Epilepsie: Einschränkungen, Behandlungsmöglichkeiten und der Stellenwert von Nahrungsergänzungsmitteln

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte epileptische Anfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen durch eine vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns, bei der Nervenzellen unkontrolliert elektrische Signale aussenden. Die Auswirkungen auf den Lebensstil der Betroffenen können vielfältig sein, von Einschränkungen im Alltag bis hin zu Herausforderungen bei der Berufswahl. Neben medikamentösen Therapien rücken auch alternative Behandlungsansätze wie spezielle Ernährungsformen und der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln in den Fokus.

Epileptische Anfälle und Epilepsie: Definition und Ursachen

Ein epileptischer Anfall ist eine kurze Phase, in der eine Gruppe von Nervenzellen im Gehirn gleichzeitig zu stark feuert und die normale Hirnaktivität beeinträchtigt. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein, von leichten Muskelzuckungen über kurze Aufmerksamkeitsverluste bis hin zu generalisierten Anfällen mit Bewusstseinsverlust. Eine Epilepsie wird diagnostiziert, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle ohne erkennbaren Auslöser in einem zeitlichen Abstand von mindestens 24 Stunden auftreten.

Epilepsien können verschiedene Ursachen haben, darunter erworbene Hirnschädigungen durch Geburtskomplikationen, schwere Kopfverletzungen, Infektionen des Gehirns, Schlaganfälle oder Hirntumore, aber auch genetisch bedingte Fehlbildungen des Gehirns.

Konventionelle Behandlungsmethoden und ihre Grenzen

Viele Menschen mit Epilepsie können durch die Einnahme von Medikamenten, sogenannten Antiepileptika oder Antikonvulsiva, dauerhaft anfallsfrei werden. Diese Medikamente wirken jedoch nicht gegen die Ursache der Anfallsentstehung, sondern nur gegen die beim Anfall entstehende Überaktivität der Nervenzellen.

In etwa 30 % der Fälle helfen Medikamente den Betroffenen jedoch nicht. Man spricht dann von einer medikamentenresistenten Epilepsie (DRE). In solchen Fällen werden alternative Behandlungsansätze in Betracht gezogen, wie beispielsweise die ketogene Ernährung oder die Stimulation des Vagusnervs über einen kleinen implantierten Schrittmacher.

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Die ketogene Diät als alternative Therapieoption

Die ketogene Diät ist eine sehr fettreiche und kohlenhydratarme Diät, die seit Jahrzehnten in der Behandlung von Epilepsie etabliert ist. Sie kommt vor allem bei Kindern infrage, die eine therapieschwierige Epilepsie haben. Vorwiegend kommt die ketogene Diät als begleitende Therapie neben einer Behandlung mit Arzneimitteln zum Einsatz, es gibt aber auch Patienten, die ausschließlich damit behandelt werden. Ziel ist es, die Schwere und Häufigkeit epileptischer Anfälle zu verringern sowie die Dosis der Medikamente zu reduzieren.

Eine Studie hat gezeigt, dass die Kombination aus modifizierter Atkins-Diät und Medikamenten die Anfallshäufigkeit bei Menschen mit medikamentenresistenter Epilepsie reduzieren kann. An der prospektiven randomisierten kontrollierten Studie nahmen 160 Menschen im Alter von 10 bis 55 Jahren über einen Zeitraum von 6 Monaten teil. Sie litten pro Monat unter mehr als 2 epileptischen Anfällen trotz Einnahme von Antiepileptika in der maximal verträglichen Dosis.

Modifizierte Atkins-Diät: Eine weniger strenge Alternative

Die modifizierte Atkins-Diät ist eine Kombination aus Atkins- und ketogener Diät. Sie enthält Lebensmittel wie Sojaprodukte, Sahne, Butter und Öle, grünes Blattgemüse und tierisches Eiweiß wie Eier, Huhn, Fisch, Speck. Im Vergleich zur ketogenen Diät müssen Patient:innen bei dieser Variante ihr Essen nicht akribisch abwiegen, um das Verhältnis zwischen den Lebensmittelgruppen einzuhalten. Die Kohlenhydratmenge wird weiterhin kontrolliert, ist aber nicht ganz so stark begrenzt, wie bei der klassischen Keto-Diät.

Wirkmechanismen der ketogenen Diät

Wie genau die ketogene Ernährung das Risiko epileptischer Anfälle reduziert, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Ernährungsumstellung scheint sich auf mehrere unterschiedliche Prozesse im Körper auszuwirken und ihr Erfolg bei der Epilepsiebehandlung könnte somit auch auf einer Kombination dieser Auswirkungen beruhen.

Grob erklärt, führt die ketogene Ernährung dazu, dass der Körper seinen Energiestoffwechsel umstellt und statt Glukose sogenannte Ketonkörper benutzt, die beim Abbau von Fettsäuren entstehen. Dieser veränderte Zustand wird Ketose genannt. Durch den hohen Anteil an Fetten in der Keto-Diät wird diese Umstellung beibehalten, bis wieder mehr Kohlenhydrate konsumiert werden.

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Die veränderten Anteile der Lebensmittelzusammensetzung und den in Folge veränderten Energiestoffwechsel steigern die Anzahl an Ketonkörpern und an mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Körper. Das scheint eine neuroprotektive Wirkung zu haben, also zur Aufrechterhaltung von gesunden Zellen im Gehirn beizutragen. Denn das Verstoffwechseln der Ketonkörper läuft langsamer ab und produziert und speichert mehr Energie als der Glukose-Stoffwechsel. Über verschiedene Mechanismen führt das zum einen zu einer Hyperpolarisation der Zellmembranen und damit zu einer angehobenen Feuerschwelle, was epileptischen Anfällen entgegenwirkt. Zum anderen entstehen weniger freie Sauerstoffradikale als Beiprodukt, welche in einer Übermenge zu oxidativem Stress führen.

Studienergebnisse zur Wirksamkeit der ketogenen Diät

Bei 26 % der Teilnehmerinnen der Atkins-Diät-Gruppe einer Studie reduzierte sich die Anfallshäufigkeit um mehr als 50 %. In der Kontrollgruppe waren es lediglich 2,5 %. 4 Teilnehmerinnen der Diätgruppe waren zu Studienende anfallsfrei im Vergleich zu keinem Teilnehmer in der Kontrollgruppe. Bezüglich der Lebensqualität zeigten sich in der Interventionsgruppe Verbesserungen auf dem QOL um 52,1±17, in der Kontrollgruppe um 42,5±16,4.

Ein Review, das zehn Studien einschloss, untersuchte die Vorteile einer ketogenen Diät, während weitere fünf Studien sich mit Ergebnissen der Atkins-Diät, einer ketogenen Diätform, befassten. 32 Prozent der Patienten, die sich ketogen ernährten, und 29 Prozent, die sich an eine modifizierte Atkins-Diät hielten, halbierten die Anzahl ihrer Anfälle. Neun Prozent der ketogenen Diätgruppe und fünf Prozent der Atkins-Diät Gruppe berichtete über eine Reduktion der Anfallsfrequenz von mehr als 90 Prozent.

Herausforderungen und Nebenwirkungen der ketogenen Diät

Die kulinarischen und sozialen Einschränkungen sind für viele Patienten ein Grund, sich gegen die Diät zu entscheiden. Bei der ketogenen Ernährung brach etwa die Hälfte der Teilnehmer und bei modifizierter Atkins-Diät über 40 Prozent die Studie vorzeitig ab. Durch den Übergang vom Glukose-Stoffwechsel hin zum Ketose-Stoffwechsel können sich Patient:innen für einige Tage erschöpfter fühlen als sonst. Bei langfristiger Anwendung der Diät kann es bei Kindern unter anderem zu Beeinträchtigungen im Wachstum kommen, zu chronischer Verstopfung oder auch zu Nierensteinen. In vielen Fällen wird die Keto-Diät allerdings nur ungefähr zwei Jahre lang angewendet und es werden zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel verabreicht.

Der Einfluss des Darmmikrobioms auf Epilepsie

Es wird ein Zusammenhang zwischen Epilepsie und dem Mikrobiom (der Bakterien und anderen Mikroorganismen) im Darm angenommen. Patient:innen, bei denen Epilepsie-Medikamente wirksam waren, wiesen ein Mikrobiom auf, welches dem von gesunden Menschen ähnelte. Bei jenen, die eine DRE diagnostiziert bekommen hatten, war die Zusammensetzung der Bakterien verändert. Eine Möglichkeit, die Zusammensetzung des Mikrobioms im Darm wieder in eine gesündere Richtung zu verändern, bietet die ketogene Ernährung.

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Nahrungsergänzungsmittel im Kontext von Epilepsie

Obwohl der Fokus oft auf Medikamenten und speziellen Ernährungsformen liegt, spielen Nahrungsergänzungsmittel (NEM) ebenfalls eine Rolle bei der Behandlung von Epilepsie. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass NEM nicht als Ersatz für eine konventionelle Therapie betrachtet werden sollten, sondern allenfalls als ergänzende Maßnahme.

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Vor der Einnahme von NEM sollten Menschen mit Epilepsie unbedingt ihren Arzt konsultieren, um mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten oder unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Es ist auch wichtig zu beachten, dass NEM nicht von allen Menschen mit Epilepsie gleichermaßen gut vertragen werden.

Beispiele für Nahrungsergänzungsmittel und ihre potenziellen Auswirkungen

Einige NEM, die im Zusammenhang mit Epilepsie diskutiert werden, sind:

  • Vitamine und Mineralstoffe: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kann das Risiko für epileptische Anfälle erhöhen. In einigen Fällen kann die Einnahme von entsprechenden NEM helfen, diesen Mangel auszugleichen und das Anfallsrisiko zu senken. Beispiele hierfür sind Vitamin D, Magnesium und B-Vitamine.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese essentiellen Fettsäuren haben entzündungshemmende Eigenschaften und können möglicherweise die Häufigkeit von Anfällen reduzieren.
  • Probiotika: Da das Darmmikrobiom eine Rolle bei Epilepsie spielen könnte, werden Probiotika zur Unterstützung einer gesunden Darmflora diskutiert.
  • Alpha-Liponsäure: Es gibt Hinweise, dass Alpha-Liponsäure antioxidative Eigenschaften besitzt und möglicherweise neuroprotektiv wirken kann. Allerdings ist bei der Einnahme Vorsicht geboten, da sie Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben kann.

Wichtiger Hinweis: Die folgenden Informationen zu einzelnen Nahrungsergänzungsmitteln erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Aloe Vera

  • Gegenanzeigen: Schwangere Frauen sollten keine Aloe Vera nehmen, da ihre Sicherheit nicht bekannt ist. Aloe Vera ist keine wirksame Krebsbehandlung und sollte nicht als Nahrungsergänzung oder Injektion eingenommen werden, da es schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen kann. Aloe Vera kann bei Operationen zu übermäßigen Blutungen führen.
  • Nebenwirkungen: Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, unkontrollierbares Schütteln oder Versteifen des Körpers, niedrige Kaliumspiegel, abnorme Leberfunktion.
  • Wechselwirkungen: Aloe-Saft hemmt CYP3A4 und CYP2D6 und kann die intrazelluläre Konzentration von Medikamenten beeinflussen, die durch diese Enzyme verstoffwechselt werden. Es wurden übermäßige Blutungen während einer Operation bei einem Patienten nach oralem Konsum von Aloe-Vera-Tabletten gemeldet.

Alpha-Liponsäure

  • Gegenanzeigen: Nicht in der Schwangerschaft und beim Stillen nehmen. Nicht für Kinder und Jugendliche. Während der Einnahme Alkohol weitestgehend vermeiden.
  • Nebenwirkungen: Alpha-Liponsäure kann zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel führen und dadurch die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Schmerzen, Durchfälle. Allergische Reaktionen sind möglich. In Einzelfällen wurde bei einer Tagesdosis von 200-225 mg Alpha-Liponsäure / Tag ein Insulinautoimmunsyndrom (IAS) festgestellt. Bei höheren Dosen (ab 600 mg/Tag) und nach regelmäßiger Einnahme wurden vor allem bei Diabetiker:innen mit Polyneuropathien schwerwiegende Gesundheitsprobleme beobachtet.
  • Wechselwirkungen: Diabetes-Patienten müssen besonders vorsichtig sein, da Alpha-Liponsäure zu Unterzuckerungen führen kann. Calcium-, Eisen- oder magnesiumhaltige Produkte können Alpha-Liponsäure binden. Eine hohe Liponsäurezufuhr kann die Aufnahme des Vitamins Biotin in den Körper hemmen. Alpha-Liponsäure macht das Krebsmittel Cisplatin und andere oxidantiv wirkende Medikamente unwirksam.

Beta-Carotin

  • Gegenanzeigen: Raucher:innen sollten keine Beta-Carotin-haltigen NEM einnehmen.
  • Nebenwirkungen: Keine bedeutenden Nebenwirkungen (Empfehlung: nicht mehr als 2 mg/Tag).
  • Wechselwirkungen: Während der Einnahme sehr hoher Dosen Betacarotin sollten keine Vitamin-A-Präparate zusätzlich angewendet werden. Arzneimittel, die mehr als 20 mg Carotin/Tag enthalten, dürfen von Raucher:innen nicht verwendet werden, bei 2-20 mg/Tag ist ein Warnhinweis vorgeschrieben. Antioxidantien wie Vitamin C, E oder Beta-Carotin machen genau den Effekt zunichte, den man mit Chemo- oder Strahlentherapie erreichen möchte.

Biotin

  • Gegenanzeigen: Keine Gegenanzeigen bekannt.
  • Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (sehr selten).
  • Wechselwirkungen: Die Einnahme von Biotin kann zu falsch positiven oder falsch negativen Labortests führen. Es gibt Hinweise, dass Arzneimittel gegen Krampfanfälle (Anticonvulsiva) den Biotinspiegel im Blutplasma senken.

Bockshornklee

  • Gegenanzeigen: Schwangerschaft, Stillen, (familiärer) Hormonempfindlicher Krebs (Brustkrebs).
  • Nebenwirkungen: Durchfall und Blähungen, Schwindel, Benommenheit, Unterzuckerung (Hypoglykämie, bedeutsam bei Diabetes), allergische bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Wechselwirkungen: Es besteht eine nicht unerhebliche Möglichkeit von Wechselwirkungen mit relevanten Medikamenten wie Warfarin, SSRI-Antidepressiva, Cyclophosphamid. Außerdem können Insulin und orale Antidiabetika in ihrer Wirkung verstärkt werden.

Calcium

  • Gegenanzeigen: Bestimmte Krebsleiden (Lunge, Brust, Niere, Plasmozytom, Knochenmetastasen), erhöhter Calciumblutspiegel, bestimmte Lungenerkrankungen (Sarkoidose, Morbus Boeck), Erkrankungen, die eine Hypercalcämie begünstigen, calciumhaltige Nierensteine, eingeschränkte Nierenfunktion, zu hohe Calciumkonzentrationen im Urin, u. U. bei Diabetes, (familiäre) Veranlagung zur Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen.
  • Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall (selten), Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, erhöhter Calciumspiegel im Blut (Hypercalcämie) mit Nierenfunktionsstörungen, vermehrte Calciumausscheidung im Urin, u. U. mit Bildung von Nieren- und Harnsteinen, Untersäuerung des Blutes (gelegentlich).
  • Wechselwirkungen: Calcium vermindert die Aufnahme vieler Arzneistoffe in den Körper, z.B. Levothyroxin, Tetracycline, Chinolone, einige Cefalosporine, Ketoconazol, Eisen-, Zink- und Natriumfluorid-Präparate, Antipilzmittel Estramustin. Calcium vermindert die Wirkung von Bisphosphonaten (gegen Osteoporose).

Weitere Aspekte im Umgang mit Epilepsie

Neben den genannten Behandlungsansätzen gibt es weitere wichtige Aspekte im Umgang mit Epilepsie, die den Alltag der Betroffenen erleichtern können:

  • Berufswahl und Studium: Eine Epilepsie ist kein Grund, nicht zu studieren oder einen Beruf auszuüben. Grundsätzlich können Sie jeden Studiengang wählen, der Sie interessiert. Bei der Berufswahl sollten die eigenen Interessen im Vordergrund stehen. Vorausgesetzt die Epilepsie ist gut kontrolliert, gibt es kaum Einschränkungen bei der Berufswahl für Patienten mit Epilepsie. Es gibt nur wenige Berufe, die Epilepsie-Patienten nicht erlernen oder nicht mehr ausüben können (z. B. Pilot/in, Dachdecker/in, Polizist/in oder Berufsfahrer/in).
  • Sport und Freizeit: Regelmäßiger Sport trägt nicht nur zur körperlichen Fitness bei, sondern sorgt auch für seelische Ausgeglichenheit. Epilepsie-Patienten können also, wie alle anderen Menschen auch, regelmäßig Sport treiben. Es ist jedoch wichtig, ein paar Punkte bei der Auswahl des richtigen Sports zu bedenken. Sportarten, bei denen jedoch Stürze drohen oder bei denen die Gefahr des Ertrinkens besteht, sollten nur nach sorgfältiger Rücksprache mit dem Arzt betrieben werden.
  • Alkohol: Größere Mengen Alkohol erhöhen die Gefahr für einen epileptischen Anfall. Auch kann die Wirkung und einige Nebenwirkungen von Medikamenten durch Alkohol verstärkt werden. Umgekehrt kann regelmäßiger Alkoholkonsum dazu führen, dass Medikamente in der Leber schneller abgebaut werden und diese so an Wirksamkeit verlieren.
  • Reisen: Auch mit einer Epilepsie sind Reisen möglich. Informieren Sie sich rechtzeitig vor einer Flugreise, ob die Fluggesellschaft bestimmte Transportbedingungen für Menschen mit Epilepsie hat. Bei Fernreisen sollten Sie darauf achten, dass Ihr Tag-Nacht-Rhythmus nicht zu stark durcheinandergerät, da dies Anfälle provozieren kann.
  • Schwangerschaft: Schwangerschaft und Epilepsie schließen einander nicht aus. Bei Kinderwunsch sollte eine Schwangerschaft sorgfältig geplant werden, um mögliche Risiken von vornherein zu vermeiden.

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