Centrum 50 Plus für Sie: Polyneuropathie – Ursachen, Vorbeugung und Behandlungsansätze

Das Ovarialkarzinom umfasst eine heterogene Gruppe epithelialer Tumoren mit unterschiedlichem biologischem Verhalten und unterschiedlicher Prognose. Am häufigsten treten die sogenannten High-Grade-Karzinome auf, seltener die Low-Grade-Karzinome. Das Ovarialkarzinom hat unter den gynäkologischen Tumoren die höchste Sterblichkeit, unter anderem, weil es aufgrund des Fehlens von charakteristischen Frühsymptomen und eines geeigneten Screenings häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Durch die Weiterentwicklung der operativen Therapie, der molekularen Diagnostik und der Systemtherapie mit dem Einsatz zielgerichteter Therapien hat sich die Prognose jedoch deutlich verbessert und es werden häufiger chronische Verläufe beobachtet.

In der Primärtherapie ist die Kombination aus optimaler operativer Therapie mit dem Ziel der makroskopischen Tumorfreiheit essenziell, je nach Stadium schließt sich hieran eine adjuvante platinhaltige Chemotherapie an. In den fortgeschrittenen Stadien ist die Kombination aus Carboplatin und Paclitaxel Standard, bei den High-Grade-Karzinomen schließt sich bei Ansprechen auf die platinhaltige Kombinations-Chemotherapie eine Erhaltungstherapie an, je nach HRD („homologous recombination deficiency“)-Status mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab und / oder einem PARP („poly adenosine diphosphate-ribose polymerase“)-Inhibitor. Im Rezidiv kommen je nach individueller Situation eine erneute Operation, platinhaltige und -freie Chemotherapie sowie Bevacizumab und PARP-Inhibitoren in Frage. Insbesondere in fortgeschrittenen Linien stehen die palliative Betreuung und der Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund. Aufgrund der nicht unerheblichen Zahl an Langzeitüberlebenden kommt der Nachsorge und der Entwicklung von Survivorship-Programmen eine besondere Bedeutung zu.

Polyneuropathie (PNP) ist eine Nervenkrankheit, bei der viele Nerven gleichzeitig geschädigt werden. Schätzungen zufolge leiden weltweit 40 von 100.000 Menschen an PNP. Es gibt Hunderte verschiedener Arten der Polyneuropathie. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Polyneuropathie, insbesondere im Hinblick auf ältere Menschen (50 plus), und bietet Informationen zu Ursachen, Vorbeugung und möglichen Behandlungsansätzen.

Was ist Polyneuropathie?

Der Name Polyneuropathie bedeutet "Schädigung vieler Nerven gleichzeitig". Dabei werden insbesondere lange und feine Nervenfasern zerstört, was zu Empfindungsverlust (z. B. Schmerz, Berührung) in den Füßen führt. Es können auch Missempfindungen wie Schmerzen, Brennen oder Stechen auftreten, die oft wellenförmig verlaufen und sich nachts verschlimmern. Die diabetische Polyneuropathie ist die Hauptursache des Diabetischen Fußsyndroms.

Ursachen von Polyneuropathie

Die Ursachen einer Polyneuropathie (PNP) können vielfältig sein, und oft lässt sich der auslösende Faktor im Nachhinein nicht mehr feststellen. Hier sind einige mögliche Ursachen:

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  • Diabetes: Wenn Diabetes die Ursache ist, spricht man von einer diabetischen Polyneuropathie.

  • Vitaminmangel: Es gibt Zusammenhänge zwischen Polyneuropathie und Vitamin-D-Mangel. Vitamin B12 ist wichtig für die Regeneration und Bildung der Myelinscheiden der Nervenfasern, so dass ein Vitamin-B12-Mangel zu neurologischen Schäden führen kann. Auch eine langjährige Fehlernährung kann zu einer PNP führen. Zusätzlich steigt die Gefahr einer Insulinresistenz (beginnender Diabetes).

  • Vergiftungen: Eine PNP kann beispielsweise die Folge einer Vergiftung sein. Hier kommen Chemikalien wie etwa Pflanzenschutzmittel (Glyphosat) oder Quecksilber in Frage.

  • Medikamente und Drogen: Manche Medikamente können eine Polyneuropathie verursachen. Besonders bekannt ist dies bei Chemotherapeutika (z. B. Cisplatin, Paclitaxel, Bortezomib). Auch einige Antibiotika (Metronidazol, Nitrofurantoin, Linezolid) und bestimmte HIV-Medikamente gelten als mögliche PNP-Ursachen. In seltenen Fällen können auch Cholesterinsenker (Statine) Nervenschäden fördern. Drogen sind ebenfalls ein möglicher auslösender Faktor der Polyneuropathie.

  • Andere Krankheiten: Darüber hinaus kann die Polyneuropathie eine Begleit- oder Folgeerscheinung nicht nur von Diabetes sein, sondern auch von vielen anderen Krankheiten, wie z. B. von Borreliose, HIV (durch Virus und auch durch die Medikamente) sowie von manchen Autoimmunerkrankungen (z. B. Lupus).

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  • Guillain-Barré-Syndrom: Häufig wird in diesem Zusammenhang auch das Guillain-Barré-Syndrom genannt: Es ist jedoch keine Ursache, sondern eine eigene Form der PNP. Das Guillain-Barré-Syndrom heilt meist nach etlichen Wochen wieder folgenlos aus.

Vorbeugung von Polyneuropathie

Einige Risikofaktoren für Polyneuropathie lassen sich beeinflussen. Hier sind einige vorbeugende Maßnahmen:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen (insbesondere B-Vitamine und Vitamin D) und Mineralstoffen ist, kann helfen, Nervenschäden vorzubeugen.

  • Regelmäßige Bewegung: Sport und Bewegung fördern die Durchblutung und können die Nervenfunktion verbessern.

  • Stressmanagement: Chronischer Stress kann sich negativ auf das Nervensystem auswirken. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, Stress abzubauen.

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  • Vermeidung von Schadstoffen: Der Kontakt mit bestimmten Chemikalien und Schwermetallen sollte vermieden werden.

  • Kontrolle von Grunderkrankungen: Eine gute Kontrolle von Diabetes, Autoimmunerkrankungen und anderen Grunderkrankungen kann das Risiko einer Polyneuropathie verringern.

Symptome der Polyneuropathie

Die Symptome einer Polyneuropathie können vielfältig sein und hängen davon ab, welche Nerven betroffen sind. Häufige Symptome sind:

  • Empfindungsstörungen: Taubheit, Kribbeln oder Brennen in den Füßen und Händen
  • Schmerzen: Stechende, brennende oder bohrende Schmerzen in den betroffenen Bereichen
  • Muskelschwäche: Schwäche oder Lähmung der Muskeln, insbesondere in den Beinen
  • Gleichgewichtsstörungen: Unsicherheit beim Gehen oder Stehen
  • Koordinationsprobleme: Schwierigkeiten bei der Ausführung von Bewegungen
  • Autonome Störungen: Störungen der Herzfrequenz, des Blutdrucks, der Verdauung oder der Blasenfunktion

Diagnose der Polyneuropathie

Die Diagnose einer Polyneuropathie umfasst in der Regel eine körperliche Untersuchung, eine neurologische Untersuchung und verschiedene Tests, um die Nervenfunktion zu beurteilen. Dazu gehören:

  • Elektrophysiologische Untersuchungen: Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) und Elektromyographie (EMG)
  • Blutuntersuchungen: Überprüfung auf Vitaminmangel, Diabetes, Autoimmunerkrankungen und andere mögliche Ursachen
  • Nervenbiopsie: Entnahme einer Nervenprobe zur Untersuchung unter dem Mikroskop (in seltenen Fällen)

Behandlung der Polyneuropathie

Die Behandlung der Polyneuropathie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Grunderkrankung zu behandeln und die Nervenfunktion zu verbessern. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Behandlung der Grunderkrankung: Bei diabetischer Polyneuropathie ist eine gute Blutzuckerkontrolle wichtig. Bei Vitaminmangel kann eine Supplementierung helfen. Bei Autoimmunerkrankungen können Immunsuppressiva eingesetzt werden.

  • Schmerzlinderung: Schmerzmittel wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Opioide oder Antidepressiva können helfen, die Schmerzen zu lindern. Topische Capsaicin-Cremes können ebenfalls wirksam sein.

  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskelkraft und Koordination zu verbessern.

  • Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, den Alltag besser zu bewältigen und Hilfsmittel anzupassen.

  • Nahrungsergänzungsmittel: Einige Nahrungsergänzungsmittel wie Alpha-Liponsäure, Uridinmonophosphat (UMP) und B-Vitamine können die Nervenregeneration unterstützen.

  • Alternative Therapien: Einige alternative Therapien wie Akupunktur, Rotlichttherapie und Entgiftungskuren können ebenfalls hilfreich sein.

Nahrungsergänzungsmittel im Detail

  • Alpha-Liponsäure: Ein starkes Antioxidans, das bevorzugt zur Behandlung der diabetischen Polyneuropathie verwendet wird. In Studien werden Dosierungen von 600 über 1200 bis 1800 mg pro Tag verwendet. Die Dosis wird auf zwei bzw. drei Dosen pro Tag aufgeteilt.

  • Uridinmonophosphat (UMP): Ein wichtiger Baustein für Nervenzellen, der die Regeneration geschädigter Nerven unterstützen kann. In Kombination mit Folsäure und Vitamin B12 konnte UMP in einer Studie mit über 200 PNP-Patienten die Nervenschmerzen signifikant reduzieren.

  • Magnesium: Beruhigt das Nervensystem. Wählen Sie gut verträgliche Magnesiumpräparate.

  • B-Vitamine: Vitamin B1, B6 und B12 sind wichtig für die Nervenfunktion. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann zu Polyneuropathie führen.

  • Vitamin D: Gilt als eine wirksame Substanz für die Behandlung neuropathischer Symptome. Zur Prävention einer Polyneuropathie gehen Mediziner von täglichen Dosen zwischen 1.800 und 4.000 IE Vitamin D aus.

Pflanzliche Mittel

  • Einige Heilpflanzen wie Kalmus, Estragon, Salbei oder Kurkuma können bei Polyneuropathie hilfreich sein.

  • Capsaicin, der in Chilis enthalten ist, kann bei der Schmerzbekämpfung gute Dienste erweisen. Äußerlich angewandte Capsaicin-Zubereitungen können wirksam sein.

  • Helmkraut (Scutellaria) beruhigt das gesamte Nervensystem.

  • Die Einnahme von Nachtkerzenöl kann wirkungsvoll bei der Vorbeugung von Nervenschäden und möglicherweise bei milden Formen der diabetischen Polyneuropathie hilfreich sein.

  • Die äußerliche Anwendung von Rizinusöl-Packungen kann bei manchen Menschen die Symptome der Polyneuropathie lindern.

Medikamente und Polyneuropathie: Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Bei der Behandlung von Polyneuropathie, insbesondere bei älteren Menschen, ist es wichtig, die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten zu berücksichtigen. Viele ältere Menschen nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig ein, was das Risiko von unerwünschten Wechselwirkungen erhöht.

Chemotherapeutika und Polyneuropathie

Einige Chemotherapeutika, wie Cisplatin, Paclitaxel und Bortezomib, sind bekannt dafür, Polyneuropathie zu verursachen. Diese Medikamente können Nervenschäden verursachen, die sich in Form von Taubheit, Kribbeln, Schmerzen oder Muskelschwäche äußern können. Bei Patienten, die mit diesen Medikamenten behandelt werden, ist es wichtig, die Nervenfunktion regelmäßig zu überwachen und gegebenenfalls die Dosis anzupassen oder alternative Medikamente in Betracht zu ziehen.

Weitere Medikamente und Polyneuropathie

Auch andere Medikamente, wie Antibiotika (Metronidazol, Nitrofurantoin, Linezolid) und Cholesterinsenker (Statine), können in seltenen Fällen Polyneuropathie verursachen. Es ist wichtig, dass Patienten ihren Arzt über alle Medikamente informieren, die sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen zu besprechen.

Gegenanzeigen und Warnhinweise

Einige Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Mittel haben Gegenanzeigen oder Warnhinweise, die bei der Behandlung von Polyneuropathie berücksichtigt werden sollten:

  • Aloe Vera: Schwangere Frauen sollten keine Aloe Vera nehmen, da ihre Sicherheit nicht bekannt ist. Aloe Vera kann bei Operationen zu übermäßigen Blutungen führen.
  • Alpha-Liponsäure: Diabetes-Patienten müssen besonders vorsichtig sein, da Alpha-Liponsäure zu Unterzuckerungen führen kann. Calcium-, Eisen- oder magnesiumhaltige Produkte können Alpha-Liponsäure binden, es ist ein deutlicher zeitlicher Abstand von mehreren Stunden nötig.
  • Beta-Carotin: Raucher:innen sollten keine Beta-Carotin-haltigen NEM einnehmen, da dies das Lungenkrebsrisiko erhöhen kann.
  • Biotin: Die Einnahme von Biotin kann zu falsch positiven oder falsch negativen Labortests führen. Patient:innen sollten unbedingt in der Arztpraxis und bei der Blutabnahme das Gesundheitspersonal darüber informieren, dass sie Biotin als Nahrungsergänzung nehmen oder bis vor kurzem genommen haben.
  • Bockshornklee: Schwangerschaft, Stillen und hormonempfindlicher Krebs sind Gegenanzeigen für die Einnahme von Bockshornklee. Es besteht die Möglichkeit von Wechselwirkungen mit relevanten Medikamenten wie Warfarin, SSRI-Antidepressiva und Cyclophosphamid.
  • Calcium: Bestimmte Krebsleiden, erhöhter Calciumblutspiegel, bestimmte Lungenerkrankungen und eingeschränkte Nierenfunktion sind Gegenanzeigen für die Einnahme von Calcium. Calcium vermindert die Aufnahme vieler Arzneistoffe in den Körper, z.B. Levothyroxin, Tetracycline, Chinolone, einige Cefalosporine, Ketoconazol, Eisen-, Zink- und Natriumfluorid-Präparate, Antipilzmittel Estramustin.

Klinische Studien und Forschung

Klinische Studien spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Verbesserung von neuen Therapien für Polyneuropathie. Es gibt verschiedene Studien, die die Wirksamkeit von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und alternativen Therapien zur Behandlung von Polyneuropathie untersuchen.

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