Die Sehnerventzündung, auch Optikusneuritis genannt, ist eine Erkrankung, die zu einer einseitigen, abrupten Verschlechterung des Sehvermögens führen kann. Ursächlich können verschiedene Erkrankungen sein, etwa Multiple Sklerose (MS). Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten und Prognose der Sehnerventzündung sowie Informationen über neurologische Sehstörungen und Muskelbeschwerden im Zusammenhang mit dieser Erkrankung.
Einführung in die Sehnerventzündung
Der Sehnerv (Nervus opticus) ist die Verbindung zwischen dem Auge und dem Gehirn. Bei einer Sehnerventzündung wird die Schutzhülle des Nervus opticus geschädigt. Die Entzündung des Sehnervs kann verschiedene Ursachen haben und sich durch unterschiedliche Symptome äußern.
Ursachen der Sehnerventzündung
Die Ursachen einer Sehnerventzündung sind vielfältig und können sowohl auf autoimmunologische Reaktionen als auch auf verschiedene zugrunde liegende Erkrankungen zurückgeführt werden.
Typische Sehnerventzündung
- Multiple Sklerose (MS): Die Optikusneuritis kann das erste Anzeichen für MS sein. Bei vielen Betroffenen, die eine Optikusneuritis entwickeln, wird später eine Multiple Sklerose diagnostiziert. Etwa 30 Prozent der Patienten mit einer erstmals aufgetretenen typischen Sehnerventzündung entwickeln im Verlauf der nächsten fünf Jahre eine Multiple Sklerose (MS).
- Idiopathisch: Bei einer idiopathischen Sehnerventzündung ist die genaue Ursache unklar. Es wird jedoch angenommen, dass eine vorübergehende Fehlfunktion des Immunsystems beteiligt ist.
Atypische Sehnerventzündung
- Andere Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes, Sarkoidose
- Neuromyelitis optica (Devic-Syndrom)
- Bakterielle Infektionen wie Borreliose, Tuberkulose oder Syphilis
- Medikamente (z. B. Tamoxifen gegen Brustkrebs)
- Giftstoffe (z. B. Blei, Alkohol, Nikotin)
- Ein Tumor, der auf den Sehnerv drückt oder in dessen Nähe wächst, kann Symptome verursachen, die einer Optikusneuritis ähneln
- Bei Kindern kann sich eine Optikusneuritis in zeitlichem Zusammenhang zu einem vorausgegangenen Virusinfekt zeigen.
Symptome einer Sehnerventzündung
Die Symptome einer typischen Sehnerventzündung sind vielfältig und können erheblichen Einfluss auf den Alltag der Betroffenen haben:
- Meist einseitige Symptomatik
- Sehverlust, der plötzlich oder schrittweise auftreten kann
- Reduzierte Sehschärfe
- Dumpfe und/oder pochende Schmerzen hinter dem Augapfel, insbesondere bei Augenbewegungen und oftmals begleitet von Druckgefühl
- Eingeschränktes Farbsehen, bei dem Farben blasser erscheinen oder nicht mehr klar unterschieden werden können. Vor allem die Farbsättigung für Rot ist abgeschwächt.
- Eingeschränktes Gesichtsfeld, mittig des Sichtfeldes entsteht ein „blinder Fleck“ (Zentralskotom). Bei einer Sehnerventzündung liegt häufig eine Einschränkung des Gesichtsfeldes im zentralen Bereich vor (Zentralskotom).
- Wahrnehmen von Lichtphänomenen (z. B. Lichtblitze)
- Die Beschwerden können bei Wärme stärker sein (zum Beispiel, wenn Sie ein Bad nehmen, in der Sauna sitzen oder Sport machen).
Diagnose der Sehnerventzündung
Um die Diagnose "Sehnerventzündung" stellen zu können, befragt der Arzt den Patienten zunächst ausführlich zur Krankheitsgeschichte (Anamnese). Dabei stellt er unter anderem folgende Fragen:
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- Wann hat sich Ihr Sehen verschlechtert?
- Bereiten Ihnen Augenbewegungen Schmerzen?
- Ist das Sehen auf einer Seite schlechter als auf der anderen?
- Waren Sie in der letzten Zeit erkältet oder hatten Sie Fieber?
- Hatte ein Familienmitglied von Ihnen bereits ähnliche Symptome?
- Leiden Sie an einer Grunderkrankung (z.B. Multipler Sklerose, Lupus erythematodes)?
- Ist in Ihrer Familie ein Fall von Multipler Sklerose bekannt?
- Ist Ihnen schwindelig oder haben Sie Schwächen Ihrer Muskulatur bemerkt?
- Rauchen Sie, trinken Sie Alkohol oder nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
- Sind die Beschwerden bei Wärme stärker (zum Beispiel, wenn Sie ein Bad nehmen, in der Sauna sitzen oder Sport machen)?
- Nehmen Sie Lichtblitze wahr?
Anschließend folgen verschiedene Augenuntersuchungen:
- Bestimmung der Sehschärfe: Mithilfe einer in bestimmten Abstand angebrachten Buchstaben- oder Zahlentafel wird die Sehschärfe bestimmt. Sie ist bei einer Sehnerventzündung gemindert. Die Niedrigkontrast-Sehschärfe ist in der akuten Phase stark beeinträchtigt und erholt sich langsamer als der Visus und das Gesichtsfeld.
- Test der Pupillenreaktion: Danach leuchtet der Arzt abwechselnd mit einer kleinen Lampe in die Augen und beobachtet die Reaktion der Pupillen. Normalerweise verengen sich beide Pupille gleich stark, egal, auf welches Auge der Arzt den Lichtkegel richtet. Bei einer Retrobulbärneuritis liegt jedoch oft ein sogenannter relativer afferenter Pupillendefekt (RAPD) vor. Das bedeutet, dass der Sehnerv des betroffenen Auges die eingehenden Lichtsignale nicht so gut ins Gehirn leitet wie der andere Sehnerv. In der Folge verengen sich beide Pupillen weniger, wenn der Arzt das Licht auf das erkrankte Auge richtet, und stärker, wenn er ins gesunde Auge leuchtet.
- Prüfung der Augenbeweglichkeit: Außerdem überprüft der Arzt die Beweglichkeit der Augen. Dazu sollen Patienten etwa seinem Finger oder einem Stift ausschließlich mit dem Blick folgen (nicht mit dem ganzen Kopf) und angeben, ob die Augenbewegungen sie schmerzen oder sie Doppelbilder sehen. Schmerzen bei Augenbewegungen können ein Hinweis auf entzündete Augenmuskeln (Myositis) sein. Insgesamt steuern und fixieren jeweils sechs Muskeln einen Augapfel in der Augenhöhle.
- Bestimmung des Gesichtsfeldes: Als nächstes wird das Gesichtsfeld getestet. Das ist der Bereich der Umwelt, den die Augen sehen können, ohne dass der Kopf bewegt wird. Das Gesichtsfeld kann grob mit den Fingern des Untersuchers überprüft werden. Dabei bewegt der Arzt seinen Finger in verschiedene Richtungen vor dem Auge, und der Patient muss Bescheid sagen, sobald er den Finger in seinem Gesichtsfeld sieht beziehungsweise nicht mehr sieht. Mit einem sogenannten Perimeter kann die Gesichtsfeldüberprüfung genauer durchgeführt werden. Dabei blinken verschiedene Lichtpunkte auf, die im Gesichtsfeld erkannt werden sollen. Bei einer Sehnerventzündung liegt häufig eine Einschränkung des Gesichtsfeldes im zentralen Bereich vor (Zentralskotom).
- Untersuchung des Augenhintergrundes: Anschließend spiegelt der Arzt den Augenhintergrund (Funduskopie oder Fundoskopie). Dafür leuchtet er mit einem Augenspiegel (Ophthalmoskop) in die Augen. So kann er die Netzhaut beurteilen. Er achtet dabei unter anderem auf Veränderungen der Blutgefäße und jener Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt (Papille). Bei einer Retrobulbärneuritis ist die Funduskopie normalerweise unauffällig. Nur in etwa 30 Prozent der Fälle ist die Papille verändert. Dagegen ist bei einer Papillitis die Papille typischerweise gerötet und geschwollen.
- Prüfung der Farbwahrnehmung: Auch die Farbwahrnehmung wird getestet. Bei einer typischen Neuritis nervi optici ist vor allem die Farbsättigung für Rot abgeschwächt.
- Test der Sehnervleitung: Mithilfe von visuell evozierten Potenzialen (VEP) kann die Leitungsgeschwindigkeit des Sehnervs überprüft werden. Bei dieser Messmethode werden Elektroden am Kopf angebracht. Nach der Reizung des Sehnervs durch das Zeigen von Bildern, wird über die Elektroden gemessen, welche Signale wie schnell über den Sehnerv im Gehirn ankommen. Bei einer Entzündung des Sehnervs sind die Messwerte häufig verändert.
Weiterführende Diagnostik
Wenn der Arzt ermittelt hat, ob es sich um eine typische oder atypische Sehnerventzündung handelt, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Mit deren Hilfe will man die Ursache der Neuritis nervi optici herauszufinden.
Bei einer erstmals aufgetretenen typischen Sehnerventzündung entwickelt der Patient im Verlauf der nächsten fünf Jahre in etwa 30 Prozent der Fälle eine Multiple Sklerose (MS). Um sie zu diagnostizieren, werden eine Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) des Kopfes und der Wirbelsäule gemacht. Außerdem ist eine Liquorpunktion notwendig: Dabei wird über eine dünnen Hohlnadel eine Probe der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) aus der Lendenwirbelsäule entnommen und auf Entzündungszeichen hin untersucht, die für eine MS sprechen können.
Bei einer atypischen Sehnerventzündung können andere Krankheiten ursächlich sein. Deshalb wird häufig Blut abgenommen, um es auf verschiedene Krankheitserreger oder Antikörper hin zu untersuchen.
Abgrenzung zu anderen Krankheiten
Der Arzt muss auch untersuchen, ob nicht eine andere Erkrankung vorliegt, die ähnliche Symptome wie eine Sehnerventzündung hervorrufen. Zu diesen Differenzialdiagnosen zählt unter anderem die Stauungspapille. Sie entsteht, wenn der Hirndruck ansteigt und verursacht ähnliche Krankheitszeichen, schränkt in der Regel aber das Sehen nicht im gleichen Maße ein wie eine Optikusneuritis. Auch Vergiftungen etwa mit Alkohol kann sich wie eine Sehnerventzündung darstellen.
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Behandlungsmöglichkeiten der Sehnerventzündung
Die geeignete Therapie ist abhängig von der Ursache und dem Schweregrad der Sehnerventzündung.
- Kortikosteroide: Eine hochdosierte intravenöse Kortikosteroidtherapie kann bei einer typischen Sehnerventzündung die Entzündung reduzieren und die Erholung des Sehvermögens beschleunigen.
- Plasmapherese: Bei einer Plasmapherese werden die schädlichen Bestandteile aus dem Blutplasma entfernt, wie zum Beispiel Antikörper oder Immunkomplexe, welche für verschiedene Erkrankungen verantwortlich sind.
- Antibiotika: Falls die Entzündung des Sehnervs aufgrund einer bakteriellen Infektion auftritt, wird diese mit Antibiotika behandelt.
- Therapie der Grunderkrankung: Bei Sehnerventzündungen, die im Rahmen einer Multiplen Sklerose auftreten, muss auch diese Grunderkrankung therapiert werden.
Verlauf und Prognose der Sehnerventzündung
Bei der typischen Sehnerventzündung erholt sich das Sehvermögen meist innerhalb weniger Wochen, spätestens nach zwölf Monaten erlangen circa 95 Prozent der Betroffenen wieder ein normales Sehvermögen. Allerdings kann eine dauerhafte Beeinträchtigung bestehen bleiben, vor allem im Bereich der Farb- und Kontrastwahrnehmung. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung bei einemeiner Augenarztärztin ist daher ratsam.
Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von zehn Jahren erneut an einer Sehnerventzündung zu erkranken, liegt bei circa 35 Prozent. Dabei kann sowohl das ursprüngliche Auge als auch das andere Auge betroffen sein. Hat sich bei den Betroffenen eine Multiple Sklerose manifestiert, ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Sehnerventzündung höher - sie liegt bei 48 Prozent.
Bei der atypischen Form der Sehnerventzündung kann die Prognose in Bezug zur Wiederherstellung des Sehvermögens ungünstiger ausfallen. Dies trifft besonders zu, wenn die Erkrankung Neuromyelitis optica vorliegt.
Neurologische Sehstörungen
Neben Erkrankungen der Augen können auch neurologische Krankheiten Sehstörungen zur Folge haben:
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- Entzündungen des Sehnervs und/oder des Gehirns (z.B. infolge von Infektionen oder Fehlfunktionen des Immunsystems wie bei Multipler Sklerose)
- Durchblutungsstörungen im Gehirn (z.B. durch einen Schlaganfall oder Verletzungen)
- Vergiftungen (z.B. durch Alkohol oder Drogen)
- Tumore
- Folgeschäden einer Tumortherapie (Operation, Strahlen- oder Chemotherapie)
- Stress und psychische Belastungen
- Angeborene Krankheiten wie Heredoataxien
- Muskelkrankheiten
- Migräne und epileptische Erkrankungen (machen meist nur vorübergehende Störungen)
Bei Schäden oder Krankheiten des Sehnervs oder des Seh-Hirns (Occipital-Hirn) kommt es neben dem unscharfen Sehen häufig zu Gesichtsfeldausfällen wie (Hemi)-Anopsien oder Skotomen. Dabei nehmen die Betroffenen Teile ihrer optischen Umgebung nicht mehr wahr und ecken an, stolpern, übersehen Bekannte etc. Oft bemerken sie das Problem zunächst gar nicht, denn es gibt dann keinen „schwarzen Fleck“ zu sehen, sondern der Gesichtsfeldteil ist einfach nicht da. In schweren Fällen erkennen die Patienten bei dieser neurologischen Sehstörung gar nichts mehr (sog. „Seelenblindheit“).
Bei Störungen in der Steuerung der Augenbewegungen kommt es zu Doppelbildern, verschwommenem Sehen und Bildinstabilität. Aufgrund der vielen verschiedenen Erkrankungen, die neurologische Sehstörungen auslösen können, und der Vielzahl an verschiedenen Sehstörungen ist manchmal eine aufwendige Diagnostik nötig, um dem Problem auf den Grund zu gehen.
Neben der Behandlung der Ursache für die neurologischen Sehstörungen liegt der Schwerpunkt der Therapie in der Reha-Klinik auf dem gezielten Sehtraining, um das Sehvermögen wieder zu verbessern und/oder trotz Sehstörung die Umwelt besser wahrzunehmen.
Behandlung neurologischer Sehstörungen
Wenn die neurologischen Sehstörungen trotz der Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung fortbestehen, werden besondere gezielte Therapien eingesetzt, um die Seh-Wahrnehmung wieder zu verbessern. In der Neurophysiologie werden Gesichtsfeldausfälle, zum Beispiel durch Schlaganfälle oder Verletzungen des Gehirns, mit zwei Therapieformen behandelt:
- Visuelles Explorationstraining (VET): Hier trainieren Sie gezielte Blickbewegungen und lernen so, in den für Sie „blinden“ Bereich gezielt hinein zu sehen. Das Ziel des Trainings ist, dass Sie die raschen Blickbewegungen im Alltag nutzen, um die Gesichtsfeldausfälle auszugleichen.
- Visuelle Restitutionstherapie (VRT): Hier trainieren Sie die Erweiterung des eingeschränkten Gesichtsfeldes. Nachdem wir Ihnen alles genau erklärt haben und mit Ihnen das Training eingeübt haben, führen Sie es selbstständig an einem Computer durch („Hausaufgaben“). Die Therapie wird an Ihre persönliche Sehstörung angepasst und monatlich aktualisiert. Damit Sie dieses Training auch nach Ihrem Aufenthalt ambulant fortsetzen können, arbeiten wir mit mehreren Firmen zusammen.
Bei einigen Störungen der Augenmotorik hilft Ihnen die von uns entwickelte „Krankengymnastik für die Augen“. Sie kommen dann möglicherweise ohne Prismenbrille aus. Eine Prismenbrille korrigiert eine Winkelfehlsichtigkeit und wird bei Menschen, die schielen eingesetzt. Falls die Krankengymnastik für die Augen in Ihrem Falle nicht ausreicht, um die Sehstörungen zu beheben, überweisen wir Sie zu einem Augenarzt zur Prismenversorgung.
Als Rehabilitationszentrum für viele neurologische Erkrankungen bieten wir Ihnen in den MEDICLIN Bosenberg Kliniken vielfältige Therapien der den Sehstörungen zugrundliegenden Krankheiten an. Je nach Ihrem Bedarf stellen wir für Sie ein Programm aus folgenden Maßnahmen und Trainings zusammen:
- Medikamentöse Therapien
- Psychologische Therapien
- Sport- und Bewegungstherapien - Physiotherapie
- Ergotherapien
- Entspannungstherapien
- Hirnleistungstherapien
- Balneo-physikalische Therapie (Heilbäder und Packungen)
- Hör-Therapien
Muskelbeschwerden im Zusammenhang mit Sehnerventzündung
Schmerzen bei Augenbewegungen können ein Hinweis auf entzündete Augenmuskeln (Myositis) sein. Insgesamt steuern und fixieren jeweils sechs Muskeln einen Augapfel in der Augenhöhle. Schmerzen bei der Augenbewegung, Druckschmerzen oder Augenrötung können auf einen entzündlichen Vorgang (Myositis) in den Augenmuskeln hindeuten.
Doppelbilder
Doppelbilder können viele sehr unterschiedliche Ursachen haben. Gemeinsam ist allen, dass sie durch die augenärztliche Untersuchung am schnellsten aufgedeckt werden. Hier ist die sichere Diagnose gewährleistet und die geeignete Therapie.
Wenn sich bei einem Patienten mit einem bisher normal beweglichen Augenpaar plötzlich eine Schielstellung entwickelt, sieht er doppelt. Die häufigsten Ursachen für Doppelbilder in diesem Bereich sind die so genannten Blow-out- Frakturen der Augenhöhlenwände durch einen Schlag auf das Auge. Dabei können sich die Augenmuskeln in den Bruchspalt einklemmen. Wird auch ein Nerv verletzt, erschlafft der Augenmuskel.
Die Lähmung des 6. Hirnnervs (vor allem beidseitig) ist auch ein häufiges Hirndrucksymptom , hervorgerufen durch direkte Kompression des Nervs (Volumenzunahme im Gehirn durch Tumor, Blutung u.a.).
Ursachen für Augenschmerzen
Hinter Augenschmerzen können sowohl harmlose als auch ernste Erkrankungen stecken. Bei akuten Schmerzen oder Beschwerden, die schon lange bestehen, sollten Betroffene einen Arzt (Hausarzt, Augenarzt oder Ophthalmologen) aufsuchen!
Hinter Augenschmerzen können sehr viele unterschiedliche Ursachen stecken. Je nachdem betreffen sie nur ein Auge wie bei einer einseitigen Hornhautverletzung oder Infektion. Manche Infektionen treten jedoch beidseitig auf (wie die Bindehautentzündung).
Prävention und Früherkennung
Spätestens ab dem 40. Lebensjahr ist Vorsorge wichtig, denn dann sollten der Sehnerv und der Augeninnendruck kontrolliert werden. Andernfalls könnte sich ein grüner Star (Glaukom) entwickeln. Es ist in den meisten Fällen ein schleichender Prozess. Vorsicht: Ein Glaukom kann allerdings auch akut auftreten!
Was kann man gegen ein schmerzendes Auge tun?
Kurzzeitige Linderung bei überanstrengten Augen können kühle Kompressen verschaffen.
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