Sprunggelenk knickt nach Sport weg: Ursachen, Behandlung und Prävention

Ein instabiles Sprunggelenk, das besonders nach sportlicher Betätigung wegknickt, ist ein häufiges Problem. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie präventive Maßnahmen. Ziel ist es, Betroffenen ein umfassendes Verständnis zu vermitteln und ihnen Wege zur Stabilisierung ihres Sprunggelenks aufzuzeigen.

Einführung

Viele Menschen kennen das Gefühl, dass der Fuß beim Gehen oder Sport plötzlich wegknickt und kein sicherer Stand mehr möglich ist. Dies kann besonders nach dem Sport auftreten, wenn das Sprunggelenk bereits belastet ist. Eine Sprunggelenksinstabilität bezeichnet einen Zustand, bei dem das Sprunggelenk seine normale Stabilität verloren hat und nicht mehr ausreichend gesichert ist. Das Gelenk gibt nach, knickt weg oder fühlt sich unsicher an, besonders bei Belastung oder auf unebenem Untergrund.

Ursachen für ein instabiles Sprunggelenk

Die Ursachen für ein instabiles Sprunggelenk sind vielfältig:

Akute Bandverletzungen

Die häufigste Ursache für ein instabiles Sprunggelenk ist eine akute Bandverletzung. Beim Umknicken, in der Regel nach außen, werden die Außenbänder überdehnt oder reißen teilweise oder vollständig. Bänderrisse am Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Zumeist ist ein heftiges Umknicken oder Verdrehen des Fußes für die Ruptur der Außenbänder (Außenbandruptur) verantwortlich. Neben dem Außenbandapparat kann aber auch das Innenband sowie die vordere und hintere Syndesmose reißen.

Chronische Instabilität

Aus einer Verstauchung des Sprunggelenks kann sich eine dauerhafte (chronische) Instabilität des Gelenks entwickeln. Ein Sprunggelenk (auch Fußgelenk genannt) gilt dann als chronisch instabil, wenn das Gelenk sechs Monate nach einer Verstauchung immer noch zu leicht nachgibt oder es zu wiederholten Verstauchungen gekommen ist. Ein instabiles Gelenk kann leichter wieder umknicken. Bei etwa 10 bis 20 von 100 Menschen bleibt das Sprunggelenk nach einer schweren Verstauchung instabil.

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Mechanische Instabilität

Eine Instabilität kann entstehen, wenn die Bänder des Sprunggelenks überdehnt wurden oder gerissen und zu locker zusammengewachsen sind. Dies wird als „mechanische Instabilität“ bezeichnet.

Funktionelle Instabilität

Möglicherweise ist aber auch das Zusammenspiel von Gelenkknöchel, Bändern und Muskeln gestört. Der Körper verfügt über eine sogenannte Tiefenwahrnehmung (Propriozeption). Sie koordiniert auch die Bewegungen der Gelenke, hält sie durch Reflexe stabil und den Körper im Gleichgewicht. Bei dieser Form sind die Bänder anatomisch intakt, dennoch fühlt sich das Gelenk instabil an.

Weitere Risikofaktoren

Menschen, die in der Vergangenheit beim Sport häufig umgeknickt sind, sind besonders gefährdet, an einem chronisch instabilen Fußgelenk zu leiden. Die anhaltende Unsicherheit und Bänderschwäche im Fuß treten insbesondere nach unzureichender Heilung, nach Verstauchungen oder schwereren Verletzungen auf. Manche Menschen haben sehr schwache Bänder und neigen daher eher zu Verstauchungen. Auch Menschen mit Hohlfuß oder Muskelschwäche haben ein höheres Risiko.

Symptome einer Sprunggelenksinstabilität

Ein Bänderriss am Sprunggelenk äußert sich durch typische Symptome, die Betroffenen und Ärzten frühzeitig wichtige Hinweise auf das Vorliegen und den Schweregrad der Verletzung geben. Eine Instabilität im Sprunggelenk zeigt Symptome, welche plötzlich und unvorhersehbar auftreten können. Dies kann nicht nur den Alltag beeinträchtigen, sondern auch sportliche Aktivitäten nahezu unmöglich machen.

  • Heftige Schmerzen: Direkt nach dem Unfallereignis treten meist starke Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks auf.
  • Schnelle Schwellung: Eine deutliche Schwellung bildet sich oft innerhalb weniger Minuten nach der Verletzung.
  • Bewegungseinschränkungen: Das betroffene Sprunggelenk fühlt sich instabil an, und die Belastbarkeit des Beines ist unterschiedlich stark eingeschränkt.
  • Wiederholtes Umknicken: Betroffene knicken immer wieder um, selbst bei alltäglichen Bewegungen.
  • Unsicherheitsgefühl: Ein dauerhaftes Unsicherheitsgefühl beim Gehen.

Diagnose einer Sprunggelenksinstabilität

Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Sprunggelenksinstabilität zu leiden, sollten Sie ärztliche Hilfe aufsuchen. Sie sollten unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen, wenn das Sprunggelenk wiederholt umknickt oder Schwellungen und Schmerzen nach Verletzungen nicht abklingen. Auch ein dauerhaftes Unsicherheitsgefühl beim Gehen, eingeschränkte alltägliche Aktivitäten oder frühere Verletzungen, die nicht vollständig ausgeheilt sind, sind klare Warnsignale. Die richtigen Ansprechpartner für Verletzungen am Fuß sind Orthopäden, Unfallchirurgen und Sportmediziner.

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Anamnese

Im Gespräch mit dem Erkrankten versucht der Arzt zunächst verschiedene Fragen zu klären, zum Beispiel:

  • Wie ist der Unfall passiert?
  • Konnten Sie nach der Verletzung noch laufen?
  • Haben Sie Schmerzen? Immer oder nur in bestimmten Situationen?
  • Wo genau schmerzt es?
  • Haben Sie bereits ähnliche Verletzungen erlebt?
  • Leiden Sie unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus?

Körperliche Untersuchung

Danach folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt begutachtet den verletzten Fuß und achtet dabei unter anderem auf Schonhaltung, Schwellungen, Blutergüsse und andere Befunde im verletzten Bereich. Dann prüft er die Durchblutung, Bewegung und Empfindlichkeit des betroffenen Bereichs (Durchblutung, Motorik und Sensibilität, DMS). Er tastet den Fuß und den Unterschenkel ab und versucht dabei, Schmerzpunkte zu identifizieren. Das Bein wird bewegt, um zu kontrollieren, welche Bewegungen dem Betroffenen möglich sind und um herauszufinden, wie sehr die Funktion im Vergleich zum anderen Bein eingeschränkt ist. Dabei wird verglichen zwischen der Bewegung des Beins durch den Arzt (passiv) und der Bewegung durch die eigene Muskelkraft (aktiv). Wenn das Abknicken des Fußes nach außen oder innen Schmerzen auslöst, spricht das für einen Bänderriss in der Sprunggelenk-Region. Wenn es möglich ist, beobachtet der Arzt den Gang des Betroffenen. Die Art des Ganges gibt wichtige Aufschlüsse über Fehlstellungen und Bewegungsmuster und liefert so weitere Hinweis auf einen möglichen Bänderriss am Fuß.

Spezielle Tests

Spezielle Gelenk-Funktionstests, wie der Schubladentest und der Squeeze-Test, geben meist noch mehr Aufschluss über die verletzten Bänder. Sie helfen dabei einzuschätzen, ob Begleitverletzungen vorliegen.

  • Schubladentest: Dabei wird der Fuß nach vorne gezogen, während der Unterschenkel fixiert ist.

Bildgebung

Mithilfe einer Kernspintomographie (MRT) lässt sich das genaue Ausmaß der Bandverletzung feststellen. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) ist dann sinnvoll, wenn ein Bänderriss am Fuß trotz Behandlung über längere Zeit (sechs Wochen oder mehr) Schmerzen bereitet. Eine Röntgenuntersuchung des Sprunggelenks kann durchgeführt werden, um Brüche oder knöcherne Verletzungen zu erkennen oder auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie eines Bänderrisses im Sprunggelenk richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung sowie den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Zur Behandlung einer anhaltenden Instabilität gibt es verschiedene Möglichkeiten.

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Erste Hilfe

Als Erste-Hilfe-Maßnahme liegt man mit dem Dreiklang aus Ruhigstellen, Hochlagern und Kühlen richtig - je schneller, desto besser. Auf keinen Fall sollte man das betroffene Gelenk weiter belasten. Wenn der Knöchel geschwollen ist, kann eine gezielte Kompression zusätzlich helfen, die Schwellung gering zu halten. Im Akutfall soll das Sprunggelenk vor allem gekühlt, entlastet und hochgelagert werden. Auf diese Weise können Schwellungen abklingen und auch die Schmerzen weniger werden. Nach der Behandlung ist eine umfassende Rehabilitation entscheidend, um das Risiko von Folgeverletzungen zu minimieren.

Konservative Behandlung

In den meisten Fällen kann eine Sprunggelenksinstabilität konservativ, also ohne Operation, erfolgreich behandelt werden.

  • Physiotherapie: Die Physiotherapie ist das Herzstück der konservativen Behandlung bei einer Sprunggelenksinstabilität. Gängig ist bei einer Physiotherapie das sogenannte neuromuskuläre Training. Es soll die Kraft, Stabilität und Koordination des Sprunggelenks verbessern. Studien zeigen, dass das Fußgelenk durch das Training in den ersten Wochen tatsächlich stabiler und beweglicher werden kann. Wie die Behandlung langfristig wirkt, ist allerdings noch nicht ausreichend untersucht. Besonders wichtig ist die Kräftigung der Peronealmuskulatur. Diese Muskeln an der Außenseite des Unterschenkels stabilisieren das Sprunggelenk aktiv und können durch gezielte Übungen mit Theraband oder Gewichten gestärkt werden. Ebenso bedeutsam ist das propriozeptive Training: Gleichgewichtsübungen auf instabilen Unterlagen wie Wackelkissen, Balance-Boards oder Kreisel schulen die Tiefensensibilität und verbessern die Reaktionsfähigkeit des Gelenks. Ergänzend helfen Koordinationsübungen, die Geschicklichkeit und Reaktion fordern, dem Körper dabei, schneller auf Instabilitäten zu reagieren.
  • Sprunggelenkbandagen: Ist das Sprunggelenk instabil, wird es am besten durch eine Sprunggelenkbandage gestützt. Knöchelbandagen spielen eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Sprunggelenks. Sie bieten mechanischen Halt und verbessern gleichzeitig durch ihre kompressive Wirkung die Propriozeption. Je nach Schweregrad der Instabilität kommen verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz. Elastische Bandagen eignen sich für leichte Instabilitäten und zur Prävention, während stabilisierende Orthesen mit seitlichen Verstärkungen bei mittleren bis schweren Instabilitäten eingesetzt werden. Für insgesamt sechs Wochen trägt der Patient eine speziell angepasste Schiene, die ein erneutes Umknicken oder Verdrehen des Fußes verhindert.
  • Medikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen lindern Schmerzen und Entzündungen.
  • Weitere Maßnahmen: In der akuten Phase nach dem Umknicken reduziert Kälte Schwellung und Schmerz, während bei chronischen Beschwerden Wärme die Durchblutung fördern und Verspannungen lösen kann.

Operative Behandlung

Nur in Ausnahmefällen ist eine operative Behandlung erforderlich. Eine operative Behandlung wird erwogen, wenn trotz konsequenter konservativer Therapie die Instabilität anhält und der Leidensdruck hoch bleibt. Eine Operation ist in den meisten Fällen lediglich erforderlich, wenn ein kompletter Bänderriss oder ein knöcherner Bandausriss vorliegt.

  • Bandrekonstruktion: Das Standardverfahren bei Sprunggelenksinstabilität ist die Broström-Technik. Dabei werden die gerissenen oder überdehnten Außenbänder gerafft und wieder am Knochen befestigt. Wenn die eigenen Bänder zu stark geschädigt sind, können sie durch körpereigene Sehnen ersetzt werden, häufig wird dafür die Peroneus-Brevis-Sehne verwendet.
  • Arthroskopie: Im Rahmen einer Arthroskopie des Sprunggelenkes kann der Arzt die Diagnose sichern und gleichzeitig die Therapie durchführen. Er entfernt dabei Einklemmungen von Weichteilen wie Sehnen, Gelenkkapsel oder Gelenkschleimhaut. Mit einer speziellen Fräse trägt der Operateur die knöchernen Auswüchse ab.
  • Weitere Operationen: Alternativ kann auch eine Sehne aus dem Unterschenkel entnommen und als Außenband in das Sprunggelenk eingenäht werden.

Rehabilitation nach Operation

Die Rehabilitation nach einer Sprunggelenksoperation ist entscheidend für den Behandlungserfolg und verläuft in mehreren Phasen.

  • Phase 1: Schutz und Entlastung (Woche 1-6): In den ersten Wochen steht der Schutz der operierten Strukturen im Vordergrund. Der Fuß wird in einer Orthese oder einem Spezialschuh ruhiggestellt. Die Belastung erfolgt zunächst nur teilweise mit Unterarmgehstützen. Erlaubt sind vorsichtige Bewegungsübungen ohne Belastung.
  • Phase 2: Mobilisierung (Woche 7-12): Die Belastung wird schrittweise gesteigert. Physiotherapie mit Beweglichkeits- und ersten Kräftigungsübungen beginnt. Die Orthese wird zunehmend weniger getragen.
  • Phase 3: Kräftigung und Koordination (Monat 3-6): Intensives Muskelaufbautraining und propriozeptives Training stehen im Mittelpunkt. Sportartspezifische Übungen werden begonnen.
  • Phase 4: Rückkehr zum Sport (ab Monat 6): Nach etwa sechs Monaten ist bei unkomplizierten Verläufen die Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten möglich. Kontakt- und Risikosportarten sollten erst nach vollständiger Rehabilitation aufgenommen werden.

Übungen zur Stabilisierung des Sprunggelenks

Sie können auch selbst aktiv werden und Ihr Sprunggelenk mit einfachen Übungen stabilisieren. Folgende Übungen können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Orthopäden zu Hause absolvieren. Seien Sie sehr aufmerksam bei der Durchführung der Übungen. Treten während einer Übung Schmerzen auf, sollten diese unmittelbar danach wieder nachlassen.

  • Einbeinstand: Stehen Sie auf einem Bein und halten Sie das Gleichgewicht für 30 bis 60 Sekunden. Die Schwierigkeit lässt sich steigern, indem Sie die Augen schließen oder auf einem Kissen stehen.
  • Zehenspitzenstand: Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und senken sich langsam wieder ab.
  • Alphabet-Schreiben: Zeichnen Sie mit dem Fuß in der Luft das Alphabet nach.
  • Belastung des Fußes auf der Außenkante.
  • Belastung des Fußes auf der Innenkante.
  • Übung zur Kräftigung der Innenbänder und der Tibialis-posterior-Sehne: Wickeln Sie im Sitzen ein Gymnastikband so um den Vorfuß, dass der Zug des Bandes von außen kommt. Durchführung: Ziehen Sie das Band mit dem Fuß nach innen. Der Fuß sollte zu Beginn der Übung leicht ausgestreckt sein. Die Zehen können verstärkend mitaktiviert werden. Ein Einkrallen ist möglich. Auf der Innenseite des Unterschenkels sollten Sie eine Anspannung fühlen. Wiederholen Sie die Dehnung 15-mal und führen Sie 2 bis 3 Sätze durch. Zwischen jedem Satz sollten etwa 30 Sekunden Pause liegen.
  • „Tappen“ Sie nun mit dem freien Bein in einem Dreieck hin und her. Absolvieren Sie mindestens 10 Wiederholungen, aber nur bis zur Ermüdung. Mit dem Fuß nach vorne tappen. Mit dem Fuß zur Seite tappen. Mit dem Fuß nach hinten tappen.
  • Stehen Sie hüftbreit mit leicht gebeugten Knien. Ausführung: Bleiben Sie möglichst ruhig auf der Fläche stehen. Absolvieren Sie mindestens 10 Wiederholungen, aber nur bis zur Ermüdung. Achtung: Die nach vorne geneigte Matte eignet sich nicht bei einem posterioren Impingement im Sprunggelenk. Die Knie sind leicht gebeugt. Veränderung der Beugestellung der Kniegelenke.
  • Sitz auf einem Stuhl mit ausgestreckten Bein. Befestigen Sie eine Gummibandschleife vor dem Fuß in Verlängerung des Beines. Ausführung: Ziehen Sie das Band mit dem Fuß nach oben. Wichtig ist hierbei die Hebung des Fußaußenrandes. Fuß in Vorspannung positionieren. Band mit dem Fuß nach oben ziehen.
  • Springen Sie zunächst langsam von einem auf das an…

Prävention von Sprunggelenksinstabilität

Rückfällen vorbeugen: Um erneute Instabilitäten zu vermeiden, ist es wichtig, regelmäßiges Kraft- und Koordinationstraining fortzusetzen. Vor dem Sport ist ein gründliches Aufwärmen wichtig. Dehnen Sie die Wadenmuskulatur und führen Sie Koordinationsübungen durch. Bei Bedarf können Bandagen zusätzlichen Halt geben.

  • Geeignetes Schuhwerk: Schuhe spielen eine zentrale Rolle für die Sprunggelenksstabilität. Ein fester Fersenbereich sorgt für guten Halt, während die Sohlen nicht zu weich sein sollten, aber dennoch eine gute Dämpfung aufweisen. Bei Sportschuhen empfehlen sich sportartspezifische Modelle.
  • Achtsamkeit im Alltag: Seien Sie vorsichtig auf unebenem Untergrund, nutzen Sie Treppen mit Geländer und beseitigen Sie Stolperfallen in der Wohnung.
  • Sportartwahl: Nicht alle Sportarten sind bei Sprunggelenksinstabilität gleichermaßen geeignet. Ballsportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Basketball, Fußball oder Handball sowie Tennis und Laufen auf unebenem Gelände gelten als risikoreicher.
  • Training und Dehnen der Muskulatur: Wer schon einmal einen Bänderriss am Fuß hatte, hat ein fast fünffach erhöhtes Risiko für eine erneute Verletzung an der gleichen Stelle. Regelmäßiges Training und Dehnen der Muskulatur (auch in den Beinen) wirkt vorbeugend. Hilfreich ist auch ein Balance-Training auf dem Wackelbrett: Es trainiert die Koordination der Beinmuskeln.

Sprunggelenk-Impingement

Ein Impingement im Sprunggelenk ist eine mechanische Blockade und somit eine Einschränkung der Beweglichkeit des Sprunggelenks. Der englische Begriff Impingement bedeutet, dass die normale Funktion eines Gelenks durch eine Blockade gestört ist. Das Sprunggelenk kann also seinen normalen Bewegungsablauf nicht mehr ausüben.

Ursachen

Die Blockade kann durch eine Vielzahl von Ursachen im Bereich der Weichteile oder der Knochen ausgelöst werden. Überlastung des Vorderrandes des oberen Sprunggelenks z. B. Durch immer wiederkehrende kleine Verletzungen der vorderen Sprunggelenkkapsel entstehen Knochenanbauten (Osteophyten). Man spricht auch von sogenannten Traktionsosteophyten, also unter Zug entstehenden Knochenanbauten. Teilweise brechen diese ab und können als freie Gelenkkörper im vorderen Gelenkabschnitt die Beweglichkeit stören und das Sprunggelenk schädigen.

Symptome

Meistens tritt der Schmerz bei bestimmten Bewegungen oder forcierten Streckungen des Fußes oder Sprunggelenks auf. Häufig leiden betroffene Sportler unter Sprunggelenkschmerzen beim Sport oder nach der Belastung.

Diagnose

Bei der Diagnose des Impingements am Sprunggelenk liefert die klinische Untersuchung die ersten deutlichen Hinweise. Der Orthopäde achtet auf Fehlstellungen, Schwellungen und druckschmerzhafte Bereiche. Bei welchen Bewegungen wird das Sprunggelenk schmerzhaft? Welche Bewegungsrichtungen sind durch zunehmende Blockaden (Impingements) eingeschränkt?

Behandlung

Für die Behandlung kommen vor allem minimalinvasive Eingriffe infrage. Im Rahmen einer Arthroskopie des Sprunggelenkes kann der Arzt die Diagnose sichern und gleichzeitig die Therapie durchführen. Er entfernt dabei Einklemmungen von Weichteilen wie Sehnen, Gelenkkapsel oder Gelenkschleimhaut. Mit einer speziellen Fräse trägt der Operateur die knöchernen Auswüchse ab. Mithilfe der Physiotherapie können wir das Sprunggelenk bei Überbeweglichkeit stabilisieren. Eine Schulung der Propriozeption (auf Körperwahrnehmung beruhende Schutzreflexe gegen Umknicken) kann wiederholtes Umknicken verhindern und einige Fälle von Impingement nachhaltig verbessern.

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