Neurologie Weiden im Fokus: Eine umfassende Bewertung des Klinikums und seiner Fachbereiche

Das Klinikum Weiden, als Teil der Kliniken Nordoberpfalz AG, bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, ihr Praktisches Jahr (PJ) zu absolvieren. Die Neurologische Klinik in Weiden erfreut sich dabei sowohl bei PJ-Studenten als auch bei Patienten großer Beliebtheit, weist aber auch Verbesserungspotenzial auf. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Versorgung in Weiden, stützt sich dabei auf Erfahrungsberichte von Studenten und Patienten und gibt einen umfassenden Überblick über die Stärken und Schwächen des Standorts.

Das Praktische Jahr in der Neurologie Weiden: Einblicke und Erfahrungen

Ein PJ-Tertial in der Neurologie Weiden ermöglicht es Medizinstudierenden, ein breites Spektrum an akuten Krankheitsbildern kennenzulernen. Die Klinik verfügt über eine Normalstation mit etwa 30 Betten sowie eine überregionale Stroke Unit mit 9 Betten. Auf der Normalstation wird das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen abgedeckt.

Positive Aspekte für PJ-Studenten

  • Gute Aufnahme im Team: PJ-Studenten werden in der Regel schnell in das Team integriert und einem Arzt oder einer Ärztin zugeteilt. Nach einer anfänglichen Einarbeitungszeit können sie bei Interesse schnell eigene Aufgaben übernehmen.
  • Praktische Erfahrung: Studenten haben die Möglichkeit, in der Notaufnahme und auf der Stroke Unit mitzuarbeiten. Ihnen wird gezeigt, wie Lumbalpunktionen durchgeführt werden, und sie können diese unter Aufsicht regelmäßig üben. Auch bei Ultraschalluntersuchungen können sie dabei sein und selbst schallen.
  • Röntgendemo: Täglich findet eine Röntgendemo statt, in der die Bilder der neurologischen Patienten von den Radiologen besprochen werden.
  • Freie Gestaltung des Tertials: Studenten können ihr Tertial relativ frei gestalten und sich hauptsächlich dort einbringen, wo sie es möchten.
  • Unterkunft und Verpflegung: PJ-Studenten erhalten eine kostenlose, frisch renovierte Wohnung im Schwesternheim mit eigener Küche und Bad. Auch das Mittagessen ist für sie kostenlos.
  • Gutes Arbeitsklima: Das Klima in der Abteilung wird als sehr gut beschrieben. Es gibt gemeinsame Aktivitäten wie Volleyballtraining und Abendessen mit der Pflege.

Verbesserungspotenzial im Studentenunterricht

Ein Kritikpunkt ist der Studentenunterricht. Es gab Zeiten, in denen kein Unterricht stattfand. Nachdem dies bemängelt wurde, wurde er wieder eingeführt, findet aber nur einmal im Monat statt und wird von verschiedenen Fachrichtungen gehalten. Hier besteht noch Verbesserungspotenzial. Es ist jedoch jederzeit möglich, an Fach- oder Hausinternen Fortbildungen teilzunehmen.

Eigeninitiative gefragt

Es wird betont, dass man sich um vieles selbst kümmern muss, was aber kein großer Aufwand sei. Wer Interesse zeigt und Eigeninitiative ergreift, kann in Weiden als PJler viel lernen.

Patientenperspektiven: Erfahrungen und Bewertungen der Neurologie Weiden

Die Erfahrungen von Patienten mit der Neurologie Weiden sind vielfältig. Es gibt sowohl sehr positive als auch negative Rückmeldungen.

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Positive Rückmeldungen

  • Kompetente Ärzte: Viele Patienten loben die Kompetenz der Ärzte, insbesondere im Bereich der Neuroradiologie. Prof. Dr. Thomas Finkenzeller wird mehrfach für seine ausführlichen Erklärungen und seine menschliche Art gelobt. Auch andere Ärzte wie OA Dr. und Chefarzt Dr. Angerer werden positiv erwähnt.
  • Freundliches Personal: Das Pflegepersonal wird oft als freundlich, hilfsbereit und einfühlsam beschrieben.
  • Gute Betreuung: Viele Patienten fühlen sich gut betreut und aufgehoben, sowohl auf der Normalstation als auch auf der Intensivstation.
  • Erfolgreiche Behandlungen: Es gibt Berichte über erfolgreiche Operationen und Behandlungen, beispielsweise bei Aneurysmen im Gehirn oder Stenosen.

Negative Rückmeldungen

  • Lange Wartezeiten: Einige Patienten berichten von langen Wartezeiten in der Notaufnahme oder bei Diagnostikverfahren.
  • Personalmangel: Es wird auf einen chronischen Personalmangel hingewiesen, insbesondere über die Feiertage.
  • Mangelnde Pflege: Einige Patienten bemängeln die Pflege, insbesondere bei hoher Bettenauslastung. Es wird berichtet, dass Patienten nicht ausreichend mit Essen und Trinken versorgt werden oder dass Toilettengänge verwehrt werden.
  • Kommunikationsprobleme: Einige Patienten haben Schwierigkeiten, sich mit den Ärzten zu verständigen, da diese nicht gut Deutsch sprechen.
  • Unfreundliches Personal: Es gibt auch Berichte über unfreundliches Personal, insbesondere Krankenschwestern.
  • Fehlende Informationen: Einige Patienten fühlen sich nicht ausreichend über ihre Behandlung informiert.
  • Falsche Diagnosen: In Einzelfällen wird von falschen Diagnosen oder Abweisung in der Notaufnahme berichtet.

Spezifische Kritikpunkte

  • Behandlung von Schmerzpatienten: Ein Patient kritisiert die Behandlung von chronischen Schmerzpatienten und wirft den Ärzten Inkompetenz und Überheblichkeit vor.
  • Organisation in der Notaufnahme: Ein anderer Patient kritisiert die Organisation in der Notaufnahme und bemängelt lange Wartezeiten, fehlende Bettdecken und mangelnde Patientensicherheit.
  • OP-Planung: Ein Patient berichtet von einer schlechten OP-Planung und unnötigen Verschiebungen.

Neuroradiologisches Zentrum Nordostbayern am Klinikum Weiden

Das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern am Klinikum Weiden unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Finkenzeller wird besonders hervorgehoben. Patienten loben seine Kompetenz, seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, und seine menschliche Art. Er nimmt sich Zeit für seine Patienten und beantwortet geduldig alle Fragen.

Dr. med. Cornelia Radeck: Eine beliebte Neurologin in Weiden

Dr. med. Cornelia Radeck wird als freundliche und kompetente Ärztin beschrieben, die sich viel Zeit für ihre Patienten nimmt. Allerdings gibt es auch Kritik an einigen Arzthelferinnen, die als unfreundlich wahrgenommen werden. Die Praxisorganisation wird als stressig und laut beschrieben.

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