Alzheimer Fortbildung Oberhausen: Angebote und Möglichkeiten

Regelmäßige Weiterbildungen, insbesondere zum Thema Demenz, sind heutzutage unerlässlich. Die Stadt Oberhausen in Nordrhein-Westfalen bietet dank vieler Bildungsträger eine große Auswahl an Seminaren und Schulungen. Diese Weiterbildungen sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Karriereaussichten zu verbessern und gleichzeitig die Stadt zu genießen.

Warum Demenz Fortbildungen wichtig sind

Der Altersdurchschnitt unserer Gesellschaft steigt kontinuierlich, und mit zunehmender Lebenserwartung wächst die Wahrscheinlichkeit, im Alter auf pflegerische Hilfe angewiesen zu sein. Demenz ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Krankheiten, die mit einem fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten wie Gedächtnis, Orientierung und Problemlösungsfähigkeiten einhergehen. Obwohl eine Heilung nach derzeitigem Stand nicht möglich ist, belegen aktuelle wissenschaftliche Studien, dass sich die Lebensqualität der Erkrankten durch psychosoziale Begleitung erheblich verbessern lässt.

Die Zahl der älteren Menschen nimmt zu - und damit die Zahl derer, die an Demenz erkranken können. Daher ist es wichtig, dass Fachkräfte und Angehörige gleichermaßen über das nötige Wissen und die Kompetenzen verfügen, um Menschen mit Demenz bestmöglich zu betreuen.

Kursinhalte und Lernziele

Eine Demenz Fortbildung vermittelt Kenntnisse rund um das Krankheitsbild Demenz. Die Teilnehmer lernen alles Wichtige über die Ursachen, die Entstehung, die Symptome und den Verlauf der Krankheit. Nachdem das Krankheitsbild verstanden wurde, erwerben die Teilnehmer Kompetenzen im Umgang mit Demenz.

Konkret werden folgende Inhalte behandelt:

  • Ursachen und Entstehung von Demenz
  • Symptome und Verlauf der Krankheit
  • Kompetenzen im Umgang mit Demenz
  • Kommunikation mit Demenzkranken
  • Psychosoziale Betreuung zur Verbesserung der Lebensqualität
  • Ethische und rechtliche Aspekte
  • Methoden der Schmerztherapie und Symptomlinderung (insbesondere bei der Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen)

Die Weiterbildung schafft Handlungssicherheit im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen und entlastet das Pflegepersonal im oft herausfordernden Betreuungsalltag.

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Zielgruppe der Fortbildungen

Das Seminar richtet sich an alle Menschen, die mit Personen mit der Diagnose Demenz in Kontakt sind. Dies können sein:

  • Pflegende Angehörige
  • Betreuungskräfte und Alltagsunterstützer
  • Pflegehelfer
  • Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen
  • Interessierte, die mehr über Demenz erfahren möchten

Angebote in Oberhausen und Umgebung

Die Stadt Oberhausen und die umliegende Region bieten eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten zum Thema Demenz an. Diese werden von verschiedenen Bildungsträgern und Organisationen angeboten. Einige Beispiele sind:

  • HÖHER Management GmbH & Co.: Bietet verschiedene Weiterbildungen im Bereich Pflege und Betreuung an, darunter gerontopsychiatrische Basisqualifikationen und Weiterbildungen zur Betreuungskraft nach §§ 43b und 53b SGB XI.
  • Demenz Partner - Initiative: Hier finden Sie Organisationen, die im Rahmen der Demenz Partner - Initiative Kurse anbieten. Es wird empfohlen, sich direkt an die Ansprechpersonen in der Region zu wenden, um Details zum Kursangebot zu erfahren.
  • AOK: Bietet in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern einen Online-Kurs für pflegende Angehörige an, um das notwendige Grundwissen für den Pflegealltag zu vermitteln.

Einige konkrete Adressen und Ansprechpersonen in Nordrhein-Westfalen sind:

  • Christian Dietzel, Köln
  • Franz Walch, Pulheim-Sinnersdorf
  • Beate Schuster, Pulheim
  • Rüdiger Jessen, Bochum

Bedeutung der Kommunikation mit Demenzkranken

Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Menschen tauschen sich über verschiedene Wege wie z.B. Worte, Schrift, Mimik und Körpersprache aus. Wenn eine Demenz die Kommunikationskanäle verschließt, werden Begegnungen und Beziehungsgestaltung oft eine Herausforderung.

Demente Menschen fühlen sich oft unverstanden und nicht wahrgenommen. Es ist wichtig zu verstehen, dass "Hören nicht Verstehen" bedeutet. Menschen mit einer Demenzerkrankung hören zwar das Gesagte, setzen es allerdings oft nicht um, da es nicht verstanden wird.

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Hand- und Therapiepuppen können ein Schlüssel zur Kommunikation mit Demenzkranken sein. Sie ermöglichen einen Zugang zu Menschen, die durch andere Formen der Kommunikation kaum oder nur noch schwer erreichbar sind.

Selbstfürsorge für Pflegende

Selbstfürsorge ist ein wesentliches Element, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Das Thema Sexualität im Alter und bei Menschen mit Demenz ist von Vorurteilen und der Diskussion über sexuelle Übergriffe auf Pflegende geprägt. Es ist wichtig, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, um sich selbst zu schützen und gleichzeitig die Bedürfnisse der zu pflegenden Person zu respektieren.

Gesetzliche Änderungen und Neuerungen in der Pflege

Es gibt einige wichtige gesetzliche Änderungen und Neuerungen in der Pflege, die im Rahmen von Fortbildungen thematisiert werden:

  • Einführung eines Gemeinsamen Jahresbetrags für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege ab 1. Juli 2025: Die Leistungsbeträge der Verhinderungspflege und der Kurzzeitpflege werden zu einem Gemeinsamen Jahresbetrag zusammengefasst, der flexibel für beide Leistungsarten eingesetzt werden kann.
  • Anpassung der Voraussetzungen bei der Verhinderungspflege und der Kurzzeitpflege: Die zeitliche Höchstdauer der Verhinderungspflege wird auf bis zu acht Wochen im Kalenderjahr angehoben. Zudem entfällt ab dem 1. Juli 2025 das Erfordernis einer sechsmonatigen Vorpflegezeit vor der erstmaligen Inanspruchnahme von Verhinderungspflege.
  • Leistungs- und Preisvergleichsliste: Die zuständige Pflegekasse muss dem Pflegebedürftigen spätestens mit dem Bescheid über die Bewilligung seines Antrags auf Gewährung häuslicher, teil- oder vollstationärer Pflege eine Vergleichsliste über die Leistungen und Vergütungen der zugelassenen Pflegeeinrichtungen übermitteln.

Basisqualifizierung zur Betreuungskraft und Alltagsunterstützer nach AnFöVO

Mit diesem Kurs erhalten Mitarbeiter/innen Ihres Dienstes das nötige Rüstzeug, um im Sinne der “AnFöVO“ Betreuungs- und Entlastungsangebote nach § 45a Abs. 3 SGB XI (früher § 45 b Absatz 4 SGB XI) zu erbringen. Pflegebedürftige können auf dieser Basis 40 % ihres Pflegesachleistungsbudgets für die so genannten “Angebote zur Unterstützung im Alltag“ umwandeln. Betreuungskräfte, die nach AnFöVO eingesetzt werden, sollen sich regelmäßig fortbilden.

Inhalte einer Refresher-Weiterbildung

Die Refresher-Weiterbildung dient der Auffrischung und Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse und Fertigkeiten. Seminarinhalte sind oft:

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  • Beschäftigungsangebote für Menschen in der letzten Phase der Demenz
  • Auffrischung von vorhandenem Wissen
  • Reflexion und Verbesserung des eigenen beruflichen Handelns

Zielgruppe sind Teilnehmer/innen eines Kurses „Alltagsbegleiter“ nach § 53c i.V.m. § 43b SGB XI (Vormals § 87b Abs.3 SGB XI) - Die Richtlinie verlangt von den Betreuungskräften mindestens einmal jährlich die Teilnahme an einer 2-tägigen Fortbildungsmaßnahme, in der das vermittelte Wissen aktualisiert und vertieft wird.

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