Das menschliche Gehirn ist ein erstaunliches Organ, das für Lernen, Konzentration, Motorik und Gedächtnis verantwortlich ist. Diese kognitiven Fähigkeiten ermöglichen es uns, Informationen zu verarbeiten und uns in der Welt zurechtzufinden. Das Tolle daran ist, dass diese Fähigkeiten trainiert und verbessert werden können. Kognitives Training zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern, ähnlich wie ein Workout den Körper stärkt.
Kognitives Training: Fit im Kopf
Kognitives Training umfasst verschiedene Übungen und Spiele, die darauf abzielen, die geistigen Fähigkeiten zu verbessern. Je öfter und abwechslungsreicher man trainiert, desto fitter wird und bleibt der Kopf. Es ist wie beim Sport: Werden bestimmte „Muskeln“ im Gehirn nicht regelmäßig gefordert, verkümmern sie.
Warum kognitives Training wichtig ist
Im Alltag neigen wir dazu, uns für das Gewohnte zu entscheiden, da es uns weniger anstrengt. Dadurch bleiben jedoch viele Chancen ungenutzt. Um möglichst viele Areale des Gehirns zu nutzen, ist es wichtig, aus Gewohnheiten auszubrechen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Je variantenreicher die Aktivitäten sind, desto ganzheitlicher wird die geistige Fitness gefördert.
Vielfältige Übungen für das Gehirn
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die kognitiven Fähigkeiten zu trainieren. Dazu gehören:
- Konzentrations- und Geschicklichkeitsübungen: Diese Übungen schärfen den Fokus und verbessern die Fähigkeit, Aufgaben präzise auszuführen.
- Motorik: Jeder Bewegungsablauf ist ein kognitiver Prozess, den das Gehirn steuert. Indem man das Gehirn herausfordert, beispielsweise durch Rückwärtsgehen oder das Erledigen von Aufgaben mit der nicht-dominanten Hand, werden neue neuronale Verbindungen geschaffen.
- Lernen: Das Erlernen einer neuen Sprache, eines neuen Kartenspiels oder das Zeichnen von Blumen fordert das Gehirn heraus und fördert die neuronale Plastizität.
- Gedächtnis: Unser Gehirn sortiert alles aus, was keiner Logik folgt. Deshalb fällt das Merken von Namen oft so schwer. Um das Gedächtnis zu trainieren, kann man abstrakte Informationen mit Inhalten verknüpfen, beispielsweise indem man sich zu dem Namen einer Person ein Bild und eine Geschichte ausdenkt.
Knobelaufgaben und Rätsel
Das Lösen von Rätseln und Knobelaufgaben ist eine effektive Methode, um das Gehirn auf Trab zu bringen. Sie fördern das Um-die-Ecke-Denken und stärken die Konzentration. Ein Beispiel: "Was ist der Anfang der Ewigkeit, das Ende der Stunde, der Anfang allen Endes und das Ende aller Tage?" Die Antwort ist der Buchstabe E.
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Einfach mal abschalten
Wie beim Sport sind auch beim kognitiven Training Ruhepausen wichtig. Durch Entspannungstechniken wie die 5x5x5x-Methode (fünfmal am Tag bewusst fünf Sekunden lang ein- und ausatmen) oder einfache Tätigkeiten kann das Unterbewusstsein im Hintergrund arbeiten und neue Ideen entwickeln.
Kognitive Übungen im Alltag
Es gibt viele Möglichkeiten, das Gehirn im Alltag auf Trab zu bringen:
- Jonglieren oder Balancieren: Diese Übungen verbessern die Koordination und das Gleichgewicht.
- Den Alltag auf links drehen: Gewohnte Handgriffe mit der anderen Hand ausüben oder eine Weile rückwärtsgehen.
Wichtig ist, dass man nur so lange trainiert, wie man sich wohlfühlt.
Gehirnjogging: Gedächtnis und Konzentration in Topform
Regelmäßiges Gehirnjogging hält den Kopf wach, verbessert die Aufmerksamkeit und hilft, Informationen schneller aufzunehmen und zu behalten. Es steigert zudem die geistige Beweglichkeit, Kreativität und Problemlösefähigkeit. Besser täglich kleine Einheiten einbauen, als einmal pro Woche stundenlang zu üben.
Vielfalt ist Trumpf
Kreuzworträtsel, Rechenaufgaben, Sudokus oder Logiktrainer sorgen dafür, dass der Kopf nicht im Energiesparmodus hängenbleibt. Regelmäßiges Knobeln verbessert vor allem Konzentration, Merkfähigkeit und logisches Denken.
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Sprache bringt das Gehirn auf Trab
Lesen, Schreiben oder das Erlernen einer neuen Sprache fordert das Gehirn auf ganz andere Weise als Rätsel. Beim Lesen müssen Informationen aufgenommen, verarbeitet und verknüpft werden. Tägliche kleine Rituale, wie ein Buchkapitel am Abend oder ein Wort des Tages in einer Fremdsprache, aktivieren verschiedene Gehirnregionen gleichzeitig.
Neues ausprobieren
Egal, ob man Rezepte nachkocht, sich mit Kultur beschäftigt oder sich in ein unbekanntes Thema einliest: Neues auszuprobieren ist wie ein Fitnessprogramm für das Gehirn, nur viel spannender.
Kulturelle Hobbys
Auch kulturelle Hobbys wie Musik hören, ins Theater gehen oder sich intensiv mit einem Kunstwerk beschäftigen, fordern das Gehirn. Wer sich für ein bestimmtes Wissensgebiet interessiert, kann noch tiefer gehen: Astronomie, Kunst, Geschichte oder ein anderes Lieblingsthema.
Gedächtnistraining: Mehr als nur Fakten pauken
Gedächtnistraining ist ein gezieltes Fitnessprogramm, das die geistige Power erhält und sogar steigern kann. Es geht darum, die neuronalen Verbindungen im Kopf aktiv zu stärken und das Gehirn flexibel zu halten.
Neuronale Plastizität: Das Geheimnis des Gehirns
Das Fundament jedes wirksamen Gedächtnistrainings ist die neuronale Plastizität - die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig neu zu formen und anzupassen. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen oder eine knifflige Aufgabe lösen, entstehen neue Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen, während bestehende Bahnen gefestigt werden.
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Vielfältige Übungen für verschiedene Gehirnbereiche
Ein gutes Gedächtnistraining spricht ein breites Spektrum an geistigen Funktionen an. Die Übungen lassen sich dabei grob in verschiedene Bereiche aufteilen:
- Logik und Schlussfolgern: Aufgaben wie Logikrätsel oder Sudoku trainieren unser analytisches Denken und die Fähigkeit, Muster zu erkennen.
- Merktechniken und assoziatives Denken: Mnemotechniken, bei denen man sich etwa eine Einkaufsliste mithilfe einer lustigen Geschichte merkt, stärken das Langzeitgedächtnis enorm.
- Koordination und Wahrnehmung: Übungen, bei denen beide Hände gleichzeitig unterschiedliche Bewegungen ausführen, fördern ungemein die Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften.
- Konzentration und Aufmerksamkeit: Klassische „Finde den Fehler“-Bilder oder andere Aufgaben, die volle Konzentration erfordern, schärfen unseren Fokus.
Was die Wissenschaft sagt
Die Wissenschaft gibt eine klare Antwort auf die Frage, ob Gedächtnistraining wirklich etwas bringt: Ja, mit gezielten Übungen lässt sich die geistige Leistung nicht nur erhalten, sondern sogar spürbar verbessern.
Ergebnisse aus Studien
Unzählige Studien haben sich mit den Effekten von kognitivem Training beschäftigt und liefern handfeste Ergebnisse. So konnte eine Untersuchung mit älteren Erwachsenen, die ein erhöhtes Demenzrisiko hatten, zeigen, dass die Gruppe, die nur ein bis zwei Stunden pro Woche trainierte, ihre Gedächtnisleistung stabilisieren oder sogar leicht steigern konnte.
Gedächtnistraining und Demenzprävention
Gedächtnistraining ist eine einfache, kostengünstige und für jeden zugängliche Möglichkeit, die eigene Gehirngesundheit aktiv zu schützen und den kognitiven Abbau zu verlangsamen.
Die kognitive Reserve: Ihr Schutzschild im Kopf
Jede neue Information, die Sie lernen, jede neue Fähigkeit, die Sie sich aneignen, und jede knifflige Aufgabe, die Sie lösen, zahlt auf das Konto der kognitiven Reserve ein. Je dicker dieser mentale Puffer ist, desto besser kann Ihr Gehirn altersbedingte Veränderungen oder sogar erste Schäden durch Krankheiten ausgleichen.
Einfache Ideen für den Alltag
- Neues lernen: Wie wäre es mit ein paar Brocken einer neuen Sprache, den ersten Akkorden auf der Gitarre oder dem Umgang mit einer neuen App auf dem Smartphone?
- Routinen durchbrechen: Fahren Sie mal einen anderen Weg zur Arbeit, putzen Sie sich die Zähne mit der „falschen“ Hand oder räumen Sie die Küchenschränke komplett neu ein.
- Sozial aktiv bleiben: Regelmäßige Gespräche, Diskussionen und gemeinsame Unternehmungen mit Freunden und Familie fordern unser Gehirn auf ganz natürliche und unterhaltsame Weise.
Ein praktischer Trainingsplan für Ihr Gehirn
Ein fester Plan kann dabei helfen, am Ball zu bleiben und das Gedächtnistraining zu einer belebenden Routine zu machen - statt zu einer lästigen Pflicht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Abwechslung.
Wöchentlicher Trainingsplan für Ihr Gehirn:
- Montag: Logik & Schlussfolgern (Sudoku, Logikrätsel)
- Dienstag: Kreativität & Wortschatz (Kurzgeschichte schreiben)
- Mittwoch: Arbeitsgedächtnis (Einkaufszettel merken)
- Donnerstag: Konzentration ("Finde den Fehler"-Bild)
- Freitag: Langzeitgedächtnis (Erinnerung an ein schönes Ereignis)
- Samstag: Koordination & Raumdenken (Jonglieren, Zeichnen mit der nicht-dominanten Hand)
- Sonntag: Entspannung & neue Reize (Hörbuch, neuer Ort)
Gedächtnistraining einfach in den Alltag integrieren
Die besten Übungen lassen sich ganz unkompliziert in den Alltag einbauen. Es geht vor allem darum, alte Gewohnheiten bewusst zu durchbrechen und das Gehirn mit kleinen, aber stetigen Impulsen wachzuhalten.
Kleine Änderungen mit großer Wirkung:
- Telefonnummern lernen: Prägen Sie sich die Nummer eines guten Freundes oder eines Familienmitglieds fest ein, anstatt sie nur im Handy abzuspeichern.
- Ein neues Rezept kochen: Neuen Anweisungen zu folgen und Zutaten abzumessen, fordert Ihr Arbeitsgedächtnis und Ihre Konzentration heraus.
- Rückwärts gehen: Gehen Sie einfach mal ein kurzes Stück durch den Flur rückwärts - das schult Koordination und räumliche Wahrnehmung.
Neugier als Treibstoff für Ihr Gehirn
Letztendlich ist die beste Form des Gedächtnistrainings eine neugierige und achtsame Haltung. Lernen Sie zum Spaß ein paar Vokabeln einer neuen Sprache oder versuchen Sie, mal mit Ihrer nicht-dominanten Hand zu schreiben.
Gedächtnistraining für Jung und Alt
Gedächtnistraining ist nicht nur etwas für Senioren. Gerade für das Gedächtnis gilt: Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Mentale Fähigkeiten müssen trainiert werden und sie können ein Leben lang optimiert werden.
Konzentration: Der Schlüssel zum Erfolg
Konzentration ist einer der entscheidenden Faktoren für ein gut funktionierendes Gedächtnis und damit fürs Lernen. Doch in der heutigen Zeit fällt es vielen zunehmend schwer, sich zu konzentrieren.
Tipps für mehr Konzentration:
- Richtige Ernährung, viel Trinken, genügend Schlaf und Ruhe: Das sind Faktoren, die viele Menschen in unserer Zeit unterschätzen.
- Ablenkungen vermeiden: Lärm, Musik und vor allem das Handy sind gängige Störfaktoren und sollten vermieden werden.
Kritik am Gehirnjogging
Ob ein derartiges kognitives Training hilft, das Gedächtnis zu verbessern, darüber streitet sich die Wissenschaft. Die Studienergebnisse sind verwirrend und zum Teil auch widersprüchlich. So gibt es keine wissenschaftlich ernst zu nehmende Studie, die belegt, dass Sudokus, Kreuzworträtsel oder Gehirntrainingsübungen der Art "Klicken Sie auf alle grünen Vierecke" irgendwelche positiven Effekte auf die kognitiven Fähigkeiten unseres Gehirns hätten.
Der Fokus liegt auf begrenzten Fähigkeiten
Kreuzworträtsel, Sudoku und die meisten Gehirnjogging-Aufgaben "zielen lediglich auf sehr begrenzte kognitive Fähigkeiten, aber das wirkt sich nicht auf das Denken im Allgemeinen, auf Problemlösung oder Planung aus, also auf all die komplexen Fähigkeiten, auf die es in der Realität wirklich ankommt”.
Besser den Menschen als Ganzes fordern
Vieles deutet darauf hin, dass die oben erwähnten Gedächtnisübungen und Gedächtnisspiele nicht das "Ei des Kolumbus" sind, um das Gedächtnis zu trainieren. Den stärksten und nachhaltigsten Effekt auf ein besseres Gedächtnis scheinen vielmehr solche Beschäftigungen zu haben, die die "Person als Ganzes" fordern, wie zum Beispiel asiatische Kampfsportarten, Yoga oder ein Musikinstrument zu erlernen.
Sport und Ernährung für ein fittes Gehirn
Die Forschung zeigt aber wieder und wieder, dass zwei Dinge tatsächlich helfen, das Gehirn für die Anforderungen des Alltags fit zu halten oder wieder auf Trab zu bringen: regelmäßiger Sport und die richtige Ernährung.
Nahrungsergänzungsmittel
Ist unsere Ernährung jedoch unausgeglichen oder haben wir kurzfristig einen höheren Bedarf an bestimmten Nährstoffen - zum Beispiel durch eine gesteigerte körperliche oder geistige Belastung - dann können Nahrungsergänzungsmittel helfen, das auszugleichen.
Gedächtnistechniken: Inhalte im „mentalen Postkasten“ ablegen
Gedächtnistraining hilft dir dabei, Inhalte in einem „mentalen Postkasten“ abzulegen, wo du sie später problemlos wieder findest.
Bildhafte Informationen besser abspeichern
Unser Gehirn kann bildhafte Informationen wesentlich besser abspeichern als Begriffe! Verbinde Namen daher mit einem starken Bild, wie etwa: Thomas ist gleich Tomate. Dieses Bild assoziierst du nun mit einem markanten Merkmal des Gesichts.
Vokabeln lernen mit Eselsbrücken
Du willst eine Fremdsprache lernen? Suche dir für schwierige Vokabeln ein ähnlich klingendes deutsches Wort.Angenommen du möchtest dir das englische Wort ‚grizzle“, was so viel bedeutet wie nörgeln bzw. schmollen, merken. Die Geschichte dazu könnte lauten: In der Ecke sitzt nörgelnd ein Grizzly-Bär, der mich ganz schmollend ansieht.
Zahlen in Bilder verwandeln
Unser Gehirn kann trockene Informationen wie Zahlen schlecht verarbeiten, sie müssen daher zu Bildern werden. Verwende für Zahlen eine einfache Liste, wie etwa: 1 ist ein Einhorn, 2 ist eine Medaille, 3 ist ein Dreirad, 4 ein Tisch mit vier Beinen, 5 ist die Hand mit den fünf Fingern, 6 ist ein Sixpack, 7 sind die Sieben Zwerge, 8 ist eine Achterbahn, 9 ist ein Schwein und 10 steht für die Bibel. 0 ist ein Ei.
Die Körperliste: Einkaufszettel im Kopf
Um nichts zu vergessen, legst du alle Artikel mithilfe einer „Körperliste“ auf deinem Körper ab. Die „Körperliste“, wie ich sie nenne, beginnt unten bei deinen Zehen, dann kommen in dieser Reihenfolge Knie, Oberschenkel, Gesäß, Taille, Brust, Schulter, Gesicht und Haare.
Stichwörter im Raum ablegen
Lege dir die wichtigsten Stichwörter auf markanten Punkten im Raum ab, indem du die Rede hältst oder das Gespräch führst: „Wirtschaftswachstum“ stellst du dir etwa als gut besuchte Kneipe vor, die immer voller wird - und legst dieses Bild auf den ersten Gegenstand links von dir, etwa einen Stuhl.
Humor als Vehikel für Wissen
Werde daher kreativ und erfinde möglichst lustige, spannende oder absurde Geschichten. Mit gezieltem Gedächtnistraining kann jeder zum Superhirn werden.
Die eigene Erinnerung trainieren
Unser Gehirn arbeitet am besten, wenn es „rund läuft“, wenn wir uns also nicht bewusst einmischen, sondern wenn es läuft wie eine gut funktionierende analoge Uhr. Deshalb ist es wichtig die eigene Erinnerung zu trainieren. Dabei geht es weniger darum, sich bestimmte Sachen zu merken oder neue zu lernen, sondern vielmehr geht es darum, Wissen als integralen Bestandteil des Lebens zu erfahren.
Gedächtnis und Lernprozesse
Das Problem ist, dass wir Gedächtnis und Lernprozesse viel zu oft mit den Bedingungen der Schule verbinden: Lernen = Auswendiglernen. Das reine Auswendiglernen fördert unseren Wissensspeicher aber nur minimal. Damit du dein Gedächtnis optimal fordern und fördern kannst, solltest du im Alltag ganz gezielt mit Erinnerungen arbeiten, statt sie einfach als gegeben hinzunehmen.
Lerntypen und Lernstrategien
Der deutsche Biochemiker Frederic Vester postulierte 1975 in dem Buch „Denken, Lernen, Vergessen“ vier Lerntypen: auditiv, visuell, haptisch und intellektuell. Pädagogen halten diese Unterscheidung für nicht mehr zeitgemäß. Wenn überhaupt, solle man eher von Lernstilen sprechen, weil ein Stil lediglich Verhaltensweisen beschreibt.
Alle Sinne ansprechen
Dazu gehört auch, beim Lernen möglichst alle Sinne anzusprechen:
- Hören: Saugen Sie Informationen mit Ihren Ohren auf! Lesen Sie sich vor, was Sie lernen möchten.
- Sehen: Lernen Sie mit Skizzen, in denen Informationen übersichtlich und sinnvoll angeordnet sind.
- Fühlen: Begreifen Sie wortwörtlich, was Sie verstehen und lernen möchten. „Learning by doing“ hilft da besonders gut.
Lerngruppen und Lernpläne
Eine Lerngruppe motiviert, erhöht die Selbstdisziplin und hilft, wenn man den Lernstoff nicht versteht. Der Anfang einer Lernphase ist nicht die erste auswendig gelernte Karteikarte, sondern ein Lernplan!
Motivation und Belohnung
Um sich zu motivieren, hilft es, sich eine Belohnung zu überlegen: eine Tasse Kaffee, eine Runde durch den Park, ein Schwatz mit der Freundin, egal.
Biorhythmus und Leistungskurve
Notieren Sie sich zu Beginn einer Lernphase mehrmals am Tag, wie fit und konzentriert Sie sich gerade fühlen. So erkennen Sie Ihre persönliche Leistungskurve.
Wiederholung und Lernpausen
Damit Informationen ins Langzeitgedächtnis gelangen, kommt es nämlich nicht darauf an, wie lange etwas gelernt wird - sondern wie oft. Deswegen sollten Sie regelmäßig Lernpausen einlegen.
Eselsbrücken und Karteikarten
Wer sich Eselsbrücken baut, setzt sich intensiver mit dem Thema auseinander. Das verstärkt den Lerneffekt. Bilder bleiben besser im Gedächtnis als Text. Und wenn man sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt, statt nur auswendig zu lernen, bleibt auch mehr hängen. Das sind zwei Gründe, die für Karteikarten sprechen.
Schlaf und Gedächtnis
Nur beim Schlafen gelangen Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis. Das haben mehrere Studien bereits belegt.
Spielerisch auf Trab bringen
Ob Sie lieber allein Knobeln oder in Gesellschaft - Spielen trainiert Ihre geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter.
Gesellschaftsspiele und Rätsel
Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Kniffel und Co. sind Klassiker, die Ihre Kommunikation und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft fördern. Rätsel sind ein effektives Gedächtnistraining.
Puzzle und Memory
Puzzeln ist ein Zirkeltraining für Ihr Kurz- und Langzeitgedächtnis. Memory trainiert unsere Merkfähigkeit, indem das Kurzzeitgedächtnis in Form gebracht wird.
Strategische Spiele
Spiele wie Schach, Go oder Scrabble sind die Königsdisziplin des Kopftrainings.