Einführung
Das Jahr 2003 war ein bedeutendes Jahr für die Forschung über Gehirn und Geist, insbesondere im Hinblick auf das Verständnis des Bewusstseins. Das Archiv von "Gehirn und Geist" aus diesem Jahr bietet Einblicke in die damaligen Diskussionen über die neuronalen Grundlagen des Bewusstseins, die Herausforderungen bei der Definition und Erforschung subjektiver Erfahrungen und die Verknüpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit der Vielfalt menschlicher Wissensformen. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Themen und Perspektiven, die in den Ausgaben von "Gehirn und Geist" des Jahres 2003 vorgestellt wurden.
Bewusstsein: Eine Suche nach den notwendigen und hinreichenden Bedingungen
Ein zentrales Thema war die Frage, wie Bewusstsein überhaupt entsteht und welche Gehirnprozesse für bewusste Erfahrungen verantwortlich sind. Edelman und Tononi versuchten in ihren Arbeiten, eine abstrakte Theorie der "notwendigen und hinreichenden Bedingungen" zu liefern, unter denen aus Neuronenaktivität Bewusstsein entsteht. Dieser Ansatz berücksichtigte die neueren Ergebnisse der empirischen Hirnforschung, betonte aber auch, dass das Gehirn nicht wie ein Computer arbeitet.
Helmut Mayer beschrieb die Spekulation von Edelman/Tononi als den Versuch, eine gemeinsame Verschaltung, eine "kurzzeitige Arbeitsgemeinschaft" nur momentan zusammenarbeitender Neuronen-Cluster für jeweils wenige hundert Millisekunden als Einheit und Grundlage des Bewusstseins zu betrachten. Obwohl Mayer einige Aspekte für plausibel hielt, merkte er an, dass noch viel Zeit vergehen würde, bis die Hypothesen empirisch überprüfbar seien.
Michael Hampe lobte die "Genauigkeit und Vielfalt der Einsichten", bemängelte aber sprachliche Unschärfen und unvereinbare Metaphern, die Edelman und Tononi bei ihren Versuchen verwendeten, Bewusstsein zu erklären. Hampe hob jedoch positiv hervor, dass die Autoren sich nicht mit einem Dualismus von Geist und Gehirn aus der Affäre ziehen, sondern stattdessen die "zeitlichen Aktivitätsmuster der Neuronengruppen" untersuchen, die Bewusstsein erzeugen.
Herausforderungen und Perspektiven der Hirnforschung
Die Diskussionen im Archiv von "Gehirn und Geist" aus dem Jahr 2003 machten deutlich, dass die empirische Hirnforschung noch weit davon entfernt ist, das Zusammenwirken der Neuronen im Gehirn vollständig zu durchschauen. Die Komplexität des menschlichen Gehirns, als das komplizierteste und am wenigsten erforschte Gebilde im dem Menschen bekannten Universum, wurde immer wieder betont.
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Trotz dieser Herausforderungen wurden Fortschritte in verschiedenen Bereichen der Hirnforschung hervorgehoben. So wurden beispielsweise Studien zur regionalen Gehirndurchblutung bei körperlicher Aktivität zitiert, die zeigten, dass körperliche Aktivität die Gehirndurchblutung beeinflusst. Die erhöhte Produktion des morphiumähnlichen Hormons Endorphin im Gehirn während muskulärer Arbeit wurde als ein möglicher Faktor für das Wohlempfinden nach sportlicher Betätigung identifiziert.
Gehirn und Geist als Magazin für Psychologie und Hirnforschung
"Gehirn und Geist" etablierte sich als ein führendes Magazin für Psychologie und Hirnforschung, das eine breite Palette von Themen abdeckte. Die Ausgaben des Jahres 2003 umfassten Artikel über:
- Schizophrenie: Das Magazin beleuchtete die Erforschung der Schizophrenie und ihrer Verbindung zu Kunst und Wahn.
- Lust und Liebe: Die Forschung über Begierde und Gefühle wurde ebenso thematisiert wie die Psychoanalyse.
- Winterdepression: Ursachen und Therapien der Volkskrankheit Winterdepression wurden untersucht, ebenso wie die Funktionsweise der inneren Uhr.
Datenschutz im digitalen Zeitalter
Neben den wissenschaftlichen Inhalten befasste sich "Gehirn und Geist" auch mit ethischen und rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung von Online-Angeboten. Die Datenschutzerklärung des Portals betonte die Bedeutung des Datenschutzes und die Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
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Die Entwicklung des menschlichen Gehirns
Das Archiv von "Gehirn und Geist" aus dem Jahr 2003 beleuchtete auch die Evolution des menschlichen Gehirns. So wurde die Theorie erwähnt, dass ein Meteoriteneinschlag auf der Erde zum Absterben der Laubbaumbestände führte, was die Vorfahren des Menschen zwang, in den Savannengräsern zu leben. Dies führte zur Entwicklung des aufrechten Gangs und zur Umgestaltung des Zentralnervensystems und des Gleichgewichtorgans. Die Funktion von Armen und Händen ermöglichte die Entwicklung des Großhirns und die Übernahme neuer Aufgaben.
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