Hypoxischer Hirnschaden: Ursachen, Folgen und Therapieansätze

Ein hypoxischer Hirnschaden ist eine schwerwiegende neurologische Erkrankung, die durch eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Gehirns verursacht wird. Diese Unterversorgung, auch Hypoxie genannt, kann zu Schädigungen und zum Absterben von Hirnzellen führen, was weitreichende Folgen für die Betroffenen haben kann. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und rechtlichen Aspekte des hypoxischen Hirnschadens, um ein umfassendes Verständnis dieser komplexen Erkrankung zu ermöglichen.

Definition und Ursachen eines hypoxischen Hirnschadens

Ein hypoxischer Hirnschaden liegt vor, wenn Teile des Gehirns aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung beeinträchtigt sind. Durch die Minderversorgung des Gewebes mit Sauerstoff, die sogenannte Hypoxie, werden die Zellen geschädigt und können in der Folge zugrunde gehen. Da das Gehirn überwiegend aus Nervenzellen besteht und diese sich nur sehr langsam oder gar nicht regenerieren können, kann eine Hypoxie weitreichende Folgen haben. Die Nervenzellen des Gehirns, vor allem die für höhere Funktionen des Bewusstseins wie Wahrnehmung, Gedächtnis und Koordination zuständigen und besonders empfindlichen Zellen an der Oberfläche des Großhirns, sterben aufgrund des Sauerstoffmangels innerhalb weniger Minuten ab. Da sich diese Nervenzellen nicht wieder nachbilden, wird das Gehirn irreparabel geschädigt und es entsteht ein hypoxischer Hirnschaden.

Die Ursache des Hirnschadens liegt in der Hypoxie. Diese wiederum kann durch verschiedene Auslöser hervorgerufen werden. Die wichtigsten sind dabei:

  • Schlaganfall: Hierbei unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer Blutung, zum Beispiel in Folge eines Unfalls, oder einem thrombotischen Ereignis. Letzteres kommt deutlich häufiger vor und entsteht dadurch, dass ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Gefäß verstopft. Bestimmte Areale können dann nicht mehr mit Blut versorgt werden. Hierdurch kommt es zu einer Hypoxie des Gewebes und in der Folge zu einer Hirnschädigung.
  • Kreislaufstillstand: Ein Kreislaufstillstand kann vielfältige Auslöser haben. Es kommt dabei zum Erliegen der Herzfunktion, weshalb eine Reanimation mit Herzdruckmassage und Beatmung notwendig wird. In der Zeit des nicht funktionierenden Kreislaufs kommt es zur Hypoxie unterschiedlicher Organe, unter anderem auch des Gehirns. Durch verbesserte Techniken der Reanimation steigt die Anzahl der Überlebenden nach einer Wiederbelebungsmaßnahme heutzutage stetig an. Man geht jedoch davon aus, dass etwa 30-50% aller Patienten anschließend an einer Hirnschädigung leiden.
  • Hypoxie vor, während oder nach der Geburt (Asphyxie): Das embryonale beziehungsweise frühkindliche Gehirn ist besonders empfindlich gegenüber einer Minderversorgung mit Sauerstoff. Die Geburt stellt daher einen potenziell sehr gefährlichen Vorgang dar. Das Gehirn kann dabei bereits vor der Geburt durch den Einfluss von toxischen Substanzen wie Medikamente oder Drogen geschädigt werden. Während der Geburt kann es dazu kommen, dass sich die Nabelschnur um den Hals des Kindes legt oder die Atemwege nach der Geburt blockiert sind. Die Ursache für einen Hirnschaden bei Kindern liegt meistens in einer sogenannten Asphyxie. Dieser Begriff bezeichnet einen Sauerstoffmangel im Zeitraum um die Geburt, beinhaltet also die Schädigung sowohl im Mutterleib als auch außerhalb davon. Das sich noch in Entwicklung befindliche Gehirn reagiert dabei ganz besonders empfindlich auf den Sauerstoffmangel, da es ganz maßgeblich von diesem abhängig ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine Asphyxie für etwa 25% aller Todesfälle von Neugeborenen verantwortlich ist.
  • Weitere Ursachen: Ertrinken, Schockzustände, schwere Verletzungen, Drogenüberdosierungen, Lungenerkrankungen, Verletzungen des Brustkorbs oder Vergiftungen.

Symptome eines hypoxischen Hirnschadens

Die Symptomatik des hypoxischen Hirnschadens richtet sich dabei sowohl nach dem Ausmaß der Schädigung als auch nach dem betreffenden Areal. Dabei können die intellektuellen Fähigkeiten sowie die Motorik eingeschränkt sein. Das Ausmaß des hypoxischen Hirnschadens hängt unter anderem davon ab, wie lange die Sauerstoffversorgung des Gehirns unterbrochen war. Bei einer kurzen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff können Symptome wie Koordinations-, Wahrnehmungs- oder Gedächtnisstörungen auftreten, die sich in der Regel wieder zurückbilden. Eine längere Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff von mehr als fünf Minuten führt zu einer tiefen Bewusstlosigkeit, dem Koma.

Vor allem nach einem Schlaganfall zeigt sich bei vielen Patienten eine sogenannte Hemiparese. Dieser Begriff beschreibt eine halbseitige Lähmung. Sie tritt immer auf der Gegenseite des Infarktes auf, da die Nervenbahnen, die vom Gehirn zu den Muskeln ziehen im Verlauf immer auf die Gegenseite kreuzen. Die Hemiparese kann in unterschiedlich starken Ausprägungen auftreten.

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Kinder mit einem hypoxischen Hirnschaden können bei einer komplexen Schädigung eine starke geistige und oft auch körperliche Einschränkung aufweisen. Bei milderen Formen fallen die Kinder meist durch eine verzögerte Entwicklung im Vergleich zu Gleichaltrigen auf.

Auch bei Erwachsenen kann es zu schweren oder milderen Symptomen kommen. Bei einer schweren Symptomatik ist es vielen Patienten nicht möglich, sich selbstständig zu versorgen. Die Unterbringung in einem Pflegeheim oder die Unterstützung durch andere Personen kann dabei notwendig werden. Patienten mit milderer Symptomatik können oft alleine leben. Körperliche Einschränkungen wie Muskellähmungen können dann zum Beispiel durch bestimmte Hilfsmittel ausgeglichen werden.

Die Symptome variieren abhängig vom Ausmaß und der Dauer der Schädigung. Sie reichen von leichten Einschränkungen der Merkfähigkeit und Konzentration bis hin zu schweren Störungen der Kommunikation und anderer kognitiver Fähigkeiten wie z.B. Orientierung, Gedächtnis und logisches Denken. Patienten sind häufig bewusstseinsgemindert. Schwer betroffene Patienten leiden häufig an Lähmungen (Tetraparese), Veränderungen der Muskelspannung (Spastik, Rigor), Koordinationsstörungen. Aus den genannten Symptomen können Einschränkungen der Mobilität, der Selbstversorgung und des Verhaltens resultieren.

Weitere mögliche Anzeichen für eine Hypoxie sind zum Beispiel beschleunigte oder ganz flache Atmung, Blutdruckanstieg, Unruhe, Angst, Verwirrtheit und Aggressivität.

Diagnose eines hypoxischen Hirnschadens

Bevor die Diagnose eines hypoxischen Hirnschadens gestellt werden kann, untersucht ein interdisziplinäres Team aus Spezialisten aus Innerer Medizin, Anästhesie bzw. Notfallmedizin und Neurologie die vorliegende Schädigung genauer. Insbesondere bei unbekannter Vorgeschichte müssen andere mögliche Erkrankungen der Gehirnfunktion (Enzephalopathien) ausgeschlossen werden, die durch eine Blutvergiftung (Sepsis) oder durch Medikamente ausgelöst oder stoffwechselbedingt sein können.

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Neben einem ausführlichen Anamnesegespräch mit Ihnen und/oder Ihren Angehörigen zur Krankengeschichte stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Welche bildgebenden Verfahren eingesetzt werden, hängt unter anderem von der vorliegenden oder vermuteten Ursache Ihres Kreislaufstillstands ab.

  • Ultraschall (Dopplersonografie, trans- und extrakranial): Ermöglicht die Untersuchung aller großen Arterien, die das Hirn versorgen.
  • Magnetresonanztomografie des Schädels (kraniale MRT, cMRT) mit Blutgefäßdarstellung (Angiografie): Macht Verengungen (Stenosen) oder Verschlüsse von Schlagadern sichtbar.
  • Kraniale Computertomografie (cCT): Ermöglicht die Darstellung und Beurteilung von Gehirn, Hirnhäuten und knöchernen Schädel in Schnittbildern.
  • Thorax-CT: Ermöglicht die Darstellung der Lunge in Schnittbildern.
  • CT-Angiografie und Koronarangiografie: Ermöglichen die Sichtbarmachung der Blutgefäße sowie der Herzkranzgefäße.
  • Neurologische Untersuchungen: Geben Aufschluss darüber, ob und welche Nerven in welchem Ausmaß betroffen sind.
  • Blutgasanalyse: Misst den Gehalt an Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut, bei Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung auch den CO-Gehalt. Außerdem ermittelt der Arzt in manchen Fällen weitere Blutparameter wie den Säuregrad (pH-Wert) des Blutes, den Säure-Basen-Haushalt und den Hämoglobinwert.
  • Pulsoximetrie: Überwacht die Sauerstoffsättigung im Blut sowie die Herzfrequenz kontinuierlich.

Therapie eines hypoxischen Hirnschadens

Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Beeinträchtigung und der individuellen Symptomatik. Man unterscheidet dabei die Akutbehandlung einer Hypoxie von der Therapie der Folgeschädigungen. Die Akutbehandlung zielt darauf ab, die Sauerstoffversorgung wiederherzustellen und wichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Um gefährliche Zellschäden durch eine Hypoxie zu vermeiden, ist es notwendig, möglichst schnell ausreichend Sauerstoff zuzuführen. Dazu verabreicht der Arzt dem Betroffenen Sauerstoff, etwa über eine Sauerstoffmaske. Außerdem ist es wichtig, die Ursache der Sauerstoff-Mangelversorgung (Grunderkrankung, starker Blutverlust, Vergiftung et cetera) durch eine geeignete Behandlung zu beheben.

Die Therapie eines hypoxischen Hirnschadens kann sowohl ambulant als auch stationär im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme erfolgen. Die Behandlung beruht dabei auf mehreren Konzepten, die unter anderem physiotherapeutische, logopädische, ergotherapeutische oder psychotherapeutische Ansätze beinhalten.

  • Physiotherapie: Körperliche Einschränkungen wie eine Veränderung des Muskeltonus oder Lähmungserscheinungen können durch physiotherapeutische Anwendungen und Eigenübungen verbessert werden. So können Patienten auch bei einer halbseitigen Lähmung viele Herausforderungen des Alltags meistern und in einigen Fällen sogar gehen. Moderne Therapien unterstützen diesen Prozess, zum Beispiel robotergestützte Trainingsgeräte wie der Lokomat® für das Gehen oder der Armeo® für Arm- und Handübungen. Botulinumtoxin kann überaktive Muskeln entspannen und so schmerzhafte Verkrampfungen lindern. Auch übermäßiger Speichelfluss lässt sich damit verringern.
  • Logopädie: Eine logopädische Behandlung kann Störungen beim Sprechen und auch beim Schluckvorgang verbessern. Um den Schluckakt bewerten zu können, nutzen wir bei Asklepios bildgebende und endoskopische Verfahren wie die funktionelle endoskopische Evaluation des Schluckens (FEES).
  • Ergotherapie: Im Rahmen einer Ergotherapie erlernen Patienten, ihr Leben selbstständig zu gestalten. So wird beispielsweise das An- und Ausziehen der Kleidung trotz körperlicher Einschränkung erlernt. Dies bedeutet für die Betroffenen in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Unser Ziel ist, dass unsere Patient:innen ihre Alltagskompetenz zurückerlangen und unabhängiger werden.
  • Neuropsychologie: Kognitive Defizite sind bei HIE keine Seltenheit. Die neuropsychologische Therapie zielt darauf ab, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen (für Kontrolle und Selbstregulation zuständig) zu verbessern.
  • Psychotherapie: Eine begleitende Psychotherapie kann vielen Patienten den Umgang mit der eigenen Erkrankung erleichtern, sodass auch andere Therapiemaßnahmen besser umgesetzt werden können.
  • Frühmobilisation: Um die motorischen Fähigkeiten zu erhalten und unerwünschten Folgen wie Muskelatrophie (Muskelschwund) oder Gelenksteifigkeit vorzubeugen, beginnen wir sobald wie möglich mit der Frühmobilisation.
  • Einbindung der Angehörigen: Es ist wichtig, dass auch die Angehörigen aktiv in die Frührehabilitation eingebunden werden. Durch Schulungen und Anleitungen lernen sie, wie sie die Patient:innen im Alltag unterstützen können.

Abhängig vom Hilfsbedarf werden die Patienten in der Rehabilitationsphase B (neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation), Phase C (postprimäre Rehabilitation) oder Phase D (Anschlussheilbehandlung, Heilverfahren) betreut. Individuell auf das Störungsmuster abgestimmt erhalten die Patienten eine interdisziplinäre Therapie. Dabei werden Behandlungen aus den Bereichen Krankengymnastik (Physiotherapie), Ergotherapie, Sprachtherapie (Logopädie), Neuropsychologie und therapeutisch-aktivierende Pflege angeboten.

Heilungschancen, Verlauf und Prognose

Inwiefern eine hypoxische Hirnschädigung sich zurückbildet, bzw. die Symptome gelindert werden können, hängt von der Ausprägung der Schädigung ab. Nervenzellen können sich nur sehr langsam oder gar nicht regenerieren. Dies erschwert den Verlauf, sodass eine vollständige Heilung oft nicht möglich ist. Durch eine frühzeitige und intensive Therapie kann vielen Patienten aber geholfen werden, sodass der Alltag trotz Einschränkungen selbstständig bewältigt werden kann. Entscheidend für die Prognose ist neben dem Ausmaß der Schädigung auch oft die individuelle Einstellung der Patienten und den Umgang mit der Erkrankung. Daher hat sich eine begleitende Psychotherapie im Rahmen interdisziplinärer Therapiekonzepte immer mehr bewährt.

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Die Frührehabilitation mündet in eine langfristige Rehabilitationsplanung, die ambulante Therapien, Nachsorgeangebote und gegebenenfalls Anpassungen im häuslichen Umfeld umfasst. Dadurch sollen die erzielten Fortschritte gesichert werden.

Rechtliche Aspekte und Haftung

Die Klärung von Haftungsfragen ist ein zentraler Aspekt bei der Geltendmachung rechtlicher Ansprüche im Zusammenhang mit hypoxischem Hirnschaden. Dabei ist es wichtig, die Umstände, die zum Schadensereignis geführt haben, genau zu analysieren und die Verantwortlichkeiten festzustellen.

  • Ursachenanalyse: Die Feststellung der genauen Ursache des hypoxischen Hirnschadens ist entscheidend. Handelt es sich um einen medizinischen Notfall, einen Unfall oder eine fahrlässige Handlung?
  • Verantwortliche Parteien: Abhängig von den Umständen können verschiedene Parteien haftbar gemacht werden. Ärzte und medizinisches Personal: Wenn der Hirnschaden aufgrund fehlerhafter medizinischer Behandlung entstanden ist, können Ärzte oder Pflegepersonal haftbar gemacht werden. Dritte: In Fällen von Unfällen können Dritte haftbar gemacht werden.
  • Beweislast: Die Beweisführung ist ein wesentlicher Bestandteil jeder rechtlichen Auseinandersetzung. Der Geschädigte muss nachweisen, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Vorfall und dem entstandenen Schaden besteht.
  • Rechtsbeistand: Angesichts der Komplexität von Haftungsfragen ist es ratsam, rechtlichen Beistand in Anspruch zu nehmen.

Die Beweisführung in Haftungsfällen, die mit hypoxischem Hirnschaden verbunden sind, ist oft komplex und erfordert sorgfältige Vorbereitung.

  • Dokumentation der medizinischen Behandlung: Eine lückenlose Dokumentation aller medizinischen Behandlungen ist von großer Bedeutung. Dazu gehören Krankenhausberichte, Entlassungsbriefe, Arztberichte und Ergebnisse von bildgebenden Verfahren.
  • Gutachten von Fachärzten: In vielen Fällen ist es erforderlich, medizinische Gutachten von Fachärzten einzuholen, um die Schwere des Hirnschadens und die Kausalität zwischen dem Vorfall und dem entstandenen Schaden zu belegen.
  • Zeugenaussagen: Aussagen von Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder über die Behandlung des Patienten Bescheid wissen, können ebenfalls wertvolle Beweise liefern.
  • Überwachung des Verlaufs: Die Erfassung und Dokumentation von Veränderungen im Gesundheitszustand des Patienten über die Zeit hinweg ist ebenfalls wichtig.
  • Rechtliche Unterstützung: Angesichts der Komplexität der Beweisführung ist es ratsam, einen erfahrenen Fachanwalt für Medizinrecht zu engagieren.
  • Fristen und Formalitäten: Bei der Geltendmachung von Haftungsansprüchen sind Fristen und Formalitäten zu beachten.

Eine gründliche und systematische Beweisführung ist unerlässlich, um die Ansprüche erfolgreich durchzusetzen und den Betroffenen die notwendige Unterstützung und Entschädigung zukommen zu lassen.

Hypoxischer Hirnschaden im Mutterleib (intrauterine Hypoxie)

Es gibt Fälle, in denen schon ein Kind im Mutterleib beziehungsweise während der Geburt einen gefährlichen Sauerstoffmangel erleidet. Eine solche Störung des Gasaustausches in der Plazenta beziehungsweise Lunge des Kindes bezeichnen Ärzte als Asphyxie. Der Grund für die Unterversorgung des Fötus mit Sauerstoff ist zum Beispiel eine Funktionsstörung des Mutterkuchens (Plazentainsuffizienz), eine Herzerkrankung der Mutter oder eine fetale Erkrankung (wie Herzfehler oder Infektionen).

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