Manuelle Therapie bei Nervenschmerzen im Rücken: Ein umfassender Überblick

Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann. Oftmals spielen dabei Funktionsstörungen des Bewegungsapparates eine entscheidende Rolle. Die manuelle Therapie bietet hier einen gezielten Ansatz, um diese Funktionsstörungen zu behandeln und Schmerzen zu lindern. Als Mitglied der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. ist es wichtig, über effektive Behandlungsmethoden wie die manuelle Therapie informiert zu sein.

Was ist Manuelle Therapie?

Manuelle Medizin, Manualtherapie, Chirotherapie und Chiropraktik werden oft synonym verwendet. Auch die Osteopathie kann als Teil der Manuellen Medizin betrachtet werden. Manuelle Medizin bezeichnet die Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems mit den Händen. Ursprünglich zielte sie darauf ab, die Beweglichkeit von eingeschränkten Gelenken wiederherzustellen und Blockierungen zu lösen.

Inzwischen hat sich die Manuelle Medizin zu einem umfassenden diagnostischen und therapeutischen Verfahren entwickelt. Neben Gelenken werden auch Funktionsstörungen der Muskulatur, des Bindegewebes, der Aufhängungen innerer Organe, der Nervengleitfähigkeit sowie der Bewegungs- und Haltungssteuerung behandelt. Diese Funktionsstörungen können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen und zu chronischen Schmerzerkrankungen beitragen. Die nachhaltige Wirkung der Manuellen Medizin bei akuten und chronischen Schmerzen ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Schmerzauslösende Funktionsstörungen

Verschiedene Arten von Funktionsstörungen können Schmerzen verursachen:

  • Muskulatur: Verspannungen, Triggerpunkte (Druckpunkte erhöhter Reizbarkeit im Muskel). Triggerpunkte sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen, die Schmerzen erzeugen können - teils mit Ausstrahlungen in entfernte Körperregionen. In der Manuellen Therapie werden diese myofaszialen Dysfunktionen durch gezielte Drucktechniken, Dehnreize und Spannungsregulation behandelt. Ziel ist es, die lokale Durchblutung zu fördern, schmerzhafte Bewegungsmuster aufzulösen und muskuläre Engpässe nachhaltig zu entspannen.
  • Wirbelsäule: Segmentale Dysfunktion (Blockierung von Abschnitten der Wirbelsäule), segmentale Überbeweglichkeit.
  • Gelenke: Überbeweglichkeit, Blockierungen einzelner Gelenke.
  • Verkettungen: Typische Kombinationen von Gelenk- und Wirbelsäulenblockierungen.
  • Bindegewebe (u.a. Unterhautgewebe und Faszien): Verquellungen, Schmerzpunkte, Faszienstörungen.
  • Innere Organe: Bewegungsstörungen, Triggerpunkte.

In der Regel können diese Funktionsstörungen durch den Arzt (Manuelle Medizin) oder Physiotherapeuten (Manuelle Therapie) gut behandelt werden. Insbesondere akute Schmerzen lassen oft prompt nach. Wichtig ist aber auch die Suche nach den Entstehungsmechanismen der Funktionsstörung, zum Beispiel nach körperlichen (morphologischen) Veränderungen wie beim Gelenkverschleiß (Arthrose) und nach psychosozialen Einflüssen (z.B. muskuläre Daueranspannung durch Stress).

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Behandlungsmethoden der Manuellen Medizin

Es werden unterschiedlichste Techniken eingesetzt. Die Behandlung ist in der Regel nicht schmerzhaft.

Segmentale Behandlung

Eine Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Manipulation (Behandlung von Blockierungen). Hierzu führt der Arzt gezielte schnelle Impulse durch Handgriffe im Bereich der Gelenke und/oder Wirbelsäulensegmente durch. Bei der passiven und aktiven Mobilisation kommen Gleitbewegungen und Traktions-, oder Kompressionsbehandlungen zur Anwendung. Die aktiven Techniken kann der Patient auch selbst nach Anleitung erlernen. Hierzu gehören die Muskelaktivierung (MET = Muskel-Energie-Technik), die Postisometrische Relaxation (PIR-Technik), die Blickrichtungsmobilisation und spezielle Atemtechniken. Mobilisationstechniken: Hierbei führt der Therapeut langsame, kontrollierte Bewegungen am betroffenen Gelenk durch, oft in Verbindung mit sanftem Druck. Ziel ist es, verspannte Muskeln zu lockern und die Gelenkfunktion schrittweise wiederherzustellen. Manipulationstechniken: Diese Technik wird häufig als das klassische „Einrenken“ beschrieben. Sie ist gekennzeichnet durch einen schnellen, gezielten Impuls, der das betroffene Gelenk über eine kurze Strecke bewegt. Diese Bewegung führt häufig zu einem typischen „Knacken“. Das Geräusch entsteht durch einen Unterdruck im Gelenk, der Gasbläschen freisetzt.

Weichteiltechniken

Funktionsstörungen der Muskulatur, des Bindegewebes und der inneren Organe werden mit sogenannten Weichteiltechniken behandelt (z.B. Faszienbehandlung, Neuromobilisation). Die Behandlung der Aufhängung innerer Organe ist in Form von osteopathischen Verfahren in die Manuelle Medizin eingeflossen.

Begleittherapien und Eigenübungen

Mobilisationstechniken können leicht erlernt und in der Behandlung immer wieder auftretender Funktionsstörungen angewandt werden. Übungen zur Verbesserung der Koordination und Stabilisation werden im Rahmen der Physiotherapie erlernt und täglich für ca. 15 Minuten durchgeführt. Kondition und Stabilisation werden durch Training/medizinische Trainingstherapie verbessert. Innere Daueranspannung mit muskulärer Überaktivität kann z.B. durch spezielle Entspannungstechniken reduziert werden.

Zusätzliche physiotherapeutische Behandlungsansätze

  • Massagen und Faszientherapie: Verspannte Muskeln und verklebte Faszien können ebenfalls Blockaden auslösen.
  • Physiotherapeutische Übungen: Spezielle Kräftigungs- und Dehnübungen können helfen, muskuläre Dysbalancen langfristig zu beheben.
  • Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie: Wärme lockert verspannte Muskeln, Kälte wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Auch Elektrotherapie kann eingesetzt werden.

Anwendungsgebiete der Manuellen Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine der wichtigsten Methoden innerhalb der Physiotherapie, um Schmerzen zu behandeln und Bewegungseinschränkungen gezielt zu beheben. Sie richtet sich an Menschen mit akuten oder chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates, die durch Blockaden, Fehlbelastungen oder Funktionsstörungen entstanden sind. Typische Anwendungsgebiete sind:

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  • Rückenschmerzen
  • Nackenbeschwerden
  • Bewegungseinschränkungen an den großen Gelenken wie Schulter, Hüfte oder Knie
  • Folgen eines Bandscheibenvorfalls
  • Arthrosebedingte Probleme
  • Funktionelle Störungen des Kiefergelenks (CMD)
  • Ischias-Symptomen
  • Nach Operationen oder längerer Ruhigstellung durch Gips
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Haltungsschäden

Die Manuelle Therapie ist eine gezielte Behandlungsmethode zur Linderung von Rückenschmerzen, die durch Fehlhaltungen, Muskelverspannungen oder Bandscheibenprobleme entstehen. Durch sanfte Mobilisationen und Dehntechniken werden blockierte Gelenke gelöst, Muskelverspannungen reduziert und die Beweglichkeit verbessert.

Spezifische Anwendungsgebiete im Detail

  • Hals- und Brustwirbelsäule (HWS/BWS): Bewegungseinschränkungen und Verspannungen in der HWS und BWS können mit Schmerzen, Kopfschmerzen oder funktionellen Schwindelbeschwerden einhergehen. Mit Manueller Therapie werden gezielt Blockaden gelöst und die Beweglichkeit in der HWS und BWS wiederhergestellt. Gleichzeitig wird durch Weichteiltechniken die Muskulatur entspannt und die Durchblutung verbessert, wodurch Verspannungen reduziert und Schmerzen gelindert werden.
  • Iliosakralgelenk (ISG): Das Iliosakralgelenk kann durch Fehlbelastungen, muskuläre Dysbalancen oder nach längerer Immobilisation in seiner Funktion gestört sein, was zu Schmerzen im unteren Rücken und in den Beinen führen kann. Die Manuelle Therapie löst Blockaden im ISG, stellt die Beweglichkeit wieder her und verbessert die Stellung des Beckens. Durch sanfte Mobilisationstechniken und eine gezielte Aktivierung der umgebenden Muskulatur wird die Stabilität des Beckens gefördert, Schmerzen werden reduziert und die Belastbarkeit im Alltag wiederhergestellt.
  • Kiefergelenk: Fehlfunktionen im Kiefergelenk - etwa im Rahmen einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) - führen häufig zu Beschwerden im Kiefer, im Gesichtsbereich oder entlang der Halswirbelsäule. Die Manuelle Therapie greift hier gezielt auf Mobilisationen der Kiefergelenksstrukturen, muskuläre Entspannungstechniken und funktionelle Reorganisation zurück.
  • Schulter: Die Manuelle Therapie an der Schulter zielt darauf ab, schmerzhafte Bewegungseinschränkungen - etwa bei Impingement-Syndromen, Kapselmuster oder muskulären Dysbalancen - gezielt zu behandeln. Durch Mobilisationen des Glenohumeralgelenks, der BWS und angrenzender Strukturen wird das physiologische Bewegungsspiel wiederhergestellt, während gezielte Weichteiltechniken muskuläre Spannungen regulieren.
  • Kniegelenk: Funktionelle Beschwerden am Kniegelenk, etwa nach Operationen, bei Bandinstabilitäten oder muskulären Fehlsteuerungen, lassen sich mit Manueller Therapie gezielt behandeln. Die Anwendung umfasst gelenknahe Mobilisationen, patelläre Techniken und die Aktivierung umliegender Muskelketten.
  • Sprunggelenk: Bei funktionellen Störungen im oberen oder unteren Sprunggelenk - etwa nach Distorsionen, Bandverletzungen oder bei Instabilitäten - kommt die Manuelle Therapie zum Einsatz, um blockierte Gelenkmechanismen zu lösen und das propriozeptive System gezielt zu aktivieren. Durch Mobilisationen der Gelenkachse, Kapseltechniken und muskuläre Reizsetzung wird die Bewegungsfreiheit wiederhergestellt und die Belastbarkeit im Gangbild verbessert.
  • Hüftgelenk: Die Manuelle Therapie am Hüftgelenk kommt bei Bewegungseinschränkungen, Arthrosebeschwerden oder nach Operationen zum Einsatz, wenn Schmerzen und Funktionsstörungen die Mobilität beeinträchtigen. Durch gezielte Mobilisation der Hüftgelenkskapsel und der umliegenden Strukturen wird die Beweglichkeit verbessert und die Gelenkführung optimiert. Gleichzeitig werden muskuläre Verspannungen gelöst und die Belastungsverteilung im Gelenk verbessert, um Schmerzen zu lindern und die Bewegungsfreiheit im Alltag wiederherzustellen.
  • Ellenbogengelenk: Bei funktionellen Einschränkungen und Schmerzen im Ellenbogengelenk - wie sie nach Überlastungen, Epicondylitis („Tennisarm“ oder „Golferellenbogen“) oder nach Verletzungen auftreten - kann die Manuelle Therapie helfen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen gezielt zu reduzieren. Durch Techniken zur Mobilisation des Ellenbogengelenks, der umgebenden Strukturen und durch Behandlung verkürzter oder verspannter Muskeln wird die Funktion des Ellenbogens wiederhergestellt und die Belastbarkeit im Alltag und bei sportlichen Aktivitäten gefördert.

Ablauf einer Manuellen Therapie

  1. Anamnese: Der erste Termin beginnt mit einer detaillierten Anamnese. Dabei werden die Beschwerden, bisherigen Diagnosen und möglichen Vorerkrankungen erfasst. Ziel ist es, nicht nur die akuten Probleme zu betrachten, sondern auch deren mögliche Ursachen und Zusammenhänge zu erkennen.
  2. Befunderhebung: Um gezielt behandeln zu können, werden spezifische Bewegungsprüfungen und Tests durchgeführt. Diese helfen, Funktionsstörungen zu erkennen und den bestmöglichen Behandlungsplan zu entwickeln. Der Ablauf beginnt mit einer sorgfältigen Befunderhebung, bei der Gelenkfunktionen, Muskelspannung und Bewegungsmuster überprüft werden. Auf dieser Basis entwickelt der Therapeut einen individuellen Plan, der passive manuelle Techniken mit aktiven Übungen kombiniert.
  3. Behandlung: Die Therapie besteht je nach Verordnung und Zielsetzung aus aktiven Übungen, manuellen Techniken oder gerätegestütztem Training. Die Manuelle Therapie verbindet fundiertes physiotherapeutisches Fachwissen mit einer sehr direkten, praktischen Herangehensweise.
  4. Digitale Dokumentation: Eine spezialisierte Software ermöglicht es, die Behandlungen effizient zu dokumentieren. Jeder Therapiefortschritt wird genau festgehalten und analysiert. Damit sind auch bei einem Wechsel des Therapeuten alle relevanten Informationen verfügbar.

Risiken und Nebenwirkungen

Jede effektive Therapie hat auch Nebenwirkungen. Die häufigen Nebenwirkungen der Manuellen Medizin wie z.B. Muskelkater, kurzzeitige Schmerzzunahme oder ein „blauer Fleck“ (Hämatom) nach einer Behandlung am Muskel sind harmlos. Bei wiederholten und in kurzen Zeitabschnitten durchgeführten Manipulationen kann es aufgrund der mangelnden muskulären Sicherung der Gelenke und/ oder Wirbelsäulensegmente zur Instabilität kommen. Diese ist schmerzhaft und zum Teil schwierig zu behandeln. Daher sollten Manipulationsbehandlungen nicht regelmäßig durchgeführt werden. Sinnvoller ist es, nach den Ursachen der wiederholten Blockierung zu fahnden. Schwerwiegende Komplikationen der Manuellen Medizin sind sehr selten. Bei vermehrter Knochenbrüchigkeit (Osteoporose, Metastasen in Knochen) kann es zu Knochenbrüchen (Frakturen) kommen. Extrem selten sind Schlaganfälle nach Manipulationen im Bereich der Halswirbelsäule durch Verletzung von Gefäßen, die das Gehirn mit Blut versorgen.

Wann ist Vorsicht geboten?

Akute Verletzungen, Entzündungen, Osteoporose oder Nervenschäden können gegen eine manuelle Therapie sprechen. Daher erfolgt stets eine umfassende Befundung, um Risiken auszuschließen. Im Zweifel ist Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu empfehlen.

Mögliche Nebenwirkungen im Detail

  • Kurzfristige Schmerzen oder Muskelkater: Nach dem Einrenken kann es vorübergehend zu leichten Schmerzen oder einem Gefühl von Muskelkater kommen, da Muskeln und Gelenke ungewohnt bewegt wurden.
  • Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit: Besonders bei Behandlungen im Bereich der Halswirbelsäule können kurzzeitig Schwindelgefühle, leichte Kopfschmerzen oder sogar Übelkeit auftreten. Das liegt daran, dass Nervenstrukturen und Blutgefäße kurzzeitig gereizt werden können.
  • Seltene schwerwiegende Komplikationen: Sehr selten, aber dennoch erwähnenswert, sind schwerwiegendere Komplikationen wie Verletzungen von Blutgefäßen oder Nerven. Gerade deshalb ist es entscheidend, dass ein qualifizierter Therapeut mit Zusatzausbildung die Behandlung durchführt.

Was ist vor der Manuellen Therapie zu beachten?

  • Klarheit über Beschwerden schaffen: Bevor der Physiotherapeut behandelt, sollte man ihm möglichst detailliert mitteilen, welche Beschwerden man hat, seit wann diese bestehen und ob es bestimmte Auslöser gab.
  • Keine Selbstversuche durchführen: Oft versuchen Menschen, sich selbst einzurenken, indem sie z.B. den Hals stark drehen oder sich mit Gewalt strecken. Dies ist gefährlich, da es Verletzungen oder eine Verschlimmerung der Beschwerden verursachen kann.
  • Muskeln vorher lockern: Eine leichte Wärmeanwendung - etwa ein warmes Bad, Wärmepackungen oder sanfte Dehnübungen - kann helfen, die Muskulatur vorab zu entspannen.
  • Ausreichend Ruhe gönnen: Direkt nach der Behandlung fühlt sich der Körper möglicherweise anders oder erschöpft an. Nach dem Einrenken Zeit zur Entspannung einplanen. Idealerweise keine körperlich anstrengenden Aktivitäten unmittelbar danach.
  • Sanfte Bewegung, statt totale Schonung: Obwohl Ruhe wichtig ist, sollte man dennoch nicht komplett in die Bewegungslosigkeit verfallen.
  • Auf eine verbesserte Haltung achten: Blockaden entstehen oft durch falsche Haltungen oder Fehlbelastungen. Die gewonnene Beweglichkeit nutzen, um bewusst die Haltung zu verbessern. Darauf achten, wie man sitzt, steht und schwere Dinge hebt.

Kostenübernahme

Die manuelle Therapie ist Bestandteil des Heilmittelkatalogs und kann vom Arzt verordnet werden - z. B. durch Allgemeinmediziner, Orthopäden oder Kieferorthopäden. Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Kosten, lediglich eine Zuzahlung ist in der Regel erforderlich. Privatversicherte treten in Vorleistung und reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein. Die Höhe der Erstattung hängt vom individuellen Tarif ab - eine vorherige Rücksprache mit der Krankenkasse ist daher sinnvoll.

Manuelle Therapie vs. andere Therapieformen

Die Manuelle Therapie ist Teil der Physiotherapie. Sie basiert auf einer fundierten Befundung und konzentriert sich vor allem auf das Zusammenspiel von Gelenken, Muskeln und Nerven im Bewegungsapparat. Die Osteopathie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und bezieht auch innere Organe, Faszien und das Nervensystem mit ein. Die Chiropraktik legt den Schwerpunkt auf die Wirbelsäule und sogenannte „Justierungen“ (Impulsbehandlungen).

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Die Übergänge von der manuellen Therapie zu anderen Behandlungsformen, die ebenfalls mit den Händen ausgeführt werden (wie Chiropraktik und Osteopathie), sind fließend. Die Osteopathie betrachtet den Körper als Ganzes und geht davon aus, dass Funktionsstörungen und Blockaden von beispielsweise Faszien zu den Beschwerden führen.

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