Cannabis-Entzug und Dopamin: Ein umfassender Überblick

In unserer heutigen Gesellschaft, die von zunehmenden Ängsten geprägt ist, suchen viele Menschen nach Wegen, um mit Stress und psychischen Belastungen umzugehen. Benzodiazepine wie Xanax werden oft verschrieben, um Angstzustände, Panikattacken und Schlaflosigkeit zu behandeln. Allerdings bergen diese Medikamente ein hohes Abhängigkeitspotenzial. CBD (Cannabidiol) könnte hier eine natürliche Alternative oder Ergänzung sein, da es angstlösend wirken und bei der Entwöhnung von Benzodiazepinen unterstützen kann, ohne selbst abhängig zu machen.

Die Wirkung von Benzodiazepinen

Unser Gehirn wird ständig von einer Flut von Reizen überflutet. Der Neurotransmitter GABA (Gamma-Aminobuttersäure) spielt eine entscheidende Rolle, indem er stress- und angstauslösende Reize bremst und unsere Handlungsfähigkeit aufrechterhält. Benzodiazepine erhöhen die Empfänglichkeit der GABA-Rezeptoren im Gehirn. Wenn GABA an diese Rezeptoren bindet, wird die Erregung der Nervenzellen reduziert, was zu einer Beruhigung, Entspannung und Angstlösung führt.

Xanax-Sucht und Entzug

Die regelmäßige Einnahme von Xanax (Alprazolam) oder anderen Benzodiazepinen über einen längeren Zeitraum birgt ein erhebliches Risiko der Abhängigkeit. Es entwickelt sich eine Toleranz gegenüber dem Wirkstoff, wodurch immer höhere Dosen erforderlich sind, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Zudem wirken Benzodiazepine nur kurzfristig und bekämpfen lediglich die Symptome. Ein plötzliches Absetzen oder eine nachlassende Wirkung führen häufig zu Entzugserscheinungen, wie:

  • Ängste und Panikattacken
  • Schlaflosigkeit
  • Stimmungsstörungen bis hin zu Selbstmordgedanken
  • Muskelzittern, -krämpfe und -schmerzen
  • Schwitzen
  • Übelkeit und Erbrechen

Insbesondere Entzugssymptome wie verstärkte Ängste und Panikattacken erschweren die Entwöhnung von Benzodiazepinen erheblich. Betroffene halten quasi gleichzeitig die Ursache und die Behandlung ihrer Ängste in einer Hand.

Wie CBD bei der Xanax-Entwöhnung helfen kann

CBD stimuliert ebenfalls die GABA-Rezeptoren im Nervensystem, jedoch ohne das Suchtpotenzial von Benzodiazepinen. Im Gegensatz zu Benzodiazepinen wirkt CBD nicht selektiv auf die GABA-Rezeptoren. Seine vielfältigen Wirkungen beruhen auf der Interaktion mit verschiedenen Rezeptortypen. So kann es in hohen Dosen und durch komplexe Mechanismen:

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  • über Dopamin-Rezeptoren antipsychotisch wirken
  • über Opioid-Rezeptoren schmerzlindernd wirken
  • über Adenosinrezeptoren als Adenosinwiederaufnahmehemmer wirken
  • über Glycinrezeptoren entzündungshemmend wirken
  • über GABA-Rezeptoren entkrampfend und schmerzlindernd wirken
  • über Vanilloidrezeptoren schmerzlindernd wirken

Insgesamt kann CBD angstlösend, beruhigend, krampflösend, schmerzstillend, schlafanstoßend und antidepressiv wirken und somit Symptome eines Xanax-Entzuges lindern.

Gestaltung des Xanax-Entzugs mit CBD

Ein Benzodiazepin-Entzug sollte niemals ohne ärztliche Begleitung erfolgen. Ein Arzt kann bei jedem Reduktionsschritt das körperliche und seelische Wohlbefinden überwachen und ein Dosierungsschema erstellen, das die Benzodiazepindosis schrittweise senkt und gleichzeitig die CBD-Dosis anpasst. Er kann auch zu einem hochwertigen CBD-Produkt und dessen idealer Konzentration und Anwendung (Öl zum Schlucken, Vaping, Tabletten o.ä.) beraten.

Das Vaping von CBD hat den Vorteil, dass es die gewohnte Koppelung "Angst = Pille" im Gehirn löschen kann und vergleichsweise schnell wirkt. Wichtig sind eine langsame Reduktion des Benzodiazepins und eine langsame Erhöhung der CBD-Dosis (beginnend mit einer niedrigen Dosis), da CBD die Wirkung von Benzodiazepinen verstärken kann. Minderwertige CBD-Produkte können die gewünschte Wirkung nicht erzielen oder sogar die Entzugssymptome durch Verunreinigungen verschlimmern.

Zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung des Entzugs

Neben der medizinischen Begleitung und der Anwendung von CBD können folgende Maßnahmen den Entzugsprozess unterstützen:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann den Körper während des Entzugs stärken und unterstützen.
  • Psychotherapie: Eine Psychotherapie kann helfen, die Ursachen der Angsterkrankung zu bearbeiten und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
  • Selbsthilfegruppen: Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann Halt und Unterstützung bieten.
  • Positive Erlebnisse: Schöne Erlebnisse, kleine Herausforderungen, die man erfolgreich meistert, Ablenkung und soziale Kontakte können helfen, den Fokus von den Entzugssymptomen abzulenken.
  • Sportliche Betätigung: Sport und Bewegung, insbesondere in der Natur, können Stress abbauen und die Stimmung verbessern.
  • Ruhe und Entspannung: Entspannungsmethoden wie Meditation, Yoga oder autogenes Training können helfen, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen.
  • Befreiung von Stressoren: Die Identifizierung und Beseitigung von potentiellen Stressoren im Leben kann den Entzugsprozess erleichtern.
  • Unterstützende Personen: Menschen, die den Entzugsprozess begleiten und unterstützen, können eine wertvolle Hilfe sein.
  • Vernichtung von Restbeständen: Die Vernichtung aller Xanax-Restbestände kann verhindern, dass man in Versuchung gerät, das Medikament wieder einzunehmen.

Die Rolle von Dopamin und der Ego-Tod

Der Artikel berührt auch das Thema des "Ego-Tods" oder der Ich-Auflösung, ein Phänomen, das oft mit mystischen Erfahrungen und dem Konsum psychoaktiver Substanzen in Verbindung gebracht wird. Der Ego-Tod beschreibt den Verlust des Gefühls der Individualität und die Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

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In Bezug auf den Drogenkonsum wird argumentiert, dass bestimmte psychoaktive Substanzen, insbesondere Entheogene wie DMT, Meskalin und Psilocybin, das Potenzial haben, eine solche Erfahrung herbeizuführen. Diese Substanzen wirken auf das Neurotransmittersystem im Gehirn, insbesondere auf Dopamin, Serotonin und Endorphine, und können so zu einer Veränderung des Bewusstseins und einer Auflösung des Ich-Gefühls führen.

Es wird jedoch betont, dass der Konsum psychoaktiver Substanzen zur Herbeiführung eines Ego-Tods nicht ohne Risiken ist. Dosis, Set (Geisteshaltung) und Setting (Umgebung) spielen eine entscheidende Rolle dabei, ob die Erfahrung als beglückend oder beängstigend wahrgenommen wird. Eine angstvolle Ich-Auflösung kann in seltenen Fällen zu psychischen Problemen führen.

Langzeitwirkungen von Cannabis und Dopamin

Der Artikel geht auch auf die Langzeitwirkungen von Cannabiskonsum ein, insbesondere auf die Dopaminproduktion. Es wird angedeutet, dass ein dauerhaft hoher Cannabiskonsum die Dopaminproduktion beeinträchtigen könnte, jedoch gibt es hierzu noch zu wenige und zu ungenaue Studien, um eine Kausalität zu beweisen.

Es wird auch auf die Wirkung von THC auf den Hippocampus eingegangen, einen Teil des Gehirns, der für die Bewertung von Sinneseindrücken und die Entscheidung über deren Speicherung verantwortlich ist. Einige Studien haben darauf hingedeutet, dass sich der Hippocampus von Menschen, die im jungen Alter mit dem Cannabiskonsum beginnen, abnormal verformen könnte. Eine neuere Untersuchung aus dem Jahr 2017 konnte jedoch keine Veränderung des Hippocampus-Volumens bei intensiven Cannabiskonsumenten feststellen.

Es wird betont, dass die meisten Probleme, die durch Cannabiskonsum entstehen können, individuell sind. Ob man in einer sozialen Situation Angst oder Freude empfindet, hängt von der eigenen Persönlichkeit ab.

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CBD als Mittel zur Suchtbehandlung

Der Artikel beleuchtet auch die Verwendung von CBD als Mittel zur Suchtbehandlung, insbesondere bei Opioidabhängigkeit. CBD hat gegenüber THC-reichem medizinischem Marihuana mehrere Vorteile, insbesondere das Fehlen einer psychoaktiven Wirkung und die Legalität von CBD-Präparaten.

CBD scheint auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu wirken:

  • Schmerzlinderung: CBD interagiert mit dem Endocannabinoidsystem und dem Opioidsystem, was zu einer schmerzlindernden Wirkung führt.
  • Verringerung des Verlangens: CBD interagiert mit dem Dopamin- und Serotoninsystem, was das Verlangen nach der Substanz verringert und das Belohnungssuchverhalten stabilisiert.
  • Linderung von Depressivität und Angstzuständen: CBD ahmt die Wirkung von Serotonin nach und lindert so Depressivität und Angstzustände.

Klinische Studien und praktische Erfahrungen deuten darauf hin, dass CBD ein nützliches Hilfsmittel sein kann, um die Auswirkungen des Drogenmissbrauchs zu mildern, insbesondere bei Opiaten aufgrund seines Synergieeffekts.

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