GIF: Bedeutung, Verwendung und Geschichte eines beliebten Bildformats

GIF-Dateien sind allgegenwärtig, besonders in Social-Media-Feeds. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Format, und wie hat es sich zu einem festen Bestandteil des Internets entwickelt? Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung, Verwendung und Geschichte von GIFs und erklärt, warum sie trotz einiger Einschränkungen immer noch so populär sind.

Was ist ein GIF?

GIF steht für "Graphics Interchange Format". Es handelt sich um ein Rastergrafikformat, das für relativ einfache Bilder konzipiert wurde, die hauptsächlich im Web präsentiert werden. GIF-Dateien unterstützen Farbtiefen von bis zu 8 Bit pro Pixel und können 256 indizierte Farben enthalten. GIFs sind an der Dateierweiterung ".gif" erkennbar.

Ursprung und Entwicklung

Das Graphics Interchange Format wurde 1987 von Steve Wilhite bei CompuServe entwickelt. Ursprünglich sollte mit diesem Format das Herunterladen großer Bilddateien beschleunigt werden, was in den Anfangszeiten des Internets mit langsamen Verbindungen entscheidend war. Frühe CompuServe-Versionen des GIF-Formats hießen "87a" und "89a". Das Format unterstützte mit der Zeit immer mehr Funktionen für Animationen. Ab 1995 ließen sich im Browser Netscape Navigator GIF-Animationen in Schleife abspielen.

Technische Eigenschaften

GIF-Dateien können verlustfrei komprimiert werden, was bedeutet, dass die Bildqualität bei der Komprimierung nicht leidet. Allerdings unterstützen GIF-Dateien lediglich eine Palette von 256 Farben. Das PNG-Format ist neuer und bietet ähnliche Vorteile, z. B. verlustfreie Komprimierung. Der Hauptunterschied liegt darin, dass nur GIF-Dateien Animationen unterstützen. Für statische Web-Grafiken werden manchmal PNG-Dateien bevorzugt, da sie mehr als 16 Millionen Farben anzeigen können. Jede der 256 Farben in einem GIF kann als transparent gekennzeichnet werden.

Verwendung von GIFs

Animationen und kurze Videos

Mit GIF-Dateien lassen sich wie bei einem Daumenkino mehrere zusammenhängende Bilder nacheinander anzeigen. Das Ergebnis wirkt wie ein Video - nur ohne Ton und mit niedriger Auflösung. Animierte GIF-Dateien findet man überall im Web und auf Social-Media-Plattformen.

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Memes und soziale Medien

Durch Bilder-Forenseiten wie "tumblr" wurden GIFs in den 2010er Jahren im Internet immer relevanter. Im englischsprachigen Netz begannen Nutzer GIFs als Memes zu nutzen. Meist waren das kurze Szenen aus Filmen, Serien und Musikvideos, wie das Facepalm-GIF von Star Trek. Inzwischen bieten die meisten Messenger-Dienste neben einer Emoji-Tastatur auch eine GIF-Sammlung. Mit dieser können Nutzer noch ausdrucksstärker auf Nachrichten reagieren als von Angesicht zu Angesicht.

Marketing und Werbung

GIFs haben ihren Weg nicht nur im Alltag der allgemeinen User, sondern sie sind auch zu einem festen Bestandteil in der Welt des Online-Marketings und der Werbung geworden. Unternehmen verwenden sie zunehmend, um ihre Produkte oder Dienstleistungen auf eine unterhaltsame und einprägsame Weise zu bewerben. GIFs sind auch besonders beliebt in den sozialen Medien, wo sie in Beiträgen und Kommentaren verwendet werden, um Gefühle zu vermitteln, die oftmals mit reinem Text nicht ausreichend ausgedrückt werden können. Häufig vermitteln sie Humor, Sarkasmus oder Überraschung, aber auch Mitgefühl, Aufregung oder jede andere Emotion.

Arbeitsanleitungen

Auch Arbeitsanleitungen lassen sich mit GIFs hervorragend kommunizieren. In wenigen Schritten kann eine kurze Videosequenz in ein animiertes GIF umgewandelt werden.

GIF-Sticker

Ein einfacher Unterschied: Ein GIF hat einen Hintergrund und ist nicht transparent. Ein GIF-Sticker, auch schlicht Sticker genannt, hat einen transparenten Hintergrund. Die Transparenz von GIF-Stickern ist praktisch, da man den Hintergrund hinter dem Sticker gut erkennen kann. Sie unterstreichen das Dargestellte, bringen Emotionen rüber und verhelfen einem Profil zu mehr Brand. Durch Corporate Identity erzielt man einen Wiedererkennungswert und hebt sich von der Masse ab. Weiterhin können sie durch Dekor-Sticker eine Story einfach nur verschönern. GIF-Sticker können Emotionen, Reaktionen, Hervorhebungen erzeugen oder einfach nur durch Dekor verschönern. Für die Generation Z ist die Nutzung der Sticker obsolet. Sie werden gemocht, genutzt und gewinnbringend oder einfach nur aus Freude verwendet.

Vor- und Nachteile von GIFs

Vorteile

  • Einfache Erstellung und Verwendung: GIFs sind leicht zu erstellen und können auf nahezu jedem Gerät oder Webbrowser angezeigt werden.
  • Animation: GIFs können Animationen darstellen.
  • Verlustfreie Kompression: GIFs verwenden eine verlustfreie Kompressionstechnik, die die Dateigröße reduziert, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.
  • Transparenz: Jede der 256 Farben in einem GIF kann als transparent gekennzeichnet werden.
  • Geringe Dateigröße: Ideal für schnelle Ladezeiten im Web.
  • Vielseitigkeit: Geeignet für Memes, Animationen, Social-Media-Inhalte und Marketing.
  • Steigerung der Reichweite: Giphy ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine. Diese wird täglich von 700 Millionen Nutzer verwendet. Giphy kann die Reichweite im WWW enorm steigern.

Nachteile

  • Begrenzte Farbpalette: GIFs sind auf 256 Farben beschränkt, was zu einer geringeren Bildqualität führen kann. Dies kann dazu führen, dass Farbverläufe und Schattierungen in GIFs nicht so detailliert und glatt sind wie in anderen Dateiformaten wie JPEG oder PNG.
  • Kein Ton: Da es keine echten Videodateien sind, können GIF-Dateien kein Audiomaterial enthalten.
  • Qualitätsverlust bei Fotos: Da GIF-Dateien nur 256 Farben unterstützen, eignen sie sich nicht für hochauflösende Fotos von Digitalkameras.
  • Dateigrößenbeschränkungen: Viele Onlinetools, mit denen du GIF-Dateien erstellen kannst, setzen bei der Dateigröße ein Limit - meist 200 MB. Auch die Wiedergabedauer kann begrenzt sein. Bei manchen Tools können animierte GIF-Dateien maximal 15 Sekunden lang sein.

Wie man GIFs öffnet

GIF-Dateien lassen sich unter Windows oder macOS leicht öffnen. Navigiere einfach zur gewünschten Datei, und doppelklicke darauf. Wähle dann ein kompatibles Programm aus, z. B. Adobe Photoshop oder klicke einfach auf dein bevorzugtes Bildprogramm. GIF-Dateien können auch in Browsern wie Chrome, Firefox und Internet Explorer geöffnet werden. Wähle im Internet Explorer „Datei > Öffnen“. Klicke auf „Durchsuchen“. Ändere den Dateityp in „Alle Dateien“.

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Erstellung von GIFs

Um eine animierte GIF-Datei zu erstellen, können verschiedene Programme und Online-Tools verwendet werden. Ein gängiger Ansatz ist die Verwendung von Adobe Photoshop. Lade alle Bilder, die du für deine animierte GIF-Datei verwenden möchtest, in Photoshop. Klicke auf das Menü für Wiederholungen.

Rechtliche Aspekte

Viele Memes im GIF-Format, die auf Social Media geteilt werden, enthalten urheberrechtlich geschütztes Material, z. B. Bilder aus Filmen oder von Fotoagenturen. In der Regel gehen Urheberrechts-Inhaberinnen und -Inhaber zwar nicht rechtlich gegen Personen vor, die Memes für nicht gewerbliche Zwecke erstellen, aber im Zweifelsfall solltest du lieber auf Nummer sicher gehen.

Sicherheitsrisiken

Cyberkriminelle können in GIFs und Format-Alternativen wie z. B. APNG ausführbare EXE-Dateien verstecken, deren Inhalte ein Sicherheitsrisiko darstellen. Jedoch werden diese, wenn ein GIF abgespielt wird, nicht ausgeführt, sondern beim Auslesen der Pixel-Standorte übersprungen. Einst wurde eine Schwachstelle des Internet Explorers ausgenutzt, um schädliche Software über werbende GIFs zu verbreiten, doch das Problem wurde mittlerweile behoben.

Alternativen zu GIFs

Obwohl GIFs nach wie vor beliebt sind, gibt es auch Alternativen, die in bestimmten Situationen besser geeignet sein können:

  • PNG (Portable Network Graphics): Für statische Web-Grafiken werden manchmal PNG-Dateien bevorzugt, da sie mehr als 16 Millionen Farben anzeigen können. PNG bietet ebenfalls verlustfreie Komprimierung.
  • WebM und MP4: Für kurze Videoclips sind WebM und MP4 oft die bessere Wahl, da sie eine höhere Qualität und bessere Komprimierung bieten.

Dschif oder Gif? Die richtige Aussprache

GIF wird tatsächlich nicht Dschif, sondern Gif ausgesprochen, auch wenn viele es als Denglisch Dschif aussprechen.

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Wo kann ich meine GIF-Sticker speichern?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten GIF-Sticker zu speichern:

  • auf Deinem Mac / PC / MacBook / Laptop
  • in der Fotogalerie Deines Handys (iOS oder Android)
  • bei Giphy
  • bei Tenor
  • in Deiner Cloud

GIF-Datenbanken

Wenn Sie GIF-Bilder im Web suchen, kommen Sie an der wahrscheinlich größten GIF-Datenbank nicht vorbei: Giphy. Über eine einfache Suchmaske können Sie einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben und Sie bekommen passende GIFs ausgespielt. Der zweite große Player am Markt ist Tenor. Auch Tenor gehört mittlerweile zu einem der Big Four Digitalkonzerne: Google.

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