Erhöhter Hirndruck und L-Thyroxin: Symptome, Ursachen und Behandlung

Einführung

Erhöhter Hirndruck, auch intrakranielle Hypertension genannt, ist ein Zustand, bei dem der Druck im Schädelinneren ansteigt. Dieser Druck kann auf das Gehirn und die umliegenden Strukturen wirken und zu einer Vielzahl von Symptomen führen. In seltenen Fällen kann die Einnahme von L-Thyroxin, einem synthetischen Schilddrüsenhormon, mit erhöhtem Hirndruck in Verbindung gebracht werden. Dieser Artikel beleuchtet die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von erhöhtem Hirndruck im Zusammenhang mit L-Thyroxin.

Was ist L-Thyroxin?

L-Thyroxin, auch Levothyroxin genannt, ist ein synthetisch hergestelltes Schilddrüsenhormon, das dem natürlichen Thyroxin (T4) entspricht. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) eingesetzt, einer Erkrankung, bei der die Schilddrüse nicht genügend Hormone produziert. L-Thyroxin hilft, den Hormonmangel auszugleichen und die normalen Körperfunktionen wiederherzustellen.

Anwendungsgebiete von L-Thyroxin

Ärzte verschreiben L-Thyroxin häufig, um eine Schilddrüsenunterfunktion zu behandeln. Diese kann beispielsweise durch eine Hashimoto-Thyreoiditis oder eine Operation ausgelöst werden. Des Weiteren dient L-Thyroxin beispielsweise der Behandlung eines Kropfes (Struma), aber auch um diesem nach einer Operation an der Schilddrüse vorzubeugen.

L-Thyroxin wird angewendet:

  • zum Ersatz (Substitution) des fehlenden Hormons bei jeder Form einer Schilddrüsenunterfunktion,
  • zur Verhütung erneuter Kropfbildung (Vergrößerung der Schilddrüse) nach Kropfoperation bei normaler Schilddrüsenfunktion,
  • zur Therapie des gutartigen Kropfes (benigne Struma) bei normaler Schilddrüsenfunktion,
  • zur Begleittherapie einer Schilddrüsenüberfunktion, die mit Thyreostatika (Medikamente, die die Schilddrüsenüberfunktion hemmen) behandelt wird, nach Erreichen der normalen Stoffwechsellage,
  • bei bösartigem Tumor der Schilddrüse, vor allem nach Operation, zur Unterdrückung erneuten Tumorwachstums und zur Ergänzung fehlenden Schilddrüsenhormons.
  • als Schilddrüsendiagnostikum zur Durchführung des Suppressionstests, um Fehlregulationen der Schilddrüsenfunktion (z.B. Schilddrüsenautonomie) rechtzeitig zu erkennen.

Wirkung von L-Thyroxin

Die Schilddrüse bildet zwei Hormone: L-Thyroxin (Levothyroxin, T4) und Triiodthyronin (Liothyronin, T3). Das eigentlich wirksame Hormon ist Triiodthyronin. Es beeinflusst zahlreiche Stoffwechselvorgänge und Körperfunktionen. Zum Beispiel steigert es den Energieumsatz, regt die Wärmebildung an und hat Einfluss auf Muskeln, Fettabbau, Leber und Herz sowie auf das Wachstum von Kindern. Das als Medikament zugeführte L-Thyroxin wird im Organismus ebenfalls in T3 umgewandelt und zeigt dieselben Wirkungen. Der Körper kann nicht zwischen von außen etwa als Tablette zugeführten und selbst gebildeten Schilddrüsenhormon unterscheiden.

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Symptome von erhöhtem Hirndruck

Erhöhter Hirndruck kann sich durch eine Vielzahl von Symptomen äußern, die je nach Schweregrad und Ursache variieren können. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Kopfschmerzen: Oftmals dumpf, drückend und morgens am stärksten. Sie können sich bei Husten, Niesen oder Anstrengung verschlimmern.
  • Übelkeit und Erbrechen: Besonders morgens.
  • Sehstörungen: Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Gesichtsfeldausfälle oder vorübergehende Erblindung. Im Auge flimmern.
  • Schwindel: Benommenheit und Gleichgewichtsstörungen.
  • Tinnitus: Ohrgeräusche.
  • Bewusstseinsveränderungen: Verwirrtheit, Desorientierung, Schläfrigkeit bis hin zum Koma.
  • Neurologische Ausfälle: Schwäche, Taubheit oder Kribbeln in Armen oder Beinen, Sprachstörungen, Krampfanfälle.
  • Druckgefühl im Kopf: Als ob mein Kopf ein Ballon ist was bald platzt. Auch die Ohren sind betroffen. So als ob ich im Flugzeug sitze.
  • Psychische Veränderungen: Psychisch geht es mir viel besser damit. Auch meine Wahrnehmung ist besser nur dieser Schwindel, Übelkeit und Kopfdruck halt nicht (außerdem hatte ich zum erstenmal ein Ohrgeräusch).

Erhöhter Hirndruck bei Kindern: Bei Kindern kann erhöhter Hirndruck zusätzliche Symptome verursachen, wie z.B. einen vergrößerten Kopfumfang, vorgewölbte Fontanellen (weiche Stellen am Kopf) bei Säuglingen, Reizbarkeit und Fütterungsschwierigkeiten.

Ursachen von erhöhtem Hirndruck

Erhöhter Hirndruck kann verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Hirntumore: Sowohl gutartige als auch bösartige Tumore können den Druck im Schädelinneren erhöhen.
  • Hirnblutungen: Blutungen im Gehirn können zu einer Druckerhöhung führen.
  • Schädel-Hirn-Trauma: Verletzungen des Kopfes können zu Schwellungen und Blutungen im Gehirn führen.
  • Infektionen: Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhäute (Meningitis, Enzephalitis) können den Hirndruck erhöhen.
  • Hydrozephalus: Eine Ansammlung von Hirnwasser (Liquor) im Gehirn kann zu erhöhtem Druck führen.
  • Pseudotumor cerebri: Eine Erkrankung, bei der der Hirndruck ohne erkennbare Ursache erhöht ist.
  • Medikamente: In seltenen Fällen können bestimmte Medikamente, einschließlich L-Thyroxin, erhöhten Hirndruck verursachen.

L-Thyroxin und erhöhter Hirndruck

Obwohl selten, kann die Einnahme von L-Thyroxin in einigen Fällen mit erhöhtem Hirndruck in Verbindung gebracht werden. Der genaue Mechanismus, wie L-Thyroxin zu erhöhtem Hirndruck führen kann, ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass es mit Veränderungen des Liquorflusses oder der Hirnstoffwechselaktivität zusammenhängen könnte.

Einzelfälle. Ich lebe schon seit über 7 Jahren mit diesen Symptomen und denke, wenn es etwas Ernstes wäre, dann wäre ich schon tot.

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Wichtig: Nicht jeder, der L-Thyroxin einnimmt, entwickelt erhöhten Hirndruck. Das Risiko ist jedoch bei bestimmten Personengruppen möglicherweise erhöht, z. B. bei Kindern, Frauen im gebärfähigen Alter und Personen mit Vorerkrankungen des Gehirns oder der Augen.

Diagnose von erhöhtem Hirndruck

Die Diagnose von erhöhtem Hirndruck umfasst in der Regel eine Kombination aus neurologischer Untersuchung, Bildgebung des Gehirns und Liquordruckmessung.

  • Neurologische Untersuchung: Der Arzt wird Ihre Reflexe, Muskelkraft, Koordination,sensorische Wahrnehmung und Ihren Geisteszustand überprüfen.
  • Bildgebung des Gehirns: Eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns kann helfen, Ursachen für erhöhten Hirndruck wie Tumore, Blutungen oder Hydrozephalus zu erkennen. Im MRT ist nichts von diesem Pseudotumor zu sehen, (ohne Befund) es ist ja auch nichts da au§er eben zu viel Wasser.
  • Augenärztliche Untersuchung: Geht zum Augenarzt, wenn es im Auge flimmert (so war es bei mir) oder ihr Kopfschmerzen, Schwindel und sonstige Sehstörungen oder Ohrgeräusche habt. Glaubt nichf jedem Arzt sofort, die Krankheit ist selten, viele Ärzte kennen sich nichf aus. Selbst im Krankenhaus haben sie mich LT weiter nehmen lassen und behauptet, davon könnte ich ja nur bisschen abnehmen, sonst würde LT ja nichts machen und im Kopf schonmal gar nichts… HAHAHA! Mein Hausarzt hat dann einfach mal in die Packungsbeilage geguckt…oft steht es da sogar explizit drin.
  • Lumbalpunktion: Bei diesem Verfahren wird eine Nadel in den unteren Rücken eingeführt, um eine Probe des Liquors zu entnehmen und den Liquordruck zu messen. Man diagnostiziert das , wenn bei der Lumbalpunktion der Liquor mit erhöhtem Druck abfließt. Das ist unbedingt klärungsbedürftig, denn es kann unbehandelt bleibende Schäden auslösen . Also defintiiv nicht ein Symptom eines Hashimoto, wohl aber in ganz seltenen Fällen eine Folge der LT-Einnahme.

Behandlung von erhöhtem Hirndruck

Die Behandlung von erhöhtem Hirndruck zielt darauf ab, den Druck im Schädelinneren zu senken und die zugrunde liegende Ursache zu behandeln. Die Behandlungsmöglichkeiten können Folgendes umfassen:

  • Medikamente: Diuretika (harntreibende Mittel) können helfen, die Flüssigkeitsmenge im Gehirn zu reduzieren und den Druck zu senken. Kortikosteroide können Entzündungen reduzieren und den Hirndruck senken.
  • Liquordrainage: Bei einem Hydrozephalus kann eine Liquordrainage erforderlich sein, um überschüssiges Hirnwasser abzuleiten.
  • Operation: In einigen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die Ursache des erhöhten Hirndrucks zu beheben, z. B. einen Tumor zu entfernen oder eine Blutung zu stoppen.
  • Absetzen von L-Thyroxin: Wenn L-Thyroxin als Ursache für den erhöhten Hirndruck vermutet wird, kann der Arzt empfehlen, das Medikament abzusetzen oder die Dosis zu reduzieren. Ich hab die SD Medis abgesetzt und lebe damit super! Ich hatte vor den SD starke Depressionen und daher kam man bei mir erst auf ein SD leiden, das war in der Pubertät und hat sich wohl etwas ausgewachsen, jedenfalls sind meind Werte auch nach 2 Jahren ohne LT wirklich gut.
  • Diamox: Diamox und Methformin eine ganz üble KOmbination - geht garnicht, bei Übergewichtigen hilft Abnahme, damit nicht noch von außen zusätzlicher Druck entsteht.
  • Lumbalpunktion: Normalerweise wir aber auch eine Lumbalpunktion gemacht um eben das Wasser "abzulassen" und den Druck zu messen. Das wird aber viel zu häufig gemacht und birgt Risiken, da es bei mir sehr nach einem Medi-Hormon-Problem aussah, hab ich erst Tabletten bekommen und die haben sofort geholfen.

Zusätzliche Aspekte bei der Behandlung mit L-Thyroxin

Bei Menschen mit bestimmten Krankheiten sollten die Behandlung mit L-Thyroxin zu Beginn in besonders enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin erfolgen. Bei ihnen sollten die Schilddrüsenwerte häufig kontrolliert werden. Der Arzt oder die Ärztin wird zuerst eine niedrige Wirkstärke wählen und sie dann langsam an die ideale Dosis anpassen. Dieses Vorgehen gilt unter anderem für Menschen, die eine koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder eine Epilepsie haben und auch wenn eine Schilddrüsenunterfunktion schon lange besteht.

Es kann einige Wochen (bis Monate) dauern, bis Arzt und Patient die richtige Wirkstärke von L-Thyroxin gefunden haben. Welche die passende Dosis ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: unter anderem Körpergewicht, Alter und Vorerkrankungen. Der Arzt oder die Ärztin wird im Verlauf der Behandlung mit Levothyroxin immer wieder Blut abnehmen und den TSH-Wert bestimmen. Je nachdem, wie hoch oder niedrig er ist, muss die Wirkmenge weiter individuell eingestellt werden.

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Normalerweise nehmen Patienten das Schilddrüsenhormon morgens ein - mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Am besten mit einem Glas Leitungswasser und nicht mit anderen Getränken, wie Kaffee oder Milch. Denn Lebensmittel können die Aufnahme von L-Thyroxin im Darm herabsetzen. Ob Sie die Tabletten teilen dürfen - oder sogar müssen - sollten Sie mit dem Arzt oder der Ärztin klären oder in der Apotheke nachfragen. Dort erhalten Sie auch Tipps, wie das Teilen am besten gelingt. L-Thyroxin ist auch in Tropfenform verfügbar.

Vorbeugung von erhöhtem Hirndruck im Zusammenhang mit L-Thyroxin

Um das Risiko von erhöhtem Hirndruck im Zusammenhang mit L-Thyroxin zu minimieren, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:

  • Sorgfältige Anamnese: Informieren Sie Ihren Arzt über alle Vorerkrankungen, insbesondere solche des Gehirns oder der Augen.
  • Langsame Dosissteigerung: Die Behandlung mit L-Thyroxin sollte mit einer niedrigen Dosis begonnen und langsam gesteigert werden.
  • Regelmäßige Kontrollen: Lassen Sie Ihre Schilddrüsenwerte regelmäßig kontrollieren, um eine Überdosierung zu vermeiden.
  • Aufmerksames Beobachten: Achten Sie auf Symptome von erhöhtem Hirndruck und informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche bemerken.

Weitere wichtige Informationen zu L-Thyroxin

  • Wechselwirkungen: L-Thyroxin kann mit anderen Medikamenten und Lebensmitteln wechselwirken. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, und beachten Sie die Hinweise zur Einnahme von L-Thyroxin zusammen mit Nahrungsmitteln.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Eine korrekte Behandlung mit Schilddrüsenhormon ist während der Schwangerschaft besonders wichtig. Sie muss deshalb konsequent und unter Aufsicht des behandelnden Arztes fortgesetzt werden. Bisher sind trotz umfangreicher Anwendungen während der Schwangerschaft keine unerwünschten Wirkungen von Levothyroxin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes bekannt geworden. Die während der Stillzeit in die Muttermilch übergehende Menge an Levothyroxin ist selbst bei hoch dosierter Levothyroxin-Therapie sehr gering und daher unbedenklich.
  • Nebenwirkungen: Wird L-Thyroxin richtig dosiert, treten normalerweise sehr wenige Nebenwirkungen auf. Bisweilen ist es aber schwierig und manchmal auch langwierig, die geeignete Wirkstärke zu finden. Vor allem in dieser Zeit können unerwünschte Effekte auftreten. Diese entsprechen häufig den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion.

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