Bewertungen der Neurologie im Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern: Eine umfassende Analyse

Das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern ist ein großes Krankenhaus, das eine Vielzahl von medizinischen Fachrichtungen anbietet, darunter auch die Neurologie. Die Klinik für Neurologie/Geriatrie wird von Prof. Dr. med. Johannes Treib geleitet. Dieser Artikel fasst Patientenbewertungen und Erfahrungen mit der neurologischen Abteilung des Krankenhauses zusammen, um ein umfassendes Bild der Qualität der Versorgung zu vermitteln.

Allgemeine Eindrücke und Erfahrungen

Die Bewertungen der neurologischen Abteilung des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern sind gemischt. Einige Patienten berichten von positiven Erfahrungen, während andere deutliche Kritik äußern. Es gibt Lob für die Kompetenz und Freundlichkeit einzelner Ärzte sowie für die pflegerische Betreuung. Andererseits werden Mängel in der Kommunikation, Organisation und Hygiene bemängelt.

Positive Aspekte

  • Kompetente Ärzte: Mehrere Patienten loben die Kompetenz der Ärzte in der neurologischen Abteilung. Besonders hervorgehoben wird die freundliche und hilfsbereite Art einiger Ärzte, die sich Zeit für die Patienten nehmen und ihre Fragen beantworten. Ein Patient bedankte sich ausdrücklich bei dem Arzt A H aus der Neurologie für die kompetente und sehr freundliche Behandlung in der Notaufnahme.
  • Gute pflegerische Betreuung: Einige Patienten berichten von einer guten pflegerischen Betreuung durch das Personal. Sie fühlen sich gut umsorgt und unterstützt. Eine Patientin, die auf Station 19/4 (Klinik für Innere Medizin 2) behandelt wurde, lobte das freundliche und hilfsbereite Personal, das sich liebevoll um sie gekümmert habe.
  • Erfolgreiche Operationen: Einige Patienten berichten von erfolgreichen Operationen, die von den Ärzten des Klinikums durchgeführt wurden. Ein Patient lobte die Urologie unter der Leitung von Herrn Professor Dr.Loertzer für die freundliche und kompetente Behandlung im Zusammenhang mit einer Prostataentfernung.
  • Stroke Unit: Die Stroke Unit, eine spezialisierte Abteilung für Schlaganfallpatienten, wird von einigen Patienten positiv bewertet. Sie berichten von einer schnellen und kompetenten Behandlung im Verdachtsfall eines Schlaganfalls.

Negative Aspekte

  • Mangelnde Kommunikation: Ein häufiger Kritikpunkt ist die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Patienten. Patienten bemängeln, dass sie nicht ausreichend über ihre Erkrankung und Behandlung informiert werden. Es wird auch kritisiert, dass sich Fachärzte in ihrer Kompetenz angegriffen fühlen, wenn um Rat von anderen Fachärzten gebeten wird.
  • Organisationsmängel: Einige Patienten berichten von Organisationsmängeln im Krankenhaus. Sie bemängeln lange Wartezeiten, fehlende Betten und eine schlechte Koordination zwischen den verschiedenen Abteilungen. Eine Patientin berichtete, dass sie und ihr Sohn wegen ADHS-Testungen auf der Intensivstation untergebracht werden sollten, was sie als unpassend empfand.
  • Hygienemängel: Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Hygiene auf einigen Stationen. Patienten berichten von unsauberen Zimmern, Toiletten und sanitären Einrichtungen. Eine Patientin bemängelte, dass das Reinigungspersonal von Hygiene nicht viel halte und sie mit einem sehr lauten Ton aus dem Zimmer geschickt wurde, als sie auf die Notwendigkeit einer Reinigung hinwies.
  • Empathielosigkeit: Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen mit dem Personal, das als unfreundlich, genervt und empathielos wahrgenommen wird. Ein Patient kritisierte den Oberarzt L. auf der Station 12/1 wegen geringer Wertschätzung, Mobbing und Provokationen.
  • Fehlende Berücksichtigung individueller Bedürfnisse: Einige Patienten bemängeln, dass ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche nicht ausreichend berücksichtigt werden. Ein Patient mit Parkinson-Syndrom erhielt trotz bekannter Colitis ulcerosa weiterhin Vollkost und Medikamente, die Magen-Darm-Beschwerden als Nebenwirkung haben.
  • Borreliose-Behandlung: Kritisiert wird, dass das Team rund um Prof. Dr. med. J. T. immer noch streng nach den Leitlinien der Deutschen Neurologischen Gesellschaft behandelt, die einen positiven Liquor als notwendigen Beweis für eine Neuroborreliose ansehen. Dadurch würden viele Lyme-Borreliose-Patienten nicht behandelt.

Spezifische Kritikpunkte im Detail

Einige Patienten berichten von besonders gravierenden Vorfällen und Fehlbehandlungen. Hier sind einige Beispiele:

  • Fehlende Diagnose und Behandlung eines Parkinson-Syndroms: Ein Patient mit Parkinson-Syndrom wurde in der Neurologie des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern behandelt. Sein Zustand verschlechterte sich jedoch massiv, da seine Colitis ulcerosa nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Er verlor innerhalb von 5 1/2 Wochen 20 kg Gewicht und wurde in einem miserablen Zustand in die Uniklinik Homburg verlegt, wo sich sein Zustand innerhalb einer Woche bereits besserte.
  • Falsche Behandlung eines orthopädischen Notfalls: Ein Patient kam als orthopädischer Notfall in die Klinik, wurde aber auf die Urologie gebracht und nach 4 Stunden ohne Befund nach Hause geschickt.
  • Verwechslung von Patienten vor einer Operation: Ein Patient wurde vor einer Nasenoperation mit einem anderen Patienten verwechselt und in den OP-Raum geführt, obwohl er die OP bereits hinter sich hatte.
  • Eingesperrte Patientin auf der Chirurgie: Eine 80-jährige Patientin mit Verdacht auf Schlaganfall wurde nach anfänglicher Behandlung in der neurologischen Ambulanz ohne weitere Behandlung oder Therapie 5 1/2 Stunden im Warteraum gelassen. Später wurde sie auf die Chirurgie verlegt, wo sie sich eingesperrt fühlte und verwirrt war.
  • Klingelverbot auf der Stroke Unit: Ein Patient auf der Stroke Unit erhielt von einem Pfleger ein Klingelverbot, was dazu führte, dass er sich den Weg zur Toilette verkniff und die Klinik auf eigene Verantwortung verließ.

Empfehlungen und Schlussfolgerungen

Die Bewertungen der neurologischen Abteilung des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern sind sehr unterschiedlich. Während einige Patienten positive Erfahrungen gemacht haben, berichten andere von erheblichen Mängeln in der Versorgung. Potenzielle Patienten sollten sich daher vor einer Behandlung in der neurologischen Abteilung des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern umfassend informieren und die verschiedenen Meinungen und Erfahrungen berücksichtigen.

Es ist ratsam, sich vorab über die behandelnden Ärzte zu informieren und gegebenenfalls eine Zweitmeinung einzuholen. Patienten sollten auch ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche klar kommunizieren und auf eine umfassende Aufklärung über ihre Erkrankung und Behandlung bestehen.

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Das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern sollte die Kritik der Patienten ernst nehmen und Maßnahmen ergreifen, um die Kommunikation, Organisation, Hygiene und Empathie in der neurologischen Abteilung zu verbessern. Eine bessere Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Patienten sowie eine Anpassung der Behandlungsleitlinien an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sind ebenfalls notwendig.

Rehabilitationseinrichtungen für neurologische Erkrankungen

Für die Behandlung einer neurologischen Erkrankung oder nach einem neurochirurgischen Eingriff ist eine neurologische Rehabilitation von großer Bedeutung. Die neurologische Reha zielt darauf ab, Menschen mit einer neurologischen Erkrankung, also einer Störung des Nervensystems, oder Patienten nach einem neurochirurgischen Eingriff zu unterstützen. Sie hilft dem Patienten mit zielgerichteten Maßnahmen dabei, Alltagskompetenzen wiederzuerlangen und in den Alltag zurückzukehren.

Einige herausragende Reha-Einrichtungen für Neurologie in Deutschland sind:

  • Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Werner Wicker Bad Homburg v. d. Höhe
  • ZAR Reha- u. Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale
  • A.R.Z. MediClin Bosenberg Kliniken St. Wendel

Die Deutsche Rentenversicherung Bund misst die Qualität fast aller deutschen Rehabilitationseinrichtungen. Dabei werden die Patienten nach ihrer Rehabilitation befragt, ob es ihnen nach dem Klinikaufenthalt besser geht und wie zufrieden sie mit dem Behandlungsprogramm sind. Außerdem wird geprüft, ob die jeweilige Reha-Einrichtung Therapiestandards für Krankheitsbilder einhält und welches Behandlungsprogramm die Patienten erhalten haben.

Verschiedene erprobte Konzepte und medizinische Instrumente sollen den Patientinnen und Patienten wieder ein möglichst selbstständiges Leben ermöglichen. Dazu gehören unter anderem:

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  • Bobath-Konzept
  • Transkutane elektrische Neurostimulation (TENS)
  • Constraint-induced movement therapy (CIMT)

Auszeichnungen für Ärzte des Westpfalz-Klinikums

Trotz der Kritik an der neurologischen Abteilung wurden einige Ärzte des Westpfalz-Klinikums von Focus-Gesundheit als „Top-Mediziner“ ausgezeichnet. Dazu gehören:

  • Prof. Dr. med. Johannes Treib, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Standort Kaiserslautern (ausgezeichnet für Epilepsie, Demenzen und Akutgeriatrie)

Diese Auszeichnungen basieren auf einer Studie von Focus-Gesundheit, die Informationen zu Behandlungsleistung, Reputation, Qualifikation, wissenschaftlichem Engagement und Serviceangeboten berücksichtigt.

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