Das menschliche Gehirn, oft als unbekanntes Universum bezeichnet, gibt immer mehr seiner Geheimnisse preis. Dank der Fortschritte in den Neurowissenschaften gewinnen wir tiefere Einblicke in Lernprozesse und die Rolle der Intelligenz. Begleiten wir Checker Tobi auf einer Entdeckungsreise durch die rätselhaften Verzweigungen des Gehirns, um seine Funktionsweise besser zu verstehen.
Das Gehirn: Ein Supercomputer in unserem Kopf
Das Gehirn ist das aktivste Organ unseres Körpers, vergleichbar mit einem Supercomputer, der selbst im Schlaf unermüdlich arbeitet. Es verarbeitet alle Sinneseindrücke - was wir sehen, riechen, schmecken, hören und fühlen. Aber wie genau funktioniert dieses etwa 1.300 Gramm schwere Organ? Checker Tobi geht dieser Frage auf den Grund.
Im Münchner Klinikum Bogenhausen erfährt Tobi von Oberärztin Stephanie, wie das Gehirn aufgebaut ist und wie es unser Leben steuert. Sie zeigt ihm sein eigenes Gehirn am Computer und stimuliert es sogar mit einer Magnetspule, was zu unwillkürlichen Zuckungen führt. Tobi untersucht auch, wie Kopfschmerzen entstehen und was dagegen unternommen werden kann.
Die Anatomie und Funktion des Gehirns
Unser Gehirn wiegt etwa 1.300 Gramm. Interessanterweise hat das Gewicht des Gehirns nichts mit der Intelligenz eines Menschen zu tun. Das Gehirn ähnelt einer großen, weichen, tief gefurchten grauen Walnuss. Als Steuerzentrale ist es über Nervenbahnen mit jedem einzelnen Teil unseres Körpers verbunden. Diese Nerven bestehen aus einzelnen Nervenzellen und leiten Nachrichten elektrisch weiter.
Im Kopf verlaufen diese Nerven direkt vom Gehirn zu Augen, Mund, Nase, Ohren und Zunge. Vom Gehirn durch die Wirbelsäule führt das Rückenmark, eine dickere Leitung. Über diese Leitungen steuert das Gehirn den gesamten Körper.
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Das Gehirn kann viele Dinge gleichzeitig tun. Dies ist möglich, weil verschiedene Bereiche des Gehirns für verschiedene Aufgaben zuständig sind:
- Das Großhirn ist für Sprechen und Denken zuständig.
- Das Kleinhirn ist für Bewegungen zuständig.
- Der Hirnstamm regelt lebenswichtige Funktionen wie Atmen und den Blutkreislauf.
- Das Zwischenhirn leitet Signale aus dem Körper an die entsprechenden Gehirnregionen weiter.
Lernen und Intelligenz: Wie das Gehirn Informationen verarbeitet
Die Psychologin Myriam Sander vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin untersucht, wie das Gehirn lernt. Sie verwendet ein EEG, um die Hirnströme ihrer Probanden zu messen. Eine Information wird nicht nur in einer Nervenzelle gespeichert, sondern ist über das ganze Gehirn verteilt. Der Hippocampus ist die Schaltstelle, an der diese Informationen zusammenfließen.
Ulrike Basten von der Universität Koblenz-Landau erforscht, was intelligente Gehirne von weniger intelligenten unterscheidet. Bei intelligenten Menschen sind die Hirnregionen besser vernetzt, die Wichtiges von weniger Wichtigem trennen. Dadurch können sie Aufgaben schneller lösen und neue Erfahrungen besser mit ihrem vorhandenen Wissen verknüpfen.
Die Bedeutung des Vergessens
Das Vergessen ist ein wichtiger Prozess, der es uns ermöglicht, relevante Informationen zu behalten und irrelevante Informationen auszublenden.
Die ständige Veränderung des Gehirns
Unser Gehirn verändert sich ein Leben lang. Es nimmt ständig neue Informationen auf und verknüpft sie mit bereits vorhandenem Wissen. Immer wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn.
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Die unglaubliche Kapazität des Gehirns
Das Gehirn steuert Organe und Bewegungen des Körpers und erzeugt Gefühle und Erinnerungen. Jedes Gehirn kann mehr Wissen speichern als alle Bibliotheken der Welt zusammen. Alles, was jemals von Menschen erdacht, gebaut, hergestellt, geschrieben, gedichtet oder komponiert wurde, ist das Ergebnis der Arbeit unserer Gehirne.
Checker Tobi und die Gehirnsteuerung
Checker Tobi geht noch einen Schritt weiter: Er versucht, einen Computer nur mit seinen Gedanken zu steuern. Ist das Science-Fiction oder Realität? Es bleibt spannend zu sehen, wie Tobi diese Herausforderung meistert.
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