Der Dorner Verlag präsentiert eine Reihe von Büchern, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem menschlichen Gehirn, seinen Funktionen und seiner Bedeutung für unser Leben auseinandersetzen. Diese Publikationen beleuchten Themen von interkultureller Mystik und den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung bis hin zur Frage, wie Bildung die Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst. Im Folgenden werden einige dieser Werke und ihre zentralen Inhalte vorgestellt.
Interkulturelle Mystik und Gehirnforschung: Eine religionsphilosophische Untersuchung
Christa Dorners Werk "Interkulturelle Mystik und neuere Erkenntnisse der Gehirnforschung" untersucht, wie Menschen verschiedenster Herkunft ihre Vorstellungskraft nutzen, um mit inneren Bildern ihr Denken, Fühlen und Handeln zu bewältigen. Diese Bilder prägen Verhaltensnormen, Kommunikationsregeln und Lebensdeutungen und formen so mythische und religiöse Gruppen.
Die Gehirnforschung befasst sich seit einiger Zeit mit den Phänomenen der Mystik und Religion und erforscht die Gehirnprozesse von Meditierenden, Betenden und Mystikern. Dabei zeigt sich, dass mystische Erfahrungen nicht zwangsläufig mit krankhaften Veränderungen des Gehirns einhergehen.
Die Autorin möchte mystische Erfahrungen dem rationalen Diskurs zugänglich machen. Im ersten Teil des Buches werden die philosophischen Grundlehren verschiedener Weltkulturen (Indien, China, Japan, christliche, islamische und jüdische Mystik) dargestellt. Der zweite Teil widmet sich der Frage, welchen Beitrag die Gehirnforschung zum Verständnis von Mystik und Religion leisten kann, und diskutiert empirische Studien von Gehirnforschern. Der dritte Teil befasst sich mit soziologischen Studien und mystischen Sichtweisen. Abschließend wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Mystik und dem naturwissenschaftlichen Weltbild erörtert, wobei sich zeigt, dass sich Mystik und Wissenschaft nicht ausschließen.
Das Ich als Konstrukt und Illusion: Reduktion und Elimination in Hirnforschung und Neurophilosophie
Rudolf Schneiders Buch "Das Ich als Konstrukt und Illusion" thematisiert die Frage, ob wir unser Leben selbstbestimmt planen und gestalten können oder ob unser Gehirn uns lediglich die Illusion der Selbstbestimmung vermittelt.
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Die Dissertation geht von den Ansprüchen führender Neurowissenschaftler aus, den Menschen in naher Zukunft vollständig erklären zu können.
Persönlichkeit braucht Bildung: Zur Urrelation zwischen Mensch und Welt
Dietmar Langer stellt in "Persönlichkeit braucht Bildung" die These auf, dass Bildung die Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung bildet und nicht umgekehrt, wie der Hirnforscher Gerhard Roth annimmt. Die Möglichkeit und Notwendigkeit von Bildung beruht auf der Urrelation zwischen Mensch und Welt, die vielfältig ausgelegt werden kann und Bildung zu einem komplexen Vermögen einer Person macht. Das Buch erörtert verschiedene Auslegungen dieser Urrelation, unter anderem jene von Roth, Habermas und Albert.
Viktor Frankls Existenzanalyse: Ein Erkenntnisweg aus dem reduktionistischen Determinismus
Alexander Radlberger würdigt in "Die Existenzanalyse Viktor Frankls als fundierte erfolgreiche Pionierarbeit" Viktor Frankls Logotherapie und Existenzanalyse als weltweit erfolgreiche Psychotherapie-Methode. Frankls Denken aus der Einheit heraus überzeugt in Theorie und Praxis. Die Logotherapie ist nach der Psychoanalyse Sigmund Freuds und der Individualpsychologie Alfred Adlers die jüngste der Wiener Schulen und zeichnet sich durch ihren spirituellen Ansatz aus.
Von der Lehre des „geborenen“ Verbrechers zur modernen Hirnforschung: Ein Beitrag zur Geschichte der biologischen Kriminologie
Frederico Leones Werk "Von der Lehre des „geborenen“ Verbrechers zur modernen Hirnforschung" untersucht die Frage, ob Kriminalität biologisch bedingt sein könnte. Obwohl ein Beweis dafür bisher fehlt, beschäftigt sich die Strafrechtsdogmatik mit den möglichen Konsequenzen einer solchen Erkenntnis.
Wahrnehmung pädagogischer Fallstudien: Darlegung einer zeitgenössischen Methode
Karl Binneberg legt mit "Wahrnehmung pädagogischer Fallstudien" ein Plädoyer für die kasuistische Methode in der Pädagogik vor. Wolfgang Klafki bezeichnete Binnebergs einleitendes Plädoyer als Paradestück. Die kasuistische Methode ermöglicht durch das Studium von Einzelfällen ein tieferes Verständnis komplexer pädagogischer Zusammenhänge.
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Alles ist möglich: Einblicke in die Arbeit von Evelyn-Alice Dorner
Evelyn-Alice Dorner beschreibt in ihrem Buch "Alles ist möglich" ihre Fähigkeit, auf Menschen einzugehen und deren wahre Identität zu erkennen. Sie teilt ihre Lebenserfahrungen, Ausbildungen und Erkenntnisse, die sie zu einer erfahrenen Coach und Ratgeberin gemacht haben. Sie erklärt die Zusammenhänge, die unser Leben besser verständlich machen, und gibt Hilfestellungen zur Wiederherstellung der Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele. Das Buch dient als Ratgeber und Anleitung zum "Glücklich sein".
Dietrich Dörner: Denken in komplexen Systemen
Dietrich Dörner, ein renommierter Psychologe, hat sich intensiv mit dem Denken und Handeln in komplexen Systemen auseinandergesetzt. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen kognitive Psychologie, Denken und Handlungstheorie. Dörner war langjähriger Direktor des Instituts für Theoretische Psychologie der Universität Bamberg.
Dörner betont, dass unser Gehirn in komplexen, vernetzten und dynamischen Handlungssituationen Fehler macht. Wir konzentrieren uns oft auf einzelne Aspekte und übersehen das große Ganze. Er warnt davor, dass man in einem System nicht eine Größe allein verändern kann, ohne gleichzeitig alle anderen zu beeinflussen.
Dörner plädiert für einen "intelligenten Dilettantismus", der es uns ermöglicht, uns unvoreingenommen und kreativ mit komplexen Problemen auseinanderzusetzen.
Die Logik des Misslingens
In seinem Buch "Die Logik des Misslingens" analysiert Dietrich Dörner die Ursachen für das Scheitern von Problemlösungsversuchen in komplexen Systemen. Er identifiziert typische Denkfehler und Strategien, die zu Fehlentscheidungen führen können. Das Buch bietet wertvolle Einsichten für alle, die mit komplexen Herausforderungen konfrontiert sind.
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