Die Mountainbikewelt ist vielfältig und entwickelt sich ständig weiter. Besonders aufregend sind die Disziplinen Trail und Enduro. Canyon bietet mit dem Spectral, Strive und Torque drei spezialisierte Bikes für diese anspruchsvollen Bereiche an. Dieser Artikel vergleicht die Modelle Nerve und Strive, um dir bei der Entscheidung für das richtige Mountainbike zu helfen.
Einleitung
Die Frage, ob ein Mountainbike mit 160 mm oder 140 mm Federweg besser geeignet ist, beschäftigt viele Fahrer. Oft stellt sich die Frage, ob man ein Bike für den Arbeitsweg oder für den Trail-Spaß bevorzugen soll. Dieser Vergleich soll dir helfen, die richtige Wahl zu treffen und die Unterschiede zwischen dem Canyon Nerve und dem Canyon Strive besser zu verstehen.
Canyon Nerve: Der Allrounder für Alltag und Tour
Das Canyon Nerve ist ein bewährter Viergelenker in der neuesten Ausbaustufe. Es ist ein agiles Bike, mit dem du Hindernisse mit Leichtigkeit meisterst. Mit 140 mm Federweg ist es antriebsfreudiger und eignet sich gut für den Arbeitsweg und längere Touren.
Einsatzbereich und Geometrie
Das Nerve, auch bekannt als Neuron, ist ein Trailbike, das sich komfortabel fährt und sich munter auf Tempo bringen lässt. Es ist ideal für Fahrer, die ein vielseitiges Bike suchen, das sowohl bergauf effizient ist als auch bergab Fahrspaß bietet. Die Geometrie des Neuron ist ausgewogen und sorgt für ein neutrales Lenkverhalten.
Komponenten und Ausstattung
Das Neuron ist mit leichteren Laufrädern und Reifen mit weniger aggressivem Profil ausgestattet, was es zu einer besseren Wahl für lange Fahrten und größere Anstiege macht. Es ist ein relativ unkompliziertes Bike für alle, die einfach nur rausgehen und fahren wollen. Die kleineren Größen sind mit 27,5-Zoll-Laufrädern ausgestattet, während die größeren Modelle 29-Zoll-Laufräder haben.
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Canyon Strive: Das Race-Enduro für ambitionierte Fahrer
Das Canyon Strive ist das Race-Enduro-Bike von Canyon, bekannt für sein "Shapeshifter"-System. Dieses System ermöglicht es, die Kinematik und Geometrie des Bikes während der Fahrt anzupassen, indem die Position des Dämpfers verändert wird.
Shapeshifter-Technologie
Die Shapeshifter Technologie ermöglicht maximale Dynamik im Rennen: Auf Knopfdruck veränderst du über die Anlenkung der Gasfeder am Hinterbau die Dämpferposition und damit die Rahmengeometrie. Der "Pedal Mode" bietet steilere Winkel für effizientes Klettern, während der "Shred Mode" den vollen Federweg freigibt.
Einsatzbereich und Geometrie
Das Strive ist für Enduro-Fans mit Wettkampfambitionen die erste Wahl. Die ausgewogene Geometrie macht es zu einem vielseitigen Race Enduro. Mit 160 mm Federweg und 29er Laufrädern bietet es überragende Traktion und Laufruhe, sowohl bei Höchstgeschwindigkeit als auch auf schwierigem Terrain.
Komponenten und Ausstattung
Das Strive ist mit robusten Gabeln und Piggyback-Dämpfern ausgestattet, um maximale Performance zu gewährleisten. Es ist ein gutmütiges Enduro, das in vielen Punkten mit den teuersten seiner Art mithält. Die Komponenten sind hochwertig und das Gesamtkonzept stimmt.
Direktvergleich: Nerve vs. Strive
Um die Unterschiede zwischen dem Canyon Nerve und dem Canyon Strive besser zu verstehen, betrachten wir die wichtigsten Aspekte im direkten Vergleich.
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Federweg und Kinematik
- Nerve: 140 mm Federweg, ausgewogene Kinematik für effizientes Klettern und komfortables Abfahren.
- Strive: 160 mm Federweg, Shapeshifter-Technologie zur Anpassung der Kinematik an verschiedene Fahrsituationen.
Geometrie
- Nerve: Ausgewogene Geometrie für ein neutrales Lenkverhalten und Komfort auf längeren Touren.
- Strive: Längerer Reach und flacherer Lenkwinkel für Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und in anspruchsvollem Gelände.
Einsatzbereich
- Nerve: Ideal für den Arbeitsweg, Touren und allgemeine Trail-Fahrten.
- Strive: Konzipiert für Enduro-Rennen und anspruchsvolle Abfahrten.
Zielgruppe
- Nerve: Geeignet für Einsteiger und weniger erfahrene Mountainbiker, die ein komfortables und einfach zu handhabendes Bike suchen.
- Strive: Für ambitionierte Fahrer, die ein Race-Enduro mit maximaler Performance suchen.
Weitere Mountainbike-Modelle von Canyon
Neben dem Nerve und dem Strive bietet Canyon eine breite Palette an Mountainbikes für verschiedene Einsatzbereiche:
- Lux: Cross-Country Fully mit 100-120 mm Federweg, ideal für Rennen und Marathon-Events.
- Spectral: Aggressives Trail Bike mit 160 mm Federweg vorne und 150 mm hinten, für extreme Abfahrten besser gewappnet als je zuvor.
- Torque: Do-it-all Gravity Bike für Bikepark, Stunts oder extremes Gelände.
- Sender: Highend-Downhiller für maximale Leistung bergab.
- Neuron:ON und Spectral:ON: E-Mountainbikes mit Antrieben und Fahrwerken der Spitzenklasse.
Die Bedeutung der Geometrie
Die Geometrie eines Bikes ist entscheidend für sein Fahrverhalten. Sie beeinflusst, wie sich das Bike bergauf und bergab bewegt, wie es sich lenken lässt und wie es sich bei Wheelies und Bunny Hops verhält.
Reach und Stack
- Reach: Die horizontale Abmessung zwischen Tretlager und Steuerrohr, die angibt, wo sich in stehender Position dein Oberkörper befindet.
- Stack: Die vertikale Messung vom Tretlager bis zum oberen Ende des Steuerrohrs, die die Höhe des Lenkers in Relation zur Position deiner Füße angibt.
Lenkwinkel und Kettenstrebe
- Lenkwinkel: Beeinflusst das Lenkverhalten des Bikes. Ein steiler Lenkwinkel erleichtert das Steuern bergauf, während ein flacher Lenkwinkel mehr Sicherheit bergab verleiht.
- Kettenstrebe: Die Länge der Kettenstrebe spielt eine große Rolle für die Laufruhe oder Wendigkeit deines Bikes. Kürzere Kettenstreben machen das Bike wendiger, während längere Kettenstreben für Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten sorgen.
Sitzwinkel
Der Sitzwinkel gibt Aufschluss darüber, ob ein Bike eher für steiles oder flaches Gelände geeignet ist. Steilere Sitzwinkel sorgen im Flachen für vorwärtsorientiertes Fahrverhalten und geben mehr Druck auf den Lenker.
Fully oder Hardtail?
Eine grundlegende Entscheidung beim Kauf eines Mountainbikes ist die Wahl zwischen einem Hardtail und einem Fully.
Hardtail
Hardtail Mountainbikes verfügen über einen ungefederten Hinterbau und eine Federgabel mit 100-140 Millimetern Federweg. Sie sind leichter, wartungsärmer und günstiger. Hardtails spielen ihre Stärken besonders in den Disziplinen Cross-Country und Marathon aus.
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Fully
Full-suspension-Mountainbikes, auch Fullys genannt, sind komplett gefedert: Zusätzlich zur Federgabel ist ein Dämpfer am Hinterbau verbaut. Sie bieten maximale Traktion, federn Sprünge ab, bringen Flow in die Fahrt und sorgen für mehr Komfort und Sicherheit.