Major Depression eingesetzt wird. Spravato wirkt über einen anderen Mechanismus als der AspUraclip und ist verschreibungspflichtig. Es zeigt, dass nasale Anwendungen in der Medizin durchaus eine Rolle spielen können, jedoch immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen sollten.

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E-Zigaretten und ihre Nebenwirkungen

Ein weiterer Aspekt, der im Zusammenhang mit Inhalatoren und nasalen Anwendungen relevant ist, sind E-Zigaretten. Obwohl E-Zigaretten oft als weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten beworben werden, können auch sie Nebenwirkungen haben.

Häufige Nebenwirkungen von E-Zigaretten sind:

  • Reizung des Mund- und Rachenraums: Propylenglykol (PG), ein Hauptbestandteil von E-Liquids, kann zu Dehydrierung und Reizungen führen.
  • Husten: Insbesondere bei neuen Dampfern kann es zu Husten kommen.
  • Kopfschmerzen: Können durch Dehydrierung oder einen hohen Nikotingehalt verursacht werden.
  • Übelkeit und Schwindelgefühl: Können auf eine zu hohe Nikotindosis hindeuten.
  • Veränderungen des Geschmackssinns: Das sogenannte "Dampfer-Zunge"-Phänomen kann dazu führen, dass bestimmte Geschmacksrichtungen nicht mehr wahrgenommen werden.

Es ist wichtig, sich über die potenziellen Risiken und Nebenwirkungen von E-Zigaretten zu informieren und verantwortungsbewusst damit umzugehen.

Langzeitstudien zu E-Zigaretten

Obwohl es viele Studien zu den kurzfristigen Auswirkungen von E-Zigaretten gibt, sind Langzeitstudien rar. Eine vielbeachtete Studie von Prof. Dr. Riccardo Polosa untersuchte die Auswirkungen des Dampfens auf die Lunge von Personen, die noch nie geraucht hatten. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass selbst intensives Dampfen über einen Zeitraum von 3,5 Jahren keine negativen Auswirkungen auf die Lunge hatte.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dies nur eine Studie ist und weitere Forschung erforderlich ist, um die langfristigen Auswirkungen von E-Zigaretten vollständig zu verstehen.

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