Entzündeter Grützbeutel und Polyneuropathie: Ursachen und Zusammenhänge

Die Medizin kennt eine Vielzahl von Erkrankungen, sowohl häufige als auch seltene. Schätzungen zufolge gibt es weltweit etwa 8.000 seltene Erkrankungen, die oft schwer zu diagnostizieren und zu behandeln sind. Einige Beispiele für seltene Erkrankungen sind die Cold Agglutinin Disease (CAD), das Dunbar-Syndrom, die hereditäre Fruktoseintoleranz, die Multiple Endokrine Neoplasie (MEN), die Phenylketonurie (PKU), das Roberts-Syndrom, die Tay-Sachs-Krankheit, das Treacher-Collins-Syndrom, das Turner-Syndrom und das Van-der-Woude-Syndrom.

Dieser Artikel befasst sich mit zwei spezifischen medizinischen Problemen: dem entzündeten Grützbeutel (Bursitis) und der Polyneuropathie, wobei ein besonderer Fokus auf die Ursachen der Polyneuropathie gelegt wird.

Was ist ein entzündeter Grützbeutel (Bursitis)?

Ein Schleimbeutel (lat. Bursa) ist ein kleines, flüssigkeitsgefülltes Säckchen aus Bindegewebe. Schleimbeutel sind kleine, flüssigkeitsgefüllte Säckchen aus Bindegewebe, die als Kissen zwischen Knochen, Sehnen und Muskeln fungieren. Sie reduzieren Reibung und Druck an stark belasteten Körperstellen. Die Schleimbeutelentzündung (medizinisch auch als Bursitis bekannt) ist eine häufig auftretende Entzündung eines Schleimbeutels. Vor allem im Hüftgelenk und im Kniegelenk können Schleimbeutelentzündungen auftreten, die mit starken Hüftschmerzen und Kniegelenksschmerzen und Einschränkungen in der Bewegung einhergehen.

Ursachen und Symptome einer Bursitis

Häufige Ursachen sind Überlastung, Traumata, Infektionen und entzündliche Erkrankungen wie rheumatische Erkrankungen oder Gicht. Typische Symptome sind lokale Gelenkschmerzen, Schwellung, Rötung und Einschränkungen der Beweglichkeit an zentralen Körperstellen (z. B. Hüfte und Knie).

Die Diagnose erfolgt mittels klinischer Untersuchung sowie bildgebender Verfahren (Röntgen, Ultraschall, MRT) und ggf. Bursalaspiration (Entnahme von Flüssigkeit aus dem Schleimbeutel zur Analyse).

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Verlauf einer Bursitis

Typische Symptome und der Verlauf einer Schleimbeutelentzündung umfassen:

  1. Initiale Reizung und Überbeanspruchung: Wiederholte Belastungen oder Überbeanspruchung (z. B. langes Knien, häufiges Aufstützen) führen zu einer leichten mechanischen Reizung des Schleimbeutels. Das Bindegewebe des Schleimbeutels reagiert auf die kontinuierliche Reizung, indem es vermehrt Flüssigkeit (Synovia) produziert, um als natürlicher Puffer zu fungieren. In diesem Stadium können Schmerzen bereits auftreten, vor allem bei Bewegung oder bei lokalem Druck. Meist sind die Beschwerden noch mild und gehen mit einem leichten Druckgefühl einher.

  2. Fortschreitende Entzündungsreaktion: Durch anhaltende Belastung produziert das Gewebe weiterhin Flüssigkeit. Dies führt zu einer Zunahme des Ergusses im Schleimbeutel und damit zu einer sichtbaren Schwellung. Das entzündliche Geschehen bewirkt, dass umliegende Gefäße sich erweitern, was zu Rötung und einem Hitzegefühl in der betroffenen Region führt. Der steigende Flüssigkeitsdruck und die chemische Entzündungsreaktion sensibilisieren die umliegenden Nerven, sodass Schmerzen deutlicher werden - vor allem, wenn Druck auf den Bereich ausgeübt wird.

  3. Klinischer Höhepunkt der Entzündung: In der akuten Phase manifestieren sich die Symptome am stärksten. Patienten klagen über intensive Schmerzen bei Bewegung und selbst in Ruhe, wobei die Schwellung und Rötung deutlich sichtbar sind. Aufgrund des vermehrten Flüssigkeitsansammlungs und der anhaltenden Entzündung kommt es zu einer deutlichen Einschränkung der Beweglichkeit des betroffenen Gelenks. Bei einer infektiösen Bursitis können zusätzlich Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. Auch wenn es sich um eine nichtinfektiöse Entzündung handelt, kann die anhaltende Reizung zu einer chronisch-fibrotischen Reaktion führen.

  4. Chronifizierung und mögliche Komplikationen: Wird die belastende Ursache (z. B. Überbeanspruchung oder falsche Bewegung) nicht behoben, kann sich die Entzündung chronifizieren. Langfristige Entzündungen bewirken, dass sich das Bindegewebe des Schleimbeutels verdickt und fibrotisch wird. Es kann zur Bildung von Adhäsionen (Verklebungen) kommen, und der Schleimbeutel kann dauerhaft seine normale Funktion verlieren. Patienten können über anhaltende Schmerzen sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit berichten. Durch die chronische Entzündung können auch umliegende Muskeln schwächer werden und Folgen wie Muskelatrophie können auftreten.

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  5. Intervention und Therapieentscheidung: Wird die Bursitis nicht rechtzeitig behandelt, steigen das Risiko für chronische Beschwerden und Komplikationen.

Behandlung einer Bursitis

Die Behandlung einer Schleimbeutelentzündung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden:

  • Konservative Maßnahmen:
    • PECH-Regel: Pause, Eis, Kompression, Hochlagern.
    • Medikamentöse Therapie: Schmerzmittel wie NSAR (z. B. Diclofenac, Ibuprofen).
    • Physiotherapie und Übungen: Gezielte Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Muskeln rund um das Gelenk.
  • Interventionelle Maßnahmen: Kortikosteroid-Injektionen.
  • Operative Eingriffe: Bursektomie (operative Entfernung des entzündeten Schleimbeutels) in chronischen oder schwerwiegenden Fällen.

Nachsorge und Prävention

Nach einer Schleimbeutelentzündung ist es entscheidend, aktiv zur Genesung beizutragen und erneute Entzündungen vorzubeugen:

  • Physiotherapie fortsetzen.
  • Achten Sie im Alltag auf eine korrekte Körperhaltung. Verwenden Sie ergonomische Hilfsmittel, um die betroffenen Körperstellen zu entlasten - etwa bequeme Schuhe oder spezielle Polsterungen.
  • Eine Reduktion von Übergewicht kann die Belastung des betroffenen Gelenks (z. B. Hüfte) deutlich verringern.

Polyneuropathie: Eine umfassende Betrachtung

Polyneuropathie betrifft in Deutschland etwa fünf bis acht von hundert Erwachsenen. Die meist chronische Nervenerkrankung tritt überwiegend ab einem Alter von etwa 65 Jahren auf. Vergleichsweise häufig erkranken vor allem Menschen mit Diabetes daran. Polyneuropathie ist eine Nervenerkrankung, bei der Schäden an den peripheren Nerven entstehen. Das sind all jene Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen und den Körper durchziehen.

Bei einer Polyneuropathie funktionieren vor allem die Nervenfasern der Beine nicht richtig und können dadurch Missempfindungen, Schmerzen und anderen Beschwerden auslösen. Eher selten sind auch Arme oder innere Organe von Polyneuropathie betroffen.

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Symptome der Polyneuropathie

Bei einer Polyneuropathie können verschiedene Symptome auftreten. Je nach betroffener Art der Nervenfasern beeinträchtigen die Schäden zum Beispiel über die Haut wahrgenommene Sinnesreize oder die Bewegung von Muskeln. In manchen Fällen stören sie auch die Funktion von inneren Organen und wirken sich zum Beispiel auf den Blutdruck, die Verdauung oder die Blase aus. Am häufigsten sind jedoch sensorische Nervenfasern betroffen und dadurch die Wahrnehmung von Reizen über die Haut.

In den meisten Fällen zeigen sich die Symptome einer Polyneuropathie in den Beinen und beginnen dort in der Regel im Fuß beziehungsweise in den Zehen. Eher selten sind die Arme beziehungsweise Hände von der Erkrankung betroffen. Die Beschwerden treten normalerweise symmetrisch auf, also an beiden Beinen gleichermaßen.

Typisch für eine Polyneuropathie sind dabei Symptome wie Missempfindungen. Das kann sich zum Beispiel als kribbelndes "Ameisenlaufen" in den Beinen äußern oder auch in Form eines pelzigen Gefühls auf der Haut. Etwa in der Hälfte aller Fälle treten Schmerzen auf.

Häufig ist die Gefühlswahrnehmung der Haut verändert, wodurch etwa heiß und kalt nicht korrekt spürbar sind. Meist werden solche Temperaturreize schwächer empfunden - oder gar nicht. Dadurch steigt die Gefahr, sich zu verletzen.

Mögliche Symptome bei einer Polyneuropathie sind unter anderem:

  • kribbelndes, pelziges oder taubes Gefühl in den Beinen, das von den Füßen allmählich aufsteigt
  • scharfe, stechende, pochende, elektrisierende oder brennende Schmerzen (wie brennende Füße)
  • Kälte- oder Wärmegefühl
  • abgeschwächte Wahrnehmung von Temperaturreizen wie Hitze oder Kälte
  • juckendes Gefühl
  • wattiges Gefühl beim Gehen
  • Gefühl von Schwellung bei fehlender sichtbarer Schwellung
  • starke Berührungsempfindlichkeit
  • Schmerzreaktion auf Dinge, die normalerweise keine Schmerzen hervorrufen, wie etwa das Gewicht einer Decke, die auf den Füßen liegt
  • Gefühl von Einschnürung (meist an den Füßen), als würde man zu enge Socken tragen
  • Wadenkrämpfe (vor allem nachts)
  • Muskelzuckungen, Muskelschwäche
  • unruhige Beine, vor allem nachts und in Ruhe (Restless-Legs-Syndrom)

Autonome Polyneuropathie

In den meisten Fällen betrifft eine Polyneuropathie die Nervenfasern der Beine (und Arme). Bei einer Sonderform der Erkrankung, der sogenannten autonomen Polyneuropathie, ist jedoch auch das autonome (= vegetative) Nervensystem betroffen. Dann können innere Organe an der Erkrankung beteiligt sein, wie etwa das Herz, die Blase oder die Verdauungsorgane. In diesem Fall treten möglicherweise Symptome wie diese auf:

  • Herz-Kreislauf-Störungen, wie Herzrhythmusstörungen
  • Schwindel
  • Verdauungsstörungen, wie Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl
  • Blasenentleerungsstörungen, wie unkontrolliertes Wasserlassen bedingt durch ein fehlendes Gefühl dafür, wie voll die Blase ist
  • Potenzstörungen bei Männern
  • starkes (meist nächtliches) Schwitzen

Solch eine autonome Polyneuropathie entwickelt sich häufiger bei Menschen mit langjährigem Diabetes: Beinah jeder zweite ist nach etwa 20 Jahren davon betroffen.

Ursachen der Polyneuropathie

Zu den häufigsten Ursachen für Polyneuropathie zählen Diabetes (Typ 1 oder Typ 2) sowie ein langjähriger übermäßiger Alkoholkonsum. Daneben gibt es jedoch auch viele weitere Ursachen. Nicht immer lassen sich diese sicher herausfinden. Eine Polyneuropathie unklarer Ursache bezeichnen Fachleute als idiopathische Polyneuropathie.

Zu den typischen Beschwerden einer Polyneuropathie kommt es, weil die Nervenfasern des peripheren Nervensystems bei den Betroffenen Schaden genommen haben. Als Folge leiten die Nerven Reize wie Berührung oder Schmerz schlechter oder gar nicht mehr an das Hirn weiter oder lösen spontane Nervenimpulse aus. Entsprechende Reize an den Beinen oder Armen dringen so nur noch abgeschwächt durch und es können Missempfindungen wie ein Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle oder auch Schmerzen in den betroffenen Bereichen entstehen.

Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um eine erworbene Polyneuropathie. Das heißt, die Nervenschädigung ist die Folge einer anderen Erkrankung (wie Diabetes). In seltenen Fällen kann eine Polyneuropathie auch angeboren, also erblich bedingt sein.

Eine erworbene Polyneuropathie kann viele Ursachen haben, hier einige Beispiele:

  • Typ-1- oder Typ-2-Diabetes (sog. diabetische Neuropathie)
  • Alkoholkrankheit
  • länger bestehender Nährstoffmangel (etwa ein Mangel an B-Vitaminen wie Vitamin B12 und Folsäure oder Vitamin E)
  • Vergiftungen (etwa durch Schwermetalle wie Blei, Arsen, Thallium)
  • hormonelle Störungen (etwa bei Schilddrüsenunterfunktion oder bei Akromegalie, einer Wachstumshormonstörung)
  • Infektionskrankheiten (wie Borreliose, Syphilis, HIV)
  • Guillain-Barré-Syndrom (Nervenerkrankung infolge einer Autoimmunreaktion, häufig nach Infekten)
  • Chemotherapie im Rahmen einer Krebserkrankung
  • Gefäßentzündung (Vaskulitis)

Verlauf und Lebenserwartung

Polyneuropathie ist in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung, die allmählich beginnt und nur langsam fortschreitet. Welchen Verlauf die Nervenerkrankung nimmt, lässt sich nicht pauschal sagen. Mit der richtigen Behandlung bessern sich die Schmerzen und anderen Beschwerden jedoch in vielen Fällen.

Ist die Ursache der Polyneuropathie eine andere Erkrankung wie Diabetes, Alkoholismus oder ein Mangelzustand wie ein Vitamin-B12-Mangel, lassen die Symptome unter Umständen nach, wenn diese angemessen behandelt und etwa der Blutzucker gut eingestellt, auf Alkohol verzichtet oder der Mangel ausgeglichen wird. Periphere Nervenzellen können sich zum Teil von Schädigungen wieder erholen; dafür braucht es jedoch Zeit. Bis sich die Schäden und damit die Beschwerden im Verlauf zurückbilden, können Monate bis Jahre vergehen.

Manche Menschen mit Polyneuropathie fragen sich, welchen Einfluss die Erkrankung auf die Lebenserwartung hat oder ob sie vielleicht sogar tödlich ist: Die Nervenerkrankung selbst ist nicht lebensverkürzend und hat auch kein Endstadium im eigentlichen Sinn. Die jeweils möglicherweise ursächlichen Erkrankungen (wie etwa Diabetes, Alkoholismus, Krebserkrankungen) können die Lebenserwartung allerdings gegebenenfalls senken.

Handelt es sich um eine Polyneuropathie infolge von Diabetes, sprechen Fachleute von diabetischer Neuropathie. Diese lässt sich im Verlauf von ihrem Schweregrad her in verschiedene Stadien einteilen:

  • Stadium 0: Diabetes ohne Neuropathie
  • Stadium 1: diabetische Neuropathie feststellbar; trotz erster Nervenschädigungen aber noch symptomfrei
  • Stadium 2: diabetische Neuropathie mit Symptomen
  • Stadium 3: diabetische Neuropathie mit Symptomen, die zu Behinderung führt

Diagnose der Polyneuropathie

Um herauszufinden, ob hinter den Beschwerden eine Polyneuropathie steckt, stellt der Arzt oder die Ärztin zunächst einige Fragen zu den genauen Symptomen und etwaigen Vorerkrankungen. Von Interesse ist dabei auch, wie viel Alkohol konsumiert wird und ob beziehungsweise welche Medikamente eingenommen werden.

Daran schließt sich meist eine körperliche und neurologische Untersuchung an, bei der beispielsweise die Reflexe, die Muskelkraft sowie die Empfindsamkeit der Haut im Bereich der Beine und Arme überprüft werden.

Bei einer Polyneuropathie treten Empfindungsstörungen meist symmetrisch, also an beiden Beinen gleichermaßen auf.

Eine Blutuntersuchung kann unter anderem zeigen, ob zum Beispiel ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure besteht oder der Langzeitzuckerwert HbA1c zu hoch ist. Das kann auf mögliche Ursachen der Polyneuropathie hinweisen.

Neurologische Untersuchungen wie die Elektroneurografie (etwa zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit) oder Elektromyografie können Aufschluss darüber geben, ob eine Nervenschädigung im Bereich der peripheren Nerven vorliegt. Je nach Situationen veranlasst der Arzt oder die Ärztin gegebenenfalls auch weitere Untersuchungen, etwa eine Gewebeprobe (Biopsie) von Nerven und Muskeln, eine Untersuchung des Hirnwassers (Liquorpunktion), eine Kernspintomografie, eine Ultraschalluntersuchung oder genetische Untersuchungen.

Behandlung der Polyneuropathie

Welche Therapie bei Polyneuropathie die richtige ist, hängt vor allem davon ab, ob die Ursache der Erkrankung festgestellt werden kann. Hauptziel der Behandlung ist es, die Symptome der Nervenerkrankung so gut wie möglich zu lindern und eine Verschlimmerung abzuwenden.

Hat eine Polyneuropathie ihre Ursachen in einer anderen Erkrankung (wie Diabetes), gilt es, diese zu behandeln. Besteht ein nachweislicher Mangel an Nährstoffen wie Vitamin B12 oder Folsäure, sollte dieser ausgeglichen beziehungsweise die Ursache dafür behoben werden.

Da Alkoholkonsum die Nerven schädigen und so eine bestehende Polyneuropathie verstärken kann, sollten alkoholische Getränke möglichst nur gelegentlich genossen werden. Ist Alkoholkonsum die Ursache der Polyneuropathie, sollte Betroffene im Rahmen ihrer Behandlung Alkohol am besten ganz meiden.

Auch wenn sich Schmerzen und andere Symptome einer Polyneuropathie oft nicht vollständig beseitigen lassen, so ist es doch in vielen Fällen möglich, sie zu lindern.

Welche Medikamente sich für die Behandlung eignen, kann von Fall zu Fall verschieden sein. Als gut wirksam gelten zum Beispiel Wirkstoffe aus der Gruppe der Antiepileptika (wie Gabapentin, Pregabalin) oder trizyklischen Antidepressiva (wie Amitriptylin, Duloxetin). Damit diese Medikamente wirken, müssen sie täglich eingenommen werden. Ein erster Effekt stellt sich meist nach etwa zwei bis vier Wochen ein.

Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen bleiben bei nervenbedingten Schmerzen wie bei einer Polyneuropathie hingegen normalerweise so gut wie wirkungslos. Bei sehr starken Schmerzen können gegebenenfalls auch opioidhaltige Schmerzmittel helfen, sollten jedoch die Ausnahme bleiben.

Äußerlich können außerdem Pflaster mit betäubend wirkenden Substanzen (wie Lidocain) schmerzende Bereiche bei Polyneuropathie lindern.

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