Nackenkissen für Epileptiker: Sicherheit und Komfort im Fokus

Ein erholsamer Schlaf ist essenziell für jeden Menschen, besonders aber für Epileptiker. Dabei spielen Matratze und Kopfkissen eine entscheidende Rolle. Klassische Kissen bieten oft unzureichende Unterstützung, was zu Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen führen kann. Nackenstützkissen können hier Abhilfe schaffen, indem sie die Halswirbelsäule entlasten und eine gleichmäßige Wirbelsäulenhaltung fördern. Für Epileptiker ist die Wahl des richtigen Kissens jedoch noch bedeutsamer, da es auch Aspekte der Sicherheit berücksichtigen muss.

Nackenstützkissen: Eine Wohltat für Nacken und Wirbelsäule

Nackenstützkissen sind speziell für Rücken- und Seitenschläfer konzipiert. Durch ihre ergonomische Form stützen sie Nacken und Nackenmuskulatur ideal und füllen den Bereich zwischen Kopf und Schultern aus, wodurch die Halswirbelsäule entlastet wird. Ein qualitativ hochwertiges Nackenstützkissen kann lagerungsbedingte Schmerzen über Nacht lindern oder sogar beseitigen.

Beim Kauf eines Nackenkissens ist das Füllmaterial entscheidend. Viscose-, Kalt- oder Latexschaum sind empfehlenswert, da sie sich der individuellen Anatomie besser anpassen als Daunen oder Federn. Orthopäden empfehlen bei akuten Nackenbeschwerden oft Nackenstützkissen aus Visco-Schaum, da diese sensibel auf Körperwärme reagieren, sich anschmiegen und gleichzeitig stabilisieren. Latexkissen sind ebenfalls geeignet, da sie punktelastisch nachgeben und dennoch Stütze bieten. Kaltschaum ist fester und elastischer als Viscoschaum, sehr atmungsaktiv und langlebig.

Die Höhe des Kissens ist ebenfalls wichtig. Flachere Modelle sind optimal für Rückenschläfer, höhere Varianten für breite Schultern. Ideal ist eine Kissenhöhe, bei der die Wirbelsäule gerade bleibt.

Sicherheit geht vor: Nackenkissen für Epileptiker

Für Epileptiker kommt neben dem Komfort-Aspekt die Sicherheit hinzu. Ein besonderes Risiko stellt der sogenannte SUDEP (Sudden Unexpected Death in Epilepsy), also der plötzliche unerwartete Tod bei Epilepsie, dar. Es gibt Hinweise darauf, dass Patienten mit einem SUDEP im Anfall häufig eine Bauchlage eingenommen haben und möglicherweise in ihrem Kissen erstickt sind.

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Anti-Erstickungs-Kissen als mögliche Prävention

Als Gegenmaßnahme wird der Einsatz kleiner Kissen geeigneter Konsistenz gefordert, um das Verlegen der Atemwege während eines Anfalls zu verhindern. In England sind spezielle „Anti-suffocation pillows“ erhältlich, die bei besserem Komfort ebenfalls eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleisten sollen. Bislang gibt es zwar keine wissenschaftlichen Daten, die den Nutzen der unterschiedlichen Kissenformen belegen, aber die Idee dahinter ist vielversprechend.

Das Intelligente Kissen: Ein Konzept für mehr Sicherheit

Miriam Bohnenkämper und Or Shachar entwickelten ein Konzept für ein intelligentes Kissen für Menschen mit tonisch-klonischer Epilepsie. Ziel des Projekts war die Erkennung von Anfällen und die Vorbeugung gegen den SUDEP.

Das Kissen nutzt verschiedene Sensoren, um Anfälle und deren Anzeichen zu erkennen. Diese benachrichtigen über eine App eine Vertrauensperson und lösen ein Signal im Raum aus. Um eine Erstickungsgefahr zu vermeiden, ist das Kissen mit Abstandsgewirke gefüllt. Die Form des Kissens wurde gewählt, da dieses flexibel ist, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird.

Weitere wichtige Aspekte für Epileptiker

Neben der Wahl des richtigen Kissens gibt es weitere wichtige Aspekte für Epileptiker, um das SUDEP-Risiko zu minimieren:

  • Konsequente Anfallskontrolle: Das Anstreben von Anfallsfreiheit durch eine gut verträgliche und verlässlich eingenommene Medikation ist essentiell. Moderne, besser verträgliche Antiepileptika, die nur 1-2-mal täglich eingenommen werden müssen, können hierbei helfen.
  • Epilepsiechirurgische Optionen: Bei Pharmakoresistenz und Fortbestehen von Anfällen trotz optimierter Behandlungsdosis ist das SUDEP-Risiko besonders hoch. Die Vorstellung an einem Epilepsiezentrum zur Abklärung der operativen Behandlungschancen ist daher von hoher Bedeutung.
  • Angepasste Lebensführung: Die Meidung starken Alkoholgenusses und die Beachtung der regelmäßigen Medikamenteneinnahme sind wichtige Faktoren.
  • Überwachung im Schlaf: Der Einsatz von kleineren Kopfkissen, die vor einem Ersticken schützen, sowie die Entwicklung von Verfahren zur Anfallserkennung und -warnung, die auf der Entdeckung anfallsassoziierter Bewegungen oder Störungen von Atmung und Herzschlag abzielen, sind vielversprechende Ansätze.

Materialien und Pflege von Nackenstützkissen

Die Wahl des Materials spielt eine große Rolle für den Komfort und die Eignung für Allergiker. Visco-Schaum und Latexkissen sind besonders empfehlenswert für Allergiker, da Milben dort kaum Überlebenschancen haben.

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Fast alle Modelle haben abnehmbare Bezüge, die bei 40 bis 60 °C waschbar sind. Schaumkerne sollten Sie nicht waschen, aber regelmäßig lüften. Zusätzlich lohnt es sich, einen Jahreszeiten-Rhythmus einzuhalten: Im Frühjahr und Herbst das Kissen gründlich lüften, im Sommer häufiger die Bezüge waschen und im Winter das Kissen vor Feuchtigkeit schützen. Ersatzbezüge sind passend zu allen Nackenstützkissen-Größen in Baumwolle oder Jersey erhältlich. Schutzhüllen für die Kissen regulieren Feuchtigkeit und schützen den Kern.

Shakti Kissen: Eine Ergänzung für Entspannung und Wohlbefinden

Das Premium Shakti Kissen kann eine ideale Ergänzung sein, um Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Hinterkopfbereich zu lösen. Mit seinen 2.268 hochwertigen Spitzen aus medizinischem ABS-Kunststoff bietet es eine wohltuende Massage. Es kann sowohl im Liegen als auch im Sitzen für den Lendenwirbelbereich genutzt werden.

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