Kinderneurologie Landsberg am Lech: Umfassende Versorgung für junge Patienten

Die Kinderneurologie in Landsberg am Lech bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Kinder und Jugendliche mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Der Standort auf dem Gelände des Klinikums Landsberg umfasst eine Tagesklinik mit angeschlossener Institutsambulanz. Die Tagesklinik verfügt über 15 Behandlungsplätze für Patientinnen und Patienten vom Grundschulalter bis zur Volljährigkeit. Die Ambulanz behandelt Kinder ab dem Vorschulalter.

Ein multiprofessionelles Team für eine ganzheitliche Behandlung

Das Behandlungskonzept basiert auf einer engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen. Ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kreativ- und Sprachtherapeutinnen und -therapeuten, Mitarbeitenden des Pflege- und Erziehungsdienstes und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, gewährleistet eine umfassende psychiatrische und psychologische Diagnostik, eine individuelle multiprofessionelle therapeutische Behandlung der Kinder und Jugendlichen sowie ihre ganzheitliche Förderung. Die Patientinnen und Patienten der Tagesklinik werden in eigenen Schulräumen von Lehrkräften der Carl-August-Heckscher-Schule unterrichtet.

Das Team wird geleitet von:

  • Dr. Felix Krempl, Oberarzt, Leitung Institutsambulanz
  • Dr. Marei Arnold, Funktionsoberärztin, Leitung Tagesklinik
  • Mo. Adelina Mannhart, Leitende Oberärztin
  • Jana Arnold, Leitende Psychologin
  • Andrea Mainz, Pflegedienstleitung

Diagnostisches und therapeutisches Leistungsspektrum

Die Kinderneurologie in Landsberg am Lech deckt nahezu das gesamte Diagnosespektrum des Fachgebietes ab. Diagnostik und Behandlung orientieren sich an den Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung mit Botulinustoxin bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen.

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Botulinustoxin-Therapie

Botulinustoxin, ein natürlich vorkommendes Protein, wird in der Kinderneurologie Landsberg am Lech zur Behandlung verschiedener neurologischer Erkrankungen eingesetzt. Durch gezielte Injektionen in bestimmte Muskeln können überaktive Muskeln entspannt und Schmerzen gelindert werden.

Die Kinderneurologie Landsberg am Lech bietet Botulinustoxin-Behandlungen für folgende Indikationen an:

  • Spastik: Unter Spastik versteht man eine gesteigerte Muskelspannung, die häufig den betroffenen Muskel schmerzhaft lähmt. Typisch ist eine Spastik nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung oder auch Folge einer frühkindlichen Hirnschädigung. Durch gezielte Injektionen kann man die Gebrauchsfähigkeit der Muskelgruppe und so auch die Alltagsfertigkeit verbessern.
  • Unwillkürliche Bewegungen (Dystonie): Bei der Dystonie kommt es häufig zu unwillkürlichen krampfartigen Bewegungen, die oft für die Betroffenen schwere Beeinträchtigungen bedeuten. Durch gezielte Schwächung einzelner Muskeln können diese Bewegungen gut beeinflusst werden. Die Injektion erfolgt gezielt in den jeweiligen Muskel unter Sonographie- oder EMG-Kontrolle.
  • Chronische Migräne: Patienten, die an mehr als 8 Tagen im Monat unter Migräneattacken oder an mehr als 15 Tagen unter migränebedingten Kopfschmerzen leiden, erfüllen das Kriterium einer chronischen Migräne. Wenn medikamentöse Therapien zur Anfallsprophylaxe keine Wirkungen zeigen oder eine Kontraindikation für einzelne Wirkstoffe besteht, sind die Vorraussetzungen zur Therapie mit Botulinustoxin erfüllt. An verschiedenen festgelegten Stellen des Kopfes, des Nackens und der Schulter werden Injektionen durchgeführt. Ziel ist es eine 50% Reduktion des Migränekopfschmerzes zu erreichen. Dies gelingt oft sehr gut. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Auch bei Spannungskopfschmerz wurde bereits gezeigt, dass Botulinustoxin gute Wirkung erzielt.
  • Übermäßige Schweißneigung: In Fällen übermäßiger Schweissproduktion an Händen, Füssen und unter der Achsel, kann durch gezielte Injektion mit Botulinustoxin die Schweißproduktion unterdrückt werden.
  • Übermäßige Speichelbildung: Bei bestimmten, oft schweren neurologischen Erkrankungen, kann es zu einem vermehrten Speichelfluss kommen. Auch hier kann Botulinustoxin erfolgreich eingesetzt werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass Botulinustoxin auch in der ästhetischen Anwendung eingesetzt wird. Durch gezielte Injektion in bestimmte Regionen der Gesichtsmuskulatur können Gesichtsfalten reduziert werden. Insbesondere Zornesfalten, Krähenfüße oder Stirnfalten können so gemindert werden. Auch bestimmte Asymmetrien des Mundes oder der Augenbrauen können vorübergehend gebessert werden. Die Wirkung hält in der Regel 3-4 Monate an und muss dann wiederholt werden.

Weitere Informationen zu Dr. med. [Name des Arztes, falls bekannt]

Dr. med. [Name des Arztes, falls bekannt] hat über „Smooth Pursuit - Onset und - Offset bei verschiedenen Altersgruppen“ promoviert. Er/Sie war in verschiedenen renommierten Kliniken tätig, darunter die Klinik für Neurologie und Neurophysiologie der LMU München, die Neurochirurgische Klinik München Schwabing, die Neurologischen Abteilung der Oberschwabenklinik St. Elisabeth in Ravensburg, die Klinik für Neurologie und Neurophysiologie des städtischen Klinikums München - Bogenhausen und das Isar-Amper-Klinikum München Ost.

Anmeldung und Erstvorstellung

Termine werden unter Berücksichtigung der Dringlichkeit vergeben. Um einen Termin zu vereinbaren, ist es erforderlich, den Anmeldebogen von beiden Sorgeberechtigten unterschreiben zu lassen. Nach Eingang des Anmeldebogens meldet sich die Klinik zeitnah, um einen Termin zu vereinbaren. Auf dem Anmeldebogen sollte vermerkt werden, wenn ein Termin zur konkreten Klärung einer tagesklinischen Behandlung gewünscht wird.

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Zur Erstvorstellung sind folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Gültige Versicherungskarte; bei 18 bis 21-Jährigen zusätzlich Überweisungsschein des Hausarztes
  • Mutterpass, gelbes Vorsorgeheft und Impfpass
  • Sämtliche Schulzeugnisse
  • Sämtliche ärztliche oder psychologische Vorbefunde
  • Bei Abklärung Lernstörungen Kopien von Schulheften
  • Bei Vorschulkindern eventuell aktuelle Zeichnungen

Die Behandlungskosten werden von der Krankenkasse übernommen. Selbstverständlich unterliegen alle Mitarbeiter der Schweigepflicht.

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