Dopamin-Dressing: Die modische Definition von Freude durch Farbe

Die Mode hat sich schon immer als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen und individueller Ausdrucksformen verstanden. In den letzten Jahren hat sich ein Trend herauskristallisiert, der nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch das innere Wohlbefinden in den Fokus rückt: das Dopamin-Dressing. Dieser Begriff beschreibt die bewusste Auswahl von Kleidung, um positive Emotionen und Glücksgefühle hervorzurufen. Es geht darum, die stimmungsaufhellende Wirkung von Farben, Mustern und Silhouetten zu nutzen, um das eigene Selbstbewusstsein zu stärken und die Lebensfreude zu steigern.

Unisex statt Uniform: Die Auflösung traditioneller Geschlechterbilder in der Mode

Die Mode hat sich viel zu lange in starren Kategorien bewegt, in denen Frauen in der Damenabteilung und Männer in der Herrenabteilung einkaufen sollten. Glücklicherweise löst sich diese binäre Sichtweise auf Geschlechter bei der Kleidung allmählich auf. Das Schwarz-Weiß-Denken funktioniert in der Mode einfach nicht mehr. Die Frage nach männlich oder weiblich sollte keine Rolle spielen. Jeder sollte das tragen können und dürfen, worin er sich wohlfühlt.

In den meisten Geschäften sind Damen- und Herrenkollektionen jedoch immer noch strikt voneinander getrennt, im Onlineshop ist die Filterfunktion danach ausgerichtet, im stationären Einzelhandel befinden sie sich nicht selten auf verschiedenen Etagen. Bis die Grenzen nahtlos verwischen, dürften also noch einige Jahre ins Land ziehen.

Bisher hat man mit der Lancierung von Unisex-Mode-Kollektionen reagiert. Doch schnell stellt man fest: Viele dieser Unisex-Linien sind "maskulin" angehaucht und kommen in Grau daher. Selten findet man darin bunte Farben, Kleider, Röcke oder Handtaschen. Marken, die wirklich geschlechtsneutrale Kleidung entwerfen, sind noch rar gesät.

Definition: Was bedeutet Unisex-Mode?

Der Begriff "Unisex" setzt sich aus den lateinischen Wörtern "unus" (einer) und "sexus" (Geschlecht) zusammen und bezeichnet die optische Annäherung der Geschlechter durch die Auflösung typischer weiblicher oder männlicher Attribute in der Mode.

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Geschichte: Die Entwicklung der Unisex-Mode

Kleidung und Kleiderordnungen haben sich über die Jahrhunderte hinweg maßgeblich verändert. In der Steinzeit trugen Frauen wie Männer die gleichen Felle. Auch in der Antike unterschied sich die Kleidung zwischen Frauen und Männern kaum, denn beide Geschlechter hüllten sich in Gewänder. Vielmehr war die Bekleidung ein Zeichen dafür, welcher sozialen Schicht man angehörte. Im Grunde genommen könnte man also sagen, die Anfänge der Mode waren tatsächlich unisex.

Erst im 14. Jahrhundert wurden den Geschlechtern spezifische Elemente zugeordnet, der Frau etwa das Dekolleté, dem Mann die Hose. Der Rock aber wurde nach wie vor von beiden Geschlechtern getragen. Besonders der Adel - weiblich wie männlich - glänzte in seinen Roben. Bis ins 18. Jahrhundert, als das Bürgertum - repräsentiert durch den männlichen, arbeitenden Bürger - dem Adel die Stirn bot. Der typisierte männliche Bürger hielt dessen Lebensführung für zu feminin und wertete sie ab. Hosen sollten jetzt den Männern vorbehalten sein, Röcke nur noch von Frauen getragen werden. Auch Stoffe und Farben erhielten einen Stempel: Spitze und Chiffon waren fürs weibliche Klientel bestimmt, Anzugstoffe fürs männliche.

Diese Einstellung hielt sich lange. Erst im Zuge der Frauenrechtsbewegungen in den 1950er-Jahren griffen Frauen zu maskuliner Kleidung - als Protest gegen die Geschlechter-Typisierung, denn sie sahen es nun mal nicht als ihre Aufgabe an, als adrett gekleidete Ehefrau nur in der Küche zu stehen und sich um die Bedürfnisse des Mannes zu kümmern. Gesellschaftlich akzeptiert wurde die Hose als Kleidungsstück fürs weibliche Geschlecht jedoch erst in den 60ern. Röcke haben es im Gegenzug immer noch nicht zurück in die männliche Mainstream-Garderobe geschafft. Dafür ist wohl die Geschlechter-Ordnung von vor 200 Jahren immer noch zu tief verankert.

Designer:innen, die den Weg für geschlechtsneutrale Mode ebneten

Erstmals sorgte wohl Coco Chanel für ein Umdenken in Bezug auf geschlechtsspezifische Kleidung. Sie revolutionierte die weibliche Garderobe mit burschikosen Styles, schaffte das Korsett ab und entwarf in den 1920ern die sogenannten Yachting Pants, die ersten Hosen für Frauen. Bis die gesellschaftlich akzeptiert wurden, dauerte es allerdings bis in die 50er-Jahre (wie oben berichtet). Yves Saint Laurent war es dann, der 1966 den ersten Hosenanzug für Frauen, "Le Smoking", kreierte.

Genderneutrale Fashion sah man 1968 erstmals auf den Laufstegen, bei Paco Rabanne, André Courrèges und Pierre Cardin. Die Entwürfe waren schlicht und grafisch, sodass sie von beiden Geschlechtern getragen werden konnten. "Cardins Mode bot Frauen, aber auch Männern ein Gefühl der Freiheit in Zeiten politischer und sexueller Umbrüche", bringt Maria Zinser, Kuratorin des Kunstpalasts Museum in Düsseldorf, das Schaffen Pierre Cardins auf den Punkt. Zukünftig blieb das Modell geschlechtsneutraler Fashion allerdings eher einseitig. Frauen hatten die Chance, sich androgyn zu kleiden, für Männer fehlte lange noch ein Pendant.

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Den entscheidenden Schritt Richtung Unisex-Mode, wie wir sie heute verstehen, ging 2013 Rad Hourani, der als erster Designer eine geschlechtsneutrale Kollektion während der Pariser-Haute-Couture-Schauen präsentierte. Die vorherrschenden Farben waren Schwarz und Weiß, alle trugen alles; Röcke, Hosen, Blusen, Kleider, Absätze. Im Finale setzten alle Models Masken auf. Damit distanzierte sich der Designer ganz klar von Geschlechterbildern, wie es noch keiner vor ihm getan hat. In einem Interview sagte er: "Ich versuche nicht, Männer aussehen zu lassen wie Frauen und umgekehrt. Ich versuche, etwas Pures zu entwerfen, das man für sich verändern kann. Das ist für mich Unisex." Der Anfang für echte geschlechtsneutrale Mode war gesteckt, jetzt sollten weitere Designer:innen seinem Vorbild folgen.

Brands: Diese Unisex-Modelabels setzen auf geschlechtsneutrale Kleidung

Weil es beim Design von Unisex-Mode darum geht, eine Garderobe zu entwerfen, die für beide Geschlechter funktioniert, findet man in geschlechtsneutralen Kollektionen überwiegend geradlinige Styles statt figurbetonter Schnitte, denn weibliche und männliche Körperformen unterscheiden sich doch stark. Kleidungsstücke zu kreieren, die gleichermaßen an Frauen- und Männer-Körpern richtig gut sitzen, ist schwer. Am unverfänglichsten sind deshalb Basic-Shirts, Jogginghosen, Hoodies, manchmal auch Jeans. Darauf setzen die meisten Marken, die in den letzten Jahren neben ihrer Frauen- und Herren-Kollektionen auch Unisex-Kollektionen lanciert haben. Darunter High-Street-Labels wie Zara mit der Linie "Ungendered", H&M mit der Kollektion "Denim United" oder Levi’s mit der Linie "Unlabeled". Wer bei Marken wie Urban Outfitters, C&A, Lacoste oder Ralph Lauren shoppt, findet inzwischen Unisex-Kategorien.

Was hier aber eindeutig fehlt? Vielfalt. Denn Röcke und Kleider sieht man (noch) nicht. So können sich zwar Frauen, die in Unisex-Kollektionen shoppen, in typisiert maskuline Kleidungsstücke werfen, doch für Männer ändert sich nicht viel, höchstens mal die Farbe.

Zumindest ist das auf den Laufstegen anders. Miuccia Prada erklärte 2014: "Ich entwerfe für Menschen, nicht fürs Geschlecht." Haider Ackermann, Vivienne Westwood, Comme des Garçon, Ann Demeulemeester, Meadham Kirchhoff, Gareth Pugh, JW Anderson und Rick Owens setzen auf Diversität. Und Gucci sowieso, seit Alessandro Michele Kreativdirektor ist. Kleider, Röcke, Spitzenblusen und Accessoires, wie Perlenketten oder Handtaschen, werden von allen getragen. Designer Telfar Clemens, Label-Chef von Telfar, der besonders mit seinen Shoppern in bunten Farben einen Coup gelandet hat, will mit seinen Unisex-Designs die Binarität auflösen.

Promis wie Harry Styles oder Jared Leto, die für ihre nicht-binären Kleidungsstile berühmt sind und in direktem Kontakt mit dem Mainstream stehen, bringen diese Sichtweise mehr und mehr dort unter. Jedes Kleidungsstück kann genderneutral sein. Und im Grunde genommen braucht es dafür eigentlich auch keine eigene Kollektion. Wichtig ist aber auch die Bewegung, die gerade nach dem Vorbild Rad Houranis stattfindet: Modelabels und Marken, die in ihren Styles gänzlich auf Gender-Kategorien verzichten. Noch sind sie recht unbekannt. Doch das wird sich ändern. Diese gehören dazu:

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  • Lucy & Yak: Die Unisex-Brand Lucy & Yak erlebte mit ihren nachhaltig produzierten Latzhosen, die in kürzester Zeit ausverkauft waren, ihren Durchbruch. Jetzt gibt es auch Kleider, Hosen, Jeans - und eine Kollab mit Ed Sheeran!
  • Olderbrother: Auch wenn der Name vielleicht etwas irreführend ist: Die Brand Olderbrother macht cleane, nachhaltige Mode für Frauen, Männer und nicht-binäre Menschen. Der Begriff soll eher für die Gefühle stehen, die ein älterer Bruder vermittelt, nämlich beschützt zu sein, sich fallen lassen zu können, sich wohlzufühlen …
  • Ethel Vaughn: Die Hamburger Brand Ethel Vaughn steht für Unisex-Streetwear mit bunten Prints im 80er- und 90er-Jahre-Style gemixt mit einer urbanen Avantgarde-Attitüde.
  • Official Rebrand: Das geschlechtsneutrale Mode-Label Official Rebrand hat sich zwei große Ziele gesteckt: die Bekleidungsindustrie sowohl diverser als auch umweltfreundlicher zu machen.
  • Øblanc: Das Label Øblanc interpretiert Workwear völlig neu. Ein großer Teil davon sind auch Unisex-Accessoires.
  • Wildfang: "Wear you, not someone else." Die Brand Wildfang inkludiert das Maskuline, das Feminine und alles dazwischen.
  • Yae Studios: Yae bedeutet "vielschichtig" auf Japanisch. Und genau das soll das Slow-Fashion-Label Yae Studios sein. Vielschichtig in puncto Gender, Textil und Herstellung.
  • Collusion: Die Brand Collusion wird von sechs jungen Designer:innen, Künstler:innen, Models und Influencer:innen kreiert, stellt Inklusivität und nachhaltige Produktion in den Vordergrund und ist exklusiv bei Asos erhältlich.
  • Yuk Fun: Yuk Fun ist ein unabhängiges Label aus Südengland, das "illustrierten Stuff für fantastische Menschen macht, die Farben, Tiere und Spaß lieben". So fasst es die Brand auf ihrer Homepage kurz und knapp zusammen.
  • All Skinwear: All Skinwear ist eine spanische Brand, die es sich zur Aufgabe gemacht hat Unterwäsche und Bademode von Geschlechterklischées zu befreien. Die Capsule-Wardrobe-Ideen in frischen Farben von Marlene Sørensen wirken wie eine Glückspille.

Color-Blocking: So wird der farbenfrohe Trend gestylt

Farben in der Mode sind immer so ein Ding: Entweder man liebt sie oder man ist eher der Typ für neutrale Töne oder Schwarz und Weiß. Doch immer mal wieder schaffen es bestimmte Trendfarben uns davon zu überzeugen, sich doch an bunte Pieces zu wagen. Um euch also den Anfang zu erleichtern und zu richtigen Colour-Blocking-Profis zu machen, erklären wir euch hier den Trend und wie er am besten gestylt wird.

Was ist Color-Blocking?

Color-Blocking gehört zu den heißesten Trends in der Mode und ist niemals "out of fashion". Aus dem Englischen übersetzt, bedeutet der Begriff so viel wie “voneinander abgegrenzte Farben”. Konkret geht es beim Color-Blocking also darum, den Look in klar definierte Farbzonen zu teilen. Beim Color-Blocking könnt ihr besonders auffällige, knallige Farben genauso miteinander kombinieren, wie solche, die etwas dezenter sind - einzig und allein wichtig ist, dass ein klarer Kontrast erkennbar ist. Während Stylings mit bunten Knallfarben etwas mehr Fashion-Gespür verlangen, sind andere Kombinationen auch für Einsteiger und weniger Farbverliebte leicht umzusetzen - und hier erfahrt ihr, die besten Styling-Tricks zu dem Thema.

Wie funktioniert Color-Blocking?

  1. Color-Blocking mit nur einem Kleidungsstück: Diese Styling-Variante ist für Einsteiger:innen und Faule bestens geeignet, denn man braucht lediglich ein Piece, das bereits selbst das Color-Blocking übernimmt. Das können sein: bunt gestreifte Pullis oder Kleider und Mäntel in Patchwork-Optik.
  2. Color-Blocking geht auch dezent: Natürlich kann ein Outfit in Color-Blocking-Optik richtig knallen - vor allem, wenn man sich für kräftige Farben wie Gelb, Pink oder Rot entscheidet. Doch der Trend funktioniert auch mit gedeckten Tönen wie Schwarz, Braun oder Beige. Außerdem gilt: Auch knallige Hingucker-Accessoires, Schuhe oder Handtaschen, können den Color-Blocking-Effekt erzielen.
  3. Einem Teil den Vorrang lassen: Wer sich behutsam an den Color-Blocking-Trend herantasten will, kann zunächst zwei unterschiedliche Nuancen miteinander verbinden, wobei eine etwas neutraler als die andere ist. Influencerin Emili Sindlev kombiniert zum Beispiel Pink mit zurückhaltendem Khaki und erdet so den Look, damit das Gesamtbild nicht zu knallig wirkt.
  4. Ruhigen "Mitspielern" vertrauen: Mehr Spannung beim Color-Blocking erzeugen drei unterschiedliche Farben. Damit der Look nicht wie ohne Sinn und Verstand zusammengewürfelt aussieht, solltet ihr jedoch immer auf neutrale Kombinationspartner, wie zum Beispiel etwas Weißes, Graues oder Schwarzes setzen, die für Ruhe und Harmonie sorgen.
  5. Auf klare Schnitte setzen: Je auffälliger die Farben eures Color-Blocking-Outfits, desto schlichter und schnörkelloser sollten die Pieces an sich sein - schließlich sind es die Farben, die im Fokus stehen sollen. Besonders gut eignen sich dafür also Hosen, T-Shirts oder Blazer.
  6. In einer Farbwelt bleiben: Oft hilft es auch, wenn man sich für eine Farbwelt entscheidet: Das können Grüntöne sein, “all Shades of Pink” oder ausschließlich warme sowie kalte Nuancen. So fällt das Kombinieren leichter und die Kontraste halten sich im Rahmen, was das Zusammenstellen des Outfits etwas erleichtert.
  7. Maximalismus leben: Mehr ist mehr und besonders beim Trend Color-Blocking ist es gewünscht, all-in zu gehen. Wer also besonders erfahren mit der Kombination von Farben und Mustern ist, kann sich hier richtig schön austoben und mixen, was das Zeug hält.

No-Gos beim Color Blocking? Gibt es nicht!

Da es bei dem bunten Trend-Styling um Mut und Experimentierfreude geht, gibt es kaum echte No-Gos. Worauf ihr aber unbedingt achten solltet: Tragt nur Farben, die euch auch wirklich stehen. Welche Nuancen eurem Typ besonders schmeicheln und wie ihr Trendfarben am besten kombinieren könnt, erfahrt ihr hier.

Jacken-Guide: Von Anorak bis Trenchcoat

Die Jacke ist ein unverzichtbares Kleidungsstück, das nicht nur vor Wind und Wetter schützt, sondern auch den persönlichen Stil unterstreicht. Ob sportlich, elegant oder lässig - die Vielfalt an Jackenmodellen ist schier unendlich.

Anorak

"Etwas gegen den Wind" - so lässt sich die Bedeutung von "Anorak" aus der Sprache der grönländischen Inuit übersetzen. Das ursprüngliche Modell wurde konsequent aus Robbenfell genäht. Heute ist die Vielfalt der Anorak-Stile schier unendlich: sportlich, cool oder elegant, mit Reißverschluss oder zum Überziehen, oversized oder als tailliertes Kurzmodell, mit einer raffinierten Kapuze mit oder ohne Kunstfellbesatz. Es hängt immer davon ab, ob der Anorak eine bestimmte Funktion erfüllen soll, beispielsweise im Alpinsport, beim Laufen oder Radfahren. In den meisten Fällen werden atmungsaktive Materialien verwendet, während wärmespeichernde Füllmaterialien wie Daunen oder synthetische Hollofil-Fasern für extreme Temperaturen eingesetzt werden.

Die leichte Version? Die Windjacke, die Bergwanderer immer dabei haben - meist in einem angenehm minimalen Packmaß im Rucksack. Bei der Farbgestaltung ist alles möglich - von monochrom bis Aquarelldrucken. Wer denkt, dass Anoraks nur mit Sportbekleidung oder lässigen Looks kombiniert werden können, irrt sich.

Blazer

Er sieht immer gut aus und ist vielseitiger als allgemein angenommen: der Blazer. Er ist längst ein Unisex-Klassiker. In seinen Anfängen wurde er als zweireihige Jacke entworfen, die bis zu den Oberschenkeln reichte und aus schwarzem oder marineblauem Flanell gefertigt war. Der Blazer fand frühe Fans in der britischen Boots- und Cricketkultur des späten 19. Jahrhunderts. Seine größte Renaissance erlebte der Blazer in den 1950er Jahren, als britische Schüler die Blazer ihrer Schuluniformen aufpeppen wollten. 1975 präsentierte Giorgio Armani seine erste Herrenblazer-Kollektion. In den späten 2000er Jahren entdeckten Frauen bunte, einreihige Blazer für sich.

Heute ist die Jacke in unzähligen Variationen, Farben und Formen, mit und ohne Schulterpolster erhältlich. Der klassische,Business-Blazer mit Nadelstreifen ist eine gute Möglichkeit, Professionalität zu vermitteln.

Bomberjacke

Streng genommen ist die coole Bomberjacke - genau wie die College-, Baseball- oder Racerjacke - ein Blouson. Damit ist eine Jacke gemeint, die mindestens hüftlang ist und einen weiteren Schnitt hat, der sich durch enge, elastische Bündchen an Taille und Ärmeln auszeichnet. Come fly with me! - Die Bomberjacke, die wir heute lieben, wurde von Piloten des Ersten Weltkriegs und der Air Force beeinflusst. Sie hat einen niedrigen Stehkragen, einen durchgehenden Reißverschluss und ein gepolstertes Futter. Ursprünglich waren Pilotenjacken grün, weshalb dieser bekannte Modeartikel oft in Farben wie Khaki zu sehen ist. Sie eignet sich als Übergangsjacke - je nach Material, das wasserabweisend, gewachst oder sogar aus Leder sein kann.

Vor allem Punks entdeckten diese maskuline Jacke für sich. Von Rot über Metallic bis hin zu knielangen Modellen mit Stickereien oder Aufnähern - unabhängig von der Variante behält die Bomberjacke ihre sportliche Note. Outfits sehen vor allem cool aus.

Bolero

Sie sind ein fester Bestandteil in andalusischen Arenen - die kurzen Jacken, die zur traditionellen Tracht des spanischen Torero gehören. Aufwendig bestickt sind diese taillierten Jacken vorne offen, haben lange Ärmel und werden in der Regel ohne Knöpfe gefertigt. Sie reichen oft nur bis knapp unter die Brust. Erst später entdeckten Designer sie für ihre Kollektionen. Übrigens sind Bolerojacken auch als "Cache Coeur" bekannt, weil sie die Herzen derer wärmen, die sie tragen.

In den 1950er Jahren ergänzten Frauen leichte Sommerkleider oder schwingende Petticoat-Styles mit Boleros aus feinen Garnen. Boleros sind mit langen und kurzen Ärmeln erhältlich. Die meisten Jacken sind so eng anliegend, dass sie einfach übergezogen werden können; manchmal haben sie Haken, winzige Knöpfe, einen kurzen Reißverschluss oder ein Band zum Schließen. Heute sind der Form und Farbe von Boleros keine Grenzen gesetzt. Länger, kürzer, mit Prints oder Applikationen; aus Baumwolle, Wolle, Denim, Seide oder Chiffon - alles ist erlaubt.

Cabanjacke/Pea Coat

Von den Weltmeeren auf die Laufstege - dieser Modeklassiker hat eine militärische Vergangenheit: Zuerst von bretonischen Fischern getragen, machte die Cabanjacke oder der Pea Coat schnell eine internationale Karriere in der Marine. In der US Navy ist sie als Pea Coat bekannt. Diese Jacke wird in der Regel in einem einheitlichen Stil aus robustem Wollstoff in Blau, Schwarz oder Dunkelgrün gefertigt. Die doppelreihige Knopfleiste - meist mit goldenen Metallknöpfen, aber auch mit braunen Holz- oder Plastikknöpfen - ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal dieses sportlich-schicken, zeitlosen Klassikers für Männer und Frauen. Modelle aus Fischgratgewebe, die mit hochgeschlagenem Kragen getragen werden, versprühen unverkennbares britisches Flair. Das herbstliche Übergangsmodell reicht in der Regel bis knapp über die Hüfte oder bis zu den Oberschenkeln und ist figurbetont geschnitten. Weitere typische Merkmale sind der breite Reverskragen und die Seitentaschen.

Cape

Die perfekte Mischung aus Mantel und Decke - Spaß beiseite, neben dem gemütlichen Umhüllungsfaktor hat das Cape auch ein hohes Styling-Niveau. Ein Cape ist ein weiter, fließender, ärmelloser Umhang, der oft auch eine Kapuze hat. Charakteristische Merkmale sind der A-Linien-Schnitt und Schlitze anstelle von Ärmeln. Die Designs sind aus schwerem Wollstoff oder dünneren Materialien gefertigt und können mit Reißverschlüssen, Schnallen oder Knöpfen befestigt werden.

Capes sind besonders in den Übergangsjahreszeiten beliebt - das spiegelt sich auch in den gängigsten Farben wider: von sanften Creme- und Rosétönen über Grün- und Grautöne bis hin zu dunklen Farben wie Braun oder Schwarz. An wärmeren Tagen ist ein Cape, das über einem Strickpullover oder einem langen Schlauchkleid getragen wird, perfekt zum Ausgehen, während es bei kühleren Temperaturen wie ein schützender Umhang über einer dünnen Steppjacke getragen werden kann. So oder so, es verleiht immer einen besonderen Charme.

Daunenjacke

Wenn die Temperaturen sinken, hat die Daunenjacke Hochkonjunktur. Wenige Kleidungsstücke umhüllen uns so modisch und schützen uns vor Schnee, Wind und Kälte. Das flauschige Modell überlebt jede kurzlebige Trendsaison Saison für Saison. Kein Wunder: Die langen, gepolsterten Mäntel mit Michelin-Männchen-Vibes sind federleicht und gesteppt, um eine optimale Wärmeisolation zu gewährleisten. Die gesteppten Kammern sorgen dafür, dass die Daunen gleichmäßig verteilt bleiben. Wasserabweisendes Polyamid optimiert den Komfort. Kapuzen mit schwungvollem Kunstfellbesatz verleihen einen modischen Touch. Besonders farbenfrohe Styles in Rot, Türkis oder Pink machen den Winter noch stilvoller à la Dopamin-Dressing.

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