Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Nährstoffe, die eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit spielen, insbesondere für das Gehirn und das Herz. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Wirkungen von DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure), zwei der wichtigsten Omega-3-Fettsäuren, und gibt Empfehlungen zur optimalen Versorgung.
Was sind Omega-3-Fettsäuren?
Bei Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um bestimmte Arten von Fettbestandteilen, die in einigen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Fettsäuren bestehen aus einer Reihe von Kohlenstoffatomen, die chemisch mit Wasserstoffatomen verknüpft sind. Bei ungesättigten Fettsäuren fehlen jedoch einige Wasserstoffatome. Die so entstehenden Lücken werden ersetzt, indem die Kohlenstoffatome untereinander Doppelbindungen eingehen. Das hat verschiedene Auswirkungen auf die Verarbeitung der Fettsäuren im Körper. Die Bezeichnung „Omega-n“ bezieht sich auf den Ort der Doppelbindung. Bei Omega-3-Fettsäuren befindet sich die erste Doppelbindung am dritten Kohlenstoffatom, gezählt vom Ende der Fettsäuren (Methylende) aus.
Omega-3-Fettsäuren kommen in verschiedenen Formen vor. ALA (Alpha-Linolensäure) zählt zu den essenziellen (lebenswichtigen) Fettsäuren. Das heißt, der Körper braucht diese Fettsäure, kann sie aber nicht selbst herstellen, weswegen er sie mit der Nahrung aufnehmen muss. Sie steckt in pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Lein-, Raps- oder Walnussöl. ALA besitzt verschiedene wertvolle Eigenschaften und ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran. Der Körper kann aus Alpha-Linolensäure die beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) herstellen. Das funktioniert allerdings nur in einem begrenzten Maße, weswegen die Menge in der Regel nicht ausreicht.
EPA ist eine sogenannte marine Omega-3-Fettsäure. Das heißt, sie kommt hauptsächlich in Meereslebewesen vor, etwa in fettreichen Fischarten wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine und Thunfisch sowie in Krill-Öl. EPA ist für die Gesundheit in allen Lebensphasen von großer Bedeutung.
DHA ist eine weitere marine Omega-3-Fettsäure, die ebenfalls in fettem Fisch sowie in manchen Mikroalgen vorkommt. Im Körper übernimmt sie zahlreiche sehr wichtige Aufgaben. Sie ist zum Beispiel wichtig für die Struktur und Funktion von Zellmembranen, insbesondere im Gehirn, dem Nervensystem insgesamt und in den Augen. Das Molekül ist für die Gesundheit in allen Lebensphasen von großer Bedeutung.
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Die Konkurrenz: Omega-3 vs. Omega-6
Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren gelten als konkurrierende Fettsäuren. Der Grund dafür ist, dass die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) und die Omega-6 Fettsäure Linolsäure (LA) im Stoffwechsel das gleiche Enzym benötigen, um im Körper in biologisch aktivere Formen umgewandelt zu werden. Bei den Omega-3-Fettsäuren betrifft dies die Umwandlung von Alpha-Linolensäure (ALA) zu Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Bei Omega-6-Fettsäuren ist damit die Umwandlung von Linolsäure zu Gamma-Linolensäure und weiter zu Arachidonsäure gemeint. Gamma-Linolensäure ist beispielsweise wichtig für die Hautbarriere und die Nervenzellen.
Das Enzym, das der Körper für diesen Umbau braucht, ist allerdings nur in einer begrenzten Menge verfügbar. Das bedeutet: Führst Du Deinem sehr viel von einer der beiden Fettsäuren zu, ist nicht mehr genug des Enzyms da, um die jeweils andere Fettsäure umzuwandeln. Sie kann ihre Wirkung daher nicht oder nur eingeschränkt entfalten. Dadurch können zum Beispiel die entzündungsfördernden (proinflammatorisch) Effekte der Arachidonsäure (Omega-6-Fettsäure) gegenüber den antientzündlichen Effekten der Omega-3-Fettsäuren überwiegen.
Deswegen ist es wichtig, dass Du nicht zu viel Omega-6-Fettsäuren zu Dir nimmst. Die Deutsche, Österreichische und Schweizerische Ernährungsgesellschaft empfehlen bei der Nahrungsaufnahme ein Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von fünf zu eins. Einige Fachleute halten sogar ein Verhältnis von drei zu eins für sinnvoll. Beides erreichen die meisten Menschen jedoch nicht. Während unsere Vorfahren mit ihrer Ernährung noch etwa gleich viel Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, beträgt das Verhältnis in unserer modernen westlichen Ernährung etwa 15 zu 1 bis 17 zu 1. Das bedeutet: Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren ist meistens ungesund hoch.
Der Omega-3-Index: Ein Maß für die Versorgung
Der sogenannte „Omega-3-Index“ ist eine standardisiert messbare Größe, um den Versorgungsstatus mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren zu beschreiben. Er nennt den prozentualen Anteil von EPA und DHA, bezogen auf die Gesamtmenge an Fettsäuren in der Membran von roten Blutkörperchen aus. Somit spiegelt er wider, wie groß die Konzentration an langkettigen Omega-3-Fettsäuren in Geweben ist.
Die Wirkung von DHA und EPA auf das Gehirn
Omega-3-Fettsäuren sind Vorläufer verschiedener Zwischenprodukte im Stoffwechsel, die Auswirkungen auf Entzündungen und das Wachstum von Nervenzellen (Neuronen) haben. Sie sind daher für die Entwicklung und Gesunderhaltung des Gehirns von entscheidender Bedeutung. Auch ein Zusammenhang mit Erkrankungen wie Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung sowie Schizophrenie wird inzwischen in der Wissenschaft diskutiert.
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DHA ist ein Hauptbestandteil von Neuronen, den Nervenzellen unseres Gehirns. Es macht tatsächlich etwa 97 % der Omega-3-Fettsäuren im Gehirn aus. DHA spielt eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Signalen zwischen den Neuronen und trägt zur Bildung und Aufrechterhaltung von Synapsen bei, den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Dies bedeutet, dass DHA für die Gedächtnisbildung und das Lernen von entscheidender Bedeutung ist.
Die höchsten DHA-Gehalte finden sich in Gehirnbereichen wie Gehirnrinde, Mitochondrien und Synapsen. DHA ist an der Bildung von Verknüpfungen sowie Übertragungen von Signalen im Gehirn beteiligt. DHA trägt zum Erhalt der normalen Gehirnfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer Tagesaufnahme von 250 mg DHA ein.
Insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel und in den ersten Lebensmonaten beeinflussen Omega-3-Fettsäuren die kindliche Entwicklung positiv. Im Mutterleib ist die Entwicklung des Gehirns so rasant wie in keiner anderen Lebensphase. Und DHA wird schon jetzt als Baustein für Gehirn, Nervengewebe und die Augen des Kindes eingebaut. DHA durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung der Augen und des Gehirns beim Ungeborenen bei. Schwangeren bzw.
- Gedächtnis und Konzentration: Omega-3-Fettsäuren fördern das Gedächtnis und die Konzentration.
- Kommunikation zwischen Nervenzellen: Sie sorgen für eine gute Kommunikation zwischen den Nervenzellen.
- Geistiges Gleichgewicht: Sie tragen zu einem guten geistigen Gleichgewicht bei.
- Entzündungshemmende Wirkung: EPA hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann dazu beitragen, Entzündungen im Gehirn zu reduzieren. Dies ist wichtig, da chronische Entzündungen mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.
Omega-3 und psychische Gesundheit
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren scheinen auch einen wichtigen Einfluss auf die Gemütsverfassung zu haben. So deuten wissenschaftliche Untersuchungen darauf hin, dass eine niedrige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren bei manchen Personen das Risiko für Depressionen und Angstzustände erhöhen kann.
Die Wirkung von DHA und EPA auf das Herz
Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Herzzellen. Außerdem können sie dazu beitragen, das Risiko von Herzkrankheiten zu reduzieren, indem sie die Blutfettwerte positiv beeinflussen. Die American Heart Association (AHA) empfiehlt für Personen mit erhöhten Blutfettwerten (Hypertriglyceridämie) daher eine Einnahme von zwei bis vier Gramm EPA plus DHA pro Tag in Kapselform. Omega-3-Fettsäuren können zudem den Blutdruck leicht senken.
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Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) können einen wichtigen Beitrag für die Herzgesundheit und die normale Herzfunktion leisten. EPA und DHA tragen zur Aufrechterhaltung einer normalen Herzfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer Tagesaufnahme von 250 mg EPA/DHA ein.
- Unterstützung der Herzfunktion: Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Herzfunktion und tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
- Blutfettwerte: Sie können die Blutfettwerte positiv beeinflussen und so das Risiko von Herzkrankheiten reduzieren.
- Entzündungshemmende Wirkung: Aus den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA stellt der Körper entzündungshemmende Botenstoffe her.
Die Wirkung von DHA auf die Augen
DHA ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen der Netzhaut (Retina). Sie fördert die Bildung und Aktivität des Sehpigments Rhodopsin in der Netzhaut oder genauer gesagt der Stäbchenzellen, die für das Hell-Dunkel-Sehen wichtig sind. Gleichzeitig besitzen DHA und EPA antientzündliche Wirkungen und sind in der Lage, die Photorezeptoren vor dem biologischen Zelltod (Apoptose) durch oxidativen Stress zu bewahren.
Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind wichtige Bestandteile der Sehzellen und der Netzhaut. DHA ist mit 60 % sogar die meistvertretene Fettsäure in den Sehzellen. Zudem spielt sie eine Rolle für die Struktur der Netzhaut. DHA trägt zum Erhalt der normalen Sehkraft bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer Tagesaufnahme von 250 mg DHA ein.
- Verbesserung der Sehschärfe: Omega-3-Fettsäuren verbessern die Sehschärfe.
- Linderung trockener Augen: Sie lindern trockene Augen.
- Vorbeugung der Makuladegeneration: Sie beugen der altersbedingten Makuladegeneration vor.
- Entwicklung des Auges: DHA spielt eine strukturelle und funktionelle Rolle bei der Bildung der Netzhaut bei Föten und Säuglingen.
Bedarf und Empfehlungen
Der tägliche Bedarf an Omega-3-Fettsäuren ist nicht genau bekannt. Es gibt zwar Empfehlungen für die Zufuhr von Alpha-Linolensäure sowie für Docosahexaensäure bei schwangeren und stillenden Frauen. Doch die Angaben der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Institutionen beruhen auf Schätzungen. Sie variieren nach Alter, Geschlecht und persönlichen Lebensumständen.
Für die beiden Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA existieren keine konkreten Zufuhrempfehlungen. Eine Ausnahme bilden Schwangere und Stillende: Ihnen rät die DGE, im Durchschnitt mindestens 200 mg DHA pro Tag zu sich zu nehmen. Das kann beispielsweise durch ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche erreicht werden. Davon sollten 70 g fettreicher Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering sein. Die US-Amerikanische Herzgesellschaft (American Heart Association, AHA) empfiehlt gesunden Erwachsenen ebenfalls zwei Fischmahlzeiten, um den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fasst in ihren Empfehlungen pflanzliche und marine Omega-3-Fettsäuren zusammen und empfiehlt, dass sie mindestens 0,5 Prozent der zugeführten Energie ausmachen sollten.
Jugendliche u. Bestimmte Personengruppen können von einer vermehrten Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren profitieren. Auch Veganer:innen und Vegetarier:innen, die keinen Fisch verzehren, sollten auf ihr Versorgung achten, da sie kein EPA oder DHA mit der Nahrung aufnehmen und die körpereigene Produktion aus Alpha-Linolensäure begrenzt ist. Eine geringe Zufuhr weisen häufig insbesondere junge Frauen auf. Der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren kann je nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und individuellen Ernährungsgewohnheiten variieren.
Normalerweise kann der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren gut über die Ernährung gedeckt werden. Falls es Dir schwerfällt, ausreichend Omega-3-Fettsäuren aus Lebensmitteln aufzunehmen oder Du aufgrund bestimmter Erkrankungen oder Lebenssituationen einen erhöhten Bedarf hast, solltest Du - in Absprache mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin - die zusätzliche Einnahme von Omega-3-Fettsäuren z.B. als Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen.
Risikogruppen für einen Omega-3-Mangel
Eine unzureichende Versorgungslage in Deutschland weisen insbesondere ,,Fisch Vermeider", Vegetarier, Veganer sowie Kinder auf.
Wie kann man den Omega-3-Spiegel testen?
Wer wissen möchte, wie gut die eigene Versorgung mit den Omega-3-Fettsäuren ist, kann sich von seinem Arzt beraten lassen oder in der Apotheke einen Selbsttest für zu Hause kaufen. Mithilfe eines standardisierten Messverfahrens, dem „HS Omega-3-Index", wird der Omega-3-Spiegel bestimmt. Die Kosten für den Bluttest müssen selbst übernommen werden.
Empfohlene Tagesdosis
Um ausreichend wertvolle Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen, lautet die Verzehrs-Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung): Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten pro Woche 200-220 g Fisch essen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Fisch frisch zubereitet ist, als Konserve oder als Tiefkühlware gegessen wird.
- Schwangere und Stillende: Da Schwangere das Ungeborene über die Nabelschnur mit den lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren mitversorgen muss, erhöht sich der Tagesbedarf der werdenden Mutter. Die ausreichende EPA- und DHA-Versorgung kommt Mutter und Kind zugute und unterstützt die normale Entwicklung von Augen und Gehirn beim Fötus und dem gestillten Säugling. Tagesbedarf: 250 mg EPA + DHA + 200 mg DHA
- Sportler: Aktuelle Studien zeigen, dass Leistungssportler häufig eine schlechte Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren aufweisen. Dabei benötigen gerade Sportler die gesunden Fette, da sie sich positiv auf Herz, Muskeln und Gelenke auswirken können. Tagesbedarf: 1.000 - 2000 mg EPA + DHA. EPA und DHA verbessern die Belastbarkeit von Muskeln und Gelenken während des Sports und die Erholung in der anschließenden Regenerationsphase!
- Ältere Menschen: Fakt ist: Pro Lebensjahr nimmt die Hirnmasse im Alter um ca. 1 % ab. Omega-3-Nahrungsergänzung erhält die graue Gehirnmasse und verbessert die Gehirnfunktion. Tagesbedarf: 2200 mg Omega-3-Fettsäuren (davon 1.320 mg EPA + 880 mg DHA)
- Herz-Kreislauf-Schutz: Die ausreichende Aufnahme von EPA und DHA wird von vielen Experten in Studien zum Schutz des Herzens befürwortet. Besonders Menschen mit einem Risiko für erhöhte Herz-Kreislauf-Erkrankungen profitieren von einem regelmäßigen Fischverzehr. Tagesbedarf: 250 mg EPA + DHA
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält eine tägliche Aufnahme von bis zu 3000 mg Omega-3-Fettsäuren für gesunde Menschen für unbedenklich. Bei Dosierungen die darüber hinaus gehen, ist eine Rücksprache mit einem Arzt erforderlich.
Mangelerscheinungen
Die Anzeichen einer mangelhaften Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sind sehr unterschiedlich. Zu den Symptomen können raue, schuppige Haut und Hautentzündungen zählen. Auch die Seh- oder Nervenfunktion sowie das Immunsystem kann beeinträchtigt sein. Eine Möglichkeit, ein Defizit zu erkennen, ist, den Anteil an Omega-3-Fettsäuren im Blut durch den Omega-3-Index zu erfassen. Dabei misst das Labor die Konzentration von Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) in den roten Blutzellen (Erythrozyten). Der Wert wird in Prozent angegeben.
Natürliche Quellen für Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind in verschiedenen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Nicht jeder isst gerne Fisch oder schafft die empfohlenen ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche.
- Fetter Seefisch: Hering, Bückling, Sardinen, Thunfisch, Lachs (auch als Konserve erhältlich)
- Pflanzliche Öle: Leinöl, Walnussöl, Rapsöl, Sojaöl
- Nüsse und Samen: Walnüsse, Mandeln, Leinsamen, Chiasamen
- Mikroalgen: Quelle für EPA- und DHA-reiche Öle (für Veganer geeignet)
Nahrungsergänzungsmittel
Normalerweise kann der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren gut über die Ernährung gedeckt werden. Falls es Dir schwerfällt, ausreichend Omega-3-Fettsäuren aus Lebensmitteln aufzunehmen oder Du aufgrund bestimmter Erkrankungen oder Lebenssituationen einen erhöhten Bedarf hast, solltest Du - in Absprache mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin - die zusätzliche Einnahme von Omega-3-Fettsäuren z.B. als Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen.
Wenn es jedoch über die Ernährung nicht gegeben ist, einen gesunden Omega-3-Spiegel zu erreichen bzw. zu halten, sind hochwertige Nahrungsergänzungsmittel sichere Alternativen!
Für alle Vegetarier, Veganer und Personen die pflanzliche Omega-3 Fettsäuren bevorzugen, gibt es DHA Plus pflanzlich. Hierfür wird die Meeresmikroalge Schizochytrium sp. genutzt. Ihre natürliche Heimat sind die Mangroven in tropischen Ländern. Für die menschliche Ernährung wird die Alge jedoch in einer eigens dafür entwickelten Anlage angebaut.
Worauf sollte man beim Kauf von Omega-3-Produkten achten?
- Hoher Gehalt an EPA & DHA: Dies sind besonders wichtige Omega-3-Fettsäuren. Die positive Wirkung zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 2.000 mg EPA und DHA ein. Ein Maßstab für die Qualität ist die Konzentration an Omega-3 im Fischöl. Je höher diese ist, desto weniger Kapseln müssen Sie einnehmen.
- Magensaftstabile Kapseln: Diese garantieren, dass keinerlei Fischgeruch oder -geschmack aufkommt, fischiges Aufstoßen wird verhindert.
- Nachhaltiger Fischfang aus unbelasteten Gewässern.
- Garantierte Reinheit durch Prüfung auf Schadstoffe (Schwermetalle).
Dosierung bei Nahrungsergänzungsmitteln
Bei der Kennzeichnung der Inhaltsstoffe muss lediglich der Gesamtgehalt an Omega-3-Fettsäuren pro Tagesdosis angegeben werden, ohne dass zwischen ALA, EPA und DHA unterschieden werden muss. Dies macht einen Vergleich der Gehalte von Nahrungsergänzungsmittel nahezu unmöglich. Ausnahme: Das Produkt wird direkt mit "mit DHA" o. ä. beworben, dann muss auch der DHA-Gehalt in der Nährwerttabelle genannt sein. Die zusätzliche Einnahme von EPA und DHA (kombiniert) in Dosen von 5 Gramm pro Tag sowie von EPA (einzeln) mit bis zu 1,8 Gramm am Tag, geben laut eines Gutachtens der europäischer Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) von 2012 für Erwachsene keinen Anlass für Sicherheitsbedenken. Ein Warnhinweis, dass die Menge von 5 Gramm täglich nicht überschritten werden soll, ist bei Dosierungen ab 2 Gramm täglich für Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel vorgeschrieben.
Risiken und Nebenwirkungen
Bei der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Omega-3-Fettsäuren sind Neben- und Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen - auch wenn diese anders als bei Arzneimitteln nicht genannt werden müssen!
Höhere Dosierungen können die Fließeigenschaften des Blutes verändern, die Blutungszeit verlängern und somit das Blutungsrisiko erhöhen. Des Weiteren kann Übelkeit und Erbrechen auftreten. Bei Personen mit Diabetes kann möglicherweise die Blutzuckereinstellung erschwert sein und das Immunsystem nachteilig beeinflusst werden, was zu einer gesteigerten Infektanfälligkeit gerade bei älteren Personen führen kann. Bei einer vorliegenden Infektionserkrankung sollte daher eine zusätzliche Omega-3-Fettsäure-Gabe nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. DHA allein oder in Kombination mit EPA kann bei gesteigerter Aufnahme einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel bedingen. Dies ist insbesondere bei bestimmten Fettstoffwechselstörungen problematisch.
Neuere Studien zeigen, dass Präparate mit Omega-3-Fettsäuren bei einer bestehenden Herzerkrankung oder mit entsprechenden Risikofaktoren das Risiko für Vorhofflimmern, einer Störung des Herzrhythmus, dosisabhängig erhöhen. Es war unter der höchsten in den Studien getesteten Dosis von 4 Gramm pro Tag am höchsten.
Das BfR empfiehlt deshalb insbesondere Verbraucher:innen mit einer bestehenden Herzerkrankung oder entsprechenden Risikofaktoren, Omega-3-Fettsäure-haltige Präparate, wie Nahrungsergänzungsmittel, nur in Absprache mit einem Arzt einzunehmen, vor allem über einen längeren Zeitraum. Aufgrund der genannten Risiken empfiehlt das BfR, Höchstmengen für Omega-3-Fettsäure-Produkte festzulegen, die es bisher leider nicht gibt. Laut BfR sollten pro Tag sogar nicht mehr als 1,5 Gramm Omega-3-Fettsäuren aus allen Quellen (inklusive Lebensmittel wie Fisch, Margarine, Nüsse) aufgenommen werden.
Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten geboten. So kann sich durch die Verwendung hoch dosierter Omega-3-Fettsäure-Produkte beispielsweise die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) verstärken. Daher sollten Sie die Verwendung und die Dosierung von Omega-3-Fettsäure-haltigen Produkten grundsätzlich nur in Absprache mit Ihren behandelnden Ärztinnen erwägen!