Das Gehirn ist ein äußerst komplexes und dynamisches Organ, das sich ständig an neue Situationen und Erfahrungen anpasst. Diese Anpassungsfähigkeit, auch Neuroplastizität genannt, ermöglicht es dem Gehirn, sich im Laufe des Lebens zu verändern und neue Verbindungen zu knüpfen. Allerdings kann es auch zu einem Abbau von Hirnsubstanz kommen, der als Hirnatrophie oder Hirnschrumpfung bezeichnet wird. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten der Hirnschrumpfung.
Ursachen der Hirnschrumpfung
Hirnschrumpfung kann verschiedene Ursachen haben, die von natürlichen Alterungsprozessen bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen reichen.
Natürlicher Alterungsprozess: Im Laufe des Lebens kommt es zu einem altersbedingten Abbau von Nervenzellen, der zu einer langsamen und stetigen Abnahme des Gehirnvolumens führt. Dieser Prozess verläuft in der Regel sehr langsam und führt im Alltag meist zu keinen spürbaren Einschränkungen.
Neurodegenerative Erkrankungen: Bestimmte Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder vaskuläre Demenz sind mit einem beschleunigten Abbau von Hirnsubstanz verbunden. Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es beispielsweise zu einem erheblichen Verlust an Hirngewebe und zu Veränderungen im Großhirn. Strukturelle Änderungen im Eiweißgewebe des Gehirns führen zu Gedächtnis- und Orientierungsverlust und zu einem Abbau des Denkens und Fühlens des Erkrankten. Das Gehirn kann bis zu 20 Prozent seiner Masse einbüßen.
Vaskuläre Ursachen: Durchblutungsstörungen des Gehirns, wie sie bei wiederholten kleinen Schlaganfällen oder Arteriosklerose auftreten, können ebenfalls zu Hirnschrumpfung führen. Die Gefäße können das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen, wodurch wichtige kognitive Funktionen eingeschränkt werden.
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Traumatische Ereignisse: Traumatische Erlebnisse, wie schwere Unfälle oder der Verlust von Angehörigen, können ebenfalls zu Hirnschrumpfung führen. Eine Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte die Gehirne von Menschen, die in ihrem Leben traumatische Erlebnisse erlitten haben und zeigte, dass eine Reihe unterschiedlicher Regionen in den Gehirnen von traumatisierten Personen, verglichen mit nicht-traumatisierten Personen, kleiner waren. Sämtliche Hirnregionen, die bei traumatisierten Personen kleiner waren (insbesondere das Vorderhirn und die Insula), sind für komplexe kognitive Prozesse sowie Emotion- und Selbstkontrolle verantwortlich. Eine Hypothese ist, dass traumatische Erlebnisse extremen Stress auslösen. Diese Extremsituation signalisiert dem Gehirn wiederum, dass es seine Struktur ändern muss, um den Gegebenheiten der Umwelt angepasst zu sein.
Entzündliche Erkrankungen: Bei Multipler Sklerose (MS) sind chronische Entzündungen der Grund für den Abbau der Gehirnsubstanz. Entzündliche Schübe und die damit verbundenen Schädigungen an Axonen und grauer Substanz tragen dazu bei, dass das Gehirnvolumen schneller sinkt.
Mangelernährung: Eine Mangelernährung über längere Zeit kann sich ebenfalls auf das Gehirn auswirken. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus an der TU Dresden haben den reversiblen Prozess untersucht und mithilfe von Biomarkern nach möglichen Ursachen für die Veränderungen in der Hirnrinde gesucht. Wenn der Körper hungert, hungert auch das Gehirn und das bleibt bei einem Drittel der Patienten nicht ohne Folgen. Bei vielen magersüchtigen Jugendlichen lässt sich beobachten, dass nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit sinkt, sondern auch das Gehirn schrumpft. Mediziner sprechen von einer Hirnatrophie. Betroffen ist davon vor allem die graue Substanz in der Hirnrinde. Im Gegenzug erweitern sich die mit Liquor gefüllten Bereiche des Gehirns.
Alkoholmissbrauch: Längerer, zu hoher Alkoholkonsum kann vor allem bei Personen unter 65 Jahren die Entstehung einer frühen Demenz begünstigen.
Auswirkungen der Hirnschrumpfung
Die Auswirkungen der Hirnschrumpfung können vielfältig sein und hängen davon ab, welche Hirnregionen betroffen sind und wie stark der Abbau von Hirnsubstanz ist.
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Kognitive Beeinträchtigungen: Eine der frühesten und bedeutendsten Folgen der Hirnschrumpfung ist der Rückgang kognitiver Fähigkeiten. Studien belegen, dass MS-Betroffene mit kognitiven Defiziten häufig ein deutlich geringeres Gehirnvolumen aufweisen als jene ohne solche Einschränkungen. Es kann zu Gedächtnisproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen und Problemen beim Planen und Organisieren kommen.
Motorische Einschränkungen: Eine fortgeschrittene Hirnatrophie geht nicht selten mit einer eingeschränkten Bewegungskoordination, Gleichgewichtsstörungen oder Problemen in der Feinmotorik einher.
Emotionale und Verhaltensänderungen: Veränderungen in der emotionalen Stabilität und im Verhalten können auftreten, wenn Atrophie Hirnregionen betrifft, die an der Emotionsregulation beteiligt sind.
Sprachstörungen: Je nachdem, welche Hirnregionen in welchem Ausmaß betroffen sind, treten bei einer Frontotemporalen Demenz (veraltet: Morbus Pick) unterschiedliche Symptome und Anzeichen auf. Bei der Sprachvariante der Frontotemporalen Demenz entwickeln Patienten verschiedene Sprachstörungen, die stetig fortschreiten. In der Medizin wird die Sprachvariante der FTD unter dem Fachbegriff primär progressive Aphasien zusammengefasst.
Diagnose der Hirnschrumpfung
Die Diagnose der Hirnschrumpfung umfasst in der Regel eine Kombination aus verschiedenen Untersuchungen.
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Magnetresonanztomographie (MRT): Die wichtigste Methode, um Hirnatrophie zu messen, ist die Magnetresonanztomographie (MRT). Mit hochauflösenden MRT-Scans lässt sich das Hirnvolumen exakt bestimmen und über längere Zeiträume hinweg beobachten.
Computertomographie (CT): Bildaufnahmen des Gehirns im Rahmen einer Computertomographie (CT) können strukturelle Veränderungen im Frontal- und Temporallappen aufzeigen, die für eine FTD charakteristisch sind.
Neuropsychologische Tests: Neben der Bildgebung kommen neuropsychologische Tests zum Einsatz. Diese standardisierten Verfahren prüfen gezielt Bereiche wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Häufig genutzt wird z. B. der Symbol-Digit-Modality-Test (SDMT).
Klinische Untersuchung: Die Ärztin oder der Arzt erkundigt sich nach Beschwerden und Problemen im Alltag, nach Stimmungsschwankungen sowie nach den Lebensumständen. Nach dem Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung, um festzustellen, ob Durchblutungsstörungen vorliegen. Mit bildgebenden Verfahren wie CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) können Veränderungen im Gehirn festgestellt werden. Bei einem Verdacht auf eine vaskuläre Demenz wird vor allem das Herz-Kreislauf-System untersucht, also Blutdruck, Herzgeräusche und Herzgröße. Ebenso wichtig ist der neurologische Status, der die Koordination, Motorik, den Tastsinn und den Gleichgewichtssinn umfasst.
Behandlungsmöglichkeiten der Hirnschrumpfung
Die Behandlungsmöglichkeiten der Hirnschrumpfung hängen von der Ursache ab.
Behandlung der Grunderkrankung: Wenn die Hirnschrumpfung auf eine bestimmte Erkrankung zurückzuführen ist, steht die Behandlung dieser Erkrankung im Vordergrund. Bei Alzheimer-Krankheit können beispielsweise Medikamente eingesetzt werden, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Bei vaskulärer Demenz werden Durchblutungsstörungen im Gehirn mit blutverdünnenden Medikamenten behandelt. So kann weiteren Schlaganfällen vorgebeugt werden. Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel und erhöhter Blutzucker können ebenfalls medikamentös behandelt werden.
Kognitives Training: Kognitive Trainingsprogramme, Gedächtnisübungen und neuropsychologische Unterstützung stärken vorhandene Fähigkeiten und wirken dem Abbau entgegen.
Körperliche Aktivität: Körperliche Bewegung, etwa Ausdauer- oder Gleichgewichtstraining, ist wichtig, da sie die Durchblutung fördert und sogar das Wachstum neuer Nervenzellen anregen kann.
Gesunder Lebensstil: Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressreduktion unterstützt ebenfalls die Gehirngesundheit und kann die „kognitive Reserve“ verbessern.
Ergotherapie und Logopädie: Behandlungsmöglichkeiten wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie können helfen, die kognitiven Fähigkeiten und somit die Lebensqualität der Patientin oder des Patienten zu verbessern.
Psychotherapie: Depressionen oder Angstzustände können mit Psychotherapien oder Antidepressiva behandelt werden.
Selbsthilfestrategien: Organisiert bleiben: Nutze Kalender, To-Do-Listen oder Apps, um Termine und Aufgaben im Blick zu behalten. Handy-Erinnerungen oder Post-its helfen, an Wichtiges zu denken. Etabliere feste Ablageplätze (z.B. Schlüsselhaken), damit Gegenstände nicht verloren gehen. Ein Schritt nach dem anderen: Konzentriere Dich jeweils auf eine Aufgabe. Schalte Ablenkungen aus und strukturiere Deinen Tag in überschaubare Abschnitte. Plane Ruhepausen ein, gerade bei MS kann geistige Erschöpfung (Fatigue) die Konzentration stark beeinträchtigen. Gedächtnisstützen verwenden: Merkhilfen wie kleine Notizzettel, Sprachmemos oder Eselsbrücken können Wunder wirken. Zum Beispiel kann ein kleiner Reim oder eine Eselsbrücke dabei helfen, sich Reihenfolgen oder Zahlen zu merken. Vertraue Technik: Der Sprachassistent Deines Handys oder Apps für Einkaufslisten erleichtern Dir viele Aufgaben. Kognitive Reserve stärken: Fordere Dein Gehirn regelmäßig heraus: Lies Bücher, löse Rätsel, lerne ein neues Hobby oder eine Sprache. Schon 15-30 Minuten „Denksport“ pro Tag können helfen, neuronale Verbindungen zu trainieren und die geistige Flexibilität zu erhalten. Familie und Umfeld einbeziehen: Sprich offen über Deine Einschränkungen. Weise Freunde, Familie oder Kollegen darauf hin, wenn Du Zeit oder Ruhe brauchst oder wenn sie Dir Notizen geben sollen. Eine gemeinsame Familien-Tafel oder ein digital geteiltes Kalender-Tool sorgt dafür, dass alle auf dem Laufenden bleiben.
Fallbeispiel: Anorexie und Hirnschrumpfung
Eine Studie der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus an der TU Dresden hat gezeigt, dass bei magersüchtigen Patienten Konzentrationsprobleme auftreten und in einer akuten Phase des Untergewichts der Intelligenzquotient etwa zehn Punkte niedriger liegt als bei Normalgewicht. Bei vielen von ihnen lässt sich beobachten, dass nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit sinkt, sondern auch das Gehirn schrumpft. Mediziner sprechen von einer Hirnatrophie. Betroffen ist davon vor allem die graue Substanz in der Hirnrinde. Im Gegenzug erweitern sich die mit Liquor gefüllten Bereiche des Gehirns.
Die Studie hat Blutuntersuchungen bei 54 magersüchtigen jungen Mädchen und Frauen im Alter zwischen 12 und 24 Jahren zu Beginn ihrer Akuttherapie und nach einer deutlichen Gewichtszunahme durchgeführt. Ergänzend gab es eine Kontrollgruppe mit ebenso 54 jungen, normalgewichtigen Studienteilnehmerinnen. So fanden sich im Blut der Anorexie-Patientinnen jeweils erhöhte Konzentrationen von Tau-Protein und Neurofilament light (NF-L), zwei Bestandteile von Neuronen, die hauptsächlich in den Axonen vorkommen. Diese Ergebnisse weisen auf mögliche Schädigungen der Neuronen im akuten Stadium der Anorexie hin. Eine Mangelernährung über längere Zeit wirkt sich vermutlich auch auf die Astrozyten aus. Werden diese Gliazellen, die an vielen wichtigen Hirnfunktionen beteiligt sind, beschädigt, lässt sich im Serum eine erhöhte Konzentration des GFA-Proteins nachweisen. Dies war in der aktuellen Studie in der Gruppe der akuten Anorexie-Patientinnen der Fall. Im Therapieverlauf mit Gewichtszunahme scheint sich das Gehirn zu erholen. Der Volumenverlust schwindet und die NF-L- sowie GFA-Proteinkonzentrationen sinken wieder ab. Sie gleichen sich den Werten der normalgewichtigen Kontrollgruppe an.
Laura, eine 15-jährige Patientin, die aufgrund ihrer Magersucht in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden behandelt wurde, erlebte diese Veränderungen am eigenen Leib. Bei einer Körpergröße von 156 Zentimetern wog sie 25 Kilogramm als sie hier ankam. „In dieser Zeit habe ich einen Rollstuhl gebraucht, um mich fortzubewegen. Ich war einfach nur noch schlapp“, erinnert sich die Schülerin. „Ich konnte kein Buch lesen, nicht vernünftig Rechnen. Auch die Geige blieb in ihrem Koffer. Laura kennt ihre kritische Gewichtsgrenze ganz genau. Schafft sie es auf 36 Kilogramm oder mehr, „schaltet sich mein Körper wieder ein“. „Ich bin dann wieder in der Lage zu fühlen, empfinde Trauer, Wut und auch Freude. Ich kann wieder ein Buch lesen, weil ich mich konzentrieren kann und die Aufmerksamkeit nicht ständig abschweift. Seit vier Jahren spiele ich Klavier, habe hier ein Keyboard in der Klinik und habe gerade in der Weihnachtszeit sehr viel und gerne gespielt.“, erzählt die junge Patientin.
Frontotemporale Demenz (FTD)
Die Frontotemporale Demenz, kurz FTD und früher als Morbus Pick bekannt, betrifft häufig Menschen vor dem 65. Lebensjahr und zählt damit zu den Demenzen im jüngeren Lebensalter. Bei einer FTD werden Bereiche im Gehirn zunehmend beschädigt, die für das Verhalten, die Persönlichkeit, die Sprache oder seltener auch für die Bewegung zuständig sind. Da die Frontotemporale Demenz bislang nicht heilbar ist, benötigen Patienten auf kurz oder lang Hilfe und Pflege im Alltag. Der Pflegealltag mit Frontotemporaler Demenz kann sehr herausfordernd sein.
Im Laufe der Erkrankung werden die Hirnregionen zunehmend beschädigt und schrumpfen, was zu den Symptomen der FTD führt. Ursprünglich wurde die Frontotemporale Demenz als Pick-Krankheit beziehungsweise dessen Fachbegriff Morbus Pick bezeichnet. Beide „Pickschen Ausdrücke“ gelten inzwischen als veraltet und werden daher kaum noch verwendet.
Die Medizin unterscheidet zwischen zwei Hauptformen beziehungsweise Varianten der Frontotemporalen Demenz. Bei der Verhaltensvariante der FTD verändern sich vor allem das Verhalten und die Persönlichkeit des Patienten. Bei der Sprachvariante der FTD ist in erster Linie die Kommunikationsfähigkeit vom Patienten beeinträchtigt.
Die Ursachen sowie die Risikofaktoren der Frontotemporalen Demenz sind vielfältig und noch nicht vollständig geklärt. Was man jedoch weiß: Bei einer FTD handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, bei der Nervenzellen im Frontal- und Temporallappen des Gehirns absterben.
Zerebelläre Ataxie
Die zerebelläre Ataxie ist eine neurologische Störung des Kleinhirns. Dieses wichtige Areal im hinteren Teil des Gehirns koordiniert sozusagen als Dirigent unsere Bewegungen und hält uns im Gleichgewicht. Bei der zerebellären Ataxie ist diese Fähigkeit beeinträchtigt. Betroffene Menschen können Schwierigkeiten beim Gehen, Sprechen und Greifen oder auch bei kontrollierten Augenbewegungen haben. Teils beginnt die Schädigung schleichend und entwickelt sich über Jahre hinweg. Sie kann verschiedene Ursachen haben, die häufig genetisch bedingt sind. Aber auch Schlaganfälle oder Tumoren können Auslöser sein.
Ein Forschungsteam um Professor Dr. Kurt-Wolfram Sühs, Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat nun eine neue Art der zerebellären Ataxie entdeckt. Der Autoantikörper namens Anti-DAGLA richtet sich gegen Kleinhirnzellen und führt so zu einer schweren Entzündung mit den entsprechenden Symptomen.
Brain Fog
Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Probleme beim Strukturieren von Handlungen: Wenn das Gehirn wie in Wolken liegt, kann das den Alltag schwer beeinträchtigen. Es ist mühsam, sich zu konzentrieren. Man ringt nach Begriffen oder Namen. Dinge, die gerade noch im Bewusstsein waren, fallen einem plötzlich nicht mehr ein. „Verpeilt“, „neben der Spur“ oder „durch den Wind“ sagt der Volksmund dazu.
Meist sind es eher harmlose Faktoren, die für solche Probleme sorgen: zu wenig Schlaf, zu viel Stress oder der Abend gestern, der ein wenig länger wurde. Schafft man es, das Schlafdefizit auszugleichen oder zur Ruhe zu kommen, dann funktioniert auch das Denken wieder wie es soll.
Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen solche Zustände keine vorübergehende Sache sind. Stattdessen halten sie Wochen, Monate oder sogar Jahre an. Dafür hat sich der Begriff „Brain Fog“ etabliert. Er beschreibt keine exakte medizinische Diagnose, sondern eine Reihe von Symptomen, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden können und es den Betroffenen schwer machen, strukturiert zu denken und zu arbeiten. Durch die Covid-Welle ist das Thema verstärkt ins Blickfeld gerückt - denn Brain Fog kann eines der Symptome von Long Covid sein.
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