Cannondale Synapse Adventure Test: Ein umfassender Überblick

Das Cannondale Synapse hat sich im Laufe der Jahre zu einem Synonym für Endurance-Rennräder entwickelt. Mit der Einführung der neuesten Generation, einschließlich der SmartSense-Technologie, stellt sich die Frage, wie sich diese Innovationen in der Praxis bewähren. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Cannondale Synapse Adventure, von Design und Technologie bis hin zu Fahrverhalten und Komfort, um ein umfassendes Bild dieses vielseitigen Rennrads zu zeichnen.

Einführung: Eine neue Ära für Endurance-Rennräder

Cannondale hat mit dem Synapse eine neue Ära für Endurance-Rennräder eingeläutet. Die Integration von SmartSense, einer Technologie, die Lichtanlage und Radar umfasst, zielt darauf ab, die Sicherheit und das Fahrerlebnis zu verbessern. Diese Entwicklung hat jedoch auch zu Diskussionen geführt, insbesondere hinsichtlich des Gewichts und der Integration dieser zusätzlichen Funktionen.

SmartSense: Integration und Funktionalität

Die zweite Generation von SmartSense ist deutlich gefälliger integriert als ihre Vorgänger. Die Frontleuchte, die 400 Lumen stark ist, verschwindet unter dem Vorbau, während das Radar unauffällig unter dem Sattel verbaut ist. Der zentrale Akku, der im Unterrohr sitzt, versorgt nicht nur die Beleuchtung, sondern auch Schaltwerk und Umwerfer von Sram mit Energie.

Akkulaufzeit und Lichtprofile

Cannondale gibt die Akkulaufzeit mit Beleuchtung mit bis zu 24 Stunden an, abhängig vom Lichtprofil und insbesondere von der Frontleuchte. Über die Cannondale-App lassen sich vier Lichtprofile anlegen, um den Energiebedarf zu optimieren. Im Notfall wird die Schaltung vorrangig mit Strom versorgt.

Radar-Integration

Das Radar stammt von Garmin und lässt sich via ANT+ auch mit Radcomputern von Wahoo oder Hammerhead verbinden. Der Radsensor an der Vorderrad-Nabe weckt das System automatisch auf und speichert zudem zurückgelegte Strecken.

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Design und Ausstattung

Das Cannondale Synapse ist in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich, wobei das Topmodell Lab71 mit SmartSense, Sram Red XPLR und Reserve-Laufrädern ausgestattet ist. Es gibt jedoch auch günstigere Modelle ohne SmartSense, die bereits ab 3499 Euro erhältlich sind.

Rahmen und Geometrie

Der Rahmen des Synapse ist aus Carbon gefertigt und in zwei Qualitätsstufen erhältlich. Die Basisversion wiegt rund 1644 Gramm, während das leichtere Rahmen-Set knapp 200 Gramm leichter ist. Die Geometrie ist auf lange Distanzen und Kontrolle ausgelegt, mit einem Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,52.

Laufräder und Reifen

Das Synapse ist mit 32 mm breiten Vittoria Corsa Pro Control-Reifen ausgestattet, die eine gute Balance zwischen Komfort und Performance bieten. Der Rahmen bietet jedoch Platz für bis zu 42 mm breite Reifen, was das Synapse auch für den Einsatz auf Schotterwegen geeignet macht.

Fahrverhalten und Komfort

Das Cannondale Synapse zeichnet sich durch eine sportliche Fahrweise und einen steifen Rahmen aus. Es beschleunigt schnell und hält die Geschwindigkeit effizient. Auch in der Abfahrt und bei agiler Fahrweise überzeugt das Bike.

Komfortmerkmale

Der flexende Hinterbau sorgt für Komfort, insbesondere bei kleinen Schlägen und Vibrationen. Der lange Radstand und der flache Lenkwinkel tragen ebenfalls zur Laufruhe bei.

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SmartSense im Praxiseinsatz

Das SmartSense-System funktioniert im Test sehr gut. Die Integration der Kabel sorgt für einen cleanen Look, und die verschiedenen Leuchtmodi gewährleisten eine gute Sichtbarkeit. Allerdings ist das Frontlicht nicht immer hell genug für Fahrten bei Nacht abseits beleuchteter Straßen.

Cannondale Synapse Neo Allroad: Die E-Bike-Variante

Das Cannondale Synapse Neo Allroad ist die E-Bike-Variante des Synapse, die mit einem Bosch Performance Line CX Mittelmotor und einem 400 Wh Bosch Compact Powertube Akku ausgestattet ist. Der Rahmen ist aus robustem und leichtem Aluminium gefertigt.

Ausstattung und Komponenten

Das Synapse Neo Allroad ist mit einer Shimano GRX-Serie ausgestattet, die Zuverlässigkeit und Präzision bietet. Das hydraulische Scheibenbremssystem sorgt für ein sanftes und reaktionsschnelles Bremsen.

Fahrverhalten und Einsatzbereich

Das Synapse Neo Allroad ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für lange Fahrten auf der Straße als auch für Touren in den Bergen. Der Bosch-Motor bietet ausreichend Leistung, um auch steile Anstiege mühelos zu bewältigen.

Kritikpunkte und Verbesserungspotenzial

Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es auch Kritikpunkte am Cannondale Synapse. Das Gewicht des Topmodells Lab71 ist relativ hoch, und die feste Integration der Kabel und Lichter macht das Bike weniger flexibel.

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StVZO-Zulassung

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Lab71-Topversion des Synapse mit SmartSense keine StVZO-Zulassung hat und daher in Deutschland nicht verfügbar ist.

Preis

Der Preis des Cannondale Synapse LAB71 SmartSense ist mit 15.799 € sehr hoch. Es stellt sich die Frage, ob die zusätzlichen Funktionen und die High-End-Komponenten diesen Preis rechtfertigen.

Alternativen und Wettbewerber

Es gibt eine Reihe von Alternativen zum Cannondale Synapse, darunter das Canyon Endurace CFR, das Giant Defy Advanced SL und das Specialized S-Works Roubaix SL8. Diese Räder sind leichter und bieten ähnliche Komfort- und Performance-Eigenschaften.

E-Bike-Alternativen

Auch im Bereich der E-Bikes gibt es Alternativen zum Cannondale Synapse Neo Allroad, wie beispielsweise das Moustache mit Bosch Kiox-Display.

Fazit: Ein vielseitiges Allroad-Bike mit Stärken und Schwächen

Das Cannondale Synapse ist ein vielseitiges Allroad-Bike, das sowohl auf der Straße als auch auf Schotterwegen überzeugt. Die Integration von SmartSense ist ein innovativer Ansatz, der die Sicherheit und das Fahrerlebnis verbessert. Allerdings gibt es auch Kritikpunkte, insbesondere hinsichtlich des Gewichts, der Flexibilität und des Preises.

Empfehlung

Ob das Cannondale Synapse die richtige Wahl ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Wer ein komfortables und vielseitiges Rennrad sucht, das auch für lange Strecken und unbefestigte Wege geeignet ist, sollte das Synapse in Betracht ziehen. Allerdings sollte man sich auch der Kritikpunkte bewusst sein und gegebenenfalls Alternativen in Betracht ziehen.

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