Cannondale Synapse Neo: Ein umfassender Testbericht

Die Welt der E-Bikes ist vielfältig und ständig im Wandel. Cannondale, ein Premium-Hersteller für Rennräder, hat mit dem Synapse NEO ein Gravel E-Bike auf den Markt gebracht, das die Grenzen zwischen traditionellem Radfahren und elektrischer Unterstützung neu definiert. Dieser Testbericht beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Cannondale Synapse NEO, von seinen technischen Daten und Ausstattungsmerkmalen bis hin zu seinen Fahreigenschaften und Einsatzmöglichkeiten.

Einleitung

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und das nicht ohne Grund. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, jedes herkömmliche Fahrrad sinnvoll mit einem Elektromotor auszustatten. Besonders Rennräder und Gravelbikes mit Elektromotor haben in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. Das Cannondale Synapse NEO ist ein solches Gravel E-Bike, das die Stärken eines Rennrads mit der zusätzlichen Power eines Elektromotors kombiniert.

Cannondale Synapse NEO: Die wichtigsten Fakten

Das Cannondale Synapse NEO ist ein Gravel E-Bike mit einem Aluminiumrahmen und einer Carbongabel. Es verfügt über einen Mittelmotor von Bosch, der für einen harmonischen und angenehmen Schub bei der Beschleunigung sorgt. In Kombination mit einem 500 Wh Akku am Unterrohr, dem Bosch PowerTube, der über eine Klappe entnehmbar ist, erreicht das Synapse NEO sehr hohe Reichweiten. Die Ausstattung, einschließlich Display, Schaltung und Bremsen, variiert je nach gewähltem Modell.

Eine Besonderheit des Cannondale Synapse NEO ist die Möglichkeit, es mit einem zweiten Kettenblatt zu kombinieren. Dies ermöglicht eine große Bandbreite an Übersetzungen, um auch auf steileren Passagen für jede Strecke gewappnet zu sein. Diese Option ist in Kombination mit einem Bosch Antrieb einmalig und macht das Synapse NEO zu einem vielseitigen Begleiter für unterschiedlichste Terrains.

Ausstattung und Preise

Cannondale bietet verschiedene Ausstattungsvarianten des Synapse NEO an, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorlieben der Fahrer gerecht zu werden. Die Preise variieren je nach Ausstattung und beginnen bei etwa 3.499 Euro für das Basismodell mit mechanischer 105 und einfachen Alu-Laufrädern. Für Modelle mit Carbonlaufrädern muss man mindestens 7.899 Euro einkalkulieren, während das vorerst teuerste Modell mit elektronischer Ultegra für 9.199 Euro erhältlich ist.

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Smartsense: Intelligente Zusatzfunktionen

Das Cannondale Synapse NEO ist mit der zweiten Generation von "Smartsense" ausgestattet. Diese Technologie umfasst ein kompaktes LED-Frontlicht von LightSkin mit 400 Lumen und ein LED-Rücklicht von Garmin mit integriertem Radar, das vor herannahenden Fahrzeugen warnt. Die Warnsignale werden akustisch oder visuell über einen Fahrradcomputer oder ein Smartphone wiedergegeben.

Der Akku von "Smartsense" ist im Unterrohr integriert und soll bei maximaler Beleuchtungsstufe bis zu 12:45 Stunden durchhalten. Bei Modellen mit SRAM AXS kann die Batterie auch Umwerfer und Schaltwerk speisen. Zudem kann der Akku zu einer Powerbank umfunktioniert werden.

Geometrie und Fahreigenschaften

Das Cannondale Synapse NEO verfügt über eine marathontypische Geometrie, die für lange Strecken ausgelegt ist. Der STR-Quotient beträgt 1,52, was eine komfortable Sitzposition ermöglicht. Durch den langen Radstand und viel Gabelnachlauf ist das Synapse auf eine hohe Spurtreue getrimmt.

Die Reifenfreiheit beträgt bis zu 42 Millimeter, an der Gabel sogar 48 Millimeter. Damit wildert das Synapse im Revier von geländetauglichen Spezialisten und nimmt viele Untergründe unter die Reifen. Das integrierte Staufach inklusive Transporttasche und Montagepunkte für feste Schutzbleche runden das Konzept eines modernen Allroadbikes ab.

E-Rennräder im Vergleich: Cannondale Synapse NEO vs. Focus Paralane²

Um die Vor- und Nachteile des Cannondale Synapse NEO besser zu verstehen, ist es hilfreich, es mit anderen E-Rennrädern zu vergleichen. Ein interessanter Vergleich ist der zwischen dem Cannondale Synapse NEO und dem Focus Paralane².

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Das Focus Paralane² setzt auf einen leichten Fazua-Antrieb und orientiert sich klar am Touren-Rennrad. Das Cannondale Synapse NEO hingegen bedient mit seinem soliden Alu-Rahmen, 27,5-Zoll-Laufrädern samt 40 mm breiten Reifen und entspannt untergebrachtem Fahrer den aktuellen Gravel-Trend, nur eben mit kraftvollem, aber auch schwerem Bosch-Antrieb.

Der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Rädern ist beträchtlich: Das Focus wiegt 13,3 Kilo, während das Cannondale 18,7 Kilo auf die Waage bringt. Dieser Gewichtsunterschied wirkt sich auf das Handling aus: Das Focus fährt sich handlicher und kooperativer, während das Cannondale mehr Nachdruck verlangt und spürbar schiebt.

Auch die E-Unterstützung erfolgt bei den beiden Rädern sehr unterschiedlich. Der Bosch-Motor des Cannondale schiebt grundsätzlich schwungvoll an, während der Fazua-Motor des Focus bedarfsorientiert unterstützt.

Cannondale Synapse Neo Allroad: Der E-Geländerenner

Das Cannondale Synapse Neo Allroad ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen ProTour Synapse Rennrads und kombiniert sportliche und komfortable Elemente. Mit einem Gewicht von nur 17 Kilo ist es ein leichtes E-Gravelbike, das dank Carbonrahmens und Bosch Performance Line SX Mittelmotor mit frischer Technik konzipiert ist.

Das Synapse Neo Allroad verfügt über eine elektronische SRAM Force AXS Schaltung mit 12 Gängen und einen Rennbügel mit 20° Flare, der auf unruhigem Untergrund einen sicheren Griff bietet. Der Bosch-Antrieb harmoniert brillant mit den ausgewogenen Fahreigenschaften und bietet je nach Untergrundbeschaffenheit, Topografie oder Fitnessgrad die passende Unterstützungsstufe.

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Das Synapse Neo Allroad ist nicht nur ein "Spaßbike", sondern auch für die tägliche Pendelei zur Arbeit und das kleine Abenteuer als Workout auf dem Rückweg geeignet. Es verfügt über Montagepunkte für Spritzschützer, Gepäckträger und Ständer und kann optional mit einem zusätzlichen Flaschenhalterakku für etliche unterstützte Zusatzkilometer ergänzt werden.

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