Cyberknife Heidelberg: Erfahrungen und Behandlungen bei Trigeminusneuralgie

Die Trigeminusneuralgie ist eine äußerst schmerzhafte Erkrankung, die durch plötzlich auftretende, heftige Schmerzattacken im Gesicht gekennzeichnet ist. Oftmals können Medikamente die Schmerzen nicht ausreichend lindern, sodass operative oder radiochirurgische Eingriffe in Betracht gezogen werden müssen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Behandlungsmethoden der Trigeminusneuralgie beleuchtet, insbesondere die radiochirurgische Therapie mit Geräten wie dem Gamma Knife und dem Cyberknife, sowie Erfahrungsberichte von Patienten, die sich einer solchen Behandlung unterzogen haben.

Formen und Ursachen der Trigeminusneuralgie

Grundsätzlich werden zwei Formen der Trigeminusneuralgie unterschieden:

  • Klassische Trigeminusneuralgie: Hierbei drückt ein Blutgefäß auf den Trigeminusnerv, der für die Empfindungen im Gesicht verantwortlich ist. Dieser Druck führt dazu, dass der Nerv "falsche" Schmerzsignale an das Gehirn weiterleitet.
  • Symptomatische Trigeminusneuralgie: In diesem Fall werden die Schmerzen im Gesicht durch andere Erkrankungen verursacht, beispielsweise durch einen Hirntumor, missgebildete Blutgefäße oder Multiple Sklerose.

Bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Wird diese erfolgreich therapiert, ist keine gesonderte Behandlung der Trigeminusneuralgie erforderlich.

Medikamentöse Therapie

Liegt eine klassische oder idiopathische Trigeminusneuralgie vor, wird der behandelnde Arzt in der Regel zunächst eine medikamentöse Therapie einleiten. Antiepileptika wie Carbamazepin zeigen hier oft gute Behandlungserfolge. Allerdings lässt die Wirkung der Medikamente im Laufe der Zeit häufig nach, sodass die Dosis des Wirkstoffs nach und nach gesteigert werden muss. Nicht selten tritt der Fall ein, dass die Medikamente irgendwann keine therapeutische Wirkung mehr erzielen und die Patienten trotz Einnahme unter Schmerzattacken leiden. In solchen Fällen kann eine operative Behandlung sinnvoll sein.

Radiochirurgische Therapie mit Gamma Knife und Cyberknife

Die radiochirurgische Therapie mit einem Bestrahlungsgerät wie dem Gamma Knife oder dem Cyberknife stellt eine minimalinvasive Behandlungsoption dar. Diese Verfahren verlangen in der Regel nur einen Behandlungstermin und weisen gute Heilungsergebnisse auf.

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Funktionsweise und Anwendungsbereiche

Das Gamma Knife ist ein Bestrahlungsgerät, das radioaktive Strahlen (Gammastrahlen) aussendet. Es kann äußerst präzise eingestellt werden, sodass einzelne Nerven oder Blutgefäße bestrahlt werden können, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Ein ähnliches Gerät zur Radiochirurgie ist das Cyberknife.

Das Gamma Knife wird in erster Linie zur Behandlung von Hirntumoren oder Tumoren in der Nähe der Augen eingesetzt. Durch die Bestrahlung sollen die entarteten Zellen zerstört werden, sodass das Tumorgewebe keine Beschwerden mehr verursacht. Sollte die Trigeminusneuralgie als Folge eines Hirntumors auftreten, ist die Behandlung mit dem Gamma Knife durchaus denkbar.

Bei einer klassischen Trigeminusneuralgie wird das Bestrahlungsgerät verwendet, um den Trigeminusnerv an einer bestimmten Stelle zu bestrahlen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Nerv weiterhin Schmerzsignale an das Gehirn weiterleitet. Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Bestrahlungsmethode in 70 bis 80 Prozent der Fälle erfolgreich ist. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der schmerzlindernde Effekt nicht sofort eintritt, sondern sich erst nach etwa einem halben bis dreiviertel Jahr zeigt. Zudem kann es nach der Operation zu Missempfindungen im Gesicht kommen.

Cyberknife: Präzision und Flexibilität

Das CyberKnife® M6-System ist ein hochmodernes, robotergestütztes Bestrahlungssystem, das eine millimetergenaue Behandlung ermöglicht - völlig schmerzfrei und ohne Operation. Ein herausragendes Merkmal ist die Fähigkeit, auch Bewegungen des Tumors, etwa durch Atmung, in Echtzeit zu erkennen und auszugleichen.

Zu den Indikationen für eine Behandlung mit dem Cyberknife gehören:

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  • Hirnmetastasen
  • Vestibularisschwannome (Akustikusneurinome)
  • Arteriovenöse Malformationen (AVM)
  • Trigeminusneuralgie
  • Spinale Tumoren und Metastasen
  • Frühstadien des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC)
  • Lebertumoren wie hepatozelluläres Karzinom (HCC) oder intrahepatisches Cholangiokarzinom (iCCC)
  • Oligometastasierung

Ablauf der Behandlung

Die radiochirurgische Therapie hat den Vorteil, dass in der Regel nur ein Behandlungstermin notwendig ist. Die Bestrahlung erfolgt ambulant, und nach einer kurzen Erholungszeit können die Patienten ihrem gewohnten Leben wieder nachgehen.

Langzeitwirkung

Der Einsatz des Gamma Knife oder des Cyberknife bei einer Trigeminusneuralgie erfolgt erst seit relativ kurzer Zeit. Daher liegen noch keine aussagekräftigen Forschungsergebnisse zur Langzeitwirkung der Methode vor. Allerdings konnten verschiedene Studien zeigen, dass der Anfangserfolg mit über 80 Prozent sehr hoch ausfällt und danach der Effekt absinkt. Dennoch profitiert ein Großteil der Patienten (70 bis 75 Prozent) auch noch nach Jahren vom schmerzlindernden Effekt des Eingriffs.

Wann ist eine operative oder radiochirurgische Behandlung sinnvoll?

Grundsätzlich sollten folgende Bedingungen erfüllt sein, damit ein operativer oder radiochirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden kann:

  • Die Patienten leiden unter einer klassischen Trigeminusneuralgie.
  • Die medikamentöse Therapie zeigt keine Wirkung mehr (Austherapiert).
  • Die Einnahme der Medikamente verursacht so starke Nebenwirkungen, dass das Leben der Patienten erheblich beeinträchtigt ist.

Erfahrungen von Patienten

Viele Patienten, die sich einer Operation oder radiochirurgischen Behandlung ihrer Trigeminusneuralgie unterzogen haben, berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität. Einige Erfahrungsberichte sollen dies verdeutlichen:

  • Ein Patient berichtet, dass er nach jahrelangen starken Schmerzen aufgrund einer Trigeminusneuralgie Prof. Dr. Feigl im Internet gefunden und sich zu einer Operation bei ihm entschlossen hat. Er ist unglaublich dankbar, dass er in den besten Händen war und sich vom ersten Gespräch an ernst genommen und kompetent beraten gefühlt hat. Heute ist er schmerzfrei und kann endlich wieder Lebensqualität genießen.
  • Ein anderer Patient hatte von Anfang an vollstes Vertrauen zu Herrn Prof. Feigl und war sich sicher, dass er ihn bedenkenlos an seinem Kopf operieren lassen kann. Nach der erfolgreichen Operation seiner Trigeminusneuralgie im Ast V3 rechts, bei der ein Blutgefäß/Nervenkontakt beseitigt wurde, war er bereits kurz nach dem Aufwachen auf der Intensivstation schmerzfrei. Auch er ist Herrn Prof. Feigl und seinem Team sehr dankbar für die geleistete Arbeit.
  • Ein weiterer Patient litt gut 1,5 Jahre unter Schmerzen, die sich zuerst im linken Oberkiefer und an der linken Schläfe bemerkbar machten. Nach einer Odyssee von Zahnarzt über HNO-Arzt bis zum Hausarzt wurde schließlich im Krankenhaus eine Trigeminusneuralgie festgestellt. Nachdem die medikamentöse Therapie nicht mehr wirkte, wurde ihm eine Operation empfohlen. Drei Monate nach der Operation ist er zufrieden mit seiner Entscheidung und nimmt keine Tabletten mehr ein.

Diese und weitere Erfahrungsberichte zeigen, dass eine Operation oder radiochirurgische Behandlung eine sinnvolle Option für Patienten mit Trigeminusneuralgie sein kann, insbesondere wenn die medikamentöse Therapie keine ausreichende Linderung verschafft.

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