Hirnleistungstraining in der Ergotherapie bei Demenz

Einführung

Das Hirnleistungstraining in der Ergotherapie ist eine wichtige Methode, um die geistigen Fähigkeiten zu fördern und kognitive Defizite zu behandeln. Es dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen und insbesondere der kognitiven Störungen mit den daraus resultierenden Problematiken. Es wird vor allem bei der Rehabilitation nach neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen, Demenz oder anderen Hirnverletzungen genutzt. Ziel ist es, die geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren, wiederherzustellen oder weiterzuentwickeln, damit Betroffene im Alltag wieder besser zurechtkommen.

Ergotherapie bei Demenz: Bewegung und Körperwahrnehmung

Bei der Beobachtung eines an Demenz erkrankten Menschen im mittleren Stadium kann man feststellen, dass er häufig in Bewegung ist und kaum ruhig sitzen kann. Er bewegt seine Hände, wischt über den Tisch, nestelt an seiner Kleidung und kramt in Taschen. Die Hände sind für alle Menschen wichtig für die Körperwahrnehmung. Sie können tasten, fühlen, fassen und greifen und sind in Bewegung.

Ein an Demenz erkrankter Mensch versucht, sich auf seine Weise durch Bewegung Körperwahrnehmung zu verschaffen. Deshalb sollte man ihm viele Möglichkeiten des „Begreifens“ geben. Man kann verschiedene Gegenstände zu zugehörigen Bildern anfassen lassen und dabei das Langzeitgedächtnis ansprechen. Schwere Gegenstände geben bessere Informationen als leichte. Man muss dem Kranken Möglichkeiten zum „Kramen“ geben, denn dies bringt sehr viel Bewegung und damit Körperwahrnehmung mit sich. Ein kleines Auto auf einem Tisch kann die Aufmerksamkeit und damit die Lust auf Bewegung hervorlocken. Das Auto oder auch ein Ball werden zunächst vielleicht nicht wahrgenommen. Erst die Bewegung des Gegenstandes ruft eine eigene Bewegung des Kranken hervor und er greift danach.

Wenn ein Mensch durch Krankheit in seiner Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt ist, wie es im fortgeschrittenen Stadium der Demenz oft der Fall ist, bedeutet dies, dass er keine Möglichkeit hat, nach seinen Vorstellungen Situationen zu beeinflussen. Dort wo Bewegung über lange Zeit nicht möglich ist, verlieren sich Konturen und Strukturen des eigenen Körpers. Dies macht oft Angst.

Bewegung muss nicht Fortbewegung sein, jegliche Bewegung von der Atembewegung angefangen bis hin zur feinsten motorisch koordinierten Bewegungsabfolge zählt dazu. Aus diesem Grund muss man im schweren Stadium sehr viel Körperinformation durch äußere „Einwirkungen“ vermitteln. Hilfsmittel wie Schwämme, Bürsten, Sandsäckchen, Säckchen mit Materialien wie Bohnen, Kirschkernen usw., helfen dabei, dass an Demenz erkrankte sich besser spüren und somit sich besser bewegen können.

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Ziele der Ergotherapie bei Demenz

Welche therapeutischen Übungen sinnvoll sein können, richtet sich nach den Fähigkeiten und Ressourcen des Betroffenen: Sie werden auf das jeweilige Krankheitsstadium abgestimmt.

Bei beginnender Erkrankung:

  • Möglichst lange kognitive Fähigkeiten zu erhalten
  • Zeitliche, örtliche und personelle Orientierung zu geben
  • Das Langzeitgedächtnis des Betroffenen zu stabilisieren

Im fortgeschrittenen Stadium:

  • Die Körperwahrnehmung möglichst lange zu erhalten und zu fördern
  • Entstehende Unruhe abzubauen, Ängste und Verhaltensstörungen positiv zu beeinflussen
  • Die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit anzuregen
  • Ein verändertes Sozialverhalten zu erreichen
  • Die Kommunikation positiv zu beeinflussen.

Bei allen durchgeführten ergotherapeutischen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Therapieeinheiten auf die jeweiligen aktuellen Bedürfnisse des Demenz Patienten abgestimmt sind, das kann je nach Tagesform schwanken. Ergotherapeuten handeln nach der Vorgabe „Man muss den Patienten da abholen, wo er steht.“ Nur so kann sich der Betroffene angenommen und aufgehoben fühlen.

Ergotherapeuten helfen mit ihrer Arbeit dabei, eine möglichst hohe Lebensqualität und Selbstständigkeit zu bewahren. Sie können gezielt vorhandene Fähigkeiten fördern, um sie möglichst lange zu erhalten. Dazu gehört auch, den Angehörigen unterstützend zur Seite zu stehen, sie zu informieren und sie im Umgang mit dem Betroffenen anzuleiten.

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Einzeltherapie und Angehörigenberatung

Patienten mit Verdacht auf Demenz oder beginnender Demenz nehmen ihre Einschränkungen und die damit verbundenen Alltagsschwierigkeiten oft nicht wahr, bzw. sie versuchen diese Einschränkungen zu überspielen. Die Bereitschaft zur Mitarbeit gerade in der Einzeltherapie ist aus diesen Gründen häufig nur eingeschränkt möglich. Die Fokusierung auf die eigenen Person wird von den Patienten in der Therapiesituation leicht als Bedrohung wahrgenommen. Dies verhindert, dass sich vorhandene Leistungen und Fähigkeiten entfalten können.

Ein wesentliches Element zur Erhaltung einer nachhaltigen Wirkung der Therapie im Alltag ist die Mitarbeit der Angehörigen. Die Beratung orientiert sich an aktuellen Themen der Angehörigen. Im Vorfeld ist es jedoch erforderlich, dass der Patient mindestens 3 Einzeltherapien psychisch-funktionell verordnet bekommt. Im Rahmen der Einzeltherapie wird zunächst eine individuelle Befundung, eine Biographiebogen und ein Zielvereinbarung mit dem Patienten und ggfs. mit dem Angehörigen erstellt.

Bestandteile des Therapieplans

Die Dauer der ergotherapeutischen Behandlung richtet sich immer nach dem Krankheitsbild bzw. den Einschränkungen, die Sie als Patient nach Ihrer Erkrankung aufweisen. Zu Beginn besprechen Sie (oder eine Begleitperson) mit dem Therapeuten, welche Ziele durch die Therapie erreicht werden sollen. Daraufhin erstellen unsere Experten Ihren individuellen Therapieplan.

Mögliche Bestandteile sind:

  • Training des Kurz- und Langzeitgedächtnisses
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining
  • Training der Merkfähigkeitsspanne
  • Räumlich-kognitive und konstruktive Fertigkeiten
  • Orientierungsfähigkeit (persönliche, räumliche, zeitliche und situative)
  • Biographie-Arbeit
  • Übungsprogramm für Zuhause

Gedächtnistraining bei Demenz

Ob mit oder ohne Demenz - für uns als Menschen ist wichtig, dass unser Kopf täglich gefordert wird. Mit regelmäßigem Gedächtnistraining bei Demenz lässt sich der Abbau der kognitiven Leistung hinauszögern und vorhandene Kompetenzen stärken. Gedächtnistraining für Demenzerkrankte sind kleine Übungen, mit denen die kognitive Leistung erhalten werden soll. Sie fordern die Gehirnleistung und aktivieren das Gehirn aus dem Ruhemodus. Gedächtnistraining bei Demenz hat zum Ziel, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern und den Gedächtnisverlust, der mit der Erkrankung einhergeht, zu verlangsamen.

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Das Gedächtnistraining bei Menschen mit Demenz sollte ganzheitlich erfolgen. Dabei geht es nicht darum, eine einzelne Fähigkeit abzurufen. Vielmehr sollen die Sinne, der Geist und der Körper angesprochen werden. Das gelingt, indem die Sinneswahrnehmungen gestärkt, das Langzeitgedächtnis aktiviert und Bewegung gefordert wird. Die folgenden Gedächtnisübungen bei Demenz sind als Aktivierung von Demenzerkrankten gedacht.

Wichtige Aspekte beim Gedächtnistraining

  • Erfolg & Selbstwert: Passen Sie die Schwierigkeit der Übungen an die geistigen Fähigkeiten der demenzerkrankten Person an.
  • Spaß: Finden Sie heraus, welche Übungen und Rätsel der demenzerkrankten Person Spaß machen.
  • Langzeitgedächtnis: Aktivieren Sie das Wissen, das im Langzeitgedächtnis abgelegt ist. Vermeiden Sie aktuelle Bezüge zu Politik und Tagesgeschehen. Aufgrund der Demenzerkrankung kann sich die betroffene Person diese Informationen nicht merken.
  • Kurze Einheiten: Auch wenn Sie die Konzentrationsfähigkeit trainieren, können sich demenzerkrankte Menschen meist nur für kurze Zeit konzentrieren. Schieben Sie, wenn möglich, lieber mehrere kleine Einheiten am Tag ein.
  • Vorhandenes stärken: Wenn Sie die Defizite durch Übungen aufholen möchten, werden Sie schnell auf Frust und Überforderung stoßen.
  • Kommunikation: Kommunizieren Sie klar und deutlich. Seien Sie empathisch. Beobachten Sie die Reaktionen und Gefühle Ihres Gegenübers genau.

Es braucht nicht nur Beschäftigung bei Demenz - demenzerkrankte Menschen können durchaus kleine Herausforderungen bestehen. Auch wenn mit dieser Aktivierung eher professionelle Betreuungskräfte in den Altenheimen angesprochen sind, können Sie diese Aktivierung genauso gut als pflegender Angehöriger zuhause durchführen. Die 10-Minuten-Aktivierung zielt darauf ab, die Sinne anzuregen sowie Körper und Geist zu aktivieren.

Möglichkeiten der Aktivierung

  • Sehen: Schärfen Sie gemeinsam das Sehen im Alltag, indem Sie die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Farbe oder ein Muster lenken. Dafür eignen sich beispielsweise bunte Farben sowie einfache Muster wie Linien, Kreise oder Dreiecke.
  • Hören: „Geräusche erkennen“ können Sie schnell und einfach mit Alltagsgegenständen umsetzen. Ihr Spielpartner soll dabei erraten, welches Geräusch Sie machen. Das kann zum Beispiel das Rascheln von Laub, das Klingen von Glas, das Kratzen eines Kugelschreibers auf Papier oder das Zischen einer Wasserflasche sein.
  • Fühlen: Den Tastsinn können Sie spielerisch leicht mit der Übung „Gegenstände erfühlen“ aktivieren. Wenn er mag, schließt Ihr Spielpartner die Augen. Sie können beispielsweise Erinnerungen zur Natur wachrütteln, indem Sie Fundstücke aus dem Wald mitbringen, etwa Kiefernzapfen, Blätter, Steine, Holz und Moos. Oder aber Sie lassen zum Beispiel Steine und Holzstücke vergleichen. Was ist härter, was weicher?
  • Riechen: Geben Sie Ihrem Angehörigen zum Beispiel ein wohlduftendes Stück Seife oder ein frisches Lavendelkissen.

Computergestütztes Hirnleistungstraining: RehaCom

Ein besonders wirksames Programm, das in der Ergotherapie zum Einsatz kommt, ist RehaCom. RehaCom ist ein computergestütztes Programm, das speziell entwickelt wurde, um Menschen mit kognitiven Einschränkungen zu unterstützen. RehaCom bietet eine Vielzahl von Übungen, die auf verschiedene kognitive Bereiche wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration, Wahrnehmung und Logik abzielen.

Das Programm besteht aus unterschiedlichen Modulen, die sich auf verschiedene geistige Fähigkeiten konzentrieren. Diese Module werden in der Regel nach den Bedürfnissen und dem individuellen Fortschritt des Patienten ausgewählt. Je nach den Zielen des Trainings können beispielsweise Übungen zur Verbesserung der Merkfähigkeit, der visuellen Wahrnehmung oder der Problemlösungsfähigkeiten durchgeführt werden. RehaCom ist so konzipiert, dass es die Übungen schrittweise an den Fortschritt des Nutzers anpasst. Das bedeutet, dass der Schwierigkeitsgrad steigt, wenn eine Übung gut gemeistert wird, was eine kontinuierliche Förderung ermöglicht.

Ein großer Vorteil von RehaCom ist, dass es individuell angepasst werden kann. Jeder Mensch hat unterschiedliche kognitive Herausforderungen, daher wird das Programm so eingestellt, dass es den spezifischen Bedürfnissen des Patienten entspricht. In der Ergotherapie wird zunächst gemeinsam mit dem Therapeuten besprochen, welche Bereiche besonders gefördert werden sollen. Dazu können beispielsweise das Kurzzeitgedächtnis, die Aufmerksamkeit oder die Reaktionsgeschwindigkeit gehören. Die Übungen können in ihrer Schwierigkeit variiert werden, sodass sie den jeweiligen Fortschritt des Patienten berücksichtigen.

RehaCom bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Gezielte Förderung: Das Programm bietet eine zielgerichtete und strukturierte Möglichkeit, gezielt kognitive Fähigkeiten zu trainieren.
  • Flexibilität: Die Übungen können nach den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen angepasst werden. So kann das Training effektiv auf den Patienten abgestimmt werden.
  • Messbare Fortschritte: Durch die computergestützte Auswertung können Fortschritte genau erfasst werden, sodass sowohl der Patient als auch der Therapeut den Erfolg des Trainings nachvollziehen können.
  • Motivation: Das Programm bietet abwechslungsreiche Aufgaben, die durch visuelle und akustische Rückmeldungen die Motivation der Patienten steigern. Das Training macht Spaß und ist oft weniger belastend als klassische Therapieformen.

RehaCom eignet sich für Menschen jeden Alters, die aufgrund einer neurologischen Erkrankung oder einer Hirnverletzung kognitive Einschränkungen haben. Dazu gehören Patienten nach einem Schlaganfall, mit Demenz oder anderen neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder traumatischen Hirnverletzungen. Auch Menschen, die aufgrund von altersbedingten Veränderungen in der geistigen Leistungsfähigkeit Unterstützung benötigen, können von RehaCom profitieren.

In der Ergotherapie wird RehaCom als Teil des Therapieplans eingesetzt. Der Therapeut begleitet den Patienten während der Anwendung des Programms und stellt sicher, dass die Übungen richtig durchgeführt werden. Außerdem wird gemeinsam mit dem Patienten besprochen, welche Übungen besonders hilfreich sind und welche Fortschritte erzielt wurden. Durch regelmäßiges Training und die enge Zusammenarbeit mit dem Therapeuten können die geistigen Fähigkeiten des Patienten nachhaltig verbessert werden.

Definition und Funktion des Hirnleistungstrainings

Das Hirnleistungstraining kommt bei der ergotherapeutischen Behandlung von kognitiven Krankheitsbildern und daraus resultierenden kognitiven Defiziten, oder Störungen zum Einsatz. Die Therapie soll vor allem die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis trainieren. Hirnleistungstraining in der Ergotherapie ist eine wichtige Methode, um die geistigen Fähigkeiten zu fördern und kognitive Defizite zu behandeln, die nach einem Unfall, einer Erkrankung oder einem Schlaganfall auftreten können.

Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining wird zur gezielten Therapie von neuropsychologischen Krankheiten eingesetzt, um aktiv einer Störung der kognitiven Fähigkeiten entgegenzuwirken. Dabei zeichnet sich ein gutes Hirnleistungstraining daran aus, dass jedes Leistungsdefizit spezifisch gefördert wird.

Oftmals haben Menschen nach schweren Krankheiten oder Therapiemaßnahmen, wie die Chemo- und Bestrahlungstherapie, dem Schlaganfall, mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zu kämpfen. Ihnen kann ein gezieltes Hirnleistungstraining helfen, bei dem die Wiederherstellung und Optimierung der kognitiven sowie intellektuellen Funktionen angestrebt wird.

Dabei stehen folgende Fähigkeiten im Focus:

  • Konzentrationsfähigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Kurzzeitgedächtnis
  • Langzeitgedächtnis
  • Aufmerksamkeit
  • Wahrnehmung
  • Orientierungssinn
  • Problemlösefähigkeit
  • Lernfähigkeit

Hirnleistungstraining und Gehirntraining

Beim Hirnleistungstraining handelt es sich in der Regel um speziell für Patienten abgestimmte Übungen. Es werden verschiedene Methoden kombiniert, um den größten Erfolg zu erzielen. Dabei wird online Hirnleistungstraining mit Arbeitsblättern kombiniert. Außerdem werden sehr häufig Alltagssituationen nachgestellt. Damit lernt der Patient, seinen Alltag weitestgehend wieder selbstständig zu bewältigen. Die ergotherapeutischen Methoden lassen sich optimal mit Gehirnjogging verbinden. Gehirntraining Übungen trainieren ebenfalls die kognitiven Fähigkeiten und sind demnach die perfekte Ergänzung zum Hirnleistungstraining.

Hirnleistungstraining Übungen erfolgen entweder am Computer oder mit Arbeitsblättern. Den Patienten werden spezielle Denkaufgaben gestellt, welche Alltagssituationen nachempfunden sind. Das Training erfolgt meist ambulant, kann aber auch zu Hause ausgeführt werden.

Hirnleistungstrainings werden in der Regel von Ergotherapeuten durchgeführt. Sie sind speziell dafür ausgebildet und können Patienten somit professionell helfen. Hirnleistungstraining wird eingesetzt, wenn ein Defizit in den kognitiven Fähigkeiten von einem Arzt festgestellt wurde. Eine ambulante Behandlung wird nur durch ärztliche Verordnung aufgrund einer medizinischen Indikation durchgeführt.

Da Hirnleistungstraining individuell von einem Spezialisten auf die Bedürfnisse des Patienten angepasst wird, verspricht es den größten Erfolg bei der Wiederherstellung der für den Alltag benötigten Fähigkeiten.

NeuroNation als Unterstützung

Bei ärztlicher Verordnung sollte das Hirnleistungstraining zusammen mit einem Ergotherapeuten geplant und durchgeführt werden. Ergänzend dazu oder nach der Therapie können Betroffene mit der NeuroNation App ihr Gehirn trainieren und damit den Effekt verstärken. Das Gehirntraining kann die Gedächtnisleistung erhöhen. Außerdem sind die Übungen von NeuroNation wie Spiele aufgebaut. Dadurch verbessern sich spielerisch die kognitiven Fähigkeiten. Das sorgt für Motivation, weshalb Nutzer am Ball bleiben, ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Synonyme und Anwendungsbereiche

Eine Störung von kognitiven Fähigkeiten ist schrecklich für Betroffene. Es bedarf sofortige Maßnahmen, um den Normalzustand wieder herzustellen. Sie sollten die nötigen Schritte immer zuerst mit Ihrem Arzt besprechen. Das Hirnleistungstraining wird durch viele Synonyme umschrieben und fällt unter den Bereich einer neurologischen Behandlung. Weitere Synonyme für Hirnleistungstraining sind Neurologische Therapie, kognitives Training, cerebrales Training oder Gedächtnistraining.

In der Therapie werden Störungen der Hirnleistung verschiedenster Ursache behandelt. Dies geschieht in einem ganzheitlichen Fokus, individuell auf den Klienten abgestimmt. Das heißt, während der Therapie werden die verschiedenen Bereiche des Gehirns abgestimmt auf die individuellen Bedürfnissen des Klienten trainiert. Förderung einer eigenständigen Handlungsplanung, z.B. Förderung des Gedächtnis, z.B. Bei einer ergotherapeutischen Behandlung von Klienten mit Demenz wird in der Regel ein Schwerpunkt auf das klassische Gedächtnistraining gelenkt.

Apraxie und Ergotherapie

Apraxie bezeichnet eine Störung der Handlungsplanung, z.B. nach einem Schlaganfall oder einer Hirnblutung. Es bedeutet, dass der Patient Schwierigkeiten dabei hat, eine Tätigkeit in notwendige kleine Abläufe aufzuteilen und in der richtigen Reihenfolge durchzuführen. Formen der Apraxie können sich in verschiedenen Schweregraden äußern. Der Ergotherapeut passt die Behandlung auf den Schweregrad der Erkrankung an.

Für Außenstehende ist es oft nicht ersichtlich, dass einzelne Handlungen aus vielzähligen Einzelschritten bestehen. Diese müssen von unserem Gehirn geplant werden. An dem Beispiel Kaffee kochen wird ersichtlich, dass es nicht mit dem Einschalten der Kaffeemaschine getan ist. - Filter einlegen, Pulver hinzufügen, mit Wasser befüllen etc….Nicht nur die einzelnen Tätigkeiten, sondern auch das Einhalten der richtigen Reihenfolge stellt eine Hürde für Klienten mit Apraxie dar.

All diese alltagsrelevanten Tätigkeiten, vom Anziehen bis zum Zähneputzen, werden von unseren Ergotherapeuten mit den Klienten erarbeitet. Auch aufmerksamkeits-, merkfähigkeits- und konzentrationsfördernde Übungen sind ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Hirnleistungstraining kann mit Training an Geräten verglichen werden.

Zusammenfassung

Hirnleistungstraining mit RehaCom ist eine sehr effektive Methode, um die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern und kognitive Einschränkungen zu behandeln. Das Programm bietet eine Vielzahl von Übungen, die individuell angepasst werden können und sich an den Fortschritten des Patienten orientieren. So kann das Training helfen, die Lebensqualität zu erhöhen und die Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern.

Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining ist eine spezialisierte Therapieform innerhalb der Ergotherapie. Ziel ist es, die Hirnleistung gezielt zu trainieren, um Einschränkungen im Alltag auszugleichen. In der Regel wird das Training ärztlich verordnet, z. B. nach einem Schlaganfall, bei Demenz oder anderen neurologischen Erkrankungen. In der Therapie werden kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis und Handlungsplanung geübt. Durch das gezielte Fördern kognitiver Funktionen und das kontinuierliche Üben stellt sich bei vielen Patienten eine Verbesserung der Fähigkeiten ein.

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