Die Auswirkungen der ersten Brille auf das Gehirn und die Eingewöhnungsphase

Die erste Brille ist ein bedeutender Schritt, der nicht nur das Sehvermögen verbessert, sondern auch das Gehirn vor neue Herausforderungen stellt. Viele Menschen erleben eine Eingewöhnungsphase, in der die Sicht verzerrt erscheint oder andere ungewohnte Symptome auftreten. Dieser Artikel untersucht die Ursachen dieser Phänomene und gibt Ratschläge, wie man sich am besten an die neue Brille gewöhnt.

Einführung in die veränderte Wahrnehmung

Wenn Sie feststellen, dass Dinge mit Ihrer neuen Brille anders aussehen als erwartet, sind Sie nicht allein. Häufige Beschwerden sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Doppelbilder. In den meisten Fällen sind diese Symptome vorübergehend und ein Zeichen dafür, dass sich Ihr Gehirn an die neuen Seheindrücke anpasst.

Hornhautverkrümmung und ihre Korrektur

Eine häufige Ursache für anfängliche Schwierigkeiten ist die Korrektur einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Bei Astigmatismus ist die Hornhaut nicht gleichmäßig gewölbt, was zu verzerrter Sicht führt.

Die Rolle der Hornhautverkrümmung

Wenn die Hornhautverkrümmung zum ersten Mal korrigiert wird oder sich die Stärke der Korrektur ändert, können gerade Linien schräg wahrgenommen werden. Dies kann den Eindruck erwecken, dass Gegenstände gestaucht, größer, dicker oder kleiner aussehen.

Anpassung des Gehirns

Die Korrektur der Hornhautverkrümmung erfordert oft eine schräge Positionierung des Brillenglases, um ein scharfes Bild zu erzeugen. Ihr Gehirn hat jedoch Gegenstände vor der neuen Brille als gerade wahrgenommen. Es braucht Zeit, um zu lernen, dass Gegenstände auch mit der neuen Brille gerade und aufrecht aussehen. Diese Anpassung kann einige Tage bis zu einigen Wochen dauern.

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Minimierung des Effekts

Je näher die Gläser an den Augen sitzen, desto weniger werden Sie die Verzerrungen wahrnehmen. Kontaktlinsen minimieren diesen Effekt, da sie direkt auf dem Auge sitzen. Alternativ können atorische Brillengläser oder Freiformgläser verwendet werden, die das Seherlebnis in den Randbereichen optimieren.

Unterschiedliche Brillenwerte zwischen den Augen

Ein weiterer Faktor, der die Eingewöhnung beeinflussen kann, ist ein großer Unterschied in den Brillenwerten zwischen dem rechten und linken Auge.

Probleme bei der Bildverschmelzung

Wenn sich die Brillenwerte stark unterscheiden, kann es schwierig sein, die Bilder vom rechten und linken Auge im Gehirn zu verschmelzen. Dies kann dazu führen, dass gerade Linien schräg aussehen.

Anpassung und Lösungen

Auch dieser Effekt verschwindet in der Regel mit der Zeit, während sich Ihr Gehirn an die neue visuelle Erfahrung anpasst. In einigen Fällen können Kontaktlinsen eine bessere Lösung sein, da sie diesen Effekt minimieren. Aorische oder asphärische Gläser können ebenfalls helfen. Wenn die Probleme anhalten, sollte ein Augenarzt oder Optiker konsultiert werden, um sicherzustellen, dass das Gehirn die Bilder beider Augen korrekt verschmilzt und die Tiefenwahrnehmung nicht beeinträchtigt ist.

Das Gehirn lernt neu sehen

Eine neue Brille bedeutet für das Gehirn, neue Seheindrücke zu verarbeiten. Dies kann anstrengend sein und zu verschiedenen Symptomen führen.

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Die erste Brille ist die schwierigste

Insbesondere die erste Brille stellt eine Herausforderung dar, da sich das Gehirn nicht nur an die Korrektur anpassen muss, sondern auch an die Einschränkung des Sehbereichs durch die Gläser.

Gewöhnung an neue Glasstärken und Gestelle

Auch bei neuen Glasstärken, einem neuen Brillengestell oder neuen Glastypen muss sich das Gehirn anpassen. Es ist wichtig, geduldig zu sein und die Brille konsequent zu tragen, um die Eingewöhnung zu beschleunigen.

Ursachen für Brillenunverträglichkeit

In einigen Fällen kann es zu einer Brillenunverträglichkeit kommen, bei der die Symptome nicht verschwinden oder sich sogar verschlimmern.

Falsche Sehstärke

Eine nicht perfekt abgestimmte Sehstärke kann zu Überanstrengung der Augen und Kopfschmerzen führen. Es ist wichtig, den Sehtest in einem entspannten Zustand durchzuführen, da Stress, Medikamente oder Schlafmangel das Sehvermögen beeinflussen können.

Unzureichende Anpassung des Gestells

Ein schlecht sitzendes Brillengestell, das rutscht oder drückt, kann die Zentrierung der Gläser beeinträchtigen und zu Verzerrungen in der Sicht führen. Dies kann Kopfschmerzen und müde Augen verursachen.

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Neue Brillenart

Die Umstellung auf Mehrstärkengläser (Gleitsichtgläser) erfordert eine Anpassung an mehrere Sehzonen. Dies erfordert eine veränderte Kopf- und Augenbewegung, um in verschiedenen Entfernungen scharf zu sehen.

Falscher Anwendungszweck

Die Verwendung einer Brille für den falschen Zweck, z. B. eine Lesebrille für die Fernsicht, kann zu Kopfschmerzen führen. Auch die Brille einer anderen Person sollte nicht dauerhaft verwendet werden.

Zentrierung der Brillengläser

Eine falsche Zentrierung der Brillengläser, bei der der Mittelpunkt nicht genau vor der Pupillenmitte liegt, kann zu optischen Verzerrungen und unangenehmem Tragegefühl führen.

Tipps zur Eingewöhnung an die neue Brille

Um die Eingewöhnung an die neue Brille zu erleichtern, können Sie folgende Tipps beachten:

Regelmäßiges Tragen

Tragen Sie die neue Brille konsequent, um Ihren Augen Zeit zu geben, sich anzupassen. Beginnen Sie mit kürzeren Tragezeiten und erhöhen Sie diese allmählich.

Vermeidung intensiver Aktivitäten

Vermeiden Sie in den ersten Tagen intensive Aktivitäten wie das Lesen kleiner Schriften oder das Arbeiten am Bildschirm für lange Zeit.

Pausen und Entspannung

Nehmen Sie regelmäßig Pausen, um Ihre Augen zu entspannen. Schließen Sie die Augen für einige Minuten oder schauen Sie in die Ferne.

Augenübungen

Führen Sie leichte Augenübungen durch, um die Augenmuskeln zu stärken und zu entspannen.

Geduld und Selbstfürsorge

Die Eingewöhnung erfordert Geduld. Wenn die Symptome jedoch anhalten oder sich verschlimmern, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

Alternativen zur Brille

Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich an eine Brille zu gewöhnen, gibt es alternative Optionen:

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen bieten eineAlternative zur Brille, da sie direkt auf dem Auge sitzen und Verzerrungen minimieren.

Refraktiver Linsentausch

Beim refraktiven Linsentausch wird die natürliche Augenlinse durch eine künstliche Linse ersetzt, um Fehlsichtigkeiten zu korrigieren.

Augenlaserbehandlung

Eine Augenlaserbehandlung kann Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung dauerhaft korrigieren.

Anpassung der Brille und Kontrolle beim Optiker

Es ist wichtig, dass die neue Brille unter Berücksichtigung der bisher getragenen Brille angefertigt und angepasst wird. Achten Sie auf Besonderheiten wie Vorneigung, Zentrierung und Durchblickspunkt. Eine Brille muss oft nach einer gewissen Tragezeit nochmals eingestellt werden, um Druckstellen oder ein Lockerheitsgefühl zu korrigieren.

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