Cortisol, oft als "Stresshormon" bezeichnet, spielt eine entscheidende Rolle bei vielen Körperfunktionen, einschliesslich der Reaktion auf Stress, der Regulierung des Blutzuckerspiegels, der Entzündungsreaktion, dem Stoffwechsel und der Gedächtnisbildung. Allerdings kann ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben, insbesondere im Zusammenhang mit Epilepsie und der Einnahme bestimmter Medikamente.
Cortisol: Ein essentielles Hormon
Cortisol wird von den Nebennieren produziert und ist an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Es hilft dem Körper, auf Stress zu reagieren, indem es Energie bereitstellt und Entzündungen reduziert. Es beeinflusst auch den Blutzuckerspiegel, den Stoffwechsel und das Gedächtnis.
Prednisolon: Ein Glukokortikoid mit vielfältigen Anwendungen
Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid mit starken entzündungshemmenden und immunsuppressiven Eigenschaften. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und allergischen Reaktionen eingesetzt. Prednisolon wirkt, indem es die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen im Körper reduziert und die Immunantwort moduliert. Es ist ein vielseitig einsetzbares Glukokortikoid, das für eine breite Palette von Indikationen zugelassen ist und in verschiedenen Darreichungsformen angeboten wird.
Wirkmechanismus von Prednisolon
Prednisolon entfaltet seine Wirkung durch verschiedene Mechanismen auf zellulärer und molekularer Ebene. Es bindet an spezifische Glukokortikoid-Rezeptoren im Zytoplasma der Zellen, woraufhin der Rezeptor-Liganden-Komplex in den Zellkern transloziert wird. Diese Genmodulation führt zur Synthese antiinflammatorischer Proteine und zur Hemmung proinflammatorischer Zytokine und Mediatoren wie Interleukin-1, Interleukin-2, Interferon-gamma und Tumornekrosefaktor-alpha. Zusätzlich inhibiert Prednisolon die Phospholipase A2, ein Schlüsselenzym im Metabolismus der Arachidonsäure, was die Produktion von entzündungsfördernden Eikosanoiden wie Prostaglandinen und Leukotrienen reduziert.
Einnahme und Dosierung von Prednisolon
Prednisolon und andere Glukokortikoide sollten idealerweise morgens eingenommen werden, vorzugsweise vor 9 Uhr. Dieser Zeitpunkt ist empfohlen, um den natürlichen zirkadianen Rhythmus der körpereigenen Cortisolproduktion am besten nachzuahmen. Der Körper produziert morgens die höchsten Cortisolmengen, ein Prozess, der als morgendlicher Cortisol-Gipfel bekannt ist. Die Einnahme von Prednisolon am Morgen kann dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen zu verringern und den Schlaf weniger zu beeinträchtigen, da die körpereigene Cortisolproduktion in den Abendstunden abnimmt.
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Je nach Darreichungsform wirkt Prednisolon unterschiedlich schnell. Während die Wirkung nach Injektionen bereits nach wenigen Minuten einsetzt, dauert es nach der Einnahme von Tabletten mit Prednisolon etwa ein bis zwei Stunden, bis die maximale Serumkonzentration erreicht ist. Hauptsächlich in der Leber wird der Wirkstoff metabolisiert. Seine Metabolite sind hormonell inaktiv und werden renal ausgeschieden.
Die empfohlene Dosierung hängt immer von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Für Erwachsene liegen sehr niedrige Dosen bei 1,5 mg pro Tag, hohe Dosen bei bis zu 100 mg täglich. Tabletten sollten nach Mahlzeiten unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden. Ratsam sind hohe Initialdosen, vor allem im Rahmen der Notfalltherapie. Bei chronischen Erkrankungen empfiehlt sich eine Langzeitbehandlung. Bei Kindern, die noch wachsen, ist eine alternierende oder intermittierende Therapie ratsam.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Prednisolon
Bei kurzzeitiger Anwendung von Prednisolon ist die Gefahr des Auftretens unerwünschter Wirkungen gering. Bei der Anwendung von Prednisolon sind zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Östrogene (z.B. Während einer Schwangerschaft sollte Prednisolon nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung zum Einsatz kommen. Gerade bei einer Langzeittherapie ist nicht auszuschließen, dass es beim Feten durch den Wirkstoff zu Wachstumsstörungen kommt. Da Prednisolon in die Muttermilch übergeht, ist eine strenge Indikationsstellung während der Stillzeit unerlässlich, auch wenn bisher nicht bekannt ist, dass der Säugling Schaden nimmt.
Cortisol und Epilepsie
Stress kann bei Patienten mit Epilepsie die Erkrankung verschlimmern. Insbesondere die Anfallshäufigkeit kann zunehmen. Der Grund hierfür ist jedoch weitestgehend unbekannt. Psychischer Stress kann die Schlafqualität verschlechtern und den Haushalt von Stresshormonen im Körper verändern.
Stress und die Rolle von Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH)
London - Stress erhöht die Anfallshäufigkeit bei Epilepsie-Patienten. Grund hierfür könnten erhöhte Spiegel von Corticotropin-Releasing-Hormon im Hirn sein, berichten Forscher der University of Western Ontario in Kanada. Die Arbeitsgruppe um Michael Poulter veröffentlichte ihre Studie in Science Signaling.
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Die Forscher untersuchten die Hirne von Ratten und applizierten Corticotropin-Relasing-Hormon. Das Hormon aktiviert die Ausschüttung von Botenstoffen, die in der Nebennierenrinde die Cortisolausschüttung aktivieren. Da es ein neurotropes Hormon ist, wirkt es jedoch auch auf viele andere Nervenzellen im Hirn ein. Es steuert so unter anderem die neuronale Anpassungen auf externen Stress.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Hormon auf den piriformen Kortex der Ratten einwirkte. Der piriforme Kortex gehört zum primitiven Riechhirn von Säugetieren und ist beim Mensch nach Angaben der Arbeitsgruppe häufig der Ausgangsort von Krampfanfällen. Bei gesunden Ratten dämpfte das Hormon die Aktivität dieses Hirnareals. Ratten mit Epilepsie zeigten jedoch eine paradoxe Reaktion. Bei ihnen erhöhte sich die Aktivität im piriformen Kortex, wenn die Wissenschaftler das Hormon applizierten.
In weiteren Untersuchungen stellten die Forscher fest, dass das Hormon bei den kranken Ratten ein regulatorisches G-Proteins (RGS2) aktivierte. Die Arbeitsgruppe vermutet, dass dies der Grund für die erhöhte Aktivität im piriformen Kortex ist. Die Forscher hoffen, über eine Blockade des Hormons künftig therapeutische Interventionsmöglichkeiten zu schaffen.
Hormonstörungen bei Epilepsie
Hormonstörungen sind relativ häufig bei Frauen und Männern mit Epilepsie. Diese manifestieren sich bei Frauen als Zyklusstörungen, Hirsutismus und Infertilität und als Libidoverlust, Impotenz und Infertilität bei Männern. Genaue Pathomechanismen von Sexualhormonstörungen sind nur unvollständig geklärt. Infrage kommen sowohl Störungen der Hypothalamus-Hypophysen-Achse (HPA) durch epileptische Anfälle oder temporolimbische Entladungen, als auch Einflüsse der Antiepileptika auf den Steroidhormonstoffwechsel.
Epilepsien und AEDs können, um die Hormonspiegel zu beeinflussen, eine Vielzahl von Substraten anpeilen. Antikonvulsiva haben vielfältigen Einfluss auf den Metabolismus von Sexualhormonen. So konnte unter einer Therapie mit enzyminduzierenden Antiepileptika (EIA) wie Phenytoin, Phenobarbital und Carbamazepin ein Anstieg von SHBG (Sex-Hormon-Bindungs-Globulin)-Konzentrationen bei Frauen und Männern mit Epilepsie beobachtet werden. Über die Zeit führt dieser SHBG-Anstieg im Serum über vermehrte Proteinbindung zu einer Verminderung des bioaktiven Testosterons (BAT) und Östradiols, indem die Serumkonzentrationen der freien, wirksamen Sexualsteroide gesenkt wird, was zu einer verminderten Potenz bei Männern und Menstruationsstörungen bei Frauen führen kann und damit die Fertilität reduziert.
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Katameniale Epilepsie
Durch die zyklischen hormonellen Veränderungen leiden manche Epilepsiepatientinnen an einer Zunahme der epileptischen Anfälle, der sogenannten katamenialen Epilepsie. Diese Anfälle lassen sich in ihrer Häufigkeit erheblich reduzieren, wenn zusätzlich Gestagene zur hormonellen Therapie eingenommen werden. In der Menopause verändert sich der Hormonstatus und es kommt zu starken Schwankungen der Östrogen-Spiegel.
Kortikosteroide und ACTH in der Behandlung von Epilepsie
Seit mehr als 70 Jahren werden Kortikosteroide (KST) und ACTH (adrenocorticotropes Hormon) zur symptomatischen Behandlung von frühkindlichen Epilepsien eingesetzt, wenn sich diese gegenüber konventionellen anfallssuppressiven Medikamenten (ASM) als resistent erwiesen haben. Über Wirkung und Verträglichkeit wurde überwiegend in retrospektiven Fallserien und nur selten in prospektiven Studien berichtet. Nur beim infantilen epileptischen Spasmensyndrom (IESS) wurden in den letzten 2 Jahrzehnten umfangreiche, aktiv-kontrollierte prospektive Studien durchgeführt, die eine Wirksamkeit dieser Substanzen und ihren Stellenwert im Vergleich zu Vigabatrin nachwiesen und zu klaren Empfehlungen in aktuellen Leitlinien führten. Für die übrigen Epilepsien der frühen Kindheit ist die Studienlage aber weiterhin unbefriedigend.
Metaanalyse von Studien zur Steroidbehandlung bei Epilepsie
Eine systematische Stichwortrecherche in zahlreichen Registern und Datenbanken ergab 38 Veröffentlichungen, die für eine detaillierte Zusammenfassung und Metaanalyse der Befunde geeignet erschienen. Es kam eine Vielzahl verschiedener KST, außerdem natürliches (USA) und synthetisches (Europa, Japan) ACTH in unterschiedlichen Dosierungen und Protokollen zum Einsatz. Traditionell handelte es sich dabei zunächst um eine relativ hoch dosierte Initialphase, der nach Erfolgseintritt oder vorgegebener Dauer eine schrittweise Dosisreduktion folgte. Die Größe der Schritte und die Dauer der Dosisreduktion waren wiederum sehr variabel, häufig abhängig von klinischen oder EEG-Rezidiven. Erst in neuerer Zeit wurde häufiger ein gepulstes Behandlungsschema eingesetzt mit mehreren ein- bis mehrtägigen Pulsen im Wochen- oder Monatsabstand für variable Dauer.
Um dennoch eine gemeinsame Auswertung der Studien zu ermöglichen, wurden die Medikamente in Gruppen zusammengefasst und die Dosierungen der verschiedenen KST in Kortisoläquivalente umgerechnet. Die unterschiedlichen Behandlungsdauern, Ausschleichphasen und Nachuntersuchungsdauern wurden dadurch berücksichtigt, dass frühe Effekte bei Ende der Initialbehandlung oder kurz danach von anhaltenden Befunden im späteren Verlauf, häufig nach Auftreten von Rezidiven getrennt erfasst wurden.
Die Metaanalyse der aggregierten Daten aller 38 eingeschlossenen Studien ergab, dass die Rate der primären Endpunkte „frühe Anfallsabnahme um mehr als 50 % (= Response)“ und „frühe EEG-Besserung um mehr als 50 % (= Response)“, gemittelt über alle eingeschlossenen Studien und ihre Behandlungsarme, 0,60 (95 %-KI [Konfidenzintervall] 0,52-0,67) und 0,56 (95 %-KI 0,43-0,68) betrug. Nach Beendigung der Behandlung oder bereits während der Dosisreduktion betrug die Rate der Patienten, die einen Rückfall erlitten, unter allen Behandelten 0,33 (95 %-KI 0,27-0,40). Längerfristig hielten eine Anfallsresponse bei 0,39 (95 %-KI 0,30-0,49) und eine EEG-Verbesserung bei 0,52 (95 %-KI 0,38-0,66) der Patienten an.
Subgruppenanalysen nach Medikamentengruppen ergaben für alle Endpunkte keinen signifikanten Unterschied. Für den Endpunkt „frühe Anfallsresponse“ lag die gepoolte Rate in Studien mit ACTH nicht signifikant um 0,10-0,15 höher im Vergleich zu den KST. Das deutlichste Ergebnis der Metaanalysen ist ein starker Zusammenhang zwischen dem Behandlungsschema und dem unerwünschten Ereignis „Übergewicht oder Cushing-Syndrom“. Der gepoolte Anteil ist bei gepulstem intravenösem Methylprednisolon (ivMP) oder Dexamethason gering und bei kontinuierlicher Behandlung mit ACTH oder oralen KST hoch.
ICISS-Studie zur Behandlung von Epilepsien mit BNS-Anfällen
Die multizentrische randomisierte International Collaborative Study of Infantile Spasms (= ICISS) untersucht, ob die zusätzliche Gabe von Vigabatrin zur Hormontherapie (mit ACTH oder Prednisolon) bezgl. der Anfallsfreiheit als auch der Entwicklung zu besseren Ergebnissen führt.
Die aktuelle ICISS-Studie untersucht bei Patienten mit neu-diagnostizierter Epilepsie mit BNS-Anfällen (und ohne medikamentöse Vorbehandlung) u.a. folgende Fragestellungen:
- Ist die ACTH-Therapie (gegeben als Spritze i.m.) der Prednisolon-Therapie (als Tabl. gegeben) überlegen?
- Führt die zusätzliche Gabe von Vigabatrin zu besseren Ergebnissen der Anfallsfreiheit?
- Führt die zusätzliche Gabe von Vigabatrin zu einer rascheren Kontrolle der Anfälle bzw. Normalisierung des EEG?
- Hat diese raschere Normalisierung einen Einfluss auf die motorische und kognitive Entwicklung im Alter von 18 Monaten?
- Verhindert die zusätzliche Gabe von Vigabatrin einen Rückfall, der sonst ja so oft bei Absetzen der Hormone zu beobachten ist?
BNS-Epilepsie und Behandlung mit ACTH und Cortisol
Früher wurden nahezu alle Kinder mit ACTH, einem Hormon aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), behandelt. Aber diese - damals zudem sehr hochdosierte - ACTH Therapie hat erhebliche Nebenwirkungen: „Cushing-Syndrom“ (mit Stammfettsucht und Stiernacken); Entkalkungen der Knochen (Osteoporose) mit Einbrüchen der Wirbelkörper; Verkalkungen der Nieren, der Bauchspeicheldrüse; starke Wesensveränderung der Kinder. Sie haben gleichzeitig ein hohes Risiko, an sich rasch entwickelnden bakteriellen Infektionen zu erkranken; einige versterben sogar im septischen Schock. ACTH stimuliert die Nebenrinde und bewirkt eine stark erhöhte Ausschüttung des dort gebildeten Hormons Cortisol. Die direkte Gabe von Cortisol hat ebenfalls einen, vielleicht nicht ganz guten Effekt wie ACTH auf die BNS-Anfälle. Es werden im Prinzip die gleichen, etwas geringer ausgeprägten Nebenwirkungen gesehen. Ein Vorteil des Cortisols (chemisch: Prednisolon) ist, dass es als Tablette, ACTH jedoch i.m. gegeben werden muss. Die Therapie mit Prednisolon oder ACTH - auch wenn ACTH heute deutlich geringer dosiert wird - muss wegen der schweren Nebenwirkungen nach 4 - 6 Wochen beendet werden; häufig treten dann mit Absetzen der Hormone die Anfälle erneut wieder auf.
Levetiracetam: Ein Antiepileptikum mit guter Verträglichkeit
Levetiracetam ist ein Arzneistoff aus der Klasse der Antiepileptika (Medikamente gegen Epilepsie, auch Antikonvulsiva genannt). Seine Wirkung vermittelt es hauptsächlich, indem es die Menge gewisser Botenstoffe des Nervensystems (Neurotransmitter) verringert. Levetiracetam senkt die Übererregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn durch Bindung an ein spezielles Protein (synaptisches Vesikelprotein 2A). Durch dieses Andocken wird die freigesetzte Menge eines erregenden Botenstoffes reduziert. Außerdem beeinflusst Levetiracetam den Calciumspiegel in den Nervenzellen verschiedener Hirnareale. In Summe sinkt so die neuronale Erregung.
Anwendung von Levetiracetam
Zu den Anwendungsgebieten (Indikationen) von Levetiracetam gehören verschiedene Formen von Krampfleiden, namentlich:
- fokale Anfälle (auf eine Gehirnregion begrenzt) mit oder ohne sekundärer Generalisierung (= Übergreifen auf beide Gehirnhälften) - Levetiracetam wird hier entweder allein (als Monotherapie) oder als Zusatztherapie zu anderen Medikamenten eingesetzt
- myoklonische Anfälle (Anfälle mit plötzlichen einschießenden Zuckungen der Muskulatur) - der Wirkstoff wird hier als Zusatztherapie eingesetzt
- tonisch-klonische Anfälle (beginnen mit einer plötzlichen Steifheit des Körpers, gefolgt von krampfartigen Zuckungen) - auch hier dient der Wirkstoff als Zusatztherapie
Nebenwirkungen von Levetiracetam
Sehr häufig, das heißt bei mehr als zehn Prozent der Behandelten, ruft Levetiracetam Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit hervor. Häufig, also bei einem bis zehn Prozent der Behandelten, kommt es durch die Einnahme des Arzneimittels zu Angststörungen, depressiven Verstimmungen, Gewichtsabnahme und Magen-Darm-Beschwerden.
Levetiracetam in Schwangerschaft und Stillzeit
Levetiracetam darf auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Der Wirkstoff ist hier neben Lamotrigin das Antiepileptikum der Wahl, wenn eine medikamentöse Behandlung der Epilepsie notwendig ist. Bisher wurde keine fruchtschädigende Wirkung durch die Behandlung festgestellt. Auch in der Stillzeit kann Levetiracetam eingesetzt werden. Da es in die Muttermilch übertritt, wird aber vom Stillen während der Anwendung abgeraten. Gelegentlich wurden Anpassungsstörungen beim Neugeborenen verzeichnet.
Hoher Cortisolspiegel: Ursachen, Symptome und Management
Erhöhte Cortisolwerte können viele unspezifische Symptome wie Gewichtszunahme, Müdigkeit und Reizbarkeit verursachen und die Gesundheit langfristig beeinträchtigen.
Ursachen für erhöhten Cortisolspiegel
- Chronischer Stress
- Bestimmte Medikamente (z.B. Prednisolon)
- Tumore der Nebennieren oder der Hirnanhangsdrüse
Symptome eines zu hohen Cortisolspiegels
- Gewichtszunahme, insbesondere im Bauchbereich
- Müdigkeit und Schwäche
- Reizbarkeit und Angstzustände
- Schlafstörungen
- Erhöhter Blutzuckerspiegel
- Hautprobleme (z.B. Akne)
Möglichkeiten zur Senkung des Cortisolspiegels
- Stressmanagement: Entspannungstechniken wie Achtsamkeit, Meditation oder Yoga senken Cortisol durch Aktivierung des parasympathischen Nervensystems.
- Ausreichend Schlaf: Schlafen Sie 7-8 Stunden pro Nacht, um die Cortisolbalance zu fördern.
- Bewegung: Moderate Bewegung wie Spaziergänge oder Schwimmen hilft, den Cortisolspiegel zu regulieren.
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, den Cortisolspiegel zu stabilisieren.
- Medikamentöse Therapie: In einigen Fällen kann eine medikamentöse Therapie erforderlich sein, um den Cortisolspiegel zu senken.
Cortisol-Test-Kits für zu Hause
Mit einem Cortisol-Test-Kit für zu Hause können Sie eine Speichelprobe entnehmen, die Sie anschließend an ein Labor zur Analyse schicken. Die Verwendung eines Test-Kits ist eine einfache und komfortable Möglichkeit, einen ersten Eindruck von Ihrem Cortisolspiegel zu bekommen.
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