Der Busch von guten Nerven: Pflege und Anwendung von Jiaogulan und anderen Kräutern

Die Welt der Kräuter ist vielfältig und bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sowohl in der Küche als auch für die Gesundheit. Dieser Artikel widmet sich der Pflege und Anwendung verschiedener Kräuter, insbesondere des Jiaogulan, auch bekannt als "Busch von guten Nerven", sowie weiterer beliebter Kräuter wie Thymian, Kamille, Rosmarin, Lavendel, Mädesüß, Salbei, Ringelblume, Petersilie, Minze, Zitronenmelisse und Arnika.

Jiaogulan: Das Kraut der Unsterblichkeit

Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum), auch bekannt als "Amachazuru" in Japan ("süße Tee-Ranke"), ist eine Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, die in den bergigen Regionen Südchinas beheimatet ist. Die frühesten Aufzeichnungen aus China datieren um das Jahr 1400 n.Chr. Ein Aufguss aus den süß-herb schmeckenden Blättern wird seit Jahrhunderten in den bergigen Regionen Südchinas als ein belebender, verjüngender, täglich getrunkener Tee verwendet. In der Provinz Guizhou wird der überdurchschnittliche Anteil an über 100-Jährigen auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuss von Jiaogulan-Tee zurückgeführt. Seit einigen Jahren wird dieses Kraut aber nicht nur in China und Japan, sondern auch in den USA zunehmend beliebter als preisgünstige Alternative zu Ginseng. Die Inhaltsstoffe sind ja tatsächlich zum Teil mit denen von Ginseng identisch.

Anbau und Pflege von Jiaogulan

Jiaogulan ist eine leicht zu ziehende Rankpflanze. Die Pflanze wächst in guter, nährstoffreicher Erde schnell, und man kann schon nach wenigen Wochen ernten. Ihr idealer Standort ist halbschattig und windgeschützt. Man kann sie z.B. an Maschdrahtzäunen hochranken lassen oder als Bodendecker nutzen. Sie trägt kleine Beeren, welche im Reifeprozess ihre Farbe von grün bis fast schwarz wechseln. Im Herbst zieht sie ein, und treibt aus Rhizomen im nächsten Frühjahr wieder aus. Die Vermehrung erfolgt über Saatgut und Rhizome. Unsere Pflanzen entstammen einer Herkunft, wo sie bis mindestens -18°C winterhart sind.

Viele Gärtner haben positive Erfahrungen mit Jiaogulan gemacht. Einige pflanzen sie in Hochbeete, wo sie wie Unkraut wuchert, während andere sie in Töpfen auf dem Balkon ziehen, wo sie an Rankhilfen emporwächst. Es ist wichtig zu beachten, dass Jiaogulan in den ersten Wochen nach dem Pflanzen etwas "mickrig" aussehen kann, sich aber bei richtiger Pflege schnell entwickelt.

Verwendung und gesundheitliche Vorteile

Der Tee aus den Blättern ist wohlschmeckend, und lässt sich sowohl aus getrockneten, als auch frischen Blättern zubereiten, wobei die frischen Blätter einfach besser schmecken. Mit den jungen, knackigen Triebspitzen lassen sich Salate um eine angenehme, exotische Komponente bereichern. Wenn Sie den Geschmack von echtem Ginseng kennen, werden Sie beim Naschen von den frischen Triebspitzen der Pflanze einen ganz ähnlichen, lakritzartigen Geschmack auf der Zunge haben: Dieser kommt hauptsächlich von den wirksamen Bestandteilen der Pflanze, den Gypenosiden und den Ginsenosiden.

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Jiaogulan wird oft als Adaptogen bezeichnet, was bedeutet, dass es dem Körper hilft, sich an Stress anzupassen und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keinerlei Nebenwirkungen im Gebrauch, und wirkt immer ausgleichend, balancierend. Es wird auch Frauenginseng genannt, weil Jiaogulan für Frauen besser verträglich ist. Während Ginseng nur etwa 20 Saponine enthält, sind in Gynostemma über 80 Saponine nachweisbar. Es wird angenommen, dass Jiaogulan folgende gesundheitliche Vorteile bietet:

  1. Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside.
  2. Cholesterinsenkend: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride.
  3. Schutz vor Schlaganfall und Herzinfarkt: Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodass die Gefahr, dass lebensbedrohliche Blutgerinnsel entstehen, erheblich sinkt.
  4. Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstützt.
  5. Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng (Panax Ginseng) in einer Menge von 0,001% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid.
  6. Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem: Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt.

Jiaogulan wirkt auch bei Tieren, egal ob Pferd oder Maus. Dieses wurde durch klinische Tests an Ratten, Kaninchen und Hunden nachgewiesen. Es kann daher gut dem Tierfutter beigemischt werden.

Jiaogulan-Sekt-Rezept

Einige Liebhaber von Jiaogulan haben kreative Wege gefunden, das Kraut zu genießen. Hier ist ein Rezept für Jiaogulan-Sekt:

  1. Nehmen Sie eine Handvoll oder mehrere Händevoll Jiaogulan-Ranken, die vorher gewaschen und trockengetupft wurden.
  2. Wringen Sie diese so stark wie möglich, gebe das zerknüllte Jiaogulan in ein Glasgefäß.
  3. Füllen Sie mit einer Flasche gut gekühltem Sekt auf, und zerdrücken Sie das jetzt mit Sekt bedeckte Jiaogulan nochmals mit einem Löffel. Wichtig ist, dass möglichst viele Blatt- und Stängelzellen zerplatzen.
  4. Dann stellen Sie das Ganze 1-2 Stunden in den Kühlschrank, stampfen und drücken noch ein letztes Mal, und geben das grüne Gebräu durch ein feines Sieb in eine Karaffe - fertig!

Weitere Kräuter und ihre Pflege

Neben Jiaogulan gibt es eine Vielzahl anderer Kräuter, die in der Küche und für die Gesundheit von großem Wert sind. Hier sind einige beliebte Beispiele:

Thymian

Thymian ist ein mediterranes Kraut, das vielseitig in der Küche eingesetzt werden kann. Seine ätherischen Öle wirken antibakteriell, antibiotisch, schleimlösend, krampflösend und entzündungshemmend. Ein Thymiantee hilft bei Infekten der oberen Luftwege und bei Blähungen.

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Kamille

Kamille ist bekannt für ihre entzündungshemmenden, krampflösenden, antimikrobiellen und wundheilungsfördernden Eigenschaften. Kamillentee kann bei Entzündungen des Zahnfleischs, Halsschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden helfen.

Rosmarin

Rosmarin hat eine durchblutungsfördernde und erwärmende Wirkung. Innerlich angewendet fördert Rosmarin die Verdauung.

Lavendel

Lavendel wirkt wohltuend auf Nerven und Psyche. Er kann Stress abbauen und für einen ruhigen Schlaf sorgen.

Mädesüß

Mädesüß wirkt zusammenziehend auf die Schleimhäute und hilft gegen Erkältungskrankheiten. Es enthält Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester und soll harntreibend wirken.

Salbei

Salbei wirkt antibakteriell und antiviral und hilft bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Seine Bitterstoffe regen die Gallenproduktion an und helfen bei der Fettverdauung.

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Ringelblume

Die Ringelblume wirkt antibakteriell, schleimlösend und wundheilend. Sie wird traditionell zur Linderung und Heilung von Hautbeschwerden, Frauenleiden und als Krampflöser genutzt.

Petersilie

Petersilie wirkt entwässernd und liefert eine hohe Dosis Vitamin C. Sie kann bei Fastenkuren und Harnwegsinfekten helfen.

Minze

Minze regt die Gallensaftproduktion an und erleichtert die Verdauung. Minzöl kann Spannungskopfschmerzen lösen und die Symptome von Erkältungskrankheiten lindern.

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse wirkt beruhigend, stimmungsaufhellend und kann Verdauungsbeschwerden lindern. Sie hat auch antivirale Eigenschaften.

Arnika

Arnika wirkt gegen Schwellungen, Prellungen und Blutergüsse. Sie wird äußerlich in Form von Tinkturen oder Umschlägen angewendet.

Feigenbaum Pflege

Der Feigenbaum (Ficus carica) ist eine alte Kulturpflanze, die vor allem im Mittelmeerraum angebaut wird. Die Frage nach der Winterhärte ist eine entscheidende, wenn nicht gar die wichtigste Frage beim Feigenbaum pflegen. Hilfreich ist, dass die Feige laubabwerfend ist. Sie verliert also zu ihrem eigenen Schutz im Herbst die Blätter.

Standort und Pflanzung

Der beste Standort ist ein vollsonniger Platz im Garten. Als mediterranes Gehölz liebt es die Feige, von morgens bis abends von der Sonne beschienen zu werden! Ein empfehlenswerter Standort ist zum Beispiel auch eine Hauswand. Sie schützt die Feige vor Wind und gibt nachts Wärme ab, die tagsüber gespeichert wurde. Als bester Zeitpunkt für das Auspflanzen empfehlen wir den Frühling - und zwar dann, wenn die Gefahr für Spätfröste vorbei ist.

Gießen und Düngen

Nach dem Auspflanzen müsst ihr den Feigenbaum pflegen und wiederholt angiessen. Das macht ihr in den ersten fünf Tagen am besten täglich, denn dadurch erleichtert ihr das Anwurzeln spürbar. Wenn die Feige angewachsen ist, müsst Ihr sie nur noch giessen, wenn es sehr trocken ist. Verteilt ein bis zwei Hände organischen Dünger wie Hornspäne doer Schafwollpellets im Wurzelbereich, und harkt sie ein wenig ein.

Schnitt

Sowohl im Freiland als auch als Kübelpflanze muss man die Feige immer wieder schneiden. Ihre Wuchsfreude lässt sie ansonsten zu gross werden. Beim Erziehungsschnitt im ersten Frühjahr nach der Pflanzung wird ein stabiles Gerüst aus Haupttrieben und Nebentrieben entwickelt. Wir entfernen im Februar oder März schwache, alte und kranke Triebe, und kürzen Seitentriebe ein.

Winterschutz

Für alle Feigensorten gilt: Sie sind bedingt winterhart. Sie können nach etwa 3 Jahren im Garten und mit genügend dicken Ästen bis zu -16 °C aushalten. Wenn ihr in einer Region mit rauen Wintern wohnt, kann es sich lohnen, die Feige im Kübel geschützt zu überwintern. Ein Winterquartier sollte unbedingt kühl (5-13°C) sein, Licht braucht es nicht unbedingt.

Rosen Pflege

Der Rückschnitt von Rosen im Frühlling, Sommer und Herbst ist mit die wichtigste Pflegemaßnahme. Das wichtigste Werkzeug beim Zurückschneiden von Rosen ist sicherlich die Schere. Der Weg zum richtigem Roseschnitt hängt stark von der individuellen Situation am Standort, den verwendeten Rosensorten und auch den Erwartungen des Gärtners ab.

Schnitt

Totes, vertrocknetes Holz wird immer soweit wie möglich an der Basis entfernt. Im Frühjahr, mit dem Hauptschnitt. Ist der Strauch insgesamt zu kompakt kann er durch herunterbiegen und fixieren der außen wachsenden Triebe etwas aufgespreizt werden. Bei viele Jahre nicht geschnittenen Rosen die vergreisen ist die Rose komplett zurückschneiden (auf Stock setzen) oft die einzige Möglichkeit wieder ein ansehnliches Exemplar zu erhalten.

Sommerschnitt

Sommerschnitt, nach der Rosenblüte im Juni/Juli und je nach Sorte nach jeder weiteren Blütephase bis ca. schneiden Sie nach der Blüte 2-3 Augen unterhalb des Blütenansatzes. Je nach Sorte ganze Blütenbüschel oder einzelne Blüten. Im zeitigem Frühjahr oder auch schon im Herbst (nach Ende der Vegationsphase) ist die richtige Zeit für den Formschnitt. Wenn Sie bereits im Herbst schneiden sollten Sie etwas Reserve für eventuelles Zurückfrieren über den Winter stehen lassen.

Hibiscus Pflege

Hibiscus ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die fast ganzjährig blüht, wenn sie warm steht. Die einzige Voraussetzung ist ein warmer Stand bei Temperaturen zwischen 17 und 28 Grad Celsius. Da die Pflanzen auch gut Sonne vertragen können - mit Ausnahme von Prallsonne hinter der Fensterscheibe - sind sie ideal für einen Stand im beheizten Wohnzimmer. Um die dort geringere Luftfeuchtigkeit auszugleichen, wird häufiger mit warmem Wasser gesprüht.

Integrative Medizin

Die Integrative Medizin ist eine einzigartige Verbindung von moderner, konventioneller Medizin (sog. Schulmedizin) mit gesundheitsfördernder Lebensstilmodifikation und wissenschaftlich fundierter Naturheilkunde. Sie eröffnet neue Perspektiven, die eine nachhaltige und langfristige Besserung Ihres Gesundheitszustandes ermöglichen sollen!

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