Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Diese Kopfschmerzen sind oft von Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet. Während viele Betroffene von konventionellen Behandlungen wie Triptanen, NSAR, Gepanten/Ditanen (akut) und Betablockern, Topiramat oder CGRP-Antikörpern (Prophylaxe) profitieren, gibt es einen relevanten Anteil, der unzureichend auf diese Therapien anspricht oder sie schlecht verträgt. Vor diesem Hintergrund rückt der Anwendungsfall von Cannabidiol (CBD) Öl bei Migräne zunehmend in den Fokus.
Migräne: Eine komplexe neurologische Störung
Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Es handelt sich um eine komplexe neurologische Störung, bei der genetische Veranlagungen, neurovaskuläre Mechanismen und gestörte Signalwege im Gehirn interagieren. Veränderungen im Serotoninhaushalt spielen Studien zufolge eine wichtige Rolle, ebenso die Aktivität des Trigeminusnervs, der Schmerzsignale an das Gehirn übermittelt. Zusätzlich wurden bei vielen Betroffenen Entzündungsprozesse im Gehirn nachgewiesen, ebenso eine gesteigerte neuronale Erregbarkeit ("kortikale Spreading-Depression"). Auch wurde in Forschungsarbeiten ein Zusammenhang zwischen Migräne und einem Mangel an körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoiden) festgestellt.
Das Endocannabinoid-System und seine Rolle bei Migräne
Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein komplexes Netzwerk im Körper, das unter anderem Schmerz, Entzündungen, Stimmung, Schlaf und Stressempfinden beeinflusst. Es besteht hauptsächlich aus der körpereigenen Substanz Anandamid und seinem Rezeptor. Wenn Nervenzellen z.B. wegen Stress außer Kontrolle geraten, wird Anandamid freigesetzt. Dieses sorgt dafür, dass die Neuronen wieder die normalen Aktivitäten aufnehmen und der empfundene Stress abnimmt. Das Anandamid und seine Rezeptoren befinden sich zwar in erster Linie im Gehirn, aber auch an anderen Stellen im Körper. Und somit greift es auch in diverse Vorgänge wie Schlaf, Schmerzempfinden, Verdauung, Nervensystem und Entzündungsreaktionen ein.
Cannabinoide können die trigeminovaskuläre Schmerzbahn dämpfen. CB1-Rezeptoren sitzen in schmerzleitenden Neuronen des Trigeminus und im Hirnstamm, CB2-Rezeptoren auf Immun- und Gliazellen. In einem Tiermodell konnten Akerman et al. (2007, Br J Pharmacol 152:775-785) zeigen, dass die Aktivierung von CB1-Rezeptoren die neurale Aktivität im trigeminovaskulären System hemmt und so potenziell migränerelevante Schmerzen moduliert.
Zusätzlich wird ein "klinischer Endocannabinoid-Mangel" als möglicher Pathomechanismus bei Migräne diskutiert. Diese Hypothese stützt sich auf Befunde erniedrigter Anandamid-Spiegel bei Migränepatient:innen und könnte erklären, warum eine exogene Cannabinoidgabe Symptome lindert (Russo 2016, Cannabis Cannabinoid Res 1:154-165).
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Indirekte Mechanismen sind ebenfalls denkbar: THC kann das Schmerz- und Stresssystem dämpfen, CBD wirkt über 5-HT1A- und TRPV-Rezeptoren anxiolytisch und entzündungshemmend. Beide Substanzen beeinflussen zudem Schlaf und Stressverarbeitung, die als Trigger für Migräneattacken gelten (Nicholson et al. 2004, J Psychopharmacol 18(1):14-24).
Wie CBD bei Migräne wirken könnte
CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System, einem ebenfalls sehr komplexen Netzwerk im Körper, das unter anderem Schmerz, Entzündungen, Stimmung, Schlaf und Stressempfinden beeinflusst. CBD beeinflusst unter anderem den 5-HT1A-Serotoninrezeptor, der an der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist. Allerdings: Viele diese Annahmen basieren auf Tiermodellen oder präklinischen Untersuchungen. Klinische Studien am Menschen sind noch nicht ausreichend vorhanden bzw. beziehen sich auf Kombinationen von THC und CBD. CBD-Moleküle docken genau an diesem System an und können sich daher gesundheitsfördernd auswirken. CBD wirkt schmerzstillend, entkrampfend, angstlösend, antipsychotisch und generell beruhigend. Darüber hinaus wird dem Cannabidiol nachgesagt entzündungshemmend, antibakteriell und antikanzerogen zu sein sowie bei Übelkeit zu helfen.
Cannabis enthält Wirkstoffe wie THC und CBD, die mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) interagieren. Migräne und Cannabinoiden hinweist.
- Schmerzlinderung: THC und CBD binden an Cannabinoid-Rezeptoren, wodurch die Schmerzintensität sinken kann.
- Entzündungshemmung: Cannabinoide können entzündungsfördernde Prozesse hemmen, die bei Migräneattacken eine Rolle spielen.
- Muskelentspannung: Cannabis kann verspannte Nacken- und Schultermuskeln lösen.
- Stressreduktion: Stress ist ein häufiger Trigger für Migräne; Cannabis kann das Wohlbefinden verbessern.
Studienlage zu CBD Öl bei Migräne
Die bisherige Evidenz zu Cannabisarzneien bei Migräne ist sehr begrenzt. Retrospektive Daten deuten darauf hin, dass medizinisches Cannabis die Migränefrequenz reduzieren und Attacken abmildern kann (Rhyne et al. 2016, Pharmacotherapy 36:505-510). In einer kleinen randomisierten Studie bei Medication-Overuse-Headache (MOH) war Nabilon Ibuprofen überlegen, u. a. bei Kopfschmerztagen und Analgetikakonsum (Pini et al. 2012, J Headache Pain 13:…)*. Präklinische Arbeiten zeigen, dass Cannabinoide die trigeminovaskuläre Schmerzbahn hemmen und einen hypothetischen Endocannabinoid-Mangel ausgleichen könnten (Akerman et al. 2007, Br J Pharmacol 152:775-785; Russo 2016, Cannabis Cannabinoid Res 1:154-165).
Die Studienlage zu "reinem" CBD Öl gegen Migräne und Kopfschmerzen ist noch im Aufbau. Einzelne Betroffene berichten von positiven Erfahrungen mit CBD Öl bei Migräne - etwa weniger Attacken, geringere Intensität oder bessere Regeneration. Studien zu CBD bei Kopfschmerzen zeigen Potenzial, sind aber heterogen. Besonders zu reinem CBD braucht es mehr hochwertige Daten.
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Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 liefert vorsichtig optimistische Ergebnisse. Sie zeigt, dass CBD zumindest theoretisch gut helfen könnte. Und: Bereits jetzt berichten viele Betroffene von einer Linderung ihrer Schmerzen durch CBD.
Das Review im Journal of the American Academy of Physician Assistants analysierte vorhandene Forschungsdaten zu CBD und Migräne und bewertete die Erkenntnisse. Das Ergebnis: Zwar kann CBD theoretisch über das Endocannabinoid-System ( ECS) Einfluss auf Migräneanfälle haben, die bisher vorliegenden klinischen Studien sind jedoch zu heterogen, um eine klare Empfehlung auszusprechen. Die Autoren betonen deshalb, dass CBD zum aktuellen Zeitpunkt nicht als primäre Migränebehandlung empfohlen werden kann. Aber: Viele Patienten erleben den Autoren zufolge subjektiv positive Wirkungen auf ihre Migräne. Die Forscher sehen deshalb ein großes Potenzial in CBD.
Überblick über relevante Studien
- Retrospektive Klinikdaten: Rhyne et al. (2016, Pharmacotherapy 36:505-510) werteten die Daten von Patient:innen mit Migräne aus, die medizinisches Cannabis nutzten. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten sank die mittlere Migränefrequenz von 10,4 auf 4,6 Attacken pro Monat. Viele Betroffene berichteten außerdem von kürzeren Attackendauern und weniger Übelkeit. Dies sind jedoch Beobachtungsdaten ohne Placebokontrolle.
- Randomisierte Studie bei Medication-Overuse-Headache (MOH): Pini et al. (2012, J Headache Pain 13:…)* führten eine randomisierte Studie mit Patient:innen mit chronischer Migräne und MOH durch. Verglichen wurde Nabilon (synthetisches THC-Derivat) mit Ibuprofen über acht Wochen. Nabilon war Ibuprofen überlegen in Bezug auf Kopfschmerztage, Analgetikakonsum und Lebensqualität.
- Register- und Beobachtungsdaten: Häuser et al. (2019, Schmerz 33(2):139-148) analysierten deutsche Registerdaten zu medizinischem Cannabis bei chronischen Schmerzen. In der Subgruppe mit Migräne/Kopfschmerz berichteten viele Patient:innen über Schmerzlinderung und weniger Medikamentenbedarf.
- Studie aus dem Jahr 2024: Die Inhalation der Cannabisdrogen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) hat in einer ersten randomisierten Studie die Dauer von Migräneattacken verkürzt.
Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2024
Dazu ließen sie 92 Migränebetroffene zu Beginn des Migräneanfalls den Inhalt einer genau dosierten Cannabiskapsel mithilfe eines Verdampfers inhalieren.
Eine Gruppe erhielt Kapseln, die 6 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) enthielten. Dieser Wirkstoff der Pflanzen ist unter anderem für die berauschende Wirkung zuständig, er wirkt aber auch gegen Schmerzen, Krämpfe und Übelkeit.
Eine weitere Gruppe atmete 11-prozentiges Cannabidiol (CBD) ein. Dieser Hanfwirkstoff hat keine berauschende Wirkung, wird aber in der Medizin gegen Stress oder Schmerzen eingesetzt.
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Eine dritte Gruppe erhielt beide Wirkstoffe in gleicher Menge. Eine vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe und atmete nur wirkstofffreien Blütenextrakt ein.
Die im Schnitt rund 40-jährigen Teilnehmenden wurden darüber informiert, dass eine berauschende Wirkung auftreten könne, aber nicht müsse.
Insgesamt behandelten die Patientinnen und Patienten 247 Migräneattacken mit den Hanfkapseln. Nach zwei Stunden war jeweils ein gewisser Anteil der Betroffenen in allen Gruppen schmerzfrei:
- 34,5 Prozent in der THC/CBD-Gruppe
- 27,9 Prozent in der reinen THC-Gruppe
- 22,8 Prozent in der reinen CBD-Gruppe
- 15,5 Prozent in der Placebogruppe
Bei 67,2 Prozent der Betroffenen aus der THC/CBD-Gruppe hatten sich die Schmerzen nach zwei Stunden zumindest reduziert, in der Placebogruppe war das nur bei 46,6 Prozent der Teilnehmenden der Fall.
Auch andere unangenehme Migränesymptome konnte die Cannabistherapie lindern, darunter Licht- und Geräuschempfindlichkeit.
- 60,3 Prozent in der THC/CBD-Gruppe
- 47,5 Prozent in der reinen THC-Gruppe
- 40,4 Prozent in der CBD-Gruppe.
- 34,5 Prozent in der Placebogruppe
Die typischen Nebeneffekte von Hanfkonsum wie Euphorie oder kognitive Veränderungen traten in allen Gruppen auf. In der Placebogruppe verspürten diese aber nur 1,5 Prozent.
Das vorläufige Ergebnis der Studie zeigt, dass die Kombination aus THC und CBD gegen Migräneattacken am wirksamsten zu sein scheint.
Formen der Einnahme von CBD
Für viele Nutzer ist CBD Öl bei Kopfschmerzen die erste Wahl, da es flexibel dosiert und sublingual (unter der Zunge) aufgenommen werden kann. So gelangt CBD über die Mundschleimhaut schneller in den Blutkreislauf. Die Wirkung kann individuell variieren. Bei oraler Einnahme gelangt CBD entweder über die Mundschleimhaut (CBD Öl) oder über die Magenschleimhaut (CBD-Kapseln oder -Gummis) in den Blutkreislauf.
CBD gibt es in sehr unterschiedlichen Formen und Produkten. Wer schon mal in einem CBD-Shop war, kennt die diversen Produkte wie Pasten, Salben, Kapseln, Sprays, Öle, Kaugummis, Schokoladen, Cookies, Gummibärchen…
- CBD Vaporisieren: Dies ist eine wunderbare Möglichkeit, um sofortige Linderung zu erhalten, da die Wirkung praktisch sofort einsetzt.
- CBD-Öl: In Tropfenform zur sublingualen Einnahme.
- CBD-Kapseln: Zur oralen Einnahme.
- CBD-Gummis: Zur oralen Einnahme.
Dosierung von CBD Öl bei Migräne
Beginnen Sie „low and slow“: Starten Sie mit einer geringen Tagesdosis und erhöhen Sie wöchentlich, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist. Für akute Beschwerden bevorzugen viele Sublingual-Tropfen (Wirkeintritt typischerweise in 15-45 Minuten), zur Prophylaxe nutzen einige Anwender eine gleichmäßige Tagesdosis, oft morgens und abends. Für erfahrene Nutzer können höhere Konzentrationen (z. B. In unserer ausführlichen Anleitung finden Sie Dosierungstabellen für alle üblichen CBD Produkte. Tipp: Führen Sie ein kurzes Kopfschmerztagebuch (Trigger, Intensität, Dauer, Dosis/Produkt). Enthält ca.
Bei akuter Migräne (seit Einnahme fast 3 mal gehabt und erfolgreich mit CBD bekämpft) haben sich bei mir und einem anderen Familienmitglied beispielsweise 8 Tropfen mit 5% Hanföl mit CBD bewährt. Prophylaktisch nehme ich (zusammen mit meiner Familie) allerdings nur pro Tag 3 bis 5 (12 bis 15) CBD Tropfen (5%) ein. Eine allgemeine Verbesserung des Wohlbefindens ist dabei deutlich zu bemerken.
Qualität von CBD-Produkten
Achten Sie beim Kauf auf transparente Qualität: unabhängige Laboranalysen (Cannabinoidprofil, Terpene, Rückstände), schonende Extraktion (z. B. CO₂), nachvollziehbare Herkunft der Hanfpflanzen und klare Dosierhinweise. Generell gilt: CBD-Produkte mit THC unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte sind in Deutschland frei verkäuflich. Da der CBD-Markt noch nicht einheitlich reguliert ist, unterscheiden sich Reinheit, Konzentration und Inhaltsstoffe teils erheblich. Auch in der Studie von 2025 warne die Autoren ausdrücklich vor ungetesteten Produkten und unterstreichen die Bedeutung unabhängiger Laboranalysen.
Sicherheit und Nebenwirkungen von CBD
CBD wird insgesamt gut vertragen. Häufig sind Müdigkeit/Schläfrigkeit und gastrointestinale Beschwerden; in hohen Dosen wurden Leberenzymerhöhungen beschrieben - besonders bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente, daher bei höheren Dosen Leberwerte kontrollieren (Devinsky et al. 2017, N Engl J Med 376:2011-2020).
In retrospektiven Migräne-Kohorten wurden Nebenwirkungen überwiegend als mild bis moderat eingestuft; am häufigsten Müdigkeit und Schwindel. Therapieabbrüche erfolgten meist wegen Sedierung oder unerwünschter psychoaktiver Effekte (Rhyne et al. 2016, Pharmacotherapy 36:505-510).
Das Nebenwirkungsprofil ist dosisabhängig und meist mild bis moderat. Risiken lassen sich durch niedrige Startdosen, langsame Titration, abendliche Einnahme und Überprüfung der Begleitmedikation reduzieren (Pini et al. 2012, J Headache Pain 13:…; Nicholson et al. 2004, J Psychopharmacol 18(1):14-24; Devinsky et al.
Insgesamt ist CBD sehr viel besser verträglich als klassische Migräne-Medikamente oder THC-haltige Cannabispräparate. Trotzdem kommt es nicht ganz ohne Nebenwirkungen aus.
- Mögliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindel, ein trockener Mund, niedriger Blutdruck, Magen-Darm-Verstimmungen sowie Veränderungen in Appetit und Gewicht möglich.
Paradoxerweise wird berichtet, dass CBD in einigen Fällen Kopfschmerzen auslösen oder verstärken kann, obwohl es oft zur Linderung von Kopfschmerzen verwendet wird. Die Reaktionen auf CBD können individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Es wird empfohlen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese langsam zu steigern, um die individuelle Verträglichkeit zu testen. Bei anhaltenden oder verstärkten Kopfschmerzen sollte die Anwendung von CBD unterbrochen und ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
CBD kann Enzyme der Leber (v. a. CYP450) beeinflussen und so die Blutspiegel verschiedener Medikamente verändern. CBD kann den Abbau mancher Wirkstoffe beeinflussen. NSAIDs wie Naproxen, Ibuprofen oder Aspirin können unabhängig davon den Blutdruck erhöhen oder Magen/Darm reizen. Bei Kombination empfiehlt sich ärztliche Rücksprache und ggf. Direkte Daten fehlen, theoretische Interaktionen sind aufgrund der Leberenzym-Beteiligung möglich. Bei trizyklischen Antidepressiva kann CBD sedierende und blutdrucksenkende Effekte verstärken. Es werden mögliche Wechselwirkungen zwischen CBD und Betablockern beschrieben, die oft zur Migräneprophylaxe eingesetzt werden. Wir haben die Wechselwirkungen von CBD mit 140 Medikamenten und Medikamentenarten analysiert. CBD kann den Medikamentenstoffwechsel beeinflussen. Bei Triptanen, Antidepressiva, Betablockern und NSAIDs ist Vorsicht geboten. Besonders wichtig: CBD kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren, die über Leberenzyme abgebaut werden. Dazu zählen manche Blutverdünner, Antidepressiva oder auch einige Migräneprophylaxe-Medikamente.
Additive Sedierung bei Kombination mit Antiemetika/H1-Antihistaminika, Benzodiazepinen, Z-Drugs oder Opioiden (Nicholson et al. 2004, J Psychopharmacol 18(1):14-24).
CBD kann CYP2C19/CYP3A4 hemmen; bei Komedikation (z. B. Trizyklika, Topiramat, teils Betablocker) auf Wechselwirkungen achten und klinisch monitoren (Devinsky et al. 2017, N Engl J Med 376:2011-2020).
Unter THC/Nabilon: bis zur stabilen Einstellung kein Führen von Fahrzeugen; Vorsicht bei orthostatischer Hypotonie (Nicholson et al. 2004, J Psychopharmacol 18(1):14-24).
Praktische Konsequenzen und Empfehlungen
Bis belastbare Daten vorliegen, bleibt der Einsatz bei Migräne einzelfallbasiert mit niedrigen Startdosen, langsamer Titration, abendlicher Gabe bei THC-haltigen Präparaten und engmaschiger ärztlicher Kontrolle (Rhyne et al. 2016; Pini et al. 2012; Nicholson et al. 2004).
Wer CBD Öl gegen Migräne und Kopfschmerzen testen möchte, beginnt am besten mit einer niedrigen Dosis, steigert langsam, dokumentiert Wirkung und Nebenwirkungen und stimmt die Anwendung - besonders bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme - mit dem behandelnden Arzt ab.
Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei plötzlich einsetzenden, sehr starken („Donnerschlag“-artigen) Kopfschmerzen, anhaltendem Fieber/Nackensteife, neurologischen Ausfällen (z. B. Lähmung, Sprachstörungen, Sehstörungen), Kopfschmerzen nach Kopfverletzung, in der Schwangerschaft oder bei Kindern.
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