Unser Gehirn, ein Hochleistungsorgan, benötigt ständige Unterstützung, um die tägliche Informationsflut und die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. "Brainfood" kann hier eine wertvolle Hilfe sein. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff, und welche Rolle spielt das Aussehen von Gemüse dabei?
Brainfood: Treibstoff für unser Gehirn
Kohlenhydrate sind die wichtigste Energiequelle für unser Gehirn. Für eine lang anhaltende und gleichmäßige Leistung sollten komplexe Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Vollkornprodukten zu finden sind, bevorzugt werden. Haferflocken eignen sich hervorragend als Brainfood-Snack, da sie viele konzentrationsfördernde Mineralstoffe und Vitamine enthalten.
Auch Fette dienen als Energielieferant und schützen gleichzeitig die Nerven. Insbesondere Omega-3-Fettsäuren wirken positiv auf die geistige Fitness und sind daher gerade im Alter wichtig. Weitere Nährwerte erhält das Gehirn durch Vitalstoffe. Insbesondere B-Vitamine sowie Magnesium, das maßgeblich am Gehirnstoffwechsel beteiligt ist, sind hier zu nennen. Außerdem die Vitamine A, C und E, die für den Abbau von freien Radikalen sorgen und so die Nervenzellen vor oxidativen Schäden schützen. Auch einer späteren Demenz kann dadurch vorgebeugt werden.
Grünes Gemüse ist reich an B-Vitaminen, Magnesium und vielen weiteren wertvollen Nährstoffen, die unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit unterstützen. Ein grüner Smoothie mit Grünkohl, Spinat, Brokkoli, grünem Salat oder Kräutern, gemischt mit Banane, Apfel und Haferflocken, ist ein super Brainfood-Snack.
Avocados sind zwar nicht die kalorienärmsten, enthalten dafür aber wichtige Nährstoffe für unsere geistige Leistung im Kopf. Außerdem enthalten Avocados einen hohen Anteil von gesunden Fettsäuren. Diese sind neben Kohlenhydraten ein wichtiger Energielieferant für den Kopf und unterstützen die Gehirnfunktion zusätzlich.
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Nüsse sind das perfekte Brainfood. Sie sind nicht nur reich an gesunden Fetten, sondern enthalten eine große Menge konzentrationsfördernder Mineralstoffe wie Magnesium. Insbesondere die Walnuss kurbelt Ihre Konzentration und Ihr Gedächtnis besonders an. Kakao ist eines der magnesiumreichsten Lebensmittel überhaupt und ist somit ein super Brainfood. Für den absoluten Leistungspush sollten Naschkatzen aber auf einen hohen Kakaoanteil in der Schokolade achten.
Fette, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, sind wichtig für die Informationsübertragung, die Konzentration und unser Gedächtnis. Gerade in Leinsamen sind viele Omega-3-Fettsäuren enthalten. Damit die ganzen konzentrations- und leistungsfördernden Vitalstoffe überhaupt im Gehirn ankommen, ist es das wichtigste Brainfood überhaupt: Wasser. Denn Wasser sorgt für eine gute Durchblutung von Körper und Gehirn und überträgt wichtige Nährstoffe wie Magnesium für die geistige Fitness.
Die Signaturenlehre: Ein Blick in die Vergangenheit
Die "Signaturenlehre" ist eine uralte Idee aus dem Mittelalter. Sie geht davon aus, dass die Natur uns durch Form und Farbe Hinweise gibt, welche Pflanze bei welcher Krankheit als Heilpflanze genutzt werden kann. Diese Lehre besagt, dass Pflanzenteile den menschlichen Körperteilen ähneln und für diese nützlich sein können.
Verblüffende Ähnlichkeiten und ihre Bedeutung
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass bestimmte Gemüse- und Obstsorten genau so aussehen wie bestimmte Körperteile? Was hat sich die Natur dabei bloß gedacht? Ganz einfach: Die schmackhaften Doppelgänger tun dem jeweiligen Organ auch richtig gut!
Walnuss - Gehirn: Walnüsse und Walnussschalen weisen eine verblüffende Ähnlichkeit zum Gehirn auf. Nicht umsonst: Denn Walnüsse beinhalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren die für unser Gehirn überaus gesund sind. Die in Walnüssen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können die Zellmembranen flexibler machen und die Signalübertragung der Nervenzellen im Gehirn verbessern. Walnüsse sind sehr gut für den Gehirnstoffwechsel und die Intelligenz. Wer jeden Tag eine Handvoll Walnüsse isst, trägt entscheidend zu seiner Versorgung mit lebenswichtigen Fettsäuren bei. Schwangere können außerdem durch den Konsum von Walnüssen sogar die gesunde Entwicklung und Intelligenz ihrer Kinder fördern.
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Karottenscheiben - Augen: Jedes Kind weiß: Karotten sind gut für die Augen. Doch ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass eine Karottenscheibe auch so aussieht wie ein Auge? Der innere Kreis einer Karottenscheibe ähnelt einer Pupille. Rundherum gehen sternförmige Linien ab, so wie auf der Iris. Karotten sind ein guter Lieferant für Beta-Carotin, einer Vorform von Vitamin A (Retinol). Dieses Retinol bildet einen der wichtigsten Bestandteile der Seh-Pigmente der Augen-Netzhaut.
Tomate - Herz: Sowohl die Tomate als auch das Herz haben mehrere Kammern. Und auch die rote Farbe der Tomate hat eine gewisse Ähnlichkeit zum menschlichen Herz. Im Tomaten-Farbstoff steckt noch dazu eine weitere Verbindung zum Herzen: Denn der Tomaten-Farbstoff Lycopin trägt positiv zur Herz- und Kreislaufgesundheit bei. Außerdem ist die Tomate ist reich an Kalium. Da Kalium für die Blutdruckregulation wichtig ist, können Tomaten bei Menschen mit erhöhten Blutdruck zu einer leichten Blutdrucksenkung beitragen.
Sellerie - Knochen: Selleriestangen sind die Knochen unter den Gemüse-Körperteilen. Ihre Form erinnert an ein Röntgenbild von einem menschlichen Knochen. Sellerie enthält viele wichtige Nährstoffe wie z.B. die Vitamine B2, B5, B9, Vitamin C und Vitamin K sowie Magnesium und Silizium. Um feste Knochen bilden zu können braucht der Körper Vitamin K. Dieses beugt auch vor Osteoporose vor. Unsere Knochen benötigen nicht nur Calcium. Vitamin K und Vitamin C sind für gesunde Knochen ebenso wichtig.
Avocado - Gebärmutter: Die Avocado umhüllt ihren Kern mit gesundem Fruchtfleisch, so wie die Gebärmutter das ungeborene Kind trägt. Doch die Avocado gleicht nicht nur in ihrer Form der Gebärmutter, sondern beinhaltet auch viele für die Gebärmutter wichtige Nährstoffe. Die Avocado ist ein guter Lieferant von Vitamin D, ungesättigten Fettsäuren und Folsäure. Grundsätzlich braucht man zum Aufbau von neuen Zellen auch Fettsäuren. Der Zusammenspiel von Vitamin D, Folsäure und ungesättigten Fettsäuren macht die Avocado zur optimalen Fruchtbarkeits-Frucht für die Frau. Gerade für Schwangere ist Folsäure besonders wichtig. Denn ein Folsäuremangel kann zu schweren Schäden an der Wirbelsäule und am Rückenmark des Kindes führen.
Grapefruit - Brust: Möglicherweise ist die Ähnlichkeit von Grapefruit und weiblicher Brust doch kein Zufall. Denn Zitrusfrüchte beinhalten nicht nur jede Menge Vitamin C, sondern auch gesunde und krebshemmende Bitterstoffe. Die bitteren Limonoid-Substanzen könnten laut wissenschaftlichen Studien eine krebshemmende Wirkung haben. Auch die Wirkung von Limonoiden auf Brustkrebs-Zellen ist Gegenstand wissenschaftlicher Studien. Die vielen Bitterstoffe der Grapefruit können vor der Entartung der Zellen schützen. Die Aufnahme dieser sekundären Pflanzenstoffe hat eine krebshemmende Wirkung.
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Süßkartoffel - Bauchspeicheldrüse: Süßkartoffeln ähneln in Ihrer Form der Bauchspeicheldrüse. Diese erzeugt Verdauungsenzyme und ist für die Regulation des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Störungen der Bauchspeicheldrüse können zu einem Vitamin A-Mangel führen. Die Süßkartoffel enthält Inulin, das ist ein Ballaststoff der bei der Regulation des Blutzuckerspiegels hilft. Die Bauchspeicheldrüse ist jenes Organ, welches wiederum durch die Produktion von Insulin den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Da Süßkartoffeln den Blutzuckerspiegel weniger schnell ansteigen lassen, sind sie sogar gesünder als normale Kartoffeln. Außerdem ist die Süßkartoffel auch ein sehr guter Lieferant von Beta-Carotin.
Weintrauben - Lunge: Die kleinen Lungenbläschen in einer menschlichen Lunge ähneln in ihrem Aufbau einer Weinrebe voller Weintrauben. Diese sollen das menschliche Immunsystem stärken und wegen ihren Antioxidantien vorteilhaft sein. Vor allem das in roten Weintrauben enthaltene Resveratrol hat einigen Studien zufolge positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. So hat Resveratrol im Tierversuch eine krebshemmende Wirkung gezeigt. Weintrauben enthalten Antioxidantien. Diese schützen unsere Zellen vor der Einwirkung von freien Radikalen, damit die Zellen nicht, wie bei Krebserkrankungen, entarten.
Ingwer - Magen: Sieht die Ingwerwurzel unserem Magen ähnlich? Auf jeden Fall kann Ingwer zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen und zur Vorbeugung einer Reisekrankheit oder Seekrankheit verwendet werden. Auch Schwindelgefühle lassen sich mit Ingwer behandeln. Außerdem soll Ingwer den Appetit anregen und die Verdauung fördern. Ingwer enthält viele verschiedene ätherische Öle, verdauungsfördernden Stoffe und zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium und Kalium. Die Wirkung von Ingwer ist wissenschaftlich anerkannt. Die Ingwerwurzel ist deshalb bei Schwangerschaftsübelkeit oder Seekrankheit als Arzneimittel zugelassen.
Feige - Hoden: Seit je her hat die Frucht der Feige uns Menschen beschäftigt. Im alten Testament ist die Feige die erste im Garten Eden beschriebene Frucht und zählt zu den sieben biblischen Arten Israels. Der Feige wird außerdem seit langer Zeit eine positive Wirkung auf die männliche Fruchtbarkeit nachgesagt. Auch in der Antike galt der Feigenbaum als ein Fruchtbarkeitssymbol. Die alten Griechen sahen in der Feige - mit ihren vielen kleinen Samenkörnern - eine große Ähnlichkeit zum menschlichen Hoden. Deshalb weihten die alten Griechen die Feigen dem Gott Dionysus, dem Gott des Weines, der Fruchtbarkeit, der Freude und der Ekstase. Feigen sind reich an Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Zink und Vitamin B1. Alles für die Männergesundheit wichtige Nährstoffe!