Tierhalter, die eine Katze mit Epilepsie haben, kennen das Leid des Tieres sowie die ständige Angst vor einem neuen Anfall. Epilepsie ist eine neurologische Störung, die Anfälle verursacht und sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auftreten kann. In diesem Kontext rückt CBD Öl für Katzen mit Epilepsie zunehmend in den Fokus.
Was ist Epilepsie bei Katzen?
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die Menschen und Katzen betreffen kann. Sie ist gekennzeichnet durch wiederkehrende Krampfanfälle, die durch übermäßige elektrische Aktivität im Gehirn verursacht werden. Manchmal bleibt die genaue Ursache von Epilepsie bei Katzen unklar. Es wird angenommen, dass sowohl genetische als auch Umwelt-Faktoren eine Rolle spielen.
Symptome von Epilepsie bei Katzen
Die Symptome von Epilepsie können bei Katzen variieren und sich im Laufe der Zeit verändern. Typische Epilepsie Symptome bei Katzen (Katzen Epilepsie Anzeichen) reichen von fokalen Anfällen - etwa zuckenden Gesichtsmuskeln, Speicheln, plötzlich abweichenden Blicken oder automatischen Kaubewegungen - bis hin zu generalisierten, tonisch-klonischen Krampfanfällen mit Bewusstseinsverlust. Viele Halter beobachten davor eine „Aura“ (Unruhe, Verstecken) und danach eine postiktale Phase mit Verwirrtheit, Ataxie oder vorübergehender Blindheit.
Die hauptsächlichen Symptome sind:
- Krampfanfälle: Dies ist das hauptsächliche Symptom von Epilepsie. Es kommt zu Muskelzuckungen, Krämpfen, Versteifungen oder Bewusstseinsverlust.
- Veränderungen der Sinneswahrnehmung: Einige epileptische Katzen können vor oder nach einem Anfall vorübergehende Veränderungen ihrer Sinneswahrnehmung zeigen.
Ursachen von Epilepsie bei Katzen
Ursachen sind vielfältig: idiopathische Epilepsie (ohne erkennbare Grunderkrankung), strukturelle Hirnursachen (z. B. Tumoren, Entzündungen, Traumata) oder metabolische Probleme.
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Konventionelle Behandlung von Epilepsie bei Katzen
Konventionell werden Katzen mit Antiepileptika wie Phenobarbital, Levetiracetam, Zonisamid oder - seltener - Imepitoin behandelt. Diese Medikamente sind wirksam, aber nicht jede Katze wird anfallsfrei; zudem können Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Durst- und Appetitsteigerung, Ataxie oder Leberwertveränderungen auftreten.
Die Behandlung von Epilepsie bei Katzen zielt darauf ab, die Anfallshäufigkeit und -intensität zu reduzieren und die Lebensqualität der betroffenen Katzen zu verbessern. Der Tierarzt sollte eine individuelle Behandlungsstrategie entwickeln, die auf den spezifischen Bedürfnissen der Katze basiert.
- Antiepileptika: Medikamente wie Phenobarbital oder Diazepam werden häufig zur Kontrolle epileptischer Anfälle bei Katzen eingesetzt.
- Anpassungen des Lebensstils: Bei einigen Katzen können bestimmte Auslöser die Anfallshäufigkeit erhöhen.
Was ist CBD-Öl?
CBD Öl ist ein Extrakt aus der Hanfpflanze, der reich an Cannabidiol (CBD) ist - einem nicht berauschenden Cannabinoid. Im Gegensatz zu THC verursacht CBD keinen Rausch und wird bei Tieren vor allem wegen seiner potenziell entzündungshemmenden, angstlösenden und neuro-modulatorischen Eigenschaften diskutiert.
CBD ist auch unter dem Fachbegriff Cannabidiol bekannt und zeigt sich in zwei verschiedenen Formen zum einen als natürliche Tinktur und zum anderen als konzentriertes Extrakt. Sowohl die Tinktur als auch das Extrakt stammen dabei von der Cannabispflanze ab, denn diese weist einen überaus hohen Anteil an Cannabinoiden auf, während der THC-Gehalt überaus niedrig ist. Infolgedessen entsteht das bekanntlich berauschende Gefühl bzw.
Das CBD Öl wird wiederum mithilfe eines Lösungsmittels hergestellt. Der Vorgang sieht dabei folgendermaßen aus: direkt in die Cannabispflanze wird eine Lösung, bestehend aus den Substanzen Butan, Alkohol, Eiswasser, Olivenöl und Kohlenstoffdioxid, hineingeleitet. Anschließend erfolgt die Extraktion der Cannabinoide, Terpene sowie Trichome aus aus sowohl Blättern als auch Stängeln der Cannabispflanze.
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Die meisten Menschen setzen die aus der Cannabispflanze stammenden Produkte häufig gleich mit beispielsweise Marihuana. Allerdings handelt es sich hierbei um eine völlig falsche Annahme, denn CBD löst anders als zum Beispiel berauschende Mittel keinen Rausch aus. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass THC bzw. Tetrahydrocannabinol durchaus einen solchen Effekt auf seinen Konsumenten erzielen kann. Zurückzuführen ist dies auf den enthaltenen psychoaktiven Wirkstoff. Folglich gilt auch der Besitz solcher THC-haltiger Mittel als illegal. Bei CBD wiederum gibt es keine verzeichnete psychoaktive Wirkung auf Menschen oder Tiere. Aus diesem Grund ist für Katzen das CBD ein legales Mittel und kann darüber hinaus, laut des deutschen Arzneimittelgesetzes, auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden.
Bei der Zusammensetzung der CBD Produkte spielt allerdings nicht nur das Cannabidiol eine wichtige Rolle, sondern auch viele weitere Substanzen. Denn diese sind der ausschlaggebende Punkt im Bezug auf die Legalität des Cannabidiol. So gilt es beim Besitz des CBD einige wichtige Punkte im Auge zu behalten. Dazu gehören zum einen der geringe THC-Gehalt, welcher stets unter 0,2 Prozent liegen sollte. Sollte das Produkt wiederum über dem rechtlich vorgesehenen Wert liegen, ist der Verkauf des CBDs im freien Handel nicht erlaubt. Mit dieser Regelung soll außerdem verhindert werden, dass Katzen einen möglichen Rausch verspüren. Zum anderen werden CBD Produkte ausschließlich an Volljährige, das heißt an über achtzehnjährige, verkauft. Des Weiteren dürfen auf keinen Fall mögliche Heilversprechen seitens des Händlers ausgesprochen werden. Dementsprechend lässt sich sagen, dass der Erwerb für Katzen vorgesehene CBD Produkte im freien Handel legal ist. Aus diesem Grund muss man sich als Kunde keine großen Gedanken darüber machen, ob man möglicherweise eine Straftat begeht bzw.
Wie wirkt CBD?
CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System (ECS) von Säugetieren - auch dem der Katze. Das ECS reguliert zahlreiche Körperfunktionen, darunter Schmerz, Appetit, Stimmung, Schlaf und neuronale Erregbarkeit. CBD bindet nicht klassisch an CB1/CB2 wie THC, sondern moduliert u. a. diese Rezeptoren indirekt und beeinflusst weitere Signalwege (z. B. 5‑HT1A, TRPV, GPR55, Adenosin). Diese breite Wirkung könnte erklären, warum CBD in Modellen eine anti-konvulsive, angstlösende und entzündungshemmende Wirkung entfalten kann.
Rechtliche Aspekte
Die rechtliche Situation von CBD für Tiere ist in Deutschland noch nicht abschließend geklärt.
CBD-Öl bei Epilepsie von Katzen: Was sagt die Forschung?
Leider gibt es kaum Studien, die sich mit der Verwendung von CBD Tropfen bei epileptischen Katzen befassen. Für den Menschen existiert ein zugelassenes Medikament auf Basis von Cannabidiol, welches bei Kindern mit Epilepsie angewandt werden kann. Des Weiteren haben Veterinäre Studien über die Vergabe von CBD Hanföl bei Hunden mit Epilepsie durchgeführt.
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Für Katzen liegen derzeit überwiegend pharmakokinetische Daten sowie Sicherheitsbeobachtungen vor. Diese zeigen: CBD kann von Katzen aufgenommen werden, die Verträglichkeit ist in üblichen Dosen meist gut, und die Bioverfügbarkeit steigt deutlich bei gleichzeitiger Fütterung.
- Humanmedizin: In der Humanmedizin ist ein hochgereinigtes CBD-Präparat als Zusatztherapie bei bestimmten Epilepsieformen (z. B. Dravet-, Lennox-Gastaut-Syndrom) zugelassen.
- Hunde: Bei Hunden existieren erste randomisierte Studien, die eine Reduktion der Anfallshäufigkeit unter CBD nahelegen, wenn auch nicht bei allen Tieren. Z.B. hatte eine amerikanische Studie (McGrath et al., 2019) das Ziel, die Auswirkungen der oralen Verabreichung von Cannabidiol zusätzlich zur konventionellen antiepileptischen Behandlung auf die Anfallshäufigkeit bei Hunden mit idiopathischer Epilepsie zu untersuchen. In einer randomisierten, verblindeten, kontrollierten klinischen Studie wurden 26 Hunde mit schwer behandelbarer Epilepsie in eine CBD-Gruppe (n=9) und eine Placebo-Gruppe (n=7) eingeteilt. Die CBD-Gruppe erhielt über einen Zeitraum von 12 Wochen zweimal täglich CBD Öl zusätzlich zur bestehenden antiepileptischen Behandlung. Die Placebo-Gruppe erhielt ein nicht-infundiertes Öl unter den gleichen Bedingungen. Die Hunde in der CBD-Gruppe zeigten eine signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit um durchschnittlich 33% im Vergleich zur Placebo-Gruppe.
- Katzen: Eine Studie zeigt: Wenn Katzen CBD mit Futter bekommen, nimmt der Körper es viel besser auf (etwa 11‑mal). Eine Übersichtsarbeit sagt: CBD scheint bei Hunden und Katzen meist gut verträglich, aber für Katzen mit Epilepsie fehlen noch starke Wirksamkeitsstudien.
Eine Übersichtsstudie von Alvarenga et al. (2023) hat die bisherige Forschungslage über die Wirkung von CBD bei Hunden und Katzen analysiert. Dabei konnten die Forscher feststellen, dass CBD für Tiere sehr gut verträglich ist und mit wenig Nebenwirkungen daherkommt. Außerdem scheint CBD Öl sowohl bei Katzen als auch bei Hunden eine mögliche Behandlungsoption bei Epilepsie zu sein, da es Anfälle in der Häufigkeit reduziert.
Bisherige Studien über CBD Öl zur Behandlung von Epilepsie bei Tieren zeigen vielversprechende Ergebnisse. Allerdings sollte CBD Hanföl nur unterstützend und nicht als Ersatz einer Therapie gesehen werden.
Pharmakokinetik bei Katzen
Für die orale CBD-Gabe scheint die gleichzeitige Fütterung entscheidend, um ausreichend Wirkstoffspiegel zu erreichen. Wichtige Einschränkungen: Die Studie erfasst nur die Pharmakokinetik nach einer Einzeldosis bei gesunden Katzen - keine Wirksamkeit gegen Anfälle und keine Langzeitsicherheit.
Potenzial von CBD
CBD könnte als Zusatztherapie Potenzial haben, insbesondere wenn Standardtherapien nicht ausreichen. Für Katzen ist der Einsatz jedoch weiterhin experimentell. Tierexperimentelle Mechanismen und erste klinische Hundedaten stützen die Annahme, dass CBD auch bei Katzen helfen könnte.
Anwendung von CBD-Öl bei Katzen mit Epilepsie
Dosierungsempfehlungen
Für die CBD Dosierung bei Epilepsie von Katzen gibt es noch keine etablierten, evidenzbasierten Standards. Daher gilt: niedrig beginnen, langsam steigern und engmaschig beobachten. In Hunde-Studien wurden häufig 2-4 mg/kg Körpergewicht zweimal täglich eingesetzt. Für Katzen empfehlen Tierärzte in der Praxis oft ein vorsichtiges Einschleichen, z. B. mit 0,2-0,5 mg/kg ein- bis zweimal täglich, anschließend schrittweise Erhöhung alle 7-14 Tage, je nach Verträglichkeit und Anfallslage. Eine Maximaldosis sollte individuell und tierärztlich festgelegt werden. Wichtig ist die konsequente Gabe mit Futter, da so - wie die Studie von Jukier et al. zeigt - die Bioverfügbarkeit deutlich steigt. Planen Sie feste Zeiten (z. B.
Eine individuelle Anpassung in Abstimmung mit Ihrer Tierarztpraxis ist unerlässlich - insbesondere, wenn gleichzeitig Antiepileptika gegeben werden.
Letzten Endes empfiehlt es sich CBD nur mit Absprache des behandelnden Tierarztes vorzunehmen. Bei einer entzündlichen Darmerkrankung sollte man hingegen eine niedrigere Dosis zweimal am Tag verwenden, und zwar 0,2 mg/kg. Kommt es regelmäßig zu Anfällen, empfiehlt es sich eine Dosierung des CBD von knapp 0,5 mg/kg zweimal am Tag vorzunehmen und auch diese schrittweise zu erhöhen.
Darreichungsformen
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Formen bzw. Möglichkeiten das CBD den Katzen zu verabreichen. Zum einen gibt es das CBD in Form von Leckerli, Kapseln und andererseits auch als CBD Öl. Im Falle der Leckerlis, zeigt sich darin die einfachste Möglichkeit dem Tier das CBD zu verabreichen. Darüber hinaus können diese bereits fertig gekauft werden, wobei es zum einen Leckerlis gibt mit zwei Prozent CBD und wieder andere mit fünf Prozent Cannabidiol. Wird wiederum auf die Kapsel Variante zurückgegriffen, sollte man auf die Größe achten. Abhängig vom Körpergewicht des Vierbeiners kann die Kapsel entweder groß oder recht klein ausfallen. Dabei werden die Kapseln ganz einfach dem Futter untergemischt, sodass die Aufnahme des Cannabidiol wie bereits bei den Leckerlis über die Magenschleimhäute erfolgt. Auch der Effekt des CBD sollte sich nach einem Zeitraum von etwa dreißig bis sechzig Minuten einstellen. Bei der letzten Möglichkeit, und zwar dem CBD Öl gilt es mithilfe der Pipette das Öl entweder ins Maul des Tieres zu tropfen oder auf Leckerlis oder Futter zu träufeln. Insbesondere das CBD Öl sorgt durch seine Aufnahme mittels der Mundschleimhäute für eine überaus schnelle Wirkung.
Worauf ist beim Kauf von CBD-Öl zu achten?
Wählen Sie hochwertige, für Tiere geeignete Produkte mit nachvollziehbaren Chargenanalysen (COA). Für Katzen mit Epilepsie empfehlen sich THC-arme bis THC-freie Öle, da THC in höheren Dosen unerwünschte neurologische Effekte haben kann. Achten Sie auf Reinheit (keine Schwermetalle, Pestizide, Lösungsmittelrückstände) und eine Trägerölbasis, die Katzen gut vertragen (z. B. MCT- oder Fischöl; bei bestehender Pankreatitis kann MCT-Öl kritisch sein - sprechen Sie Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt an).
Bevor man den eigentlichen Kauf des CBD tätigt, sollte man sich im Vorhinein mit dem Thema CBD beschäftigen, sodass man schlussendlich das passende Produkt heraussuchen kann. Wer aber lieber vom Fachmann beraten werden möchte und dem Kauf im Internet eher abgeneigt ist, sollte sich bei einer Apotheke über CBD Produkte informieren. So ist es möglich sowohl persönlich beraten zu werden als auch Fragen über die jeweiligen Produkte stellen zu können.
Trotz der Tatsache, dass CBD Öl selten zu Nebenwirkungen führt und aus diesem Grund ohne weitere Bedenken den Katzen gegeben werden kann, sollte man dennoch ein Auge auf die Qualität des CBD Öls haben. Denn bezüglich der Qualität kann es große Unterschiede zwischen den CBD Produkten geben, insbesondere da der CBD Markt noch recht jung ist. Aufgrund dessen sind sowohl Gesetze, Forschungen als auch Reglementierungen noch nicht voll und ganz ausgereift. Möchte man sich aus diesem Grund versichern, dass keine Herbizide, Fungizide oder Pestizide im CBD Öl vorhanden sind, gilt es die jeweilige Methode des Cannabis-Anbaus des CBD Herstellers genauer nachzulesen.
Wie wird CBD-Öl verabreicht?
Die Akzeptanz ist bei Katzen entscheidend. Geben Sie CBD stets zusammen mit einer kleinen, fetthaltigen Mahlzeit, um die Aufnahme zu verbessern. Manche Katzen akzeptieren die Gabe direkt ins Maul besser, wenn das Öl langsam entlang der Backentasche aufgetragen wird, statt direkt auf die Zunge zu tropfen. Halten Sie Geschmack und Textur konstant; plötzliche Produktwechsel können die Compliance verschlechtern und die Spiegel schwanken lassen. Planen Sie fixe Dosierzeiten (z. B.
Was ist bei der Anwendung zu beachten?
- Antiepileptika nicht absetzen: CBD ist kein Ersatz für bewährte Antiepileptika.
- Erwartungsmanagement: CBD könnte Katzen mit Epilepsie helfen - bewiesen ist das noch nicht.
- Gabe mit Futter: Die Aufnahme von CBD ist bei Katzen mit Futter um ein Vielfaches höher.
- Überwachung: Insgesamt werden wenige und milde Nebenwirkungen beschrieben; systematische Langzeitdaten bei Katzen, insbesondere unter Begleitmedikation gegen Epilepsie, fehlen aber. Es empfiehlt sich daher ein Basisprofil (Blutbild/Chemie inklusive ALT, AST, ALP, Bilirubin) vor Beginn und nach 4-8 Wochen, anschließend nach tierärztlichem Ermessen.
- Wechselwirkungen: CBD wird über Cytochrom-P450-Enzyme metabolisiert und kann diese hemmen. In der Praxis bedeutet das, dass Spiegel und Wirkungen von Begleitmedikamenten beeinflusst werden können. Bei Epilepsie sind besonders Phenobarbital (Lebermetabolismus), Zonisamid und ggf. Imepitoin relevant; eine Interaktion ist möglich und muss überwacht werden. Levetiracetam wird überwiegend renal eliminiert und gilt als weniger interaktionsanfällig, dennoch sind klinische Beobachtungen wichtig.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig berichtete Nebenwirkungen von CBD sind milde Sedation, weicher Kot/Diarrhoe, vorübergehende Appetitveränderungen; bei Hunden wurden gelegentlich Anstiege der Leberwerte (ALP) gesehen.
Wie erkennt man eine positive Entwicklung?
Woran Sie eine positive Entwicklung erkennen können: weniger Anfälle pro Monat, kürzere Anfallsdauer, mildere Ausprägung, weniger Cluster, schnellere Erholung in der postiktalen Phase sowie eine insgesamt ruhigere, weniger ängstliche Grundstimmung. Verbesserungen sind oft graduell; bewerten Sie Trends über mehrere Wochen statt einzelne Tage.
Was sollte vermieden werden?
Typische Fehler sind eine unregelmäßige Gabe („mal mit, mal ohne Futter“), zu rasches Aufdosieren, die Nutzung minderwertiger Produkte ohne Laboranalyse oder der gleichzeitige Start/Stop mehrerer Veränderungen, wodurch Ursache-Wirkungs-Bezüge unklar werden. Vermeiden Sie es, CBD während eines akuten Status epilepticus als alleinige „Notfalllösung“ einzusetzen - hierfür sind etablierte Notfallmedikamente vorgesehen.