Fluorid und das Gehirntumorrisiko: Eine umfassende Betrachtung

Essen und Trinken sind essenziell für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Doch was passiert, wenn eine Krebsdiagnose den Appetit verdirbt und die Ernährung erschwert? Und welche Rolle spielen Fluoride, die in Zahnpasta und fluoridiertem Salz enthalten sind, möglicherweise bei der Entstehung von Hirntumoren? Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebsbehandlung, Fluoridexposition und dem potenziellen Risiko für Hirntumoren.

Ernährung während und nach der Krebsbehandlung

Eine Krebsdiagnose stellt Betroffene und Angehörige vor große Herausforderungen. Gerade während und nach der Krebsbehandlung ist es wichtig, den Körper mit ausreichend Energie zu versorgen. Die Behandlung selbst, aber auch die Erkrankung und Schmerzen können dazu führen, dass der Appetit nachlässt oder das Essen schwerfällt.

Bedeutung einer qualifizierten Ernährungsberatung

In dieser Situation ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann Sie über längere Zeit begleiten und Ihnen helfen, Ihren Körper trotz der Belastungen ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Die pauschale Aussage "Sie können alles essen" ist oft wenig hilfreich und kann sogar missverstanden werden.

Umgang mit Appetitlosigkeit und Übelkeit

Wenn es Ihnen nicht gut geht und Ihnen das Essen und Trinken besonders schwerfällt, dann essen und trinken Sie so wenig oder so viel, wie Sie können. Was zu einer ausreichenden Versorgung mit Nährstoffen noch fehlt, kann durch künstliche Ernährung ergänzt werden.

Die Rolle der Angehörigen

Angehörige können oft nicht nachvollziehen, dass und warum dem Betroffenen das Essen so schwerfällt. Erinnern Sie sich an Ihre eigenen Erfahrungen, wenn Sie Menschen betreuen, die an Appetitlosigkeit und Übelkeit leiden. Loben Sie den Betroffenen, auch wenn er nur kleine Mengen gegessen hat. Dann wird er selbst dies als Erfolg ansehen und bei der nächsten Mahlzeit ohne Vorbehalte zum Essen kommen. Kleine Schritte führen ebenso zum Ziel.

Lesen Sie auch: Serotonin und Sport

Geduld und realistische Ziele

Haben Sie Geduld! Das gilt sowohl für Sie als Betroffenen ebenso wie für Ihre Angehörigen und Freunde, die sich um Sie kümmern und denen daran gelegen ist, dass Sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen. Setzen Sie sich dabei Ziele, die Sie wirklich erreichen können. Denken Sie zudem daran, dass Sie durch Ihre Erkrankung oder durch die Behandlung schnell abgenommen haben, dass es aber länger dauert, nach der Therapie das verlorene Gewicht wieder zuzunehmen. Dies ist meistens ganz normal.

Ausgewogene Ernährung nach überstandener Krebserkrankung

Legen Sie nach einer überstandenen Krebserkrankung Wert auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, die mit dazu beiträgt, dass sich Ihr Körper und Ihre Seele erholen können.

Fluoride: Nutzen und Risiken

Fluor ist ein stark reaktives und sehr giftiges Gas. In Zahncreme und fluoridiertem Salz steckt jedoch nicht Fluor, sondern Fluorid. Fluoride sind Verbindungen von Fluor mit anderen Substanzen. Zwar sind diese Fluorverbindungen/Fluorsalze nicht derart toxisch wie Fluor, doch giftig sind sie dennoch - je nach Dosis.

Die Fluorid-Kontroverse

Die Verwendung von Fluoriden zur Kariesprophylaxe ist umstritten. Während viele Zahnärzte fluoridhaltige Zahncreme auch für kleine Kinder empfehlen, rät die „Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin“ von einer Anwendung von fluoridierter Zahncreme im Vorschulalter ab, da kleine Kinder noch zu viel davon verschlucken würden.

Fluorid und die Schilddrüse

Bei einigen Patienten sind Schilddrüsenfunktionsstörungen nach Bestrahlung der Halslymphknoten festgestellt worden. Zumeist manifestieren sich diese Störungen als Unterfunktion mit relativ uncharakteristischen Beschwerden wie allgemeiner Schwäche, leichter Ermüdbarkeit, ständigem Frieren, Gewichtszunahme und Konzentrationsschwäche. Die Schilddrüsenunterfunktion muss dann durch die Einnahme von Schilddrüsenhormon ausgeglichen werden.

Lesen Sie auch: Synapsen und Schreibprozess

Fluorid und das Gehirn

Es gibt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Fluorid auf die neurologische Entwicklung, insbesondere bei Föten und Kindern. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Mütter, die während der Schwangerschaft größere Fluorid-Mengen aufnehmen, das Risiko einer verminderten Intelligenz ihrer ungeborenen Kinder riskieren. Die Studie, genannt "ELEMENT", wurde von Harvard initiiert und von der Universität Toronto in Mexiko durchgeführt. Dabei wurde an 1000 schwangeren Frauen geprüft, welchen Einfluss bestimmte Substanzen, gemessen im Urin der Schwangeren, auf das frühkindliche Leben haben. Um den Effekt von Fluoriden zu ermitteln, wurden die Kinder psychologischen Tests zur Prüfung der Hirnleistung unterzogen. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft einen höheren Fluoridgehalt im Urin hatten, die Gehirnleistung und der Intelligenzquotient niedriger waren.

Fluorid und die Knochen

Schon allein die Warnhinweise auf manchen Zahncremes lassen nichts Gutes ahnen. Auch schadet es nicht, sich das Leid der vielen Millionen Chinesen und Inder in Erinnerung zu rufen, die an Knochenleiden erkrankt sind, weil sie regelmäßig fluoridreiches Wasser (ca. Bei derart hohen Mengen entwickelt sich die sog. Knochenfluorose. Die Knochen weisen dabei zwar eine hohe Knochendichte auf, doch sind sie so verhärtet und dicht, dass ihnen ihre naturgemäße Elastizität verloren geht, woraufhin sie immer brüchiger werden. Im Extremfall versteifen sich im Verlauf der Knochenfluorose auch die Gelenke samt der Wirbelsäule.

Zusammenhang zwischen Fluorid und Hirntumoren

Bislang gibt es keine direkten Beweise dafür, dass Fluorid Hirntumore verursacht. Die Forschungsergebnisse sind widersprüchlich und es bedarf weiterer Studien, um die potenziellen Risiken von Fluoridexposition auf das Gehirn vollständig zu verstehen.

Meningeome und Hormonersatztherapie

Es gibt jedoch einen indirekten Zusammenhang zwischen Hirntumoren und Hormonersatztherapie. Bestimmte Hormonersatzpräparate, die Dydrogesteron/Estradiol enthalten (z.B. Femoston), sind kontraindiziert, wenn Patientinnen bereits ein Meningenom haben oder hatten. Meningeome sind Tumore im Gehirn, die sich aus Meningen - der Hirnhaut - bilden.

Die Rolle von Entzündungen bei der Krebsentstehung

Chronische Entzündungen können die Entstehung von Tumoren auf verschiedenen Ebenen fördern. So ist seit Langem bekannt, dass Helicobacter pylori neben einer Gastritis auch zu Adenokarzinomen des Magens führen kann. Da auch die Parodontitis eine bakterielle Infektionskrankheit ist, stellt sich die Frage, ob es hier ebenfalls Zusammenhänge mit Krebserkrankungen gibt.

Lesen Sie auch: Risiken des Ecstasy-Konsums

Parodontitis und Krebsrisiko

Eine US-amerikanische Forscherteam untersuchte in einer großangelegten Langzeitstudie über 18 Jahre mehr als 48.000 Patienten auf eine bestehende Assoziation von Parodontitis und Krebserkrankungen. Gemäß einer prospektiven Studie mit 65.869 postmenopausalen Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren erkrankten über einen Zeitraum von etwa 8 Jahren insgesamt 7.149 Teilnehmerinnen an Krebs. Das Risiko, an einem bösartigen Tumor zu erkranken, war in der Kohorte der parodontal erkrankten Frauen gegenüber Frauen ohne Parodontitis um 14% erhöht, auch nach Berücksichtigung relevanter Kofaktoren.

Mechanismen der Krebsförderung durch Parodontitis

Es gibt verschiedene Mechanismen, über die parodontopathogene Bakterien zur Entstehung von Krebserkrankungen beitragen können. So können z.B. Ganz allgemein fördert die bakterielle Infektion des Parodonts eine chronische Entzündung im gesamten Körper, die ihrerseits mit einer verstärkten Produktion von Entzündungsmediatoren einhergeht.

Moderne Diagnostik von Hirntumoren: FET-PET

Zur Diagnostik von Hirntumoren wird die FET-PET eingesetzt, eine spezielle Form der Positronen-Emissions-Tomografie. Dabei wird Fluorethyltyrosin (FET) verwendet, ein radioaktiv markiertes Molekül, das von Tumorzellen aufgenommen wird. Die Gammastrahlen, die FET abgibt, werden von einer Gammakamera erfasst und in Bilder umgewandelt. Diese präzisen Bilder ermöglichen eine genaue Darstellung des Tumors, sodass das erkrankte Gewebe besser beurteilt werden kann.

Wie funktioniert FET-PET?

Die Aminosäure Tyrosin ist ein natürlicher Grundbaustein des Eiweißstoffwechsels. Für die FET-PET wird Tyrosin mit dem radioaktiven Isotop 18F markiert (18F-FET oder F-18-Ethyltyrosin). Dieser sogenannte Tracer hat eine hohe Spezifität für die Darstellung von Hirntumoren. Er wird genutzt, um das Hirntumorgewebe von gesundem, entzündlichem, bestrahltem oder vernarbtem Hirngewebe abzugrenzen. Dies ist unter anderem zur Planung einer Strahlentherapie oder OP hilfreich und wird insbesondere angewandt, um einen Rückfall (Rezidiv) möglichst früh zu erkennen.

Weichgewebetumoren: Eine spezielle Form von Tumoren

Weichgewebetumore sind Tumoren, die in Weichgeweben wie Muskeln, Bändern, Gelenken oder Nervengewebe‎ entstehen. Sie können gutartig (benigne), bösartig (maligne) oder mittelgradig bösartig (intermediär) sein. In der Regel werden bösartige Weichgewebetumoren als „Weichgewebesarkome“ (oder „Weichteilsarkome“) bezeichnet.

Ursachen und Symptome von Weichgewebetumoren

Die Ursache für die Entstehung von Weichgewebetumoren ist unklar. Es wird vermutet, dass sie sich aus den Ursprungszellen des Bindegewebes (Weichteilgewebes) entwickeln. Die Krankheitszeichen (Symptome) eines Weichgewebetumors richten sich nach dem Sitz und der Ausdehnung des Tumors und sind deshalb sehr vielfältig. Weichgewebetumoren, die sich oberflächennah entwickeln, verursachen eine oft langsam zunehmende Schwellung und/oder Schmerzen.

tags: #fluriod #erzeugt #gehirntumor