Dein Gehirn bei einer Klausur vs. Mein Gehirn bei einer Klausur: Eine humorvolle Betrachtung

Die Prüfungsphase - eine Zeit des Stresses, des Koffeinkonsums und der schlaflosen Nächte. Jeder, der eine Hochschule besucht hat, kennt das Gefühl, wenn sich der Berg an Lernmaterialien unüberwindbar anfühlt. In dieser Zeit entstehen oft humorvolle Vergleiche, die als Memes im Internet kursieren: "Dein Gehirn bei einer Klausur vs. mein Gehirn bei einer Klausur". Doch was steckt wirklich hinter diesen witzigen Darstellungen? Dieser Artikel beleuchtet die Funktionsweise unseres Gehirns in Prüfungssituationen und wie wir es optimal unterstützen können.

Die Realität der Prüfungsphase

Die Prüfungsphase ist eine Zeit zwischen Beruhigungstees und Energydrinks, zwischen Büchern, Aufzeichnungen, Textmarkern und leeren Ravioli-Dosen. Schlaf wird oft als Zeitverschwendung betrachtet, da jede Minute zählt, um die riesige Menge an Stoff zu bewältigen.

Die Heinzelmännchen im Gehirn: Lernen und Gedächtnis

In August Kopischs Gedicht „Die Heinzelmännchen zu Köln“ verrichten fleißige Hausgeister nachts die Arbeit der Bürger. Wäre es nicht schön, wenn es solche Helferlein wirklich gäbe? Tatsächlich gibt es "Heinzelmännchen" in unserem Gehirn, die während des Schlafs aktiv sind und uns beim Lernen unterstützen.

Der lebenslange Lernprozess

Das Gehirn lernt ständig und ein Leben lang. In der Entwicklungspsychologie spricht man daher vom „lebenslangen Lernen“. Unser Gehirn nimmt neue Eindrücke auf, bewertet sie, setzt sie in Verbindung zu bereits bestehendem Wissen und transferiert sie ins Langzeitgedächtnis. Dieser Prozess geschieht ununterbrochen und meist unbewusst.

Die drei Phasen der Reizverarbeitung

Die Verarbeitung von Reizen wird in drei Phasen eingeteilt:

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  1. Enkodierung (Lernphase): Die akute Informationsverarbeitung führt zu einer ersten, aber noch schwachen, mentalen Repräsentation des Reizes.
  2. Konsolidierung: Die Gedächtnisrepräsentationen werden verfestigt, damit sie in der letzten Phase erinnert werden können.
  3. Abruf: Wie gut das Gelernte erinnert wird, hängt vom Kontext ab, in dem es abgerufen werden soll. Hinweisreize können dabei helfen.

Die nächtliche Arbeit des Gehirns

Während des Schlafs macht das Gehirn keine Pause. Es optimiert die Konsolidierung, indem es die akute Reizverarbeitung ausschaltet und so Platz für die Vertiefung der Informationen schafft. Unsere Gehirnzellen verknüpfen sich dabei zu neuronalen Netzwerken - je stärker vernetzt, desto besser ist das Gelernte repräsentiert. Man spricht hier auch von neuronaler Plastizität.

Schlaf ist keine Zeitverschwendung

Schlaf ist also alles andere als verschwendete Zeit. Er ist essenziell für die Gedächtnisbildung und somit für den Lernerfolg. Halten wir uns wach, um aktiv diese Prozesse zu überwachen, so werden sie nicht stattfinden.

"Dein Gehirn" vs. "Mein Gehirn": Ursachen und Lösungen

Die Memes, die unser Gehirn in der Klausur darstellen, zeigen oft ein Bild von Chaos, Panik und Blackouts. Warum ist das so? Und was können wir dagegen tun?

Stress und Blackouts

Prüfungsangst und Stress können die Gehirnfunktion erheblich beeinträchtigen. Sie führen zu Blackouts, Konzentrationsschwierigkeiten und dem Gefühl, das Gelernte nicht abrufen zu können.

Mangelnde Vorbereitung

Oftmals ist mangelnde oder falsche Vorbereitung ein Grund für das gefühlte Versagen des Gehirns. Werden Informationen nur kurz vor der Prüfung "eingeprügelt", ohne sie wirklich zu verstehen und zu verarbeiten, können sie im entscheidenden Moment nicht abgerufen werden.

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Schlafentzug

Schlafentzug, wie bereits erwähnt, behindert die Konsolidierung des Gelernten. Wer die Nacht vor der Prüfung durchlernt, riskiert, dass das Gehirn übermüdet ist und nicht optimal funktioniert.

Ablenkungen

In der Lernphase ist es wichtig, Ablenkungen zu minimieren. Ob es sich um soziale Medien, Sound Memes oder andere Reize handelt, sie stören den Lernprozess und verhindern, dass sich das Gehirn auf den Stoff konzentrieren kann.

"Mein Gehirn": Innere Monologe und Mambo Number Five

Die Memes spielen oft mit inneren Monologen und unerwarteten Gedanken, die in Prüfungssituationen auftauchen. Statt sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, schweifen die Gedanken ab und hindern uns am logischen Denken.

Tipps für ein "funktionierendes" Gehirn in der Klausur

Wie können wir unser Gehirn optimal auf die Klausur vorbereiten und dafür sorgen, dass es im entscheidenden Moment "funktioniert"?

Rechtzeitig mit dem Lernen beginnen

Beginne frühzeitig mit dem Lernen und verteile den Stoff auf mehrere Tage oder Wochen. So hat das Gehirn genügend Zeit, die Informationen zu verarbeiten und zu festigen.

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Aktives Lernen

Beschränke dich nicht auf reines Lesen. Aktives Lernen bedeutet, den Stoff zusammenzufassen, zu erklären, Fragen zu beantworten und Beispiele zu finden.

Pausen machen und Ablenkungen vermeiden

Gönne deinem Gehirn regelmäßige Pausen und vermeide Ablenkungen während des Lernens.

Ausreichend Schlaf

Sorge für ausreichend Schlaf, besonders in der Nacht vor der Prüfung.

Entspannungstechniken

Lerne Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation, um Stress und Prüfungsangst zu reduzieren.

Gesunde Ernährung und Bewegung

Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung fördern die Gehirnfunktion und helfen, Stress abzubauen.

Lerngruppen

Lerne mit anderen zusammen. In Lerngruppen könnt ihr euch gegenseitig motivieren, Fragen beantworten und den Stoff gemeinsam durchgehen.

Positive Einstellung

Versuche, eine positive Einstellung zur Prüfung zu entwickeln. Glaube an dich und deine Fähigkeiten.

Kontextbezogenes Lernen

Versuche, den Stoff in verschiedenen Kontexten zu lernen. So fällt es dir leichter, ihn in der Prüfung abzurufen.

Die Macht der Memes

Nutze Memes als humorvolle Methode, um mit dem Stress umzugehen und dich mit anderen Studierenden zu identifizieren.

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